Osorkon II.


Harsiese A. / I.


Schoschenq III.


(Quellenangaben am Ende der Seite - nummerierte Verweise im Text)

Schoschenq (IIa)'s rätselhafte Identität

Unter den heutigen Wissenschaftlern ist die Identifizierung und zeitliche Einordnung dieses Königs sehr umstritten. Eine Gleichsetzung mit dem gleichnamigen Hoherpriester des Amun zu Karnak, Schoschenq-mer- Amun, Sohn von König Osorkon I. aus der Ehe mit Maatkare, der Tochter Königs Psusennes II., wie bislang allgemein angenommen wird, lehnen einige Wissenschaftler nach neuester Forschung ab. Diese Identifikation stützt sich nur darauf, dass der Name dieses Hohenpriesters später einmal in eine Kartusche geschrieben wurde und für Heqa-cheper-Re Schoschenq ein Ansatz in der frühen 22. Dynastie nahe liegen soll (vergleiche Dautzenberg in GM 144/1005).

Der Thronname dieses Königs unterscheidet sich von dem König Schoschenq I. nur durch das HkA-Szepter anstelle der HD-Krone. Diese Form des Thronnamens - mit minimalen Epithetas - lässt darauf schließen, dass Schoschenq (IIa.) wahrscheinlich in den ersten Teil der 22. Dynastie gehört, denn diese Könige haben jeweils einen eigenständigen Thronnamen im Gegensatz zu der Zeit ab Schoschenq III. deren Thronnamen sich stetig wiederholen. 

Montet schlug vor, in ihm den Prinzen, Hohenpriester des Amun und Armeekommandanten Schoschenq (Q.), Sohn des Königs Osorkon I. zu sehen (2). Als seine Muter wäre dann die Tochter Psusennes II. und Gemahlin Osorkon I., Maatkare zu sehen. Kitchen und viele weitere Gelehrte schlossen sich dieser Meinung an. Einige Gelehrte schlugen aber vor, dass Schoschenq (IIa) eventuell identisch wäre mit König Schoschenq I. - bestattet mit einem neuen Thronnamen, was aber dann absolut untypisch und ohne Parallelen wäre, im besonderen, da die Kanopengefäße von Schoschenq I. mit dem Namen "Hedjkheperre" beschriftet waren (1). 

Der deutsche Ägyptologe Jürgen von Beckerath entwickelte eine andere Theorie über die Identität des Königs Schoschenq-Meryamun-Heqakheperre Setepenre (Schoschenq IIa), der sich auch die Ägyptologen Jansen-Winkeln und Norbert Dauzenberg angeschlossen haben (3). Von Beckerath und Dautzenberg sind der Meinung, dass König Schoschenq-Heqakheperre höchstwahrscheinlich ein Sohn König Takeloth I. war - wohingegen Karl Jansen-Winkeln ihn für einen Sohn Schoschenq I., dem Gründer der 22. Dynastie, hält. Beckerath gibt diesem König nicht mehr als höchstens zwei Regierungsjahre in Tanis (2).

Aus genealogischen Gründen kommen daher nur noch weinige Stellen infrage, an denen ein "Heqakheperre"Schoschenq (IIa) mit einer sehr kurzen Regierungszeit innerhalb der in Tanis regierenden Könige der 22. Dynastie platziert werden könnte.

  1. Hinter König Takelot I., denn für die Zeit Takelot I. ist kein Kronprinz bekannt. König Takelot I. ist zwar im Grab Osorkon II. bestattet worden, aber die entsprechende Inschrift sagt nichts darüber aus, ob es sich hier um die Erstbestattung des Königs handelt oder ob König Osorkon II. ein Sohn Takelots I. war. 

  2. Generalogisch wäre es auch möglich, ihn noch vor dem König Pimay zu plazieren, dessen eher vulgärer Name nahelegen könnte, dass er ein jüngerer Sohn war.

  3. Ferner käme noch eine Platzierung am Ende der 23. tanitischen Dynastie infrage (dort, wo bei Manetho ein untergegangener Königsname als "Psammos" (d. h. "Staub") vermerkt wird.

Von diesen Möglichkeiten erscheint eigentlich nur die Einordnung unmittelbar hinter Takelot I. attraktiv. In dieser Zeit war es Sitte, einen originären Thronnamen zu bilden - noch lebendig genug - und es wäre auch nicht überraschend, wenn sich ein Nachfolger Takelots I. bei der Wahl seines Namens am letzten originären Thronnamen davor (an dem seines mutmaßlichen Großvaters, Osorkon I.) orientiert hätte.

Eine Platzierung hinter Schoschenq III. ist sehr unwahrscheinlich (siehe GM 147/1993 Seite 53ff), da Aidan Dodson für Schoschenq III. jetzt einen direkten Nachfolger - Hedjcheperre-setep-en-Re, Schoschenq (IV.) - eingefügt hat (2).

Die Ägyptologen Rolf Krauss und David Alan Warbuton schreiben ihm eine unabhängige Regierungszeit von 1-2 Jahren in der 22. Dynastie zu und platzieren ihn mit seiner kurzen Regierungszeit zwischen der von Takelot I. und Osorkon II. Der deutsche Ägyptologe Thomas Schneider sieht in ihm einen der "drei tanitischen Könige" Manethos, die in der Version von Africanus genannt werden und platziert die Herrschaft von Schoschenq-Heqakheperre sowie die des evtl. neu entdeckten Königs Schoschenq (IIb) (6) in die Zeit zwischen Osorkon I. und Takelot I. Die Hinzufügung des weiteren, neu entdeckten Königs mit dem Namen Schoschenq-Tuth-kheperre (IIb) beruht auf den Fund eines bislang unpublizierten Architekturfragment (H/3.9) aus dem Großen Tempel von Bubastis (siehe Eva R. Lange/Universitär Leipzig und "Abydos von Ute und Andreas Effland).

Nach dem heutigen Stand der Forschung kann keine genaue Aussage über die Abstammung und Identität des Schoschenq- Heqakheperre gemacht werden. Mit großer Wahrscheinlich war aber einer der ersten drei Könige der 22. Dynasty (Schoschenq I., Osorkon I. und Takeloth I. ) sein Vater. Dafür sprechen sein originaler Thronname sowie der an der Mumie gefundene Schmuck mit dem Thronnamen von Schoschenq I. Eine Erklärung dafür, warum Schoschenq IIa. in der Grabanlage von Psusennes I. wiedergestattet wurde, kann nicht gegeben werden. 

Thronname    :  HoA-xor-Ra-stp-n-Ra Heqa-Cheper-Re Setepenre
("Herrscher der Gestalten ist Re, erwählt von Re")
("Die Erscheinung des Re herrscht - erwählt von Re")
Geburtsname: ss(no)mrj-Jmn/Ssnk-mrj-Imn Ssnk / mrj-Imn / Schoschenq meri-amun 
("Schoschenq - geliebt von Amun)


Mumie des Schoschenq-Hekakheperre (IIa)

Die sterblichen Überreste des Königs wurden im Mai 1939 von Professor D. E. Derry, dem Leiter der Anatomie-Abteilung des Museum Kairo, untersucht. Die forensischen Untersuchungen von Prof. Derry ergab, dass es sich bei diesem König um einen gut gebauten Mann mit einer Größe von 1,69 m handelte, der bei seinem Tode wahrscheinlich über 50 Jahre zählte. Der Befund des Schädels legt nahe, dass dieser frontal von einer Waffe oder einem anderen schweren Gegenstand getroffen wurde. Die dadurch hervorgerufene septische Infektion könnte dann zum Tode des Königs geführt haben. 

Douglas Derry schrieb 1939 (D. E. Derry, ASAE 39 / 1939, 549-551): "Offensichtlich war auch Wasser in das Grab Schoschenq Heqakheperre eingedrungen und auch in den Silbersarg des Königs gelangt. Dadurch hat sich alles organische Material einschließlich der Umhüllungen aufgelöst. Der Schädel war mit Feuchtigkeit durchtränkt worden, die Knochen der unteren Gliedmaßen waren von feinen Wurzelfasern bedeckt. In den Hüftknochen und im Kreuzbein hatte sich eine erdige Masse, welche zweifellos über das Wasser im Grab in den Sarg gelangte war, abgesetzt."

Der englische Archäologe und Ägyptologe Guy Brunton (geb. 1878 in London), ein Schüler von Sir Flinders Petrie - der 1931 als Assistent des Direktors im Museum Kairo arbeitete, deutete an (G. Brunton, ASAE 39, 547), dass mehrere Spuren am Silbersarg des Königs daraufhinweisen, dass dieser Sarkophag von woandersher in die Bestattungsanlage von Tanis transportiert worden sein könnte. Der Pflanzenbewuchs auf den Mumienüberresten spricht dafür, dass diese eine geraume Zeit im Wasser gelegen hat. Der Sarkophag muss daher früher in einem anderen Grab gestanden haben, welches überschwemmt worden war - wohl weit genug von Tanis entfernt, weil es im Grab NRT III. nie einen Wassereinbruch gegeben hatte.(2)

Die mutmaßliche Annahme, dass die Bestattung von Schoschenq-Hekakheperre (IIa) ursprünglich an einem anderen Ort lag, könnte danach ein Hinweis darauf sein, dass auch andere Angehörige seiner Familie dort bestattet worden sind - vielleicht in der Nähe von Bubastis, der Heimatstadt der 22. Dynastie. Das würde auch erklären, warum Osorkon II. in Tanis mutmaßlich ein schon vorhandenes Grab übernahm, statt sich ein Neues zu bauen und warum auch sein Vater Takelot I. hier bestattet wurde.

Die Bestattung Schoschenq (IIa)

Am 18. März 1939 fand Pierre Montet den Sarg des Königs rechts in der Vorkammer von Psusennes I auf einem erhöhten Podest aus Quadersteinen liegend. Zu Recht Bewunderung erregte die Mumie des Königs, die in zwei Särgen von außergewöhnlicher Form lag. Es handelt sich um mumiengestaltete Särge mit Falkenkopf.

                         NRT III. in Tanis
Für die Beisetzung des Königs musste der über hundert Jahre alte Grabkomplex Psusennes I. wieder geöffnet werden.

Der Sarg des Königs stand auf einem erhöhten Podest an der rechten Wand der Vorkammer von NRT III. Das Podest war aus Quadersteinen aufgemauert. Es gehörte u. E. wohl nicht zur ursprünglichen Planung der Vorkammer und scheint nur zwecks Niederlegung der königlichen Särge in der Vorkammer installiert worden zu sein.

Bild:    NTR III. 
Autor:  Neithsabes (Wikipedia)
Lizenz: CC BY 3.0
- Bild bearbeitet von Nefershapiland -

Die Beisetzung erfolgte anscheinend in großer Eile. Anscheinend wurde der schwere Silbersarg so hastig an seinen Platz geschafft, dass sein Deckel aufsprang und zu Schaden kam und niemand nahm sich die Zeit, ihn wieder zu schließen. Ein Leinenschleier verdeckte das Missgeschick. Vier wiederverwendete Kanopenkrüge (die früher jemand anderen gehörten) enthielten jeweils einen kleinen Silbersarg, in dem sich die Eingeweide des Königs befanden. 

Der Sarg des Königs stand auf einem erhöhten Podest, das aus Quadersteinen aufgemauert war, an der rechten Wand der Vorkammer von NRT III. – zusammen mit den in der Zwischenzeit durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Grab vergangenen hölzernen Särgen von König Siamun und Psusennes II

Weiter fanden sich Reste eines Holzkasten der einst die königlichen Uschebtis enthielt, sowie Gefäße und andere Beigaben, die ohne eine bestimmte Ordnung vor dem Sarg abgelegt worden waren. 

Der Silber-Sarg und sein Inhalt:

(2) Die Mumie des Königs lag in zwei Särgen die durch ihre außergewöhnliche Form zu Recht Bewunderung erregten. 
Der Silbersarg ist mumienförmig, der menschenförmige Kopf wurde hier aber durch einen Falkenkopf ersetzt, der wahrscheinlich auf die Götter Sokaris oder Horus Bezug nehmen soll (Zitat Christiane Ziegler / Tanis). Falkenköpfige Särge kommen einzig in königlichen Begräbnissen vor. Der äußere Sarkophag besteht aus zwei exakt zusammenpassenden Teilen aus getriebenem Silberblech. 

Der Sargdeckel ist in guten Zustand und zeigt nur leichte Korrosionsschäden. Er war nicht durch Nieten mit der Sargwanne verbunden, sondern er war nur aufgelegt. Über der Brust war der Sargdeckel mit einem geflügelten Skarabäus und einem widderköpfigen Vogel mit ausgebreiteten Schwingen dekoriert, flankiert von je einem Uräus mit der weißen Krone auf dem Haupt. Unterhalb der aufgenieteten Hände welche Krummstab und Wedel halten - die Insignien der königlichen Macht -  laufen Schriftbänder in der Länge und Breite und unterteilen den Deckel so in Quadranten.  

Die Augen und die Perücke des Falkenkopfes sind ebenso wie die Bilder und die Texte aus dem Totenbuch auf dem Deckel fein ziseliert. Die beiden oberen Quadranten des Sargdeckels - über dem Unterleib - zeigen die Göttinnen Isis und Nephtys, die mit ihren Schwingen die königlichen Kartuschen schützen. In der einen Kartusche steht der Geburtsname Schoschenq-Meryamun, in der anderen der Thronname Heqakheperre Setepenre. Der Deckel ist mit den Abbildungen geflügelter Gottheiten wie Isis und Nephthys, verziert, die jeweils auf dem Zeichen für Gold knien - beide Göttinnen in Begleitung eines Schakals. In der Mitte findet sich eine vertikale Inschrift, welche die Darstellungen in zwei Bereiche unterteilt. Im unteren Teil sind die Figuren der vier Horuskinder paarweise abgebildet – (Kairo, JdE  72154 – Länge 1,90m). 

Auf den Inschriftenbändern, befinden sich Schutzformeln und Wünsche für das Leben nach dem Tode. Die in zwei große Teile zerbrochene Sargwanne zeigt keine Außendekoration, innen ist die Göttin Nut in sehr dürftiger Arbeit dargestellt. Die Sarkophagwanne war in zwei große Teile zerbrochen, so dass die Füße der Mumie mit ihren goldenen Zehenhülsen und Goldsandalen zu sehen waren. Eine große Anzahl von Fragmenten der Silbersargwanne lag um die Füße der Mumie herum.

Nach Bruntons Untersuchung der Sargwanne (Brunton ASAE 49, 543) war diese schon vor ihrer Abstellung in der Vorkammer des Grabes Psusennes I. gebrochen und wiederhergestellt worden, erst später zerfiel dann im Laufe der Zeit der reparierte Teil.

           Silbersarg mit Falkenkopf des Sheschonq II. in Tanis (JE 72154)

                                (Photo: Richard Dick Sellicks, United Kingdom 2006 -
               Many thanks for the permission - all rights are by Richard Dick Sellicks)

Bei der Auffindung war der Deckel des Silbersargs etwas verschoben und Gold schimmerte durch den Spalt. Als der Deckel des Silbersarges entfernt worden war, sah man, dass sich in ihm ein zweiter falkenköpfiger Sarg befand, der aus einer Mumienkartonage bestand (Kartonage Kairo JE 72196). Somit dürfte die Kartonagenhülle die Äußerste Schicht innerhalb des Silbersarges gebildet haben, die aber bei ihrer schon bei ihrer Auffindung durch Montet fast vollständig zerfallen war - nur an den Goldauflagen fanden sich noch geringe Rest der Kartonage. 

                                                   Kartonagensarg Schoschenqs (IIa)
                                                                      - heute in Kairo JE 72196 - 

Die Kartonage bestand aus Leinen und Stuck, zumeist bedeckt mit ziemlich nachlässig aufgesetzten Verzierungen aus Goldfolie.  

Ebenso wie der Silbersarg zeigt auch der Kartonagensarg einen Falkenkopf. Die goldenen Verzierungen dieses Sarges kontrastierten gut zur schwarzen (dunkelblauen) Grundfarbe des Sarges – (heute Kairo / Kartonage aus Leinenlagen mit Applikationen aus dünnem Goldblech / Länge 1.73m). Die Falkenaugen waren mit einem dünnen Golddraht umzogen.       

Der Sarg wurde in Kairo fachkundig restauriert (der Silber- und der Kartonagensarg) und steht heute gleichrangig neben den viel aufwendigeren Grabausstattungen der vorangegangenen Könige. Die äußerst gelungene Rekonstruktion des Kartonagensarges zeigt eine Dekoration ähnlich der des Silbersargdeckels, mit nur geringen Abweichungen. Im Gegensatz zum Silbersarg war auch das Unterteil des Kartonagensarges dekoriert. Auf dem Kartonagensarg kommt der Geburtsname Schoschenq-Meryamun achtmal, der Thronname Heqakheperre-Setepenre dreimal vor.  

Bild: mit freundl. Genehmigung Richard Dick Sellies
- Thanks Richard - All rights reserved
Zeichnung: Ägypten und das Alte Testament 44 - S. 100

Der Zustand und die Abfolge der Lagen innerhalb des Silbersarges wurden von Brunton genau beschrieben:
"Nach der Entfernung der Kartonagenumhüllung und einem Perlennetz, fanden sich wenige Spuren von einem hölzernen Sargdeckel. Die Juwelen auf der Brust und den Armen des Königs lagen bloß und konnten ohne Schwierigkeiten entnommen werden. Darunter kamen die Knochen des königlichen Skeletts hervor. Darunter wiederum folgte eine weitere dicke Lage Holzstaub, unter welchem die Reste des Perlennetzes lagen, auf welche die Rückseite der Kartonagenumhüllung folgte, die auf der Silbersargwanne auflag.“ (
aus dem Englischen übersetzt aus "On the Identity of King Shoschenq buried in the vestibule of the tomb of Psusennes I. in Tanis, Part I. by Gerard P. F. Broekman Göttinger Miszellen Heft 211/2006 p. 13)

Das Perlennetzwerk innerhalb des Kartonagensarges war total zerfallen, ausgenommen wenige kleine Bereiche. Die meist aus Gold und Fayence bestehenden Perlen fielen zwischen die Knochen des königlichen Skeletts. Nach Bruntons Aussage reichte das Perlennetzwerk von den Schultern der Mumie bis zu den Füßen; in Montets Beschreibung war es jedoch auf den Rumpf der Mumie bis zum Gürtel beschränkt. Nach Aussage von Brunton lag das Perlennetzwerk über einem Holzsarg - wobei er von der Existenz eines hölzernen Sarges fest überzeugt war, was auf den Fund einer dicken, braunen Ablagerung beruhte, welche auf und unter den Knochen der Mumie gefunden wurden. Aber in keiner von Montets Veröffentlichungen erwähnt dieser etwas über das Vorhandensein eines Holzsarges - dieser findet nur bei Brunton Erwähnung. Zu diesem Holzsarg könnten eventuell der Kopf eines Uräus aus Fayence, sowie Teile eines Zeremonialbartes und Fragmente eines Nemeskopftuches gehören - alles in der Nähe einer goldenen Maske gefunden, die dann wohl ebenfalls Bestandteil dieses Holzsarges gewesen sein könnte. Unter dem Schädel des Königs fand sich eine Kopfstütze aus Eisen, die die beiden Kartuschen des Königs in sehr nachlässiger Ausführung eingraviert zeigen.  

*

Wie bei Königsmumien üblich, trug auch Schoschenq (IIa) eine Goldmaske – (Kairo JdE 72163 – Gold; Höhe 26cm, Breite 23cm).  Es ist die eindrucksvollste, welche in den Königsgräbern von Tanis gefunden wurde. Erstaunlich ist, dass diese Maske keine königlichen Embleme trägt (einige Ägyptologen vermuten daher, dass diese Maske aus einer Zeit stammt, in welcher Schoschenq noch kein König war und man ihm diese aus Zeitgründen oder Sparsamkeit mit ins Grab gab). Weder Nemeskopftuch, Zeremonialbart, Halskragen oder Uräus sind vorhanden - nur der Hals und das Gesicht wurden von der Maske bedeckt. Fünf Laschen mit Bohrungen erlaubten es, sie an der Mumie zu befestigen.

Bei ihrer Auffindung waren noch die Einlagen des rechten Auges und der linken Augenbraue erhalten. Obwohl auch diese Einlagen heute verloren sind, ist diese Goldmaske zweifellos die lebendigste aller in Tanis gefundene Totenmasken. Dieses Idealporträt von äußerster Kühle ist mit höchster handwerklicher Perfektion gearbeitet, die sich besonders in der Modellierung des von einem feinen Grat umzogenen Mundes zeigt.

            Die Goldmaske Schoschenq IIa
Die herrliche Porträtmaske mit eingelegten Augen und Augenbrauen und einer leicht gebogenen Nase, weist Zapfen auf mit denen sie laut Brunton an dem Holzsarg befestigt war. Ikram und Dodson nehmen dagegen an, dass es sich bei der Goldmaske um eine übliche Standart-Totenmaske handelt, die nicht den Bestandteil eines Sarges bildete.

Montet anderseits glaubt, dass die Zapfen an der Maske dazu dienten um das Perlennetzwerk daran zu befestigen. Die Zapfen können natürlich auch zur Befestigung eines Nemeskopftuches aus vergänglichen Material gedient haben.    

File:     Sheshonq II. mask 2004
Autor:  Hans Ollermann / derivative work JMCC1
Lizenz: CC BY 2.0

 

Die königliche Mumie war bekleidet mit einem Schurz, dessen Gürtel aus Elektrum bestand, dekoriert mit einem Fischgrätmuster und dem Geburtsnamen des Königs in Kartusche (Schoschenq-Mery-amun). Die vorne herabhängende Schurze, bestehen aus zwei langen Goldbändern mit farbigen Einlagen und als unteren Querabschluss eine Goldleiste mit Blumenmuster.  Das in diesem Rahmen befestigte Material ist komplett verschwunden (vielleicht handelte es sich um ein Perlennetzwerk).

Die königlichem Juwelen wurden von Montet im Detail in seinen Arbeiten beschrieben. Hier sollen nur einige Stücke beschrieben werden (für eine detaillierte Beschreibung aller von Montet gefundenen Stücke des Begräbnisses, siehe Montet, Tombeau de Psousennes, 37-50 pl. XVII-XXXVI). In der Bestattung dieses Königs befanden sich auch Schmuckstücke, die einst anderen Personen gehörten: Armbänder mit der Kartusche König Schoschenq I., ein Pektoral als dieser noch Großfürst der Ma war, ein Armband eines Djed-Ptah-Iuf-anch und ein Ring des Horem-Ineb, vermutlich alles Verwandte des Königs. 

  1. Auf der Mumie des Königs fanden sich drei Pektorale und vier Amulette. Alle drei Pektorale hatten anstelle einer Kette einen Bügel aus einem steifen, dünnen Goldblech zum Umhängen. Dieses Pektoral mit einem Herzskarabäus entdeckte man am Hals der Mumie Schoschenqs (IIa). Das Pektoral hing an einer Goldkette, die mit einem kleinen Goldplättchen in Form einer Lotosblume endet.

                      Pektoral mit Herzskarabäus
                      
    - Kairo JE 85786 - Höhe 15,6 cm - 
    Fundnummer: 218
    Ein Pektoral das die Form einer Kapelle aufweist. Es besteht aus einer Goldplatte mit Einlagen aus Glas und bunten Steinen. In seinem Zentrum befindet sich ein Herzskarabäus der vor sich den Thronnamen in Kartusche und hinter sich den Geburtsnamen des Königs ebenfalls in Kartusche hält. Der Skarabäus wird recht von Isis, links von Nephtys flankiert. Darüber ist die geflügelte Sonne zu sehen, die ein zweites mal im Hohlkehlenabschluss des Pektorals erscheint. Die Rückseite der Goldplatte zeigt eingraviert das gleiche Motiv noch einmal wie auf der Vorderseite. An der Stelle des Skarabäus war die Goldplatte durchbrochen, so dass man die Unterseite des Skarabäus sehen kann, der das Kapitel 30 B des Totenbuches trägt, einschließlich der Kartusche des Königs.

    File:     pectoral of king Sheshonq II
    Autor:  Dimitry Denisenkov / Flickr-Album
    Lizenz: CC BY-SA 2.0

    Der Skarabäus war in der Antike zerbrochen und wieder repariert worden. Das Pektoral lag mit einem breiten Band aus Gold um den Hals der Mumie. 

  2. Bei dem dritten Pektoral handelt es sich um ein Stück, welches König Schoschenq I. gehörte, als dieser noch "Großfürst der Ma" und nicht König war. Die Qualität des Stückes zeigt, dass es in den königlichen Werkstätten gefertigt wurde. In der Barke befinden sich noch die Göttinnen Isis und Maat, die mit ihren Flügelarmen die Sonnenscheibe schützen. Die Große Sonnenscheibe besteht aus Lapislazuli, eingeschnitten darin als Flachrelief sieht man den thronenden Amun–Re–Harachte vor dem die Göttin Maat steht. Links und rechts als seitlicher Abschluss des Pektorals befindet sich je einmal die Wappenpflanze von Ober– und Unterägypten. Schoschenq (I.) dürfte dieses Schmuckstück zu Lebzeiten getragen haben. Gebrauchsspuren sind unverkennbar, so fehlt je eine Lotosblüte und Lotosknospe vom unteren Rand der Pektorals, sie müssen bereits vor der Bestattung König Schoschenqs ( II.) verloren gegangen sein. 

                  Pektoral mit Sonnenbarke
           - Kairo JdE  72171  -  Fundnummer 219
                                        Höhe 7,8 cm 
    Die Sonnenbarke fährt unter dem gestirnten Himmel über den Ur-Ozean (Nun), sie trägt die Sonnenscheibe aus Lapislazuli, auf der Amun-Re-Harachte in Relief dargestellt ist und die von Isis und Maat beschützt wird.
    Über dem gestirnten Himmel sind zwei Goldfalken mit der Doppelkrone von Ober- und Unterägypten postiert.

    Bild:       Pectoral
    Autor:    Jean-Pierre Dalbéra
    Lizenz:    CC BY 2.0
    Dieses schöne Schmuckstück gehörte - wie die Inschriften links und rechts der Barke zeigen, einem Scheschonq/Schoschenq, dem Sohn des Nimlot (wohl Schoschenq I.)
    Die Inschrift lautet: „Möge Amun-Re–Harachte den Himmel täglich befahren, um den großen Häuptling der Meschwesch, den Größten der Großen, Scheschonk, den Gerechtfertigten zu beschützen, den Sohn des großen Häuptlings der Meschwesch Nemrot (Laminutu)“.
  3. Ein weiteres Pektoral ist in durchbrochener Arbeit gearbeitet, eingelegt mit Halbedelsteinen. Dieses Pektoral trägt in der Mitte einen Sonnenskarabäus, der die Wiedergeburt des Herrschers symbolisiert. Er wird von je einem Uräus mit der Weißen Krone flankiert, dessen Körper durch einen "sen-Ring kriecht. 

    Ähnlich wie bei manchen Schmuckstücken Tutanchamuns kann diese Kombination auch als ein Schrifträtsel (Rebus) gelesen werden, da jedes Bildelement einen Teil des Königsnamens bildet. Es wurde auch schon die Vermutung geäußert, bei diesem Stück könnte es sich um ein Erbstück von Schoschenq I. handeln, da das Motiv dieses Pektorals auf Särgen des 21. Dynastie auftaucht und diese Komposition sich auch als der von Hieroglyphen gebildete Thronname des Königs von Ober- und Unterägypten, Schoschenq I.: "Hedjet-Cheper-Re" gelesen werden kann.

           Pektoral mit Sonnenskarabäus
                    - Kairo JdE72172 - 

    Das Motiv dieses Pektorals ist neben seiner Sonnensymbolik zugleich eine Rebus-Schreibung des Königsnamens. Ein aus Lapislazuli bestehender Skarabäus über dem Zeichen für Horizont (als Erde) hebt die goldene Sonnenscheibe in den Himmel empor (also die Morgensonne). Flankiert wird der Skarabäus von zwei Uräen mit aufgeblähtem Brustschild, welche die Weiße Krone auf ihrem Haupt tragen.

    Unter der Basis mit einem Kassettenmuster hängt ein leicht bewegliches, trapezförmiges Abschlussteil mit einem Pflanzenmuster.

    Das Pektoral ist aus Gold, Lapislazuli, hellgrüne und rote Fayence gearbeitet. 
    Höhe: 7 cm; Breite: 5 cm; Länge des Goldstreifens zum Umhängen 63 cm.

      Textquelle: (2)

Die beiden letztgenannten Pektorale und fünf Amulette, alle mit goldenen Bänder zum Umhängen versehen, fanden sich auf der Brust liegen, die Bänder nicht um den Hals der Mumie gelegt.  

Die Bestattung Scheschonqs (II.) enthielt sieben Armreifen - drei am rechten Arm und vier am linken, die alle um die Handgelenke des Königs lagen. 

  1. Unter diesen Armbändern waren zwei starre Armreifen (JE 72184 A+B), die beinahe identische waren und sich nur darin unterschieden, dass das eine ein linkes Udjadauge und das andere ein rechtes Udjadauge trugen. Das Tragen beider Augen ermöglichte es dem Verstorbenen das Jenseits zu erreichen.  (2)

          Armreif Schoschenq IIa
    - Kairo JE 72184 B -

    Der hier abgebildete Armreif bestehet - ebenso wie sein Zwilling - aus zwei beweglichen Teilen mit Scharnieren verbunden, wovon sich eines davon öffnen läßt, damit man das Schmuckstück ums Handgelenk anlegen konnte. Die Konturen des  Udjat-Auge und der Braue sowie die Linie unter dem Auge sind in Blau eingelegt, der Augapfel in Weiß und die Iris oder Pupille in Schwarz. Dieses Symbol wurde über eine "Neb"-Hieroglyphe gestellt, die mit einem Schachbrettmuster verziert ist.

     

  2. Ein weiteres Paar Armreife (Kairo JE  72189) bestand aus einem Goldband mit sanft gewölbter Außenseite, dessen Ende in Papyrusdolden enden, die durch farbige Einlagen besonders hervorzuheben sind. Zwischen den Dolden sitzt ein Skarabäus aus nachtblauem Lapislazuli in einer aus Gold getriebenen Fassung. Er dreht sich längst durchbohrt um seine eigene Achse. Der fein geschnittene Skarabäus trägt auf seiner Basisfläche den Namen eines Mannes Djed-Ptah-Iuf-Anch.  (2)

  3. Ein anderer - fast identischer - Armreif (Kairo JE 72190/Fundnummer 228) - aus Gold, Lapislazuli und Farbpaste mit einem äußeren Durchmessen von 6,7 cm (Länge des Skarabäus 2,5 cm und Breite 1,5 cm) trägt auf der Goldbasis seines Skarabäus aus Lapislazuli (der ein wenig schmaler ist als der der Armreif JE 72189) den Namen "Menkheperre" in einer Kartusche eingraviert zusammen mit dem Abbild einer Sphinx, die einen Asiaten zertritt. Dabei kann es es evtl. um den Namen des Königs Thutmosis III. oder um den des Priesterkönigs "Mencheperre" aus der 21. Dynastie handeln.   (2)

  4. Am rechten Arm der Mumie befand sich ein weiterer Armreif, in dessen Mitte als Schmuckelement sich eine Perle befindet. Am linken Arm wurden zwei weitere Armbänder gefunden - eine mit einem Mesopotamischen Lapislazuli-Zylinder (Rollsiegel), welches um das Jahr 2600 v. Chr. datiert - ein weiterer Armreif am linken Arm weist als Verzierung ein Fayence-Udjadauge auf.  (2)
           Armband mit Rollsiegel
                    - Kairo JdE  72186 -

    Der Lapislazuli-Zylinder des goldenen Armreifs ist mehr als 1500 Jahre vor Schoschenq (IIa) graviert worden. Er stammt aus Mesopotamien und trägt eine Darstellung des Helden Gilgamesch, der wilde Tiere bezwang.

Wie üblich gehörten zur Grabausstattung des Königs goldene Finger- und Zehenhülsen, die dem toten König erlaubten im Jenseits zu gehen.

König Schoschenq-Heqakheperre besaß auch zwei Fingerringe und zwar einen Ring mit einer drehbaren Platte (aus Gold und Lapislazuli) mit einem Durchmesser von 2,6 cm (Kairo JdE 72190 / Fundnummer 234).Er besteht aus einer dünnen Goldröhre, die an beiden Enden in einer kleinen, flachen Papyrusdolde endet. Diese, in der Kontur deutlichen Papyrusdolden werden auch durch eine fünffach eingravierte Umwicklung zwischen Stempel– und Doldenabschnitt angedeutet. Die Enden des Ringbügels sind durch einen Goldstift, der durch den Bohrkanal des Skarabäus gesteckt ist, miteinander verbunden. Die Ringplatte besteht aus einem Lapislazuliskarabäus auf dessen Unterseite Titel und Name des ursprünglichen Besitzers dieses Kleinods steht, eines Priesters namens Hor–em–hutaa oder Hor–em–ineb/!rm jnb.
mit der Inschrift:
„Aufseher des großen Palastes mit Zugang zu den Heiligen Dingen, Horemakhbyt (?) “
Das Schmuckstück erinnert unmittelbar an zwei Armringe, die ebenfalls von der Mumie Schoschenq-Heqakheperre stammen.

Die Kanopenbehälter:

Zur Grabausrüstung des Königs Schoschenq Heqakheperee gehörte auch ein Set von vier silbernen Kanopensärge in Mumiengestalt, mit menschlichen Köpfen, Zeremonialbart, Nemeskopftuch und Uräus. Diese silbernen Kanopenbehältnisse befanden sich in einem von vier - offensichtlich wiederverwendeten Alabasterkrügen - und wurden von Montet an der Vorderwand der Grabkammer gefunden. Insgesamt fanden sich 13 Steinkrüge in der Vorkammer des Psusennes-Grab. Die Kanopenbehälter enthielten außer den Innereien des Königs noch eine ganze Reihe von Ringen und Anstecknadeln. 

Jeder dieser Miniatursärge ist mit einer kurzen Inschrift auf dem Körper versehen, die jeweils den Königsnamen und die Namen der vier Horuskinder nennt, unter deren Schutz die Eingeweide des Herrschers stehen: "Amset, Duamutef, Hapi und Kebechsenuef, deren Sohn Schoschenq Meri-amun ist".

Die ca. 25 cm hohen Kanopenbehälter (heute in Kairo -  JdE 72159-62) stellen ebenso wie die von Tut-anch-amun Miniatursärge dar und bestehen aus zwei aneinander passenden Hälften, welche den König mit Nemeskopftuch, Uräus, dem Zeremonialbart und mit stark geschminkten Augen abbilden. Die Mumienbinden lassen die Hände frei, die einst Zepter und Geißel hielten.

Es scheint offenbar so, dass einige dieser Miniatursärge in der Antike bewegt worden sind, was aus weiteren gefundenen Überresten von einem Miniatursarkophag und einem Fußstück eines Miniatursakophages - gefunden in einer der anderen Vasen - hervorzugehen scheint. Leider sind hier die Aufzeichnungen von Montet nicht sehr präzise.

Die Uschebtis:

In der Vorkammer des Psusennes-Grabes (NRT III.) wurden mehr als 1550 Uschebtis gefunden, wovon über 400 - einige aus Bronze und Fayence - dem hier in einer geheimen Kammer mitbestattetem General und Obersten der Bogenschützen von König Psusennes I., Wendjebauendjed gehörten. Über 360, ziemlich roh gearbeiteten, blau glasierte Uschebtis aus Fayence, die wohl "fabrikmäßig" hergestellt wurden und bislang anonym geblieben sind, gehörten König Siamun (Montet, ASAE 49, 537). Montet erklärte allerdings später, diese Zuordnung wäre ein Missverständnis und ordnete sie dem König Amenemope zu (Montet, Kemi 9, 79-80). Bei der nochmaligen Untersuchung dieser Uschebtis durch Jean Yoyotte im Museum Kairo stellte sich dann aber einwandfrei heraus, dass man sie doch König Siamun zuordnen müsste. Gleichzeitig kam er zu dem Ergebnis, dass mehr als über 400 Uschebtis König Psusennes II. gehört haben (2).

Weitere mehr als 40´Fayence-Uschebtis vom Typ "Vorarbeiter" konnten durch Montet König Schoschenq-IIa. Heqakheperre zugeordnet werden (2) - All diese Uschebtis tragen einen Zeremonialbart und eine "Beutelperücke". Ihre Arme sind gekreuzt - der rechte über dem linken - die linke Hand ruht auf der Brust, während die rechte eine Geißel hält.

Nach Gerard Broekman (in GM 181/2001, S. 31) scheinen diese "Aufseher-Uschebtis" von Schoschenq IIa. aufgrund ihrer charakteristischen Merkmale, wie 

  1. Elegante Ausführung

  2. langer, plissierter Rock

  3. überkreuzte Arme

  4. Füße und Beine zusammen

  5. kurze Perücke (Beutelperücke)

  6. Zeremonialbart

  7. Peitsche

  8. ohne Text-Position

in eine chronologische Einordnung zwischen Psusennes II. und Takeloth I. zu bringen sein und dieses scheint dann ein Indiz dafür zu sein, dass man diesen König irgendwo in die frühe 22. Dynastie einordnen kann.

*

Weiter fand man die Überreste eines Holzkastens, der einst die königlichen Uschebtis enthielt sowie Gefäße und andere Beigaben, die ohne ein bestimmte Ordnung vor dem Sarg abgelegt worden waren.



Nefers Gästebuch

Quellen:
1.  Afterglow of Empire/Dodson (chapter 3)
2.  Göttinger Miszellen (GM) 211/2006 Broekmann, Die Identifizierung eines Königs Shoschenq (Seite 13-20)
3.  von Beckerath, Orientalia 63 (1994), 145 ff
4.  Norbert Dauzenberg GM 144/1995 Bemerkungen zu Schoschenq II.
5.  Rolf Kraus & David A. Warbutron: Period in "Handbook of Egyptian Chronology, Brill 2005, p. 493.
6.  Neuordnung der Durchnummerierung der Könige Namens Schoschenq/Internationale Konferenz der Abteilung
     Ägyptologie in Leiden (27.10.2007)
7. Tanis: Henri Stierlin u. Christiane Ziegler / Hirmer-Verlag 1987
8.  Göttinger Miszellen Heft 181/2001 Broekman: Once more shoshenq Heqakheperre

 

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