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Hamburger Hafen

Die Hafenkante - das ist der Uferstreifen zwischen der Speicherstadt im Westen und dem Fischmarkt im Osten - ist Hamburgs Tor zu Welt. Er ist der größte Seehafen in Deutschland und gemessen am Containerumschlag 2007 mit einem Rekordergebnis von 9,89 Mill. Container der drittgrößte in Europa nach Rotterdam und Antwerpen. Unbestritten ist seine Spitzenposition weltweit als Umschlagsplatz für Rohkaffee.

Der Hamburgere Hafen gilt trotz einer Entfernung von 110 km von der Mündung der Elbe in die Nordsee als Seehafen. Regelmäßig sind Baggerschiffe zur Elbvertiefung im Einsatz, um konstant eine Wassertiefe von 13 Metern zu gewährleisten, damit auch größere Schiffe den Hamburger Hafen anlaufen können. Jährlich laufen rund 13.000 Seeschiffe aus aller Welt den Hamburger Hafen an. 

Der alte Hanse-Hafen im Hamburger Hafen um 1900
- die Schiffe lagen an sog. "Dockdalben"-
- Originalbild: Wikimedia Commons -
Bild ist gemeinfrei, da älter als 70 Jahre
Urheber: nicht bekannt

Kurz vor der Mündung der Alster in die Elbe entstand am 1877 zugeschütteten "Reichenstraßenfleet" der erste Hamburger Hafen. Der eigentliche Ursprung des Elbehafens lag im Bereich des "Baumwalls" und den "Vorsetzen", welcher aber weitgehend ohne Kaianlagen war. Am Binnenhafen wurde außerdem ein öffentlicher Kran errichtet. Die Schiffe lagen an "Duckdalben" (in den Hafengrund eingerammte Pfähle zum Befestigen von Schiffen), was aus Sicherheitsgründen erforderlich war, um einen Angriff auf Hamburg von See her zu verhindern. 

Das Nikolaifleet wurde später zum Hafen ausgebaut. Durch die Aufstockung der Alster mittels eines Damms von der Bergstraße bis zum heutigen Gänsemarkt entstanden die Binnen- und Außenalster und der Nikolaifleethafen wurde fast trockengelegt. Es musste ein neuer Hafen an der Alstermündung in der Elbe gebaut werden, das war der erste Elbehafen! 

Hansezeit:

Kaiser Barbarossa verlieh der Stadt im Mai 1189 mit einer formlosen Notiz die Zollfreiheit, um den Aufschwung der aufstrebenden Handelsstadt zu beschleunigen. Im 12. und 13. Jahrhundert verstärkte sich der Handel in Norddeutschland und die neu gegründeten Hafenstädte an der Ostseeküste florierten. Gemeinsam mit Hamburg vertraten Kaufleute aus diesen Städten häufig ihre Interessen außerhalb Norddeutschland und so entstand die "Hanse", die sich im Laufe der Zeit von einem Kaufmannsbund zum Städtebund wandelte. In der Zeit um das 14. Jahrhundert entwickelte sich Hamburg zum wichtigsten Umschlag- und Stapelplatz zwischen Nord- und Ostsee. Die Hansezeit brachte der Stadt bis dahin nie gekannten Wohlstand. Wichtige Besitztümer aus dem Umland wurde erworben. Mit dem Aufschwung des Seehandels nahmen die Überfälle durch die Piraten auf die Handelsschiffe zu. Ab 1265 litt Hamburg besonders unter den sog. "Dithmarschern", die regelmäßig Schiffe auf der Elbe überfielen und plünderten. Ebenso berüchtigt waren die Übergriffe der "Vitalienbrüder" auf Hamburger Schiffe in der Nordsee. Nach empfindlichen Verlusten durch diese Überfälle taten sich die Städte Hamburg und Bremen im Jahre 1400 zusammen und rüsteten 1400 Kriegsschiffe gegen die "Likedeeler" (ein niederdeutscher Ausdruck für "Gleichteiler" bei der Aufteilung der Beute) aus und brachten ein Jahr später (1401) zunächst die Flotte von Klaus Störtebeker und später auch die von Gödeke Michels auf. Beide wurden in Hamburg verurteilt und hingerichtet, wobei nach der Hinrichtung die Köpfe der Piraten auf Pfähle genagelt und zur Schau gestellt wurde.

Ein Hafen entsteht:

Im Laufe seines weit über 800jährigen Bestehens hat sich der Hamburger Hafen von einem kleinen Anlandeplatz an einem Billemündungsarm in der Altstadt über einen Alsterhafen zu einem Hafen an der Elbe verlagert und entwickelt. Während er im Jahre 1860 noch durch dicht gedrängte Segelschiffe und einige wenige Dampfer geprägt war und die Schiffe mittels schiffseigenem Geschirr auf gestakten Hafenfahrzeugen und an den Kais werkenden Arbeitern mit Karren, Handkranen- und Winden entladen wurden, fand der Stückgutumschlag schon im Jahre 1810 an den Kais mittels Dampf- und Elektrokräne statt. Auch wurden die Segelschiffe mehr und mehr von den Dampfschiffen verdrängt.

Die Elbinseln zwischen Norder- und Süderelbe wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert als Hafengebiet erschlossen und es entstanden zahlreiche Hafenbecken,  was bedeutete, dass dabei die alten Katen und Patrizierhäuser der Hafenerweiterung zum Opfer fielen. Ca. 20.000 Bewohner wurden zwangsumgesiedelt. 

Karte vom Hamburger Hafen aus dem Jahr 1910
(Bild: - Originalbild: Wikepedia - siehe hier - )
Bild ist gemeinfrei, da älter als 70 Jahre.

Im zweiten Weltkrieg wurden 80 Prozent der Hafenanlagen zerstört. Nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde der Hamburger Hafen militärisches Sperrgebiet und kam unter englischer Verwaltung. Erst 1956 wurde im Wesentlichen der Wiederaufbau abgeschlossen. Dennoch konnte Hamburg bedingt durch die Teilung in Ost und West, wodurch ihre Rolle als Mittelpunkt im europäischen Hinterland entfiel, nicht mehr an seine ehemalige Bedeutung als Welthafen anknüpfen. Im 1961 vom Hamburger Senat beschlossenen Hafenerweiterungsgesetzt war die Erweiterung des Hafens im Gebiet von Altenwerder und Moorburg vorgesehen. Für das Hamburger Dorf Altenwerder hat der Senat und die Bürgerschaft 1973 einstimmig die endgültige Räumung beschlossen. 

Containerschiffe bestimmen ab 1970 das Bild des westlichen Teils des Hafens und der Umschlag wurde stark automatisiert. Die innenstadtnahen Hafengebiete verloren mit der Zentralisierung und Automatisierung ihre Bestimmung und neue Nutzungsmöglichkeiten wurden geplant. Der Hafenumschlag verlagerte sich nach Westen und die Hafenbecken auf dem Großen und Kleinen Grasbrook entsprachen nicht mehr den Platzkapazitäten, die an einen Seehafen gestellt wurden. Für einen modernen Containerhafen benötigte man jetzt große Stell- und Verladeflächen. Inzwischen wurden zahlreiche Hafenbecken wieder zugeschüttet, wie zum Beispiel der "Indiahafen", der V"ulkanhafen" oder der "Griesenwerder Hafen!.

In den folgenden Jahren wuchs der Anteil der mit Containern transportierten Waren stetig und der Stückgutumschlag in Säcken, Fässern und Kisten ging kontinuierlich zurück. Neue Formen des Güterumschlags entstanden, wie z. B. die Containerbrücken, die das schiffseigene Ladegeschirr überflüssig machten. Heute macht der Hamburger Hafen den größten Teil seines Umsatzes mit dem Containerumschlag (ca. 9,89 Mio. Standardcontainer im Jahre 2007). 

Der Güterumschlag bildet die Hauptnutzung des Hamburger Hafens und damit speziell der Containerumschlag. Die industrielle Nutzung besteht in der Rohstoffverarbeitung, insbesondere in der Raffinerie von Mineralöl aber daneben bestehen auch Getreidemühlen sowie Kaffee- und Teeveredelungsbetriebe, ebenso ist der Schiffbau ein weiterer wichtiger Industriezweig im Hafen. In den letzten Jahren nimmt auch die Passagierschifffahrt wachsende Bedeutung ein, speziell die Kreuzschifffahrt und der Tourismus.

Zur Geschichte des Hamburger Hafens gibt es eine große Abteilung im Museum für Hamburger Geschichte. Ferner sind über das Gebiet entlang der Elbe einige Erinnerungsstücke zu besichtigen:
wie der Stückgutfrachter "Cap San Diego", die stählerne Dreimastbark "Rickmer Rickmers" an den Hamburger Landungsbrücken, sowie an wechselnden Standorten im Hamburger Hafen die Flussschifferkirche, die als einzige schwimmende Kirche Deutschlands gilt.

stählerne Dreimastbark Rickmer Rickmers
(Foto: Nefershapiland)

Fluss-Schifferkirche
(Foto: Nefershapiland)

 

Speicherstadt und Zollkanal:

Durch die Stadtbefestigung war das Gelände der HafenCity im 16. Jahrhundert ungefähr im Verlauf der heutigen Straße "Am Sandtorkai" geteilt. Die Wohngebiete Kehrwieder und Wandrahmviertel befanden sich im Bereich der heutigen Speicherstadt. Vor der Stadtmauer lagen sumpfige Wiesen, welche als Weideland dienten. Als Hinrichtungsstätte speziell für Piraten diente die Westspitze des Großen Grasbrooks.

Schiffsbauer und Hafengewerke siedelten sich später zum Anfang des 19. Jahrhunderts an. Durch den Bevölkerungs- und Wirtschaftszuwachs im 19. Jahrhundert reichten die Kapazitäten des Hafens an der Alstermündung nicht mehr aus und man begann nach der Niederlegung der Stadtmauer die Flächen des Grasbrooks als Hafenerweiterungsgebiet zu nutzen. 1868 wurde als erstes künstliches Hafenbecken der "Sandtorhafen" ausgehoben, 1881 kam der "Grasbrookhafen" hinzu. 

Lagerhäuser in der Hamburger Speicherstadt um 1873
(Bild: Wikepedia - Bild ist gemeinfrei, da älter als 70 Jahre)

1888 entstand in Hamburg anlässlich des Anschlusses Hamburgs an das Zollinland des Deutschen Reiches die Speicherstadt, der größte auf Eichenpfählen gegründete Lagerhauskomplex der Welt, welcher seit 1991 unter Denkmalschutz steht. 

Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Hamburg der sog. "Zollkanal" als verbundener Schiff-Fahrtskanal erbaut, um das neu geschaffene Freihafengebiet umfahren zu können. Der Zollkanal verband das Zollinland - während das Freihafengebiet Zollausland war. Zwischen Zollkanal, Kehrwiederspitze und Sandtorhafen erhob sich damals auf der Brookinsel der einheitlich geplante, 1,5 km lange Komplex der Speicherstadt. Während der Baumaßnahmen für die Speicherstadt wurden mehrere Planungen für den Verlauf des Kanals vorgelegt, die sogar noch weiter nördlich als den jetzigen vorsahen, so dass die Katharinenkirche noch südlich von ihm gelegen hätten. Doch schließlich begrenzte man den Zugriff auf die abzureißende Bebauung der Altstadt Hamburgs und legte den Zollkanal im heutigen Verlauf an. Man verbreiterte die seit dem Mittelalter bestehenden Gewässer der "Deep" und des "Oberhafens" (diese Verbindung zur Elbe war 1258 aus der Billemündung und einem Stichkanal zur Nordelbe entstanden und bildete einen wichtigen Teil der ursprünglichen Hafenanlagen. 

Hamburg - Zollkanal
(Bild: Margret Pirzer 2014)

Hamburg - Zollkanal mit Flutschutzmauer zur Stadtseite hin.
(Bild: Margret Pirzer 2014)

Eine Flutschutzmauer begrenzte den Zollkanal nach Norden hin für die Hamburger Altstadt und dem Hafenrand-Straßenzug. Direkt nördlich dieser Hafenrandstraße befindet sich die Katharinenkirche. Die Brooksbrücke - eine Stahlbogenbrücke, die 1867 erbaut wurde, diente als Zugang zur Speicherstadt und damit zum Gelände des Freihafens. Ihre Torbauten und Standbilder wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Der südliche Abschluss der Brücke wurde in Form eines Stadttores ausgeführt, dessen westlicher Turm das Stadtwappen und dessen östlicher Turm das Reichswappen zeigte. Weitere Brücken über den Zollkanal waren die Jungfernbrücke bei der Katharinenkirche für Fußgänger, die Kornhausbrücke als Verlängerung der Brandstwiete, der Wandrahmsteg beim Meßberg und die Oberbaumbrücke, hinter der der Oberhafen beginnt. Die Speicherstadt mit ihren dort gelagerten Waren wird durch den Zollkanal wie ein Burggraben nach Norden hin begrenzt.

 Zollkanal in Hamburg Dovenfleet 1890


Photographs in this collection were published before 1923 and are therefore in the public domain." (Erstellt: zwischen 1890 und 1905 siehe dt. Wikipedia)

Als Baumeister der Speicher-Stadt wird der Hamburger Bauingenieur Andreas Meyer genannt. Die Lagerhäuser werden teilweise heute noch genutzt, um wertvolle Güter wie Tee, Kaffee und Gewürze zu lagern und zu veredeln. Nur der Freihafen war jetzt noch zollfreie Zone, die Kaufmannsspeicher, die sich in der Stadt befanden, jedoch nicht. Also riss man 1883 die Wohnquartiere auf der im Freihafen gelegenen Kehrwieder- und Wandrahminsel kurzerhand ab und baute die Speicherstadt mit ihren aus 17 sieben- bis achtstöckigen Lagerhäusern mit einer Gesamtfläche von rund 330.000 Quadratmetern. Mehr als 20.000 Menschen verloren dabei ihr Heimatviertel und wurden umgesiedelt. 

Sandtorkai mit Krananlagen, 
hinter den Schuppen die Speicherstadt, um 1900
(
(Bild: Wikepedia - Bild ist gemeinfrei, da älter als 70 Jahre)
- Originalbild

Auch die früheren Wohnviertel am Kehrwieder und Wandrahm mussten ab 1883 für die Errichtung des Freihafens und für den Bau der Speicherstadt geräumt und abgerissen werden. Schon wenig später, im Jahre 1888 waren die ersten Speicherbauten hier fertiggestellt. Einheitlich sind sie im Stil der Backsteingotik errichtet und verdanken ihr romantisches Aussehen den vielen Giebeln, Erkern und Zinnen. 

1938 wurden aus Teilen der früheren Altstadt Süd und dem Stadtteil St. Georg "Klostertor" und "Klosterhafen" gebildet und dann im Jahre 1951 zum Stadtteil Klostertor zusammengefasst.

Langsam begann sich aber am Ende der 80ziger Jahre des letzten Jahrhunderts abzuzeichnen, dass die Speicherstadt keine wirtschaftliche Zukunft mehr als Lagerviertel hatte. Moderne Lagerhallen und Betriebe entstanden woanders und in der alten Speicherstadt siedelten sich Im- u. Exportfirmen für Orientteppiche an, die immer stärker zum Hauptnutzer der Speicherstadt wurden. Die hohen Personalkosten in den Speichern zwangen die traditionellen Quartiersmannsbetriebe, welche sich damals gegen 1988 besonders heftig gegen den diskutierten Verkauf der Speicherstadt gewehrt hatten, schließlich dazu, sich neue Domizile zu suchen und am Ende wurde die Speicherstadt durch die Anfang 2003 erfolgte Verlegung der Zollgrenze bis kurz vor die Elbbrücken, zu einem ganz "normalen" Stadtteil.

Mit Schuten wurden früher die Waren auf dem Fleet an die Lagerhäuser in die Speicherstadt gebracht.
(Foto: Andre Kottlewski, Aachen)

In der Speicherstad
lagern u. a. Gewürze, Kaffee und Kakao
(Foto: Andre Kottlewski, Aachen)

Die Insel "Kehrwieder" bildet einen Teil der historischen Speicherstadt in Hamburg. Sie wurde durch den Bau des Zellkanals von der Altstadt abgeschnitten. In früheren Zeiten verabschiedeten hier auf der Kehrwiederinsel die Hamburger Frauen ihre zur See fahrenden Männer mit dem Wunsch "Kehr wieder heim". Die westliche Spitze der Insel war früher der westlichste Punkt des Hafens und des früheren Hamburgs. Von hier aus verließen die seefahrenden Männer Hamburg. Schon die Elbfahrt stellte eine nicht ungefährliche Flussfahrt dar. Einige von ihnen überlebten schon die Flussreise nicht, einige andere die Seereise nicht. Die zurückbleibenden Frauen blieben dann zum Teil als unversorgte, arme Witwen zurück. Der Name "Kehrwieder" für diesen Ort hat sich bis heute gehalten.

                                                                    Alte Hafenwache 2 auf der Kehrwiederspitze
Im Jahre 1899 wurde auf der Kehrwiederspitze die Hafenpolizeiwache 2 gebaut - das heutige Wasserschutzpolizei-Revier WSPF 22 (zuständig für Hafensicherheit und gefährliche Güter). Sie ist der Außendrehort der Fernsehserie "Notruf Hafenkante".

Bild:     Hamburg Speicherstadt Hafenpolizeiwache2
User:    Magnus Manske
Lizenz:  CC BY-SA 3.0
                   Bild: Andre Kottlewski 2007

Heute beträgt die Fläche des "Speicherstadt-Areals" 300.000 m² Fläche mit einer Länge von 1,5 km und einer maximalen Breite von bis zu 250 Meter, auf der sich in 15 Blöcke und auf 9 einzelne Gebäude befinden. Das älteste Gebäude ist der sog. "Kaispeicher B" aus den Jahren 1878/79, der sich unter Denkmalschutz befindet. Seit 2008 befindet sich hier das Internationale Maritime Museum. 

Im zweiten Weltkrieg wurden mehr als die Hälfte der Gebäude der Speicherstadt zerstört. Das heutige Areal, das heute zum neugeschaffenen Stadtteil HafenCity gehört, ist über mehr als 20 Brücken zu erreichen, welche die sechs Fleete überspannen. Die Speicherstadt gehört heute der Stadt-Tochter HHLA - der Logistik-Konzern hat die meisten der Gebäude vermietet. 

Dort befinden sich Teppichhändler, sieben Museen und Archive, zwei Theater und drei Event-Attraktionen wie das Eisenbahn-Miniaturwunderland (die größte Modelleisenbahnanlage der Welt), das "Hamburg-Dungeron" (ein Gruselkabinett mit Showeinlage und echten Darstellern, die 600 Jahre Hamburger Geschichte wie der Große Brand, Festname und Hinrichtung des Seeräubers Klaus Störtebecker, Skelette, Totenköpfe, Klabautermänner und Schiffsgeister zeigen) und das Theater in der Speicherstadt mit der "Speicherstadtstory" rund um Arbeiterschicksale. Im alten Lagerboden im Speicher Block L befindet sich seit 1991 das kleine, aber feine "Spicy's Gewürzmuseum" das von Privatleuten gegründet wurde. Dort befinden sich säckeweise Gewürze wie z. B. Safran, Pfeffer, Thymian, Paprika, Oregano oder Nelken, die auf einer Fläche von 350 m² stehen und von den Besuchern angefasst, gerochen und auch probiert werden dürfen.

Ballinstadt:

In der Auswandererwelt "Ballinstadt" im Hamburger Stadtteil Veddel ist seit Sommer 2007 ein ganz besonderes Stück hamburgische Hafengeschichte erlebbar - wo zwischen 1850 und 1939 etwa 5 Millionen europäische Auswanderer ihre Reise in die "Neue Welt" begannen. Auf dem Boden der historischen Auswandererstadt befindet sich eine Ausstellung, welche bereits ein Jahr nach der Eröffnung zu den beliebtesten Freizeitattraktionen von Hamburg gehört. Die Besucher können in drei originalgetreu aufgebauten Wohn- und Schlafpavillons die Geschichte der über 5 Mill. Menschen nacherleben, die von hier aus in den Jahren von 1950 - 1934 in eine neue Zukunft aufbrachen. 

Die Original vorliegenden Passagierlisten der Jahre von 1850 bis 1934 können in dieser Ausstellung von den Besuchern eingesehen werden. Es ist der weltweit größte Bestand an Passagierlisten von Auswanderungsschiffen und damit eine einzigartige Quelle.

Zu erreichen ist die Ballinstadt:
Mit dem Schiff:  Ableger St. Paulis Landungsbrücken, Brücke 10 (Veddel Ballin-Stadt)
Mit der S-Bahn nach Veddel: Linie S 3 / S 31 Hauptbahnhof Richtung Neugraben
                                                  - gegenüber der S-Bahnstation Vedde

Sehenswürdigkeiten:

Heute ist die Speicherstadt eine von mehreren Fleeten durchzogene, etwa 1,5 km lange und 150 bis 250 Meter breite Binneninsel der Elbe im nordöstlichen Hamburger Hafen, die seit dem 1. März 2009 dem neugegründeten Stadtteil Hafen-City zugeordnet wird. 

    Hamburg Port Authority (HPA)

Am Neuen Wandrahm ist seit 2006 die Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA) untergebracht, die 2005 aus dem ehemaligen Amt für Strom- und Hafenbau der Stadt Hamburg hervorging.


         ( Bild Margret Pirzer )

Von der Poggenmühlenbrücke am östlichen Ende der Speicherstadt hat man einen schönen Blick auf das sogenannte "Wasserschlösschen", einem malerisch auf einer Halbinsel in den Fleeten der Speicherstadt gelegenen, reich verzierten Bau - in dem heute u. a. das Teehauskontor "Krogmann" findet. Das Teekontor und die Gastronomie befinden sich  inmitten der Speicherstadt, auf einer Halbinsel zwischen zwei Fleeten. Zu erreichen ist das Wasserschloss mit der U 1 bis Messberg und dann per Bus 6 bis zur Brandstwiete. Einzigartig ist auch das neue Teekontor mit angeschlossener Gastronomie. 


Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts gingen hier die Windenwärter und -wächter noch ihrer Arbeit nach und wurde auch von ihnen bewohnt. Sie waren für die Wartung und Reparatur der hydraulischen Speicherwinden zuständig. Das Wasserschloss wurde in den Jahren 1905 bis 1907 errichtet. Aufgrund seiner exponierten Lage erhielt das Gebäude eine besondere Architektur mit Glasziegelbändern und Gliederungen in Granit.

Das historische Wasserschlösschen mit dem "Teekontor Krogmann" - Alter Wandrahm in der Speicherstadt.

              (Foto: Nefershapiland)

      Holländische Reihe mit großen Speichergebäuden
fotografiert vom
Teekontor Krogmann, Alter Wandrahm aus.  Früher eine von pittoresken Kaufmannshäusern gesäumte Gracht voller Schuten.
                       (Foto:
Nefershapiland)

Die alte Pflasterstrasse führt direkt bis in das Gebäude in der Dienerreihe 4 hinein und auf ihr wurden früher die schweren Bauteile für die Wartungsarbeiten transportiert. Das alte Gebäude dient heute auch als eine beliebte Kulisse für Fernsehproduktionen, wie für die TV-Kinderserie "Die Pfefferkörner", wo es als Teekontor diente.

 Das Wasserschloss
- in der Speicherstadt -

Das Wasserschloss wurde in den Jahren 1905 und 1907 errichtet. Das Gebäude besitzt eine besondere Architektur mit Glasziegelbändern und Gliederungen in Grant. Früher wurde das Wasserschlösschen von den Windenwärtern oder Windenwächtern bewohnt. Sie waren für die Wartung und Reparatur der hydraulischen Speicherwinden zuständig und hatten daher das äußerst seltene Privileg, in der Speicherstadt wohnen zu dürfen.


         ( Bild Margret Pirzer )

 

 

Blick auf das Wasserschloss von der Poggenmühlenbrücke

Das Wasserschloss wird von zwei Fleeten - links d. Holländischbrookfleet 
und rechts das Wandrahmsfleet - und großen Speichergebäuden umgeben.

Bild:      Speicherstadt 2008   (Bildschnitt. v. Nefershapiland )
Autor:   Holger Ellgaard
Lizenz:  CC BY-SA 3.0

 

            Block V am Holländischbrookfleet - Speicherstadt Hamburg
Der Holländischbrookfleet ist die Verlängerung des St. Annenfleets ab der St. Annenbrücke bis zur Einmündung in das Wandrahmsfleet vor der Poggenmühlenbrücke.

Der Speicherblock V. wurde in den Jahren 1905- 1907 von den Architekten Hanssen & Meerwein erbaut. Ungewöhnlich ist die für die Speicherstadt untypische, zweifarbig gestaltete Fassade sowie die halbrunden Feuer- oder Westfalentürme auf der Fleetseite. In diesem Kontorhaus werden heute überwiegend Orient-Teppiche gelagert.

Bild: Andre Kottlewski 2009

 

                              Hamburg - Holländischer Brook ca. 1890-1900
                              - vor dem Abriss zum Bau der Speicherstadt -
Der Name "Holländischer Brook erinnert an die seit dem 16. Jahrhundert eingewanderten holländischen Kaufleute, die hier ansässig waren.

"Photographs in this collection were published before 1923 
and are therefore in the public domain." (Quelle: dt. Wikipedia)

 

   Fleet in der Speicherstadt
             - Bei St. Annen -

Lagerhauskomplex auf Eichenpfählen im Stil der Backsteingotik erbaut. Die Lagerhäuser besaßen an ihrer Vorderseite einen Straßenzug. Auf der Rückseite wurden sie direkt an die kleinen Alsterfleete - kleine Wasserstraßen, die einst zur Entwässerung künstlich angelegt wurden - gebaut. Im Unterschied zu einem Kanal werden hier die Wasserstands Schwankungen nicht durch Schleusen ausgeglichen. 

                     ( Bild: Margret Pirzer)

 

                                                                    Kleines Fleetschlösschen, Brooktorkai 17
                                           
Das halb ins Wasser gebaute "Fleetschlösschen - eine ehemalige Zollstation an der St. Annen-Brücke am holländischen Brook-Fleet des Zollamtes Kornhausbrücke in der Speicherstadt Hamburg, diente einst zur Kontrolle der Schuten. Später wurde es zu einer Feuerwache und dann als öffentliche Toilette umfunktioniert. Heute ist es ein kleines Cafe-Bar-Bistro in dem man von Kaffee und Kuchen bis zu einem guten Wein und kleinen Gerichten alles bekommt. 

Bild:      Speicherstadt - Fleetschlösschen  
Autor:   Heribert Pohl
Lizenz:  CC BY-SA 2.0


(Bild: Nefershapiland)

 

Bronzestatue Klaus Störtebeker
- am Brooktor bei der Speicherstadt -

(Foto: Margret Pirzer 2014)

Der 13 m hohe "View Point"  
am Großen Grasbrook bietet von oben eine beeindruckende Aussicht über die Bauarbeiten  in der HafenCity.
(Foto: Andre Kottlewski, Aachen)

Vom 13 Meter hohen Aussichtsturm "View Point" am Großen Grasbrock aus hat der interessierte Besucher einen beeindruckenden Ausblick über die Bauarbeiten in der HafenCity. Der in seiner Form den Hafenkränen nachempfundene leuchtend orange Aussichtsturm besteht aus 12 t Stahl. Es ist empfehlenswert, einen Feldstecker mitzunehmen.

 Internationale Maritime Museum

Das Internationale Maritime Museum im historischen Kaispeicher B in der Hafencity Hamburg ist seit Juni 2008 das neue "Seezeichen " der Stadt. Auf zehn Ausstellungs-Decks im Kaispeicher B wird von Entdeckern und Eroberern, von Kapitänen und einfachen Seeleuten erzählt - eine Expedition durch 3.000 Jahre Menschheitsgeschichte. Hier kann man selbst zum Entdecker werden und spürt die Verlockung der fernen Länder. 

            Das internationale Maritime Museum im Kaispeicher B 
- Am Kaispeicher B befindet sich der schmucke Backsteinbau -
Der Vorplatz wurde bereits neu gestaltet, später werden auch die Uferpromenaden westlich und östlich des Magdeburger Hafens neu angelegt.
Bild:      Speicherstadt in Hamburg, Maritimes Museum
Autor:   Mbdortmund
Lizenz:  GNU Free Documentation License, version 1.2

Der Kaispeicher B - der an der Magdeburger Straße 1, auf der Ecke zwischen Brooktor- und dem Magdeburger Hafen steht -  ist das älteste noch erhaltene Bauwerk im Hamburger Freihafen. Der imposante Backsteinbau wurde in den Jahren 1878/79 - noch vor der Ratifizierung des Zollanschlusses und der Errichtung des Freihafens und etwa 10 Jahre vor dem Bau der Speicherstadt errichtet. Die Architekten waren Bernhard Georg Jacob Hanssen und Wilhelm Emil Meerwein.

Vor dem Eingang des Maritimen Museum befinden sich zwei 24-Pfünder, die sich einst auf dem Flaggschiff von Admiral Horatio Nelson von Juni 1799 bis Juni 1800, die "Foudroyant" befand.
(Bild: Nefershapiland)

Die weltweit größte maritime Privatsammlung von Professor Peter Tamm, die vor allem Schiffsmodelle, Konstruktionspläne für Schiffe, sowie eine Vielzahl nautischer Geräte, zeigt, wurde in eine Stiftung überführt und bildet nun die Basis dieses Museums. Insgesamt stehen 11.500 m2 Ausstellungsfläche zur Verfügung. Auch das Institut für Schifffahrts- und Marinegeschichte sowie eine Bibliothek mit Archiv sind im Kaispeicher B und im Nachbargebäude untergebracht. Durch das Erdgeschoss verläuft nun eine Passage, in ihr sind auch der Museumsshop, ein Restaurant und ein Bistro untergebracht. Die Museumsbrücke, eine Fußgängerüberquerung, führt direkt in diese neue Passage hinein. Sie erschließt das neue Museum von der Speicherstadt im Norden aus.

                    Internationales Maritimes Museum mit Busan-Brücke
Magdeburger Straße 1, Koreastraße - im Kaispeicher B - Hamb. Speicherstadt
Der Kaispeicher B ist der älteste Speicher in der Speicherstadt und der HafenCity. Damit ist das 10stöckige Backsteingebäude etwa 10 Jahre älter als die Häuser der Speicherstadt - und heute der älteste Speicher Hamburgs. Er liegt direkt am Zusammenfluss von Magdeburger und Brooktorhafen und damit an zwei Seiten von Wasser umgeben.

Bild: Margret Pirzer 2009

 

 Hamburger Hafen und Logistik AG ( HFLG):

Die Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft (HFLG) wurde am 7. März 1885 von Hamburger Kaufleuten und dem Senat gegründet, um im Zuge des Zollanschlusses an das Deutsche Reich das größte und modernste Lagerhauszentrum der Welt zu bauen - die Hamburger Speicherstadt. Ihr Bau dauerte von 1885 bis 1912. 

Die HFLG wurde 1935 mit der seit 1865 bestehenden Vereinigung staatlicher Kaibetriebe zur Betriebsgesellschaft der hamburgischen Hafenanlagen fusioniert. Erst vier Jahre später erfolgte die Umbenennung in Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG (HHLA). Erneut änderte die HHLA Holding am 1. 10. 2005 ihren Namen in "Hamburger Hafen und Logistik AG". Das Kürzel blieb und die Geschäftsfelder auch.

Das sog. "Hafenrathaus" (bei St. Annen)
Sitz des Verwaltungsgebäude der HHLA 
- Hamburger Hafen und Logistik AG -
Die Türme und Giebel der Speicherstadt sind teilweise mit Kupfer gedeckt.
(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Das Verwaltungsgebäude der HFLG von 1887 bzw. 1903 heben sich aus dem bestehenden Gesamtbild der Speichergebäude heraus. Sie wurden von den "Rathausbaumeistern" Stammann & Zinnow und Hansen & Meerwein sowie von Johannes Grotjan gebaut. Die beiden Gebäude bestechen durch Sandsteingliederungen mit Motiven, mit Arkaden, einem Uhrtürmchen und einer Eingangshalle mit einem Kreuzrippengewölbe, die sich von dem übrigen Architekturstil der Speicherstadt unterscheiden und vom Stil her eher nach Süddeutschland als an die Elbe passen dürften. 

Eines der ersten fertiggestellten Quartiere in der neu entstehenden Hamburger HafenCity ist der "Sandtorkai". Dieser neue Stadtteil HafenCity, welcher südlich der Innenstadt und direkt an der Elbe gelegen ist, hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. Er entwickelte sich vom Wallgraben zu einem dicht besiedelten Gängeviertel mit geschlossener Fachwerkbebauung, um dann den neuen Hafenanlagen zu weichen.

Sandtorkai 30
-
Informationszentrale -

An der Straße "Am Sandtorkai 30" wurde im Jahre 2000 das alte Kesselhaus der ehemaligen Speicherstadt als zukünftiges Ausstellungs- und Dokumentationszentrum (das HafenCity Info-Center) ausgebaut. Über den aktuellen Planungsstand informiert ein 8 x 4 m großes Modell im Maßstab 1 : 500. Der Besucher kann sich an den sog. Wissensstationen über die Fortschritte der HafenCity informieren, aber auch andere Themen, wie die Geschichte der großen Hafenstädte oder über den Hochwasserschutz können mittels audio-visuelle Informationsgeräte genutzt werden. 

Ursprünglich war das "Kesselhaus" das Kraftwerk für die "autarke" Speicherstadt, da die vielen Winden, Kräne und Hebebühnen sowie die Treppenaufzüge mit Dampf betrieben und zentral versorgt wurden. Das Kesselhaus war 1886 bis 1888 unter der Leitung des Architekten Franz Andreas Meyer erbaut, im 2. Weltkrieg aber bei den Bombenangriffen stark beschädigt worden. Mittlerweile wurde die Dampfversorgung für die Speicherstadt aufgrund der fortschreitenden Technik entbehrlich und die Antriebe durch elektrische Maschinen ersetzt. Mit Errichtung der neuen HafenCity bekam das Kesselhaus eine neue Funktion. In Erinnerung an die alte Funktion als Kesselhaus wurden im April 2001 die ursprünglich gemauerten Schornsteine durch zwei 20 Meter hohe Stahlgeflecht-„Schornsteine“ ersetzt. Sie machen das Kesselhaus als Info-Center für die Besucher der Speicherstadt und der HafenCity leicht erkennbar. (Textquelle: dt. Wikipedia Hamburg-HafenCity)

Das frühere Kesselhaus am Sandtorkai 30 dient heute als Informationszentrale
- das Drahtgeflecht symbolisiert die beiden ehemaligen Schornsteine der Anlage -
(Bilder: Nefershapiland)

 

           Planungsmodell der neuen Hafencity im alten Hamburger Kesselhaus (Blickrichtung Osten)
Im Vordergrund, Mitte, die Elbphilharmonie an der Spitze der ehem. Kehrwiederinsel - gegenüber auf der linken Seite das Hanseatic Trade Center und dazwischen der Sandtorhafen mit dem Museumshafen.
                                                                    (Bild: Margret Pirzer 2009)

 

Das Planungsmodell der künftigen HafenCity im ehemaligen Kesselhaus der Speicherstadt
- 8 x 4 m großes Modell im Maßstab 1 : 500
HafenCity Info-Center, Am Sandtorkai 30, Di-So 10-18 Uhr - Eintritt frei.
(Foto: Andre Kottlewski, Aachen)

 

Speicherstadt-Museums-Meile:

Die Speicherstadt beherbergt heute in ihren Lagergebäuden eine Fülle von außergewöhnlichen Museen und Ausstellungen. Hier an der sog. Museumsmeile der Speicherstadt liegen das

Deutsche Zollmuseum
das Speicherstadtmuseum
das Gewürzmuseum
die größte HO-Modelleisenbahnanlage der Welt, das Miniatur Wunderland Hamburg
Speicherstadt Kaffeerösterei
„Geschichts-Geisterbahn“ Hamburg Dungeon
Intern. Maritimes Museum Hamburg
Spielzeugmuseum (Hamburg)
Erlebnisausstellung  Dialog im Dunkeln
und andere. 

Im Speicherstadtmuseum wird die Bau- und Nutzungsgeschichte der historischen Speicherstadt dokumentierst. Dieses Museum befindet sich im Erdgeschoss des ehemaligen Speicherblocks "L". Der vom Speicherstadtmuseum genutzte Teil verfügt noch über die originale genietete Skelettkonstruktion aus Schmiedeeisen. Das Museum liegt verkehrsgünstig am Sandtorkai 36 in der Nachbarschaft der HafenCity, der Modelleisenbahnanlage "Miniatur Wunderland, des "Hamburg-Dungeon" und des Gewürzmuseums.

Speicherstadtmuseum
- Kaffeesäcke, Kautschukballen, Griepen und Probiergeschirr. In dem über 100 Jahre alten Lagerhaus im Speicherhausmuseum erlebt man die authentische Atmosphäre der Speicherstadt -

(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Das Speicherstadtmuseum zeigt historische Hafenfotos, die aus dem Archiv der Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA stammen.

 

(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Nur wenige Hamburger wissen, dass ihre Heimatstadt wie keine andere für Kaffee steht. Das Geschäft mit dem Rohkaffee, dem "braunen Gold" und den Gewürzen hat Hamburg im 19. Jahrhundert groß gemacht und die "Pfeffersäcke", wie die Hamburger Kaufleute genannt wurden, reich gemacht. Die Adressen "Sandtorkai" oder "Pickhuben" in der Speicherstadt  sind in der Welt des Kaffees bekannt und geschätzt, genauso wie vor 50 Jahren. Die Händler besuchten sich untereinander, tauschten Musterdosen aus und gingen an die Kaffeebörse am Pickhuben.

Der teuerste Kaffee der Welt ist der "Kopi Sulawese-Toraja Tongkonan Gunang Sesean" und kostest 150 Euro pro Pfund. Bei einer Verkostung im Speicherstadtmuseum darf geschlürft und gespuckt werden.

Speicherstadtmuseum
- privat betriebene Außenstelle 
des Museums der Arbeit -
Gezeigt werden typische Lagerräume von Rohkaffee und Arbeitsgeräte.
(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Probiergeschirr für die Verkostung
- Hier darf beim probieren geschlürft
 und gespuckt werden -


((Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Das Speicherstadtmuseum ist eine privat betriebene Außenstelle des Museums der Arbeit und zeigt im authentischen Rahmen der alten Lagerhäuser die typischen Arbeitsgeräte und Waren aus den Lagern der Handelsgesellschaften. Schwerpunkt ist hier die Lagerung und Bemusterung von Rohkaffee sowie der Handel mit diesem "braunen Gold". Schon bei der Eröffnung im Jahre 1888 galt die Speicherstadt in Hamburg als das wichtigste Lagerzentrum für Kaffee in Deutschland.

Öffentliche Kaffeeverkostungen, die von einem Experten aus dem Außenhandel geleitet werden, bietet das Speicherstadtmuseum einmal im Monat an. Öffentliche Führungen durch die Speicherstadt finden jeden Sonntag um 11. 00 statt. Treffpunkt ist die Kornhausbrücke, Ecke Neuer Wandrahm.

Typische Arbeitsgeräte im Speicherstadtmuseum
aus den Lager- und Handelsfirmen der Speicherstadt.
(Foto: Andre Kottlewski, Aachen)

 

Kehrwieder - Block D
Mit Hamburg Dungeon und Modelleisenbahn-Wunderland

(Bild: Andre Kottlewski, Aachen 2009)

 

          Hafencity:
- neue Plätze und Terrassen -

Als neue Hafencity (meist auch als "HafenCity" geschrieben) wird ein neuer Stadtteil im Bezirk Hamburg-Mitte bezeichnet, der aus dem Gebiet des Großen Grasbrooks, dem nördlichen Teil der ehemaligen Elbinsel Grasbrook und der ehemaligen Speicherstadt auf den früheren Elbinseln Kehrwieder und Wandrahm entsteht. Dieser neue Stadtteil grenzt im Norden an die Hamburger Innenstadt (getrennt durch den Zollkanal), im Westen und Süden an die Elbe und nach Osten hin an Rothenburgsort (getrennt durch den Oberhafen). Der Stadtteil ist vollständig von Fluss- und Kanalläufen umgeben und hat eine Gesamtfläche von rund 2,2 Quadratkilometern. Das Gebiet ist rund 157 Hektar groß und soll voraussichtlich bis Mitte der 2020er-Jahre fertiggestellt werden. Auf dem Areal sollen Wohneinheiten für bis zu 12.000 Personen und Arbeitsplätze für bis zu 45.000 Personen - zum größten Teil im Bürosektor - entstehen.

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Im Rahmen eines internationalen Architektenwettbewerbs entstand die Idee der Magellan-Terrassen. Grundlegender Zweck war die Gestaltung der Freiräume in der westlichen HafenCity.  Der Komplex besteht aus mehreren Terrassen auf drei Ebenen, welche durch weitläufige Treppen und Rampen miteinander verbunden sind. Dem Besucher bietet sich eine mediterrane Hafenatmosphäre  mit weitem Blick auf Hamburgs ältestes modernes Hafenbecken und dem Traditionsschiffhafen. Durch die breiten Freitreppen auf der untersten Ebene  bietet sich ein weiter Blick auf Hamburgs ältestes, modernes Hafenbecken und den Traditionsschiffhafen. Für die kleinen Bistros bietet der Platz großzügige Außenterrassen mit Sitzplätzen direkt am Wasser.

Die Magellan-Terrassen befinden sich am Ende des Sandtorhafens und wurden schon im Jahr 2005 als Teil der neu entstehenden Hafencity eingeweiht. Für den Entwurf dieser großzügig geplanten Anlage zeichneten die spanischen Architekten Benedetta Tagliabue und Enric Miralles verantwortlich.

Blick auf die Magellan-Terrassen mit geschwungenen Pontons

(Bild: Margret Pirzer)

Der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen ergänzte im Herbst 2008 diesen Teil der neuen HafenCity.   
In Verbindung mit einer neu angelegten Pontonanlage wurde hier die Idee von einem schwimmenden Platz verwirklicht, der die Besucher als Traditionsschiffhafen zum Flanieren und Verweilen einlädt. Eigens für den für diesen neuen Hafen wurde eine alte historische Landungsbrücke restauriert, über die die Besucher auf die geschwungenen Pontons und Stege geführt werden. Direkt von den Magellan-Terrassen führt diese alte Brücke zu der Anlage, die an acht Pontons Anlegeplätze für 20-25 Schiffe bietet. Der freischwimmende Platz ist 8 Meter breit und 340 Meter lang und führt in einem Bogen an den sanierten Kaimauern aus dem 19. Jahrhundert entlang. 

Traditionsschiffhafen Sandtorhafen
- mit dem Museumsschiff Tolkien -

(Bild: Margret Pirzer)

Blick von den Magellanterrassen über die geschwungenen Pontons und Stege

(Bild: Margret Pirzer)

Vervollständigt wird das historische Hafenbild durch drei restaurierte Stückgutkräne am Kaiserkai und durch die Errichtung weiterer Pavillons auf der Pontonanlage. Betrieben wird der Traditionsschiffhafen von der Stiftung Hamburg Maritim, deren Aufgabe es ist, das maritime Erbe Hamburgs zu erhalten und für die Bewohner zugänglich zu machen.

Blick von den Magellanterrassen auf die Elbphilharmonie

(Bild: Margret Pirzer 2015)

Schon im Herbst 2007 war mit den Marco-Polo-Terrassen ebenso wie mit dem Vasco-da-Gama-Platz und den Dalmannkaipromenaden ein Ensemble spektakulärer Stadträume am Wasser eröffnet worden. 

Marco-Polo-Terrassen mit Vasco-da-Gama-Platz
(Bild: Andre Kottlewski 2009)

 

Blick auf die Marco-Polo Terrassen mit Vasco-da-Gama-Platz

(Bild: Margret Pirzer)

 

Blick auf die Marco-Polo Terrassen

(Bild: Margret Pirzer)

An der Spitze des Kaiserkais liegt die markante Baustelle der Elbphilharmnonie. Sie liegt an einem historisch bedeutsamen Ort, dem Sandtorhafen, welches der erste industriell genutzte Hafenbecken der Stadt Hamburg war. Dort stand bis zu seiner Zerstörung im 2. Weltkrieg das Wahrzeichen des Hafens, der Kaiserspeicher mit der Zeitballuhr. Jedes Schiff, das den Hamburger Hafen anlief, fuhr auf ihn zu. Ab dem Jahr 1966 wurde im Kaispeicher A Kakao, Tabak und Tee gelagert.

Kaispeicher A
 Kaiserspeicher Hamburger Hafen

Der Kaispeicher A ist der Name eines ehemaligen Lagerhauses im Hamburger Hafen auf dem Großen Grasbrook, der heutigen HafenCity. Er stand in exponierter Lage auf einem Höft zwischen Sandtorhafen und Grasbrookhafen. In erster Ausführung wurde er 1875 durch Johannes Dalmann erbaut und zu Ehren Wilhelms I. auch Kaiserspeicher genannt.

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Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und späterem Abriss des erstem Kaispeichers A entstand an gleicher Stelle 1963 der zweite Kaispeicher A nach dem Entwurf von Werner Kallmorgen. Seit 2005 werden die Außenmauern dieses Kaispeichers in den Bau der Elbphilharmonie der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron einbezogen.

Im Kaispeicher A wurden vor allem Kakao und Kaffee aus Übersee gelagert, nachdem sie mit großen Portalkränen von den Schiffen gelöscht wurden. Im Gegensatz zu den Gebäuden der Speicherstadt war er der einzige Speicher, der direkt an seeschifftiefem Wasser lag. Durch die zunehmende Containerisierung im Seehandel ging der Bedarf für derartige Lagerflächen ab Anfang der 1970er Jahre weitgehend zurück.
(Quelle: Dt. Wikipedia - Kaispeicher A)

Baufortschritt der Ebbphilharmonie im Juni 2012  - gesehen von Steinwerder aus

Datei:     Kaispeicher A.jpg
Urheber:: K.L.A.U.S.
Lizenz:    CC BY SA 2.0

 

Baufortschritt der Ebbphilharmonie im Juni 2012  - gesehen von Steinwerder aus

Datei:    Elbphilharmonie Juni 2012 2.jpg
Urheber:: PodracerHH -
Lizenz:    CC BY SA 3.0

Nach ihrer Fertigstellung - welche jetzt für das Jahr 2017 geplant ist - soll die Elbphilharmonie zu einem neuen Wahrzeichen Hamburgs werden. Sie ragt im Westen in die Elbe hinein, sozusagen als Scharnier zwischen Hafen und Stadt. Zusammen mit dem "Internationalen Maritimen Museum Hamburg" und den geplanten Kultureinrichtungen im Überseequartier wird sie das kulturelle Herzstück der HafenCity sein.

Baufortschritt der Ebbphilharmonie im Juni 2014 und Mai 2015

Datei:    Elbphilharmonie Juni 2014.jpg
Urheber:: (rainer freder)
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                 Bild: Margret Pirzer

 

Feuerschiff, Binnenhafen, Niederhafen
 und Hanseatic Trade Center:

Ursprünglich war das Feuerschiff LV 13 (erbaut 1952 auf der Werft Philips & Sons in Dartmouth) in England im Mündungsbereich des Humber-Fluss im Einsatz. Nachdem es außer Dienst gestellt wurde, baute es sein Kapitän zu einem Veranstaltungsschiff um. Konzerte im Maschinenraum, übernachten in den Original-Kabinen, Seemannsfrühstück und Jazzfrühschoppen werden an Bord angeboten.

Als Restaurant genutztes ehemaliges Feuerschiff im Niederhafen in Hamburg-Neustadt

Datei:    Feuerschiff Hamburg LV 13
Urheber:: Bild: © Ajepbah / Wikimedia Commons
Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE

                Das Feuerschiff LV 13 befindet sich heute im City-Sporthafen Hamburg
Während seiner aktiven Zeit besaß das Schiff eine Besatzung von 8 Mann, die alle 2 Wochen ausgetauscht wurden. Die Schiffsheizung und die Warmwasserheizung wurden von der Mannschaft mit Kohlen bewerkstelligt. In regelmäßigen Abständen kam das Versorgungsschiff "Trinity House", um Vorräte zu erneuern und die Mannschaft auszuwechseln.

Bild: Andre Kottlewski 2009

Der Binnenhafen:

Dieser Teil des  Hafens ist der älteste Teil des Hamburger Hafens, der noch als Hafenanlage genutzt wird. Er liegt vor der Nikolaifleet-Mündung und wird im Westen durch die Niederbaumbrücke vom Niederhafen getrennt. Die Kajen bilden (die ersten Kaianlagen ab dem 14. Jahrhundert)
die nördliche Kante, die von der Otto-Sill-Brücke mit einem Hochbahn-Viadukt den Einmündungsbereich des Alsterfleets mit der Schaartorschleuse überspannt und südlich davon liegt die Kehrwieder. Der Binnenhafen verfügt nur noch über eine Anlegebrücke am Kajen, die aber nur noch von Binnenschiffen angefahren werden kann, sowie einem Kai am Kehrwieder. Zeitweilig ist dieser Kai Standort der Elbschifferkirche.

Der Binnenhafen wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut und mit einer vorgelagerten Reede versehen - zu einer Zeit als der Hauptumschlag noch im innerstädtischen Nikolaifleet stattfand. Der Hafen wurde am Anfang des 17. Jahrhunderts mit dem Bau der Hamburger Wallanlagen mit in die Stadt einbezogen und diente bis 1880 als Segelschiffhafen bis auch diese zum Kleinen Grasbrook verlegt wurde, um den Binnenhafen im Zuge des Freihafenausbaus als Durchfahrt des Zollkanals freizumachen. Der Neue Kran östlich der Hohen Brücke ist ein letztes Überbleibsel aus der Zeit des Hafenumschlags. 1858 ersetzte dieser eiserne Schwerlastkran mit integrierter Wiegevorrichtung einen 1568 an selber Stelle errichteten hölzernen Kran (Textquelle: dt. Wikipedia - Binnenhafen Hamburg)

Binnenhafen 1883, mit Neuem Kran,
 Hoher Brücke sowie Außen- und Binnenkajen

 

 

 

               (Bild ist gemeinfrei)
Buch: "Vor dem Zollanschluss. Ansichten aus den zum Abbruch bestimmten Stadttheilen", Teile 1 und 2, Hamburg 1883 und 1884, Verlag Strumper & Co.

 

                  Der östliche Binnenhafen mit Blick auf das Slomannhaus        

Bild: Margret Pirzer

 

Blick vom Kehrwieder auf den östlichen Binnenhafen mit Einmündung des Nikolaifleets. Vorne das Nikolai-Sperrwerk am Kajen mit der Mündung des Nikolaifleets in den Zollkanal. Im Hintergrund die St. Michaeliskirche.
Datei:    Hamburg Zollkanal
Urheber::  User Gulp on de.wikipedia
Lizenz: CC-BY-SA-3.0 

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Blick auf Kehrwieder 1883

 

               (Bild ist gemeinfrei)
Buch: "Vor dem Zollanschluss. Ansichten aus den zum Abbruch bestimmten Stadttheilen", Teile 1 und 2, Hamburg 1883 und 1884, Verlag Strumper & Co.

Der Niederhafen:

Der Niederhafen ist ein am nördlichen Elbufer gelegener Teil des Hamburger Hafens. Er ist ab Anfang des 18. Jahrhunderts im Rahmen der Hafenerweiterung vor dem den Binnenhafen schützenden Baumwall in die Elbe hinein gewachsen und war damit der 1. Elbhafen Hamburgs. Heute wird er u. a. als Yachthaben und Anlegestelle für die Barkassen der Hafenrundfahrten genutzt. Der Niederhafen liegt zwischen den Kaimauern des "Vorsetzen" und dem Sandtorhöft des "Großen Grasbrooks" (heute in der neuen Hafen-City befindlich) und zieht sich im Westen über die Überseebrücke bis zu den St.- Pauli-Landungsbrücken hin. 

Die ersten Hafenanlagen waren die Kais der "Vorsetzen" - diese reichten aber nach einigen Jahren nicht mehr für das Schiffsaufkommen aus, und so wurden 1767 als "Reede im Strom" eine Reihe von Duckdalben (im Hafengrund eingerammte Pfähle zum Befestigen oder Abweisen von Schiffen oder zur Markierung der Fahrrinne) in die Elbe gerammt, wo nun die Schiffe festmachen konnten. Die Güter wurden auf kleinere Schiffe umgeladen und über die zahlreichen Fleete und Wasserwege zu den Speichern und Märkten der Stadt Hamburg gebracht. Im Volksmund wurde dieser Teil des Niederhafens auch "Rummelhafen" genannt (wegen des unübersichtlichen Schiffsverkehrs). Eine zweite Reihe von Dalben wurde 1795 erbaut, die bis zum "Jonas" (der Bastion Johannes der ehemaligen Stadtmauer) reicht.

Der Niederhafen war in seinen besten Zeiten in mehrere Hafenteile geteilt, dem Blockhaushafen, der sich direkt am Vorsetzen vor dem Baumwall befinden, dem Georgiushafen am Kehrwieder (benannt nach der Bastion Georgius der Hamburger Wallanlagen, die dem Kehrwieder vorgesetzt war, dem Inneren und dem Äußeren Brandenburger Hafen und dem Inneren und Äußeren "Hullhafen". Im Westen schlossen sich der Innere und der Äußere Jonashafen an.

Dort wo einst der ehemalige Blockhaushafen befand, liegt heute der City-Sportboothafen. Die Anleger im östlichen Teil der Überseebrücke werden nach wie vor Brandenburger Hafen genannt.

Vorsetzen:

"Vorsetzen" ist eine Straße in Hamburg-Neustadt. Sie verläuft entlang der Elbpromenade des Hamburger Niederhafens. Der Name Vorsetzen wurde erstmals 1538 erwähnt und leitet sich ab aus Eichenbohlen, die der Uferseite zur Sicherung gegen Ausspülungen als Spundwand vorgesetzt wurden. Die Bebauung der Straße und die vorgesetzten Eichenbohlen sind älter als die Erstnennung des Namens. Aufgrund der Bauweise konnten an dieser Stelle Schiffe am Ufer festmachen und beladen oder gelöscht werden. Mit dem Bau der neuen Befestigung Hamburgs wurden die "Vorsetzen" Teil der inneren Stadt. 

Hamburg "Vorsetzen" mit anliegenden Schiffen an den Duckdalbenreihen
von St. Pauli Landungsplatz bis zum Binnenhafen  - 1883

Bild: gemeinfrei (aus Buch: Vor dem Zollanschluss. Ansichten aus den zum Abbruch bestimmten Stadttheilen", Teile 1 und 2, Hamburg 1883 und 1884, Verlag Strumper & Co.) Wikipedia

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Das Hanseatic Trade Center in Hamburg (kurz HTC genannt) sind Bürogebäude in Hamburg, die an der Kehrwiederspitze in der Speicherstadt gelegen sind und einen Turm von 105 Meter Höhe. Der Bürokomplex hat eine Gesamtfläche von 93.000 m2 und wurde 2002 fertiggestellt. Die Bauzeit betrug 8 Jahre. Zum Hanseatic Trade Center gehören

  1. Columbus Haus
  2. Amundsen Haus
  3. Humbold Haus
  4. und das Vespucci Haus.

Hanseatic Trade-Center

Am Sandtorkai 70

Das Columbus-Haus ist ein Hochhaus, welches an der Spitze des Bürokomplexes liegt und heute ein Wahrzeichen von Hamburg ist.  Für das Hanseatic Trade Center wurden flutsichere Brücken entwickelt, die die Gebäude mit der Stadt verbinden.

 

                  (Bild: Andre Kottlewski 2007)

Das HTC wurde im Jahre 2005 vom Investorenkonsortium TishmanSpeyer Properties, Lehman Brothers Real Estate Partners und der Hamburger Quantum Immobilien AG für ca. 200 Millionen Euro aufgekauft.

Citysporthafen an der Kehrwiederspitze
Im Vordergrund die Barkassen - im Hintergrund das Hanseatic Trade Center

(Bilder: Andre Kottlewski, Aachen 2009)

 

Landungsbrücken und Alter Elbtunnel:

Die Landungsbrücken sind das Herzstück des alten Hamburger Hafens. Der richtige Name ist eigentlich St.-Pauls-Landungsbrücken, weil sie im gleichnamigen Stadtteil St. Pauli stehen. Von den Landungsbrücken aus starten die berühmten Hafenrundfahrten in Barkassen oder in den größeren HADAG- oder Fahrgastschiffen.

Von hier verließen Millionen von Auswanderern ihre europäische Heimat um in Übersee ein neues Leben anzufangen. Nicht alle erreichten ihr Ziel. Während der leidvollen Überfahrt wurden die Passagiere unter unhygienischen Bedingungen massenweise in die Zwischendecks gestopft. Später verbesserten sich die Bedingungen im Laufe des 19. Jahrhundert spürbar.

 Landungsbrücken bei St. Pauli
- um 1900 - 

Bild: Landungsbrücken bei St.-Pauli / ca. 1890 - 1900 / Quelle: Library of Congress /
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Germany - public domain

Die St.-Pauli Landungsbrücken sind heute eine große Anlegestelle für Fahrgastschiffe am Nordrand des Hamburger Hafens. Der Bau der Landungsbrücken begann um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als der Schiffsverkehr und besonders der Ausflugsverkehr und die zunehmende Dampfschiff-Fahrt immer bessere Anlegestellen benötigte. Ursprünglich war die 1839 erbauten Landungsbrücke vor allem für die Übersee-Passagierfahrten gedacht. Von hier aus legten die zahlreichen Auswanderungsschiffe ab, aber später dienten die Landungsbrücken vor allem den Schiffen, die an der Unterelbe und im Seebäderdienst sowie für Hafenrundfahrten eingesetzt wurden.

Die Landungsbrücken haben eine Länge von ca. 700 m und besitzen Durchgänge zu den Anlegestellen der Hafenfähren der HADAG, den Hafenrundfahrtschiffen und Barkassen sowie den Passagierschiffsen im Unterelbedienst und den Katamaranen nach Helgoland. Auch die Schiffe zu den gegenüberliegenden Theatern im Hamburger Hafen legen von hier ab. 

Der zentrale Teil der Landungsbrücken von oben

Datei:    Hamburg-Landungsbrücken
Urheber:Martina Nolte
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   CC-BY-SA-3.0 de

Am westlichen Ende der Landungsbrücken befindet sich der nördliche Eingang zum Alten Elbtunnel - den östlichen Abschluss des Gebäudekomplexes bildet der Pegelturm. Auf halber Höhe des Turmes auf der Elbseite ist oben in der Mauer ein Wasserstandsanzeiger zu sehen, der über den aktuellen Stand der Tide informiert. Der Pegelturm dient aber auch als Uhren- und Glockenturm. Die Glocke erklingt zur vollen und halben Stunde. Das langgestreckte, 205 m lange und mit zahlreichen Durchgängen, die zu den Schiffsanlegern führen, versehene Empfangsgebäude aus Tuffstein mit seinen Kuppeln und Türmen entstand in den Jahren 1906-1910 nach den Entwürfen der Architekten Ludwig Raabe und Rudolf Wöhlecke. Die bauplastischen Werke schuf Arthur Bock. Das Bauwerk wurde am 15. Sept. 2003 unter Denkmalschutz gestellt.

Hamburg Landungsbrücken - Empfangsgebäude mit Uhrturm

Datei:    Hamburg-Landungsbrücken before sunrise
Urheber:Heiko S.
Lizenz: 
  CC BY 2.0

Der heutige Schiffsanleger wurde ab 1907 errichtet und besteht aus schwimmenden Pontons. Sie sind über bewegliche Brücken vom Ufer aus zugänglich. Im 2. Weltkrieg wurde der alte Schiffsanleger bei der Operation Gomorrha zerstört. Die heutigen Pontons wurden während des Wiederaufbaus von 1953-1955 erbaut, das letzte im Krieg zerstörte Teilstück zwischen den Brücken 2 und 3 wurde erst 1976 neu erbaut (Quelle: dt. Wikipedia - St. Pauli-Landungsbrücken)

Zu einer der größten Attraktionen im Hamburger Hafen und auf der Elbe gehört zweifellos der Luxus-Schaufelraddampfer Louisiana Star. Das größte Schiff der STAR FLOTTE ist eines der schönsten Veranstaltungsflussschiffe Europas. Es gehört seit seiner Taufe im Jahr 1999 zu den Highlights im Hamburger Hafen.

Die Louisiana Star verströmt mit ihrem imposanten Schaufelrad und den Galerien, sowie den Bögen und Säulen ein berauschendes Südstaaten-Flair. Breite Treppen, rote Teppiche und poliertes Messing schaffen ein Ambiente von üppigem Luxus. Natürlich ist das Schiff mit modernster Technik ausgestattet und bietet den Besuchern allen Komfort eines Luxus Dampfers.

Der Schaufelraddampfer Louisiana Star in Hamburg auf der Elbe
Länge: 56 m; Breite: 11,60m; Tiefgang 1,85m;
Antriebsleistung: 1 x 348 KW
(Foto: Nefershapiland)

 

Von den Landungsbrücken aus starten die Barkassen zu den Hafenrundfahrten
(Foto: Andre Kottlewski, Aachen)

 

Landungsbrücken

 Abgang zu den Schiffen  

mit Hafenbarkasse

 

 

 

(Bild: Andre Kottlewski 2009)

 

Auf der Pontonanlage der Landungsbrücken befinden sich Restaurants, Souvenirläden, gastronomischen Betriebe und anderer Geschäfte wie dieses Geschäft, das Muscheln aller Art verkaufte.

 

 

 

(Bild: Andre Kottlewski 2009)

Hamburger Fischmarkt:

Die Geschichte des Altonaer (Hamburger) Fischmarkts ist in der Konkurrenz der beiden miteinander rivalisierenden Städte Hamburg und Altona zu sehen. Heute ist er als Touristenattraktion vermarktet - hat aber dennoch eine ökonomische Funktion. Er diente ursprünglich zur Versorgung der Altonaer Bürger mit frischem Fisch. Aber schon ab dem frühen 18. Jahrhundert wurden auf dem Altonaer Fischmarkt auch Obst, Gemüse und Pflanzen verkauft. Das Besondere an diesem Markt ist seine frühe Sonntagsöffnung, die daraus resultierte, dass der mit den Fangbooten angelandete Fisch morgens bereits vor dem Kirchgang verkauft werden sollte - damit er Mittags möglichst frisch in die Küchen kam.

Der sonntägliche Fischmarkt findet von 5:00 bis 9:30 Uhr (in der Zeit vom 15. November bis 15. März ab 7:00 Uhr) mit Verkaufsständen unter freiem Himmel auf der Großen Elbstraße in Hamburg-Altona. Heute bekommt man auf dem Altonaer Fischmarkt auch Bananen, Brieftauben, Hühner und Kaninchen sowie Handyschalen, Pflanzen, Lebensmittel, Antiquitäten, Flaggen oder auch Kitsch! 

Nächtliche Szenegänger auf dem Weg nach Hause, sowie sonntägliche Frühaufsteher und viele Touristen tummeln sich auf dem Fischmarkt sowie natürlich auch Hausfrauen und Gastwirte, die frische Lebensmittel für die sonntägliche "Brunchtafel" einkaufen. Aber erst gegen Schluss kann man ein richtiges "Schnäppchen" machen, wenn Marktschreier das ganze Bündel Bananen "für n'Euro" feilbieten. Fischmarktfeeling pur erlebt man, wenn die wahren Marktschreier, die sogenannten Rappohändler, wie "Aal-Trude" und ihre Kollegen zur Höchstform auflaufen und den frischen Fisch im Eifer des Gefechtes "verbal" auf Walformat bringen. 

"Ein Fisch namens Wanda?" Es ist immer sehr spaßig, wenn die Hamburger Originale ihre zuweil derben und anzüglichen Scherze betreiben und so richtig loslegen. Das ist eine Attraktion, die man nicht verpassen sollte.

    Hamburger Fischmarkt
 mit alter Fischauktionshalle

Bild:    Fischmarkt am Sonntagmorgen
User:   Wolfgang Meinhardt  2005
Lizenz:  CC BY-SA 3.0 

 

Aalverkäufer auf dem Altonaer Fischmarkt

 

Für hungrige Frühaufsteher ist der "Fischmarkt" der ideale Platz um Markschreier und Meeresgetier zu bewundern.

Bild:    Altonaer Fischmarkt
User:   Johannes Liebmann
Lizenz:  CC BY-SA 3.0 

Bild: Margret Pirzer um 1990

 

Schiffe:

Am Fiete-Schmidt-Anleger ist das Museumssegelschiff "Rickmer Rickmers" zu besichtigen. Der über
112 Jahre alte Großsegler liegt seit 1983 als schwimmendes Wahrzeichen der Stadt Hamburg am Anleger. Sie ist der Stolz der Stiftung RICKMER RICKMERS, welche das Schiff ohne öffentliche Zuschüsse betreibt und unterhält. 

Museums-Segelschiff  "Rickmer Rickmers"

Im Jahre 1896 wurde das Schiff als Vollschiff aus Stahl auf Querspanten auf der firmeneigenen Werft in Bremerhaven gebaut. Benannt wurde sie nach dem Enkel des Firmengründers. Als Vollschiff hat die Rickmer Rickmers eine Segelfläche von 3.500 m2. Im August des Jahres 1896 wurde der Großsegler in Dienst gestellt. Der Rumpf ist 97 m lang und 12,20 m breit. Der Tiefgang betrug 6 m. Damals war der Segler mit 1.989 BRT und 3.067 TDW vermessen, die mittlere Raumtiefe betrug 7,70 m.  
                                             - Bild:
Margret Pirzer

Nach einem Mastbruch wurde sie 1904 aus Kostengründen in Kapstadt zur Bark umgetakelt und im Jahre 1912 an die Reederei Krabbenhöft verkauft und auf den Namen Max umgetauft. Sie beförderte während dieser Jahre Kohle von Wales nach Chile und Salpeter aus Chile zurück nach Europa. 1914 lief die Max bei Kriegsbeginn den Hafen Horta auf den Azoren an und wurde am 23. Febr. 1915 von den Portugiesen beschlagnahmt. Erst 1930, nach einem erneuten Umbau bei dem die Laderäume verschwanden und zusätzliche Wohn- und Schulungsräume entstanden, setzte die portugiesische Marine sie bis 1962 als Schulschiff "Sagres" ein. Das völlig heruntergekommene Schiff wurde schließlich 1983 als verrostete "Hulk" (mittelalterlicher Segelschifftyp, in der Regel ein relativ breit und flachbödig gebautes Schiff, das nur einen flachen Balkenkiel besitzt) in den Hamburger Hafen geschleppt. Der Verein "Windjammer für Hamburg" brauchte die Rickmer Rickmers nach Deutschland zurück und restaurierte das  97 m lange Wrack zu einem Schmuckstück, welches nun als Museumsschiff an den St. Pauli-Landungsbrücken (Brücke 1A) liegt.

Am Fiete-Schmidt-Anleger kann man die Dreimastbark Rickmer Rickmers besichtigen.
(Bilder:
Andre Kottlewski)

Der historische Dreimastschoner "Mare Frisum" wurde 1916 als Fischkutter unter niederländischer Flagge erstmals zu Wasser gelassen. Umgebaut wurde er Ende 1940 zu einem Frachtschiff und verkehrte zwischen Schweden und Deutschland. Heute dient das Segelschiff als Passagiersegler für bis zu 90 Tagesgäste. In den 12 Kabinen können 36 Passagiere bei Mehrtagestörns übernachten. Die Mare Frisium ist 52 Meter lang, 6,70 Meter breit und hat eine Segelfläche von 634 m2.  Das heute in Kiel stationierte Schiff ist ein beliebtes Ausflugsschiff für Tages- und Mehrtagestörns. Im Rahmen der Kieler Woche wird es auch für Regattabegleitfahrten eingesetzt. Im  März 2008 dockte der Dreimastschoner im Hamburger Hafen an und es entstand das untere Foto.

Der rotgemusterte Museumsfrachter "Cap San Diego" war vor seiner Ausmusterung als Stückgutfrachter zwischen Hamburg und Südamerika unterwegs.
(Bild:
Andre Kottlewski, Aachen)

Die Barkassenzentrale Ehlers
- dahinter der historische Dreimastschoner 
"Mare Frisium", der im März 2008 im Hafen andockte -
(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

An den Landungsbrücken in Hamburg liegen zwei Museumsschiffe, die fast das ganze Jahr über zu besichtigen sind. Eines davon ist der Großsegler Rickmer Rickmers, der schon weiter oben beschrieben wurde. Der andere ist der Stückgutfrachter "Cap San Diego", der ebenfalls in Augenschein genommen werden kann.

Die "Cap San Diego "ist das größte, fahrtüchtige Museumsschiff der Welt. Der konventionelle Stückgutfrachter verfügt als solcher über 16 Ladebäume, zwei Bordkräne und einen Schwergutbaum. Das heutige Museumsschiff wurde von der Deutschen Werft AG in Hamburg für die Reederei Hamburg Süd im Jahre 1961 als letztes Schiff einer Serie baugleicher Stückgutfrachter gebaut. Sie fuhr zusammen mit ihren 5 Schwesterschiffen auf der Route Hamburg-Südamerika und transportierte u. a. Maschinen, Chemikalien und Automobile in Richtung Südwesten und Kaffee, Fleisch, Textilien, Süßöle und Fruchtsaftkonzentrat in Richtung Nordosten. Bedingt durch die große Menge der zu verladenen Güter (vor der Erfindung der Container war der Ladeprozess manchmal äußerst langwierig) dauerte die Liegezeit von bis zu 14 Tage in Buenos Aires. Wegen ihrer eleganten Form wurden die sechs Schiffe auch "die weißen Schwäne des Südatlantiks" genannt. 
Viele Passagiere nutzten damals die Möglichkeit mit einem Frachtschiff nach Südamerika und zurück zu reisen. Jeweils bis zu 12 Gäste fanden Platz auf dem Schiff, das ihnen einen Service bot, der ansonsten nur von Passagier- und Kombischiffe geboten wurde, von klimatisierten Kabinen über ein eigenes Passagierdeck mit Lounge und eigenem Speisesaal. Auch ein Außenschwimmbad mit eigener Poolbar war vorhanden.

Als die Cap San Diego schließlich 1986 zur Verschrottung anstand, wurde sie  von der "Stiftung Hamburger Admiralität" aufgekauft und renoviert. Angepasst an die Nutzung als Museumsschiff und Veranstaltungszentrum liegt sie heute an der Überseebrücke in Sichtweite des Dreimasters Rickmer Rickmers und der Hamburger Speicherstadt. Jedes Jahr läuft der heute noch seetüchtige Frachter zur "Gästefahrt" nach Cuxhaven aus. Auch an der Hundertjahrfeier des Nord-Ostsee-Kanals im Jahre 1995 nahm die Cap San Diego als Repräsentantin der Stadt Hamburg an der Schiffsparade teil. Sie steht sei dem 1. Dezember 2003 unter Denkmalschutz.

St. Petrie - St. Michaelis - Nicolaikirche - St. Jacobi:

 

St. Petri-Kirche:

Vermutlich stand an dem heutigen Standort der St. Petri-Kirche ursprünglich die Hammaburg und weitete Kirchenbauten. St. Petri ist die älteste Kirche der Stadt und wurde 1195 zum ersten al als "Marktkirche" ecclesia forensis urkundlich erwähnt. Im Jahre 1310 wurde damit begonnen, einen dreischiffigen Neubau im gotischen Stil als Backsteinhallenbau zu errichten, der aber erst 1418 fertiggestellt wurde. Die Grundsteinlegung des Turms, des ältesten erhaltenen Kunstwerkes der Stadt Hamburg, ist belegt in der Umschrift des bronzenen Löwenkopfes im Türgriff von St. Petri. 

St. Petri 1840 vor dem Großen Brand

(Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.)
St. Petrie 1849 nach dem Großen Brand

(Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.)

Beim großen Brand im Jahre 1842 wurde dieser jedoch völlig zerstört. Alexis de Chateauneuf und Hermann Peter Fersenfeld bauten 1844-49 die evangelische Kirche auf den alten Grundmauern wieder auf. Ein neues Seitenschiff wurde angebaut, was bewirkte, dass die Kirche nun einen fast quadratischen Grundriss besitzt. Nach den Plänen von Johann Maack wurde der kupferverkleidete Turm im Jahre 1878 vollendet. Der bronzene Türzieher mit Löwenkopf am Hauptportal, der aus dem Jahre 1342 stammt, hat den Zweiten Weltkrieg ebenso unbeschadet überstanden wie auch das Votivbildnis des Heiligen Ansgar vom Hamburger Maler Hans Bornemann aus dem Jahre 1460.

Den 2. Weltkrieg überstand die Petri-Kirche verhältnismäßig unversehrt. Im Jahre 1962 wurden beim Bau des nahe gelegenen St. Petri-Gemeindezentrums die Fundamente eines mittelalterlichen Turmes, des Bischofsturms entdeckt.

Der Turm der Petrie-Kirche ist 132 m hoch und kann über 544 Stufen bis zu einer Höhe von 123 m bestiegen werden.

Der neugotische Bau wurde von den Architekten 
Alexis de Chateauneuf und Hermann P. Fersenfeldt errichtet und ist heute die älteste Pfarrkirche Hamburgs.
(Foto: Nefershapiland)

Ein Modell der mittelalterlichen Kirche, das heute im südlichen Seitenschiff steht, zeigt wie St. Petri vor dem verheerenden Stadtbrand von 1842 aussah.  Die Petri-Kirche ist nach dem Apostel und Märtyrer Petrus benannt und gehört zu den fünf Hauptkirchen Hamburgs.

St.  Nicolai-Kirche:

 

                   St. Nicolai um 1835
Ein Mahnmal der besonderen Art und eine architektonische Sehenswürdigkeit ist die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg. 

Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg sind von der 1195 gegründeten und in letzter Ausführung um 1874 fertiggestellten neugotischen Kirche und dem weitgehenden Abriss im Jahre 1951 nur noch der 147 m hohe Turm, ein Teil der südlichen Außenmauer und die Wände des Chors erhalten.

Im 12. Jahrhundert errichtete man mit der Gründung der Nikolaisiedlung und der Anlage eines Alsterhafens auch eine Kapelle, die auf dem Gebiet des heutigen Hopfenmarktes stand. Diese Kapelle war dem heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Schifffahrt geweiht. Diese erste Kapelle war noch aus Holz errichtet. Kurz nach dem Wüten des Schwarzen Todes im Jahre 1353 fing man mit einem Neubau an, wobei es sich um eine dreischiffige Hallenkirche im typischen Stil der sogenannten Backsteingotik handelte
         
(Bild: gemeinfrei / um 1835 Handzeichnung koloriert: 
                           Peter Suhr (1788-1857)

Der erste um 1517 errichtete 153 m hohe Turm brannte schon 1589 ab, der zweite neu errichtete Turm stürzte 1644 nach einem starken Sturm ein. Erst im Jahre 1657 erhielt die Nicolaikirche ihren letzten Turm, der vom Architekten Peter Marquardt errichtet wurde. Er war 122 Meter hoch und galt aufgrund der charakteristischen Kuppeln als Wahrzeichen der Stadt. Erneut wurde dieser Turm am 6. Aug. 1767 durch einen Blitzschlag stark beschädigt.

St. Nicolai-Kirche im Bau um 1868

(Bild:
Wikepedia  Anonymer Fotograf)
Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.)

Turm von St. Nicolai-Kirche Hamburg

(Bild basiert auf der Datei Hamburg StNikolai Panorama.jpg
aus der freien Enzyklopädie Wikepedia und steht unter der   GNU-Lizenz  für freie Dokumentation. - - siehe Impressum
- Urheber: AlterVista
Originaldatei ist hier   zu finden)

Im Mai 1842 kam das Ende der alten Nikolaikirche. Beim "Großen Brand" von 1842 wurde sie als erstes öffentliches Gebäude ein Opfer des "Großen Brands von Hamburg". Dieses Ereignis erschütterte die Hamburger Bürger aufs Tiefste und führte ihnen den Ausmaß der Brandkatastrophe vor Augen. Das Feuer ergriff um etwas 4 Uhr nachmittags den Turm und es gelang nicht ihn einzudämmen, da es nicht möglich war, Wasser in ausreichender Menge auf den Turm zu bringen. Schließlich stürzte er ein und die Flammen griffen über auf das Kirchenschiff, welches dann vollständig niederbrannte.

Blick über die Binnenalster Richtung Börse - im Hintergrund die Nicolai-Kirche

 (Bild: Johann Heinrich Wilhelm Kretschmer Hamburg Nov. 1879 / Beistiftzeichnung )
                                          - Gemeinfrei -

Kurze Zeit später beschloss man die Nicolaikirche wiederaufzubauen. Der neue Kirchenbau, entworfen vom englischen Architekten George Gilbert Scott, besaß ein 86 m langes, dreischiffiges Langhaus, dessen Gewölbe bis zu 28 Meter hoch war, dazu ein einschiffiges Querhaus. Besonders ins Auge fiel das in Sandstein gehauene Skulpturenprogramm im Innenraum der Kirche, in Fialen oder Pinakeln (aus Stein gemeißelte, schlanke, spitz auslaufende Türmchen) und auf dem Turm.

  Mahnmal St. Nicolai-Kirche

Nach den Kriegszerstörungen von 1943 und dem weitgehenden Abriss im Jahre 1951 sind noch der 147 m hohe Turm, ein Teil der südlichen Außenmauer und die Wände des Chors erhalten.

 

 

 

(Bild: Margret Pirzer 2015)

Der Baubeginn des neuen Kirchenbaus, welcher ein kleines Stück südöstlich vom alten Standort lag, war 1846 und die Bauarbeiten waren am 27. Sept. 1863 soweit abgeschlossen, so dass die Kirche eingeweiht werden konnte. Der 147,4 m hohe Turm wurde erst im Jahre 1874 beendet. Bis zur Vollendung der Kathedrale von Rouen im Jahre im Jahre 1877 war die Nicolaikirche das höchste Bauwerk der Welt. Mit seinen 142 m war bis dahin das Straßburger Münster für 230 Jahre das höchste Bauwerk.

Im 2. Weltkrieg war dieser Umstand als höchste Erhebung der Stadt für die Piloten der alliierten Luftwaffe ein gern genutztes Ziel- und Orientierungsobjekt bei allen Luftangriffen auf Hamburg. Am 28. Juli 1943 wurde die Kirche durch Fliegerbomben schwer beschädigt und das Dach stürzte ein. Das Innere des Kirchenschiffes erlitt schwere Schäden, die Wände bekamen Risse, blieben aber weitgehend stehen, ebenso der Turm.

Nach dem Krieg entschloss man sich, die Kirche abzureißen und nur den Turm stehenzulassen, wozu u. a. finanzielle Erwägungen und der Wunsch nach einem neuen Kirchengebäude im Hamburger Stadtteil Harvestehude beitrugen. Das Kirchenschiff wurde 1951 abgerissen und die Trümmer benutzte man für die Uferbefestigung an der Unterelbe.

Turmruine von St. Nicolai 2003)

(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Gedenkstätte der ehemaligen 
St. Nicolai-Kirche mit der Glocke
(Bild: Andre Kottlewski, Aachen)

Die Kirche erhielt im Jahre 1665 ein Glockenspiel mit 25 Glocken über zwei Oktaven, welches Georg Philipp Telemann zu dem Konzertstück "Hamburgische Glockenspiele" inspirierte. Das Turmgeläut wurde bei Sefverinvan Aerschodt in Löwen in Holland gegossen und am 23. Sept. 1888 zum ersten Mal angeschlagen. Die größte Glocke wurde "Kaiserglocke" genannt, das Kaiser Wilhelm I. dafür gespendet hatte. Die Glocke wog 6372,5 Kilogramm. Bis auf die kleinste Glocke wurde das gesamte Glockenspiel während des Ersten Weltkriegs von der Mobilmachungsbehörde beschlagnahmt. Die letzte Glocke von St. Nikolai schmolz 1943 während der Bombardierung (Quelle: dt. Wikipedia)

Die 1687 von dem berühmten norddeutschen Orgelbauer Arp Schnitger fertiggestellte Orgel wurde berühmt, denn in diesem Werk war alles berücksichtigt, "was die damalige Technik an Vollkommenheit ermöglichte". Schnitger baute über 5 Jahre an der Orgel für die Nicolai-Kirche. Es soll die damals größte Orgel im deutschsprachigen Raum - wenn nicht sogar die größte der Welt - gewesen sein. Das Instrument verfügte über 67 Register, vier Manuale, Pedal und über 4.000 Pfeifen, wobei die größte Pfeife im Pedalturm das 32-füßige Gewicht von 860 Pfund besaß (Quelle: Mahnmal Kirche St. Nicolai)

 

 

 

 

(Bild: Margret Pirzer 2015)

 

Glocke im Außenbereich des Mahnmals

Der Turm der Sankt-Nicolai-Kirche
- zur Zeit eingerüstet -

Auf einer Höhe von 76 m befindet sich ein Aussichtsturm, der - trotz des Gerüstes, das nun bis zur Spitze reicht, ist die Aussichtsplattform täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Der Besucher kann mit dem gläsernen Panoramalift auf die Plattform fahren, von wo man einen Blick über Hamburg genießen kann - zur Zeit allerdings mit Sichteinschränkungen, da der Turm zur Zeit saniert wird.

Bilder: Margret Pirzer 2015

Auf einer Fläche von rund 450 m² befindet sich in den Kellerräumen des Mahnmals - zugänglich durch eine gläserne Pyramide, welche den Eingang zu dem Museum bildet - eine dauerhafte Ausstellung - unterteilt in vier Räume - welche die unterschiedlichsten Aspekte der Geschichte der Kirche sowie die Zerstörungen der Stadt Hamburg im II. Weltkrieg wiedergibt. 

Im Areal des Mahnmals befinden sich drei aufgestellte Bronzeskulpturen, die von der Hamburger Bildhauerin Edith Breckwoldt stammen:

  1. "Friedesgebet" ist der Titel einer Figur aus dem Jahr 2001, welche eine kniende, betende Frau darstellt, die von einem Kind umarmt wird. Sie befindet sich inmitten des sog. Karten der Kontemplation, einem abgrenzenden Bereich im ehemaligen nördlichen Seitenschiff.

  2. Auf einem der abgebrochenen Pfeiler des ehemaligen Kirchenschiffs steht die zentrale, sechs Meter hohe Bronzeplastik mit dem Titel "Erdenengel" aus dem Jahr 2003.

  3. Eine weitere Bronzefigur mit dem Namen "Prüfung 2004" - ebenfalls von Edith Breckwoldt erschaffen - ist in der Apsis des ehemaligen südlichen Seitenschiffs aufgestellt und der Gedenkstätte des ehemaligen Stammlagers Sandborstel gewidmet, das 60 km westlich von Hamburg gelegen war und von 1939-1945 eines der größten deutschen Kriegsgefangenenlager war. Der Sockel der Skulptur ist aus Backsteinen der Barackenfundamente aufgeschichtet, die auf dem Lagergelände von Schülern aus Sandbostel gesammelt wurden. 

Skulptur "Friedesgebet"

von der Hamburger Bildhauerin
 Edith Breckwoldt 

 

 

 

 

(Bild: Margret Pirzer 2015)

 

Sechs Meter hohe Bronzeplastik 
mit dem Titel "Erdenengel" aus dem Jahr 2003.
Bronzeplastik " Prüfung 2004"
Apsis des ehemaligen südlichen Seitenschiffs -

Bilder: Margret Pirzer 2015

Die stehengebliebenen Reste der Ruine wurden zum Mahnmal gegen den Krieg umgewidmet. Verantwortlich für die Wiederherstellung der Ruine war der 1987 gegründete "Förderkreis Rettet die Nikolaikirche e.V.", welcher von der Stadt und der Kirchengemeinde St. Nikolai sowie verschiedenen Firmensponsoren und privaten Spendern unterstützt wurde. In der Krypta errichtete man ein Dokumentationszentrum.


die Geschichte der Nikolaikirche

St.  Michaelis-Kirche:

Das Wahrzeichen der Stadt Hamburg, der heutige "Michel", wie ihn die Hamburger liebevoll nennen, 
ist die dritte große St. Michaelis-Kirche an dieser Stelle. Die Geschichte der Hauptkirche St. Michaelis begann um 1600. Außerhalb der Stadt, wo heute die kleine St. Michaeliskirche steht, hatte man wegen der vielen Toten, die von der Pest hinweg gerafft wurden, einen Begräbnisplatz angelegt. 1600 erhielt er eine Kapelle, die schon bald darauf zu einer kleinen Kirche erweitert wurde.  Schon bald wurde die Kirche zu klein und man
beschloss im Juli 1647, 200 Meter weiter westlich, auf dem Platz, wo heute die große St. Michaeliskirche steht, eine neue große Kirche zu bauen. Die Baumeister Christoph Corbinus und später der Baumeister Peter Marquard schufen unter ihrer Leitung in 12 Jahren mit einigen Unterbrechungen den Bau der heutigen großen St. Michaeliskirche. Sie wurde am 14. März 1661 eingeweiht; der Turm folgte aber erst 1669. Im Jahre 1885 wird St. Michaelis neben den vier Hauptkirchen St. Petri, St. Jacobi, St. Nicolai und St. Katharinen die fünfte Hauptkirche von Hamburg.

 

Bild:    Sankt-Michaelis-Kirche
Autor: Thomas Wolf    www.foto-tw.de
Lizenz: CC BY-SA 3.0 D
Bild:    Turm von St. Michaels
Autor:  Nils Tubbesing
Lizenz: CC-BY-SA 2.0

Mehrere Male ging sie in Flammen auf, wurde auf sowohl 1750 wie auch 1906 originalgetreu wiederaufgebaut. Im 2. Weltkrieg war ihre Krypta für viele Hamburger Zufluchtsort vor den Bombenangriffen. Abermals erneute Zerstörungen erfuhr die Kirche in den Bombennächten 1944 und 1945; schließlich bis 1952 aber wieder hergestellt. Von 1983 bis 1996 wurde der Turm in jahrelanger Arbeit grundlegend saniert. 

Unbedingt empfehlenswert ist ein Besuch des "Michels", vor allem dann, wenn eines der zahlreichen Orgelkonzerte stattfindet.

Die Kirche ist über das barocke Hauptportal (A) zu erreichen. Der Innenraum beeindruckt besonders durch seine Farben, die in Weiß, Grau und Gold gehalten sind. Ungefähr 3000 Menschen können hier Platz finden. 
Der hohe Raum fasziniert besonders wegen der freitragenden Decke, der schönen Emporen und wegen des 20 m hohen marmornen Altars (B). Auch der 1763 errichtete Taufstein (C) , sowie der Kanzel (D) sind aus Marmor.

Baumeister Sonnin stiftete 1763 den barocken Gotteskasten (E) am Eingang der Kirche, ein Spendenkasten für die Armen. Zusammen mit dem Taufstein ist er der älteste Schatz der Kirche.

Sehenswert ist das Gruftgewölbe mit der Dauerausstellung "Michaelica". Hier sind die Grabplatten von Ernst Georg Sonnin (1713-1794) und Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) zu finden.

Mit dem Verkauf dieser Gräber finanzierte Sonnin damals den Bau des 132m hohen Turmes mit der größten Turmuhr Deutschland. Die Steinmeyer-Orgel auf der Westempore ist mit 85 Registern und 6665 Pfeifen die größte Orgel der Stadt. Gegenüber steht der 20m hohe, aus kostbarem Marmor gestaltete Altar mit dem Glasmosaik des Auferstehenden

St. Michaelis-Kirche (Hamburger Michel)

A:   Hauptportal
B:   Altar aus Marmor
C:   Taufstein
D:   Kanzel
E:    schmiedeeiserne Gotteskasten
F:    Turmaufgang (Portal II.)

Ein besonderes Erlebnis ist ein Gang auf den "Michel", den 132,14 m hohen Kirchturm. Die Aussichtsplattform liegt auf 82,54 m Höhe. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Elbe, die nahen Hafenanlagen und den Rest von Hamburg. Der Turm ist über das Portal II. (F) im Südwesten des Gotteshauses zu erreichen. Nur wer gut zu Fuß ist, kann die 449 Stufen erklimmen. Für die übrigen steht ein Fahrstuhl bereit.

St. Michaelis-Kirche (Hamburger Michel)

Das Bild zeigt den Innenraum der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis (Michel)

 

Bild:    Sankt-Michaelis-Innenraum
Autor:  Je-str
Lizenz: CC BY-SA 3.0 

Die Michaelis-Kirche besitzt fünf Orgeln: die Marcussen-Orgel auf der Konzert-Empore, die große Steinmeyer-Orgel auf der Westempore, darüber im Dachboden ein Fernwerk, in der Krypta die romantische Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Orgel und seit dem Advent 2010 die Carl-Phillip-Emanuel-Bach-Orgel auf der Südempore. Außerdem gibt es einen Zentralspieltisch auf der Konzertempore (Quelle: dt. Wikipedia - Orgeln der Hauptkirche St. Michaelis)

Steinmeyer-Orgel

Die große Steinmeyer-Orgel wurde in den Jahren 1960-1962 von der Orgelbaufirma G. F. Steinmeyer  Co ausOettingen erbaut und ersetzte die frühere Walcker-Orgel. Sie wurde 2009/1010 durch die Fa. J. Klais Orgelbau aus Bonn und Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth mit einigen kleinen Änderungen in ihrem Erbauungszustand restauriert. Das Instrument hat 86 Register mit insgesamt 6674 Pfeifen - verteilt auf 5 Manuale und Pedal (Quelle: dt. Wikipedia - Orgeln der Hauptkirche St. Michaelis)

Bild:    Steinmeyer-Orgel
Autor:  Cherubino
Lizenz: CC BY-SA 3.0 

 

St. Jacobi-Kirche:

Die Kirche St. Jacobi liegt im Zentrum der Hamburger Altstadt und gehört neben St. Michaels, St. Katharinen,
St. Petrie und St. Nikolai zu den 5 Hauptkirchen Hamburgs. Sie liegt in der Nähe der Mönckebergstraße, von der sie durch eine Häuserzeile getrennt ist. Die Steinstraße, eine der Hauptstraßen des alten Hamburgs, verläuft im Süden der 
St. Jacobi-Kirche und hatte eine maßgebliche Bedeutung für die Entstehung der Kirche. An diese Straße grenzt das Kontorhausviertel. Das heutige Umfeld der Kirche ist in seinen Bauten wesentlich jünger als St. Jacobi - teilweise entstand es erst im 20. Jahrhundert.

Jacobi-Kirche um 1830

Bei ihrer ersten Erwähnung im Jahre 1255 war die St. Jacobi-Kirche noch eine kleine Kapelle außerhalb der Stadtmauer am ersten befestigten Weg, der Steinstraße. Sie diente den Pilgern auf ihren Weg nach Santiago de Compostele zur Grabstelle des Apostels und Märtyrers Jacobus des Älteren, aber auch für reisende Kaufleute. 

Erst nach der Erweiterung der Stadtmauern im Jahre 1620 wurde sie in das Stadtgebiet mit einbezogen. Der Bau wurde im 14. Jahrhundert durch eine dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil, ähnlich der St. Petrie-Kirche ersetzt und etwa  hundert Jahre später baute man an der Südseite ein viertes Schiff an. Der Sakristeianbau im Nordosten stammt aus dem Jahr 1438. Heute ist dieser Hamburgs einziges Bauzeugnis gotischer Profan-Architektur. Der Turm der Kirche bestand im Mittelalter aus fünf Stockwerken, besaß allerdings keinen Turmhelm, sondern schloss mit zwei parallelen Satteldächern ab. Der 1587 und 1590 gebaute Turmhelm, hat Ähnlichkeit mit der spätgotischen Gestaltung der St. Gertrudenkapelle.

 Dies ist eine originalgetreue fotografische Reproduktion eines zweidimensionalen Kunstwerks. Das Kunstwerk an sich ist aus dem folgenden Grund gemeinfrei: Die urheberrechtliche Schutzfrist ist abgelaufen.
Dies gilt für die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Australien und alle weiteren Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 70 Jahren nach dem Tod des Urhebers.

Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgten weitere Veränderungen des Kirchenbaues. Aufgrund statistischer Probleme am westlichen Ende der Kirche begann man unter der Leitung von Johann-Nikolaus Kuhn mit der Sicherung des Fundamentes und auch das Mauerwerk wurde dabei verstärkt;  hierdurch wurde die Westfront auch in ihrem Aussehen verändert. 

Wie viele andere Kirchen auch diente St. Jacobi Anfang des 19. Jahrhunderts den napoleonischen Truppen als Pferdestall. Der spätgotische Turmhelm wurde 1826/27 wegen Baufälligkeit abgerissen um ersetzte ihn durch einen neuen. Noch einmal erfolgten zwischen 1859 und 1869 umfassende Veränderungen wie u. a. die Erneuerung des Kupferdaches durch eine Schieferbedeckung und eine neogotische Eingangshalle an der Südseite des Kirchenbaus. Der Innenraum wurde Ende des 19. Jahrhunderts erneuert.

Das Kirchenschiff von St. Jacobi
- Bilder: Nefershapiland -

Im 2. Weltkrieg wurde die St. Jacobi-Kirche stark beschädigt. Glücklicherweise konnte man die historische Innenausstattung in Sicherheit bringen. Nach Kriegsende begann man 1951-1963 mit der Wiederherstellung von St. Jacobi. Nur der Turm wurde modern gestaltet. Bereits 2001 musste aber erneut saniert werden, denn das Kupferdach war undicht und es bestand die Gefahr, dass die herunterfallenden Platten zur Gefahrenquelle wurden. Durch ein Gerüst geschützt, hinter dem sich der Turm ein ganzes Jahr lang "versteckte"  wurden die alten Kupferplatten am Turmschaft und auf dem Turmhelm entfernt und das darunter liegende Gerüst verbessert. Danach wurde diese Fläche mit neuem Kupfer, gestiftet von der Norddeutschen Raffinerie, neu eingedeckt. Gleichzeitig erneuerte man die alte Kirchturmuhr und die Kugel an der Spitze des Turmes wurde ebenfalls restauriert. Diese Arbeiten waren 2002 beendet und nun ist der 124,5 Meter hohe Turm der Jacobi-Kirche wieder in voller Pracht zu sehen.

  Turm der St. Jacobi-Hauptkirche in Hamburg 2013

Kirche St. Jacobi und sein neuer Turm - Blick vom Pferdemarkt (coloured lithography by Alexander Gascard 1830)
        (Bild: J. H. Pirzer) Diese Bild- oder Mediendatei ist gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für alle Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 Jahren oder weniger nach dem Tod des Urhebers.

Im Turm befindet sich ein 1959 von "Rincker" in Sin (Hessen) gegossenes Geläut mit der Disposition a°-c'-d'-f'-g'-b'-c".

Innenraum der St. Jacobi-Kirche Hamburg
- Bild:
J. H. Pirzer -

Sehenswert sind die drei Altäre aus dem Mittelalter:

  1. den St.-Trinitatis-Altar im Hauptchor (um 1518),

  2. den St.-Petri-Altar im 1. Südschiff             (1518),

  3. der aus dem Hamburger Marien-Dom stammende St. Lukas-Altar im 2.Südschiff (um 1500)

Der Hauptchor mit dem Trinitatis-Altar (um 1518)
(Bilder: Margret Pirzer)


                    St. Jacobi-Kirche Lucas-Altar
der aus dem Hamburger Mariendom stammende St.-Lucas-Altar im 2. Südschiff (von Hinrik Bornemann Ende des 15. Jahrhundert.
                                (Bild: Margret Pirzer)
           St. Jacobi-Kirche - Petrie-Altar (1508)
Der St. Petrie-Altar befindet sich im ersten Südschiff der Kirche.

                 (Bild: Margret Pirzer)

Eines der weniger bekannten Schmückstücke von St. Jacobi ist der ursprünglich als Bibliothek dienende sogenannte "Herrensaal", der seit 1543 Versammlungssaal der Kirchherren war und der 1710 eine neue Ausstattung bekam. Es ist nicht bekannt, wann genau er auf die Sakristei gebaut wurde - doch spätestens im Jahre 1500 gab es dieses Obergeschoss. Der Herrensaal ist zusammen mit der Sakristei das älteste noch bestehende nie zerstörte Gebäudeteil in ganz Hamburg und ist bis heute der Versammlungsraum der kirchlichen Gremien in denen über die kirchlichen und städtischen Angelegenheiten diskutiert und entschieden wird.

An den Wänden befinden sich insgesamt zwölf Wappentafeln, wobei die erste auf das Jahr 1543 zurückgeht. Auf diesen Wappentafeln befinden sich die Namen der Pastoren, Gemeindeältesten und Kirchspielherren der St. Jacobi-Kirche seit dem 16. Jahrhundert. Die Deckengemälde mit Bürgertugenden stammen ebenso wie die Landschaftsgemälde an den Wänden, aus der Werkstatt von Johann Moritz Riesenberger den Jüngeren (1673-1740), der diese 1710 gemalt hatte.  Derselbe Maler gestaltete auch die Decke neu. An ihr finden sich allegorische Frauengestalten, die die Bürgertugenden darstellen. Bei Restaurierungen stieß man hinter den Leinwän­den auf Renaissance-Malereien, die leider nur selten gezeigt werden können.

        Glasfenster im Altarraum
Die Glasmalereien an den vier Fenstern des Altarraums und die beiden Fenster im südlichen Nebenchor stammen von Carl Crodel (1894-1973) und entstanden von 1957-1961 nachdem die farbigen Fenster des 19. Jahrhunderts alle im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Charles Crodel führte neben den Chorfenstern in der St. Jacobi-Kirche die Verglasung zahlreicher anderer Kirchen aus, so die 17 Fenster der St. Katharinen-Kirche in Frankfurt/Main im Jahre 1953.

Die Glasbilder im Hauptchor zeigen die Geburt Jesu, Passion, Himmelfahrt und Ausgießung des heiligen Geistes, während die Bilder im Südschiff sich der Taufthematik widmen.
             (Bild: J. H. Pirzer)

 

Kanzel der St. Jacobi-Kirche:

Ursprünglich stand die Kanzel am dritten Pfeiler von Osten. Da sie während des zweiten Weltkrieges eingemauert wurde, ist sie erhalten geblieben und fand nach Ende des Krieges ihren Platz am zweiten Pfeiler - in größerer Nähe zum Altarraum. Sie Reliefs des Kanzelkorbes sind sehr gut und fein gearbeitet, ebenso der Ornamenten-Schmuck. Sie stammen aus der renommierten Hamburger Werkstatt des Steinbildhauers Georg Baumann, der diese Kunstwerke im 17. Jahrhundert erschuf. Baumann fertigte Kanzelkorb, Portal und Treppenaufgang, der sich um den Pfeiler schwingt, aus verschiedenfarbigem Marmor

            Kanzel von Georg Baumann (1610)

Kanzelkorb

Die Brüstung wird von Säulenpaaren gegliedert, die reich mit Blattgold, Fruchtgirlanden und vergoldeten Kapitellenornamenten geschmückt sind. An den Säulensockeln befinden sich geflügelte Engelsköpfe.

Bilder: Margret Pirzer

                                                       Kanzelaufgang  mit figürlichen Alabasterreliefs

Fünf rundbogige Felder mit figürlichen Alabastareliefs befinden sich zwischen den Säulen. Die Bilder sind von Westen nach Osten zu betrachten - auf den Hauptaltar bezogen. Sie stellen die Verkündigung an Marie, die Anbetung der Hirten, die Kreuzigung, die Auferstehung und die Himmelfahrt dar. Die vier Evangelisten mit ihren Symbolen begleiten den Treppenaufgang: ganz unten ist Johannes mit dem Adler dargestellt, dann aufsteigend Lukas mit dem Stier, Markus mit dem Löwen und Mathäus mit dem Engel. Dort findet sich auch die Signatur des Bildhauers: Georg Baumann/F. ET. INVENTOR._
(Informationsquelle: Internet-Seite der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg)

Bilder: Margret Pirzer

          Kanzeldeckel und Bekrönung

Der Kanzeldeckel wurde vom Bildschnitzer Johann Moltzen im Jahre 1614 fertiggestellt und besteht aus sechs Voluten. Auf ihnen sitzen nackte Putten. Der Aufsatz wird von einer stehenden Engelsfigur bekrönt, die sich zwischen silbernen Wolken und goldenen Blitzbündeln befindet. Die Engelsfigur zeigt dem Betrachter zwei Tafeln mit den zehn Geboten. In der linken Hand, die zum Altar gerichtet ist, befindet sich eine aufgeschlagene Bibel mit dem Vers Johannes 3,15.

(Informationsquelle: Internet-Seite der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg)

            (Bild: Margret Pirzer)

 

weitere Ausstattung:

 

     Epitaph Hans Lüders im Hauptschiff ( † 1616 )                    Epitaph Bernhard Teggius im Hauptschiff ( † 1606 )
Im Hauptschiff der Kirche befinden sich zwei bemerkenswerte Epitaphe (Denkmale für Verstorbene) - Kunstwerke aus dem 17. Jahrhundert. 

Das Epitaph von Hans Lüders wird bekrönt von den Sinnbildern der christlichen Tugenden: Glaube, Hoffnung und Liebe. Seitlich sind "fides" und "spes" ('Glaube und Hoffnung) zu sehen - oben die "Caritas" (Liebe) als Mutter in inniger Umarmung mit ihrem Kind, die zusammen das kleine Relief mit der "Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag" rahmen. Zwei Marmorsäulen bilden das Hauptgeschoss, an denen die Wappen des Hans Lüders und seiner Ehefrau Gerdruth, geb. Bues angebracht sind. Im Zentrum befindet sich die "Verklärung Christis" und auf der Spitze des Hügels Christus in der Strahlenglorie, Moses und Elisa auf Wolken. Am Fuß des Berges knien Petrus, Johannes und Jacobus.

Aus der Inschriftentafel erfahren wir, dass ANNO 1615 Hand Lüders, Hauptmann der Stadt Hamburg, "im Herrn sanft und selig entschlafen ist und ihm dies Epitaphium seine herzliebe Hausfrau, Gerdruth Bues, aus ehelicher Liebe zu Ehren und Gedächtnis hat errichten lassen."

Im Mittelpunkt des Epitaphs von  Bernhard Teggius befindet sich ein Alabasterrelief mit der "Auferstehung am Jüngsten Tag". Der Rahmenaufbau wurde aus schwarzem Marmor gearbeitet. Das Relief zeigt die aus ihren Gräbern Auferstehende, Sünder in den Flammen der Hölle, darunter ein Papst mit Tiara. Christus als Weltenrichter erscheint in der Himmelsregion - zu seinen Seiten die Schar der Seligen. Ein Rundbogenrelief des Sekretärs Bernhard Teggius (mit Handschuhen, Buch und Blume) uns seiner Frau, geb. Schrötteringh (mit Beutel und Buch in ihren Händen) befi8ndet über dem Hauptgeschoss. Das Ehepaar wird zeitgenössisch mit Haube und Kragen dargestellt, in Halbfigur hinter einer Brüstung. Darüber der krönende Volutengiebel mit ihren Wappen.                          

 (Informationsquelle: Internet-Seite der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg)

Bilder: Margret Pirze

 

                       Ansicht der Stadt Hamburg von der Elbseite
                  - Gemälde von Joachim Luhn - großes Stadtpanorama (1681) -


Das Gemälde stammt aus der Ratsstube des alten Rathauses und hat seinen Platz seit 1819 in der Hauptkirche St. Jacobi. Auf der historischen Stadtansicht sind die markanten Türme der Kirchen und Klöster zu sehen - sie erheben sich aus dem Gewirr von kleinen Giebelhäusern und Speichern.
               (Informationsquelle: Internet-Seite der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg)
                                            (Foto:
Margret Pirzer)

 

Die Orgeln von St. Jacobi:

 

            Arp-Schnitger-Orgel, Jacobikirche Hamburg

Kemper-Orgel St. Jacobi Hamburg, 
Ansicht Südschiff   

(Bild: J. H. Pirzer)

Der Urheber des Bildes, Hagen Wehrend, gestattet jedermann jede Form der Nutzung, unter der Bedingung der angemessenen Nennung seiner Urheberschaft. Weiterverbreitung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung sind gestattet.

Es gibt nur noch spärliche Informationen über die erste Orgel, die in St. Jacobi eingebaut wurde. Um 1300 war ein nicht näher bekannter "Meister Rudolf" Organist in der Kirche. Erst ab der Reformationszeit gibt es wieder Zeugnisse, die heute noch erhalten sind. Die erster aus dieser Epoche dokumentierte Orgel wurde von Jacob Iversand und Harmen Stüven von 1512-1516 erbaut und von Jacob Scherer (ab 1546), Dirck Hoyer (1577/78), Hand Bokelmann (1591) und Hans Scherer d. Ä. (1588-92 sowie dessen Söhnen (1605-07) erweitert, repariert und umgebaut. Auf den großen Organisten Hieronymus Praetorius geht die erste überlieferte Disposition zurück, die Michael Praetorius in seinem berühmten Fachbuch „Syntagma musicum” 1619 mitteilt.

Die Jacobi-Orgel enthält die umfangreichste Sammlung von originalen Pfeifen aus der Zeit vor 1700, die in einem einzigen Instrument versammelt ist, wovon etwa ein Viertel auf die Zeit vom Meister Arp Schnitger zurückgeht. Die Orgel besitzt aber auch Pfeifen berühmten Orgelbauerfamilien Scherer und Fritzsche. Den unübertroffenen Wert und den außerordentlichen Klang der Orgel macht nicht nur allein die Anzahl von rund 4000 Pfeifen aus, sondern die wohlüberlegte Zusammenstellung und Vielfalt der 60 Register, welche die Orgel von St. Jacobi zum Pilgerziel der Organisten und Orgelliebhaber aus ganz Europa werden ließ.

Die Orgel wurde 1635 von Gottfried Fritzsche einheitlich modernisierst und er erweiterste den Umfang auf 4 Oktaven. Außerdem baute er ein neues Rückpositiv ein. In den 80ziger Jahren des 17. Jahrhunderts zeigten sich aber dennoch immer größere Schäden, so dass man sich entschloss "die sehr alte und baufällige Orgel zu besichtigen und einen Aufsatz verfertigen zu lassen, auf was Art und Weise solcher Orgel am besten zu helfen sei".

Diese ursprünglich als Reparatur gedachte Maßnahme erwies sich schließlich als ein "Neubau", womit man den bekannten Orgelbauermeister Arp Schnitger beauftragte, dem durch die Qualität seiner handwerklichen Arbeiten und der künstlerischen Perfektion eine führende Rolle in ganz Nordeuropa zukam. 

Die Arp-Schnitger-Orgel von 1693 zählt zu den bedeutendsten erhaltenen großen Barockorgeln und verfügt auf der Westemporeet über vier Manuale, ein Pedal und 60 Registern, darunter 15 Zungenstimmen und ca. klingenden 4000 Pfeifen. Sie ist damit die größte erhaltene Barockorgel im nordeuropäischen Raum. Zwischen ihrer Erbauung und der teilweisen Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche grundlegende Restaurierungen vorgenommen, jedoch blieb der eigentliche schnitgersche Bestand vor tiefgreifenden Eingriffen verschont. Seit ihrer festlichen Wiedereinweihung Ostern 1993 ist sie jeden Sonntag im Gottesdienst zu hören. 

Angeblich soll sich Anfang des 18. Jahrhunderts auch Johann Sebastian Bach für die Stelle des Ersten Organisten der St.-Jacobi-Kirche beworden haben. Aus finanziellen Gründen wurde er aber von der Kirchenleitung abgelehnt und ging daraufhin nach Leipzig. 

(Informationsquelle: Internet-Seite der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg)

           Die Arp-Schnitger-Orgel der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg

                                                                             (Bilder: Margret Pirzer)

Die Kemper-Orgel (Bild siehe weiter oben) wurde in den Jahren 1960 und 1968 von der Lübecker Orgelbaufirma Emanuel Kemper erbaut als ein Universalinstrument im Sinne der Orgelbewegung. In einem ersten Bauabschnitt entstand in drei Etagen am Ende des südlichen Seitenschiffes ein 3-manualiges Instrument mit 45 Registern, das am 1. Advent 1960 eingeweiht wurde. Der Neubau von 1960 wurde von Kemper 1968 erheblich erweitert. Die Kosten dafür betrugen  DM 42.000, was auch für die damalige Zeit sehr preiswert war. 

Die Orgel erhielt einen Prospekt zum Steinstraßenschiff hin, ein zweites Schwellwerk wurde - janusköpfig - in dem blinden Fenster etabliert. Am Ende der zweiten Bauphase hatte die Orgel 68 Register, davon 6 Transmissionen. Eine weitere Restaurierung erfolgte im Jahre 2007/2008 durch die Orgelbau- und Restaurationsfirma Rainer Wolter, welche die "extremen Auswüchse der Orgelbewegung wie isolierte Obertöne beseitigte. Die Eigenheiten wie Konstruktion der Taschenladen und der historische Spieltisch blieben aber erhalten. Die wichtigste Maßnahme war eine grundsätzliche Neuplafondierung der Mixturen, die sich nun viel besser mit dem restlichen Klang verbinden. Ein besonderer Akt der Pietät ist der Einbau der Flachflöte 2' ins Seitenwerk, die 1924-1989 in der Schnitger-Orgel stand.
(Textquelle: Hauptkirche St. Jacobi Hamburg - hier - )

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Sicherlich ist hier nur ein kleiner Teil der vielen "Fassaden" meiner Heimatstadt Hamburg aufgeführt. Aber mehr würde den Rahmen dieser eigentlich dem alten Ägypten gewidmete Homepage sprengen. Die Rubriken meiner Heimatstadt Hamburg, meinem jetzigen Wohnort Neu Wulmstorf, die alte "Schwedenstadt Stade" und die Stadt "Buxtehude" in der näheren Umgebung geben vielleicht einigen Lesern einen kleinen Anstoß für einen Trip in den Norden Deutschlands.

 

 

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