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Biografie Sesostris III. |
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Vorgänger Sesostris II. |
Pyramide Sesostris III. |
Pyramide Sesostris II. |
Quellen und
Literatur-Angaben am Ende dieser Seite - nummerierte Verweise im Text (siehe
unten: Quellen und Literatur)
PM = Porter & Moss, Topographical Biliography of Ancient Hieroglyphic Text, Reliefs and paintings 1927-1952
Allgemeines
Sesostris III. wird allgemein als der bekannteste König in der 12. Dynastie angesehen. Sein Vater Sesostris II. hatte ihn am 1. Achet (ungefähr 7,5 Monate) als Mitregenten eingesetzt (14. Peret IV.) (Quelle: Winfried Barta: Thronbesteigung und Krönungsfeier als unterschiedliche Zeugnisse königlicher Herrschaftsübernahme - in Studien zur altägyptischen Kultur / SAK Nr. 8, Hamgurg 1980, S. 36). Seine Mutter war die Gemahlin von Sesostris II mit Namen "Chenmet-nefer-hedjet I." (siehe weiter unten bei Familie). Die Gemahlinnen von Sesostris III. waren Itakayet (evtl. eine Schwester- oder Halbschwester-Gemahlin) und Nofret-Henut. Mit ihnen hatte er die Töchter Senet-senebtisi, Menet, Sathathor und Mereret. Als einziger Sohn ist der spätere Thronfolger Amenemhet III. bezeugt. Eine Gemahlin mit dem Namen Meretseger erscheint zwar auf Monumenten, die in das Neue Reich datieren, doch ist zweifelhaft, ob diese Person überhaupt existiert hat (P. Tallet: Sésostris III. Paris 2005, S. 14-21).
Regierungslänge:
Im Königspapyrus Turin 6:24 ("[Der Doppelkönig Nebkaura.....] 30+ Jahre" ) wird die Dauer seiner Herrschaft mit 30[ X ] angegeben, weshalb eine maximale Regierungsdauer von 39 Jahren möglich wäre (1). Mit Beginn seines 20. Regierungsjahres setzte Sesostris III. danach seinen Sohn Amenemhet III. zum Mitregenten ein. Ein doppelt datierter Papyrus (heute im Neuen Museum Berlin) zeigt das 19. Jahr seiner Regierung - neben dem 1. Jahr seines Sohnes Amenemhat III, was allgemein als Beweis für eine Koregentschaft mit seinem Sohn angesehen wird.
Unter den Wissenschaftlern ist die Regierungslänge von Sesostris III. allerdings umstritten. Auf der Stele des "%A-Styt" (Sa-Satyt) (heute in Genf / Haus Uranarti am 2. Katarakt) ist als höchstes bisher bekanntes Regierungsjahr das Jahr 19 belegt. So sind (wie zuletzt Manfred Bietak und D. Franke vermuten) wohl eine 19jährige Regierungszeit von Sesostris III. zu vermuten (unter Emendation der Angaben bei Manetho und im Turiner Papyrus). Aus dem 7. Jahr von Sesostris III. stammt das früheste aus Ägypten bekannte Sothisdatum, welches für die absolute chronologische Festlegung des ganzen Mittleren Reiches von kardianler Bedeutung ist.
Eine lange Regierungszeit von 39 Jahren (wie sie Jürgen von Beckerath, Wolfgang Helck und W. Barta vertreten haben) würde allerdings durch ein im Jahre 1994 von Josef Wegner im Taltempel des Kenothaphis von Sesostris III. in Abydos gefundenes Jahresdatum "Jahr 39" gestützt (falls die Lesung zu bestätigen ist - evtl. handelt es sich hier um die Datumsangabe einer Kontrollmarke, die im königlichen "Kenotaph" von Abydos auf einem weißen Kalksteinblock gefunden wurde (eine sicher definierte Ablagerung von Bautrümmern, welche aus dem Bau des Totentempels Sesostris III. stammen) - das Fragment selbst ist Teil der Überreste des Tempelbaus. Die Inschrift (S III 4.1) ist eine Standard-Kontrollnotiz, typisch für das Mittlere Reich. Der Text besteht aus zwei geschriebenen Zeilen mit rotem Ocker in verhältnismäßig kleinem Format "Jahr 30, 3. Monat des Sommers, Tag 20. Die Domäne von dem Büroleiter......" (Felix Arnold - siehe unten)
Diese Fundstelle liefert Hinweise auf das Baujahr des Totentempels von Sesostris III. in Abydos (3) - allerdings ohne Nennung des Königs, so dass "nur davon ausgegangen wird", dass es sich um Sesostris III. handeln kann) (3). Josef Wegner betonte "dass es unwahrscheinlich ist, dass der Sohn von Sesostris III., Amenemhet III. (und sein Nachfolger auf dem Thron) fast zwei Jahrzehnte nach Beginn seiner eigenen Herrschaft noch am Tempel seines Vaters arbeitete, so dass die einzig mögliche Erklärung für die Existenz des Blocks im Projekt dann darin besteht, dass Sesostris III. eine 39-jährige Regierungszeit hatte, wobei die letzten 20 Jahre in Koregentschaft mit seinem Sohn Amenemhat III. waren (3). Wegners Hypothese wird aber von einigen Wissenschaftlern - wie Pierre Tallet und Harco Willems zurückgewiesen. Laut ihnen ist es wahrscheinlicher, dass eine solche Koregentschaft nie stattgefunden hat und dass die Kontrollnote aus dem 39 Jahr immer noch Amenemhat III. erwähnt, der möglicherweise einige Erweiterungen der Sesostris-Monumente anordnete (siehe: Tallet, Pierre 2005: Sésostris III. and the 12th Dynastie, Paris, S. 28-29).
Der deutsche Ägyptologe Dieter Arnold hat kürzlich Belege (aus Dashur) geliefert, welche ein 30. Jahr eines unbekannten Königs nennen, die er so deutet, dass Sesostris III. in seinem 30. Jahr ein Hebsed-Fest feierte. Doch ist auch hier nicht sicher, dass es sich um ein Datum aus der Regierungszeit von Sesostris III. handelt (1).
| Namen von Sesostris III. | ||
| Eigenname: | Sesostris /Senwosret (Mann der Wosret) | S(j) n Wsrt |
| Thronname | Chai-kau-Re | #aj-kAw-Ra |
| Horusname | Netjeri-cheperu (mit göttlichen Gestalten) | NTrj-xprw |
| Goldname | Hetep-netjeru (Zufriedenheit / Besänftigung der Götter) | Ḥtp-nṯr.w |
| Nebtiname | Netjeri-mesut (mit göttlicher Geburt) | NTrj-msw.t |
| nach Manetho | Sesostris | |
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Familien- und Regierungs-Daten Sesostris III. |
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Regierungszeit: |
etwa 1882 v. Chr. (Beginn der Mitregentschaft) bis zum ca.
1842 v. Chr. 1872 - 1853/52 v. Chr. 1837 - 1818 v. Chr. |
beides nach Jürgen v. Beckerath, 39 oder 19 Jahre nach Lexikon der Pharaonen / Schneider |
| Vorgänger: | Sesostris II. | |
| Nachfolger | Amenemhet III. | |
| Mutter: | Chenmetnefer-hedjet I. (Gemahlin von Sesostris II.) |
nach Joyce Tyldesley in Königinnen des alten Ägypten |
| Vater: | Sesostris II. | |
| Ehefrauen | Itakayet (evtl. Schwestergemahlin); Chenmetneferhedjet II. und Nofrethenut | nach Dodson, Hilton, "Complete Families" |
| Geschwister | Nofret II.; Itakayt; und vielleicht Sithathor-Iunet - Bruder: Sesostris-Senebwer | nach Dodson, Hilton, "Complete Families" |
| Kinder: |
Töchter: Senet-senebtisi, Menet, Sat-Hathor und Mereret Sohn: Amenemhet III. |
nach Dodson Hilton, "Complete Families" |
| Innen u. Aussenpolitik |
Nach dem Tod seines Vaters Sesostris II. übernahm sein Sohn gleichen Namens (Sesostris III.) ein im Inneren gefestigtes Imperium. Eine seiner ersten Maßnahmen war im Jahre 8 (lt. den Inschriften auf der Insel Sehel) die Renovierung des "Unas-Kanals" - ein Schifffahrtsweg durch den 1. Katarakt (einen Kanal von 150 Ellen/78,60 m Länge, 20 Ellen/10,48m Breite und 15 Ellen/7,86 m Tiefe) - damit die Untiefen für Schiffe besser passierbar wurden. Danach konnten die Schiffe die Barriere problemlos überwinden.
In der Mitte der Regierungszeit von Sesostris III. verringerte sich die Macht der regionalen Herrscher der Gaufürstentümer, was zu einer Wiederbelebung von Handwerk, Handel und Stadtentwicklung am königlichen Hof führte. Sesostris III. stärkte die Macht der Zentralregierung und minimierte die Macht und den Einfluss des feudalen Adels. Ägypten wurde in vier große Bezirke unterteilt, von denen jeder eine Hierachie von Beamten und Schreibern hatte, welche direkt dem jeweiligen Wesir unterstellt waren. Dem Ministerium des Wesirs waren im ganzen Land Abteilungen für Schatz-, Landwirtschaft, für die Kriegswirtschaft und für Arbeitskräftebeschaffung unterstellt. Die Ministerien übernahmen Regierungsfunktionen und führten strenge Aufzeichnungen über Einnahmen und Ausgaben. Diese Reformen ab der Mitte der Regierung von Sesonstris III. waren so effektiv, dass in den folgenden Dynastien,trotz schwacher Herrscher die Zentralregierung unter den Wesiren mehr als ein Jahrhundert funktionierte (Britanica Online, Sesostris III. 1998 und 2020).
Feldzüge:
Sesostris III. militärischen Feldzüge führten zu
einer Ära des Friedens und wirtschaftlichen Wohlstand. Feldzüge nach Nubien
erweiterten die Grenzen Ägyptens und er ließ entlang der Grenze Befestigungen
bauen und förderte einen lukrativen Handel. Der immense Einfluß und die
kraftvolle Natur der Herrschaft von Sesostris III., welche der König nun über
die nubische Region ausübte, waren durch die massiven Flußfestungen wie Buhen,
Semna, Shalfak und Toshk in Unternubien so groß, dass er von späteren
Generationen in Semnba als Gottheit verehrt wurde (Quelle: Peter Clayton,
Chronik der Pharaonen, Thames & Hudson 1994, S. 86).
Für Sesostris III. gehen die Ägyptologen davon
aus, dass er mindestens drei - wenn nicht sogar vier Feldzüge nach Nubien
unternahm. Der erste
Feldzug nach Nubien fand in seinem 8. Regierungsjahr statt und kann aus zwei Inschriften
erschlossen werden (P. Tallet: Sésostris III. Paris 2006, S. 40-42). Auf der
Insel Sehel - etwas südlich von Assuan - gibt es eine Felsinschrift, die von dem
Bau oder der Erneuerung eines Kanals berichtet. In das 8. Regierungsjahr des
Herrschers datiert auch eine Stele, welche sich bei Semna fand und die
berichtet, dass die nubische Grenze hier in Semna im 8. Jahr des Königs
eingerichtet wurde, um so weitere Einfälle der Nubier in Ägypten zu verhindern.
Der kurze Text untersagte es den Nubiern südlich des 2. Katarakts, weiter nach
Norden vorzudringen, außer sie kommen als Händler oder in "guten" Absichten
(heute im Museum Berlin, Inv.-Nr. ÄM 14753). Es handelt sich hier um eine Stele
aus rosa Granit, der aus dem Stein von Assuan stammt. Die Basis der Stele ist
heute nicht mehr vorhanden.
"Südliche Grenze, eintgerichtet im Jahre 8 unter
der Majestät des Königs von Ober- und Unterägypten Cha-kau-Re, mit Leben
beschenkt, ewiglich, um zu verhindern, dass irgendein Nubier sie in nördlicher
Richtung überquert, zu Land oder oder mit einem kAj-Schiff, (séi es) jeder
Nubier und jedes Vieh der Nubier - außer dem Nubier, der kommen wird, um Handel
zu treiben in Iqen oder der kommt in guter Mission, indem man jede gute (Sache)
gut zusammen mit ihnen an Ort und Stelle das zu tun, was an Vorteil mit ihnen
getan werden kann, ohne zuzulassen, dass ein kAj-Schiff der Nubier nordwärts Heh
(=Semna) passiert, ewiglich". (Quelle:
Thesaurus Linguae Aegyptiae )
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Grenzstele Jahr 8 - König Sesostris
III. heute Museum Berlin: ÄM 14753 gefunden 1844 von Richard Lepsius bei Semna-West Kleine Semna-Stele |
| Umzeichnung von
Karl R. Lepsius Lepsius Tafelwerke, Abteilung II. (Bd. IV) Blatt 136i |
Der nächste Feldzug fand im Jahr 10 des Herrschers statt, was wiederum durch verschiedene Inschriften angedeutet wurde, ohne dass weitere Details bekannt sind (P. Tallet: Sesostris III., Paris, S. 43-44) Eine Inschrift bei Assuan datiert in das Jahr 10 und berichtet knapp, dass der Herrscher nach Nubien zog.
Im Jahr 16 (III. Peret-Jahreszeit) werden auf
einer großen Stele aus dem III. Monat des 16. Jahres seiner Herrschaft
militärische Aktivitäten sowohl gegen Nubien als auch gegen Kanaan datiert. Die
Stele ermahnt seine zukünftigen Nachfolger, die von ihm geschaffene neue Grenze
beizubehalten: Hinter der üblichen Königstitulatur mit dem Namen des Herrschers
und den üblichen Segenswünschen folgt die Datumsangabe:; "Regierungsjahr
16, Monat 3 der peret-Jahreszeit: Seine Majestät machte die südliche
Grenze so weit wie Heh (Semna).
Ich machte meine Grenze (weiter) nach Süden als (die) meiner Vorfahren (Väter).
Ich fügte hinzu, was mir hinterlassen wurde. Ich bin ein König, der (zuerst)
spricht (und danach) handelt. Ich machte geschehen, was mein Herz denkt
und was durch meinen Arm geschieht".
(Untere Fragment heute im Ägyptischen Museum Berlin ÄM 1157) - eigene
Übersetzung der Hieroglyphen bei
Thesaurus Linguae Aegyptiae
Marc
Brose
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Grenzstele Jahr 16 - König Sesostris
III. heute Museum Berlin: ÄM 1197 Die Stele aus Semna wurde 1845 von Karl R. Lepxius entdeckt. Der Text unterstreicht eindeutig die Expansionspolitik von Sesostris III. |
| Bild:
Grosse Semnastele Jahr 16 Autor: Magnus Manske, Wikipedia 28.12.2005 Lizenz: CC BY-SA 3.0 |
Der letzte Feldzug fand schließlich im 19 (dem letzten "eigenen") Regierungsjahr des Herrschers statt. Auch hier ist nicht viel zu diesem Feldzug bekannt und er wird nur kurz in einigen Inschriften erwähnt. Es wird angenommen, dass dieser (letzte) Feldzug weniger erfolgreich war, da die Truppen des Königs aufgrund des niedrigen Wasserstands des Nils dort "gefangen" waren und sich zurückziehen und die angefangene Kampagne aufgeben mußten, um nicht in feindliches nubisches Gebiet gefangen zu bleiben (Ian Shaw, The Oxford History of Ancient Egypt, Oxford University Press 2003).
Dagegen ist nur durch die Stele eines hohen Militärs mit Namen "Sobek-Chu"/Chu-Sebek, die man in seinem Grab in Abydos fand (heute im Manchester Museum, England, Inv.-Nr. 3306; Kalkstein - H. 44 x B. 25 cm) ein einziger Feldzug nach Palästina - in die Gegend von Sichem - belegt, der wohl zur Sicherung der Handelswege diente. Chusobek hatte sich bereits in Nubien hervorgetan - stolz berichte er auf seiner Grabstele dass er nicht nur an einem Feldzug nach Palästina beteilig war, sondern auch an einem Feldzug nach Nubien. Sesostris III. griff also auch im Norden seines Reiches politisch ein. Das Gebiet in Palästina wurde durch Stützpunkte gesichert. Eine ägyptische Truppenabteilung mit dem König an seiner Spitze gelangte wohl bis zur Stadt Sichem/Sekmen (ungefähr 40 km nördlich von Jerusalem im samaritischen Hügelland gelegen). Sobek-Chu berichtete stolz auf seiner Stele, dass er nicht nur ein einem Feldzug des Königs nach Palästine teilgenommen hatte, sondern auch an einem nach Nubien: "Seine Majestät zog nordwärts, um die Beduinen Vorderasiens zu unterwerfen. Seine Majestät gelangte zum Fremdland namens Sichem. Seine Majestät gestaltete die Rückkehr zur Residenz in Leben, Heil und Gesundheit erfolgreich. So fiel Sichem und das elende Land Retjenu, während ich die Nachhut der Truppe bildete. Da sammelten sich die Soldaten, um mit den Asiaten zu kämpfen, und ich schlugen (den Anführer) der Asiaten. Dann ließ ich seine Waffen von zwei Soldaten der Truppe einsammeln, ohne vor dem Kampf zu fliehen. Ich bot die Stirn und wandte (dem Anführer) der Asiaten den Rücken nicht zu. So wahr (König) Sesostris für mich lebt: Ich habe die Wahrheit gesprochen. Da gab er mir einen Stab aus weißem Gold in meine Hand, eine Dolchscheide und einen Dolch gefertigt aus weißem Gold und aus Edelholz (?)" (Textquelle: nach Ausstellung Pharaoh siegt immer). Dieser Feldzug nach Palästina trug offenbar - ebenso wie andere, ähnliche Feldzüge in diese Gegend (obwohl darüber nichts berichtet wird) - lediglich den Charakter einer Razia. Weiteres über "Sobek-Chu" siehe unter Beamte Sesostris III.
Evtl. handelte es sich hier - wie aus
Ächtungstexten hervorgeht - um die Sicherung der Karawanenwege, die damals etwa
bis in die Höhe des Tiberia-Sees von den ägyptischene Karawanen benutzt wurden.
Vielleicht war es auch Zweck dieser Razia, eine palästinensische Stadt, die mit
Ägypten im Handelsverkehr stand, gegen unruhige Normaden zu sichern. Aus dem
Text der Stele geht hervor, dass das ägyptische Herr bei seinem Rückmarsch unter
asiatischen Druck geriet und sich der Steleninhaher bei einem plötzlichen
kanaanäischen (der "Amu") Überfall durch sein tapferes Verhalten auszeichnete.
Leider bleibt uns der Beamte Sobek-Chu den weiteren Herhang der Ereignisse
schuldig.
In dem Namen "Skmm"
ist ein kananäischer Plural enthalten, der die Bevölkerung des alten Sichem als
hier gemeint erkennen läßt. Eine Serie von „Ächtungstexten“ nennt u.a. Jerusalem
und zeigt den weiteren geographischen Horizont der Ägypter im palästinensischen
Gebiet. Diese auf Tonscherben geschriebenen Texte wurden hauptsächlich in
Oberägypten und in der Festung Mirgissa gefunden und zeigen mit ihren Listen der
asiatischen Fürsten und Völker eine genaue Kenntnis der politischen Situation im
syrisch–palästinensischen Korridor und überliefern, dass diese Völker als
mächtige Feinde Ägyptens betrachtet werden müssen, da man es für notwendig
erachtete, sie magisch unschädlich zu machen.
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Stele des
Sobek-Chu aus Abydos - heute im Manchester Museum, England Nr. 3306 - Höhe 44 cm x B. 25 cm - Kalkstein entdeckt 1901 von John Garstang in der Nähe des Grabes von Sobek-Chu |
| Die erste bekannte
schriftliche Erwähnung der Stadt Sekmen, die in ägyptischen Dokumente
beletgt ist. Sie zeigt, dass die Stadt ein wichtiges politisches Zentrum
in dieser Zeit war. Die Inschrift auf der Stele von Sebek-Chu - einem
hohen Militär aus der Zeit von Sesostris III. im Mittleren Reich erwähnt
einen Feldzug gegendie Stadt Sekmen im Land "Retjenu". Dieses zeigt,
dass für die Ägypter Sekmen/Sechem eine zentrale Rolle in der
politischen Organisation der Kanaanischen Hochländer einnahm. Auf Hebräisch ist Chechm der Name für Nablus. |
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Bild: Thomas Eric Peet (1882-1934) public domain |
Wichtiger sind zwei Inschriften, die sich bei "Dal" (ca. 83 km südlich von Semna) fanden und sich in das 10. Regierungsjahr des Herrschers datieren lassen (nur eine Inschrift nennt explizit seinen Namen) und bezeugen, dass der Feldzug bis in diese Region vorstieß, aber zu keinen weiteren Grenzverschiebungen führte. Ein weiterer Feldzug fand im Jahre 16 statt. In dieses Jahr ist die sog. "große Semnastele" datiert. Sie beginnt mit dem Satz: "Jahr 16, 3. Monat der Peret-Jahreszeit, einrichten seiner Majestät der südlichen Grenze bei Heh" (P. Tallet, Sésostris III., Paris 2005, S. 44-46). Der letzte Feldzug fand schließlich im 19. Regierungsjahr des Königs (seinem letzten "eigenen") statt. Wiederum ist nicht viel zu dem Feldzug bekannt. Er wird nur kurz in einigen Inschriften erwähnt (P. Tallet, 2005, S. 48-52).
Der Schwerpunkt der Außenpolitik von Sesostris III. lag eindeutig auf die nubische Region, da es ein Land mit reichen Bodenschätzen war, welches nun endgültig in das Ägyptische Reich eingegliedert werden sollte. Nach einer verhältnismäßig ruhigen Zeit unter den Vorgängern von Sesostris III., den Königen Amenemhet II. und Sesostris II. rebellierten nubische Stämme unter Sesostris III - und zwar in solchem Umfang, dass der König mindestens 3 oder 4 Feldzüge unternehmen musste, um sie zu unterwerfen. Die Stärke und die Komplexität des unter den Königen des Mittleren Reiches erbauten Netzes von Befestigungsanlagen am 2. Katarakt - von Semna bis Buhen im Norden - ist in ihrer Komplexität und ihrer Stärke sehr beeindruckend. Es lässt sich nur dadurch erklären, dass die Ägypter in dieser Region einen sehr aggressiven, mächtigen und sehr gut organisierten Feind vor sich hatten und diese außerordentlich starke Befestigung wäre nicht glaubhaft, wenn die Ägypten sich nur gegen Überfälle von einigen, wenigen Nomaden zu wehren hätten, die in der östlichen Wüste verstreut lebten.
Man muss den Bau dieses gewaltigen Verteidigungssystems vielmehr mit dem Problem des Reiches von Kerma sehen, welches sich zu Beginn des 2. Jahrtausend in eine Zeit beschleunigter Entwicklung befand und Kernpunkt einer neuen Macht war. Wahrscheinlich waren die Beziehungen von Ägypten zu dieser neuen Macht am Anfang der 12. Dynastie weitestgehend friedlich, da das Reich von Kerma zu dieser Zeit noch nicht geeint war. Das änderte sich aber, als schon König Sesostris I. damit begann, den 2. Katarakt zu befestigen, weil er die neue Gefahr durch das Kermareich an seiner Südgrenze erkannte. Die Beziehungen scheinen sich danach dramatisch verschlechtert zu haben, so dass Sesostris III. sich nun genötigt sah, einzugreifen und damit begann seinen Aufmarschweg zu sichern.
| Familie |
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Chenmet-nefer-hedjet (I.) - (die mit der Weißen Krone vereinigt ist) - - Ehefrau von Sesostris II. - Mutter von Sesostris III., |
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Titel Hmt-nsw /"Frau des Königs" mwt-nswt /Königsmutter jrj.t-pat / Mitglied der Elite wrt-Hsw.t /die Gelobte Hnwt-tA.wy /Herrin der Beiden Länder +d(.t)-Xt-nb(t.)-jr(.t = tw)-n-s/"Die etwas sagt, was dann für sie gemacht wird" Den Titel "Königstochter" trug sie nur, wenn sie mit der Prinzessin, die auf dem Siegel von Amenemhet II. genannt wird, identisch ist. |
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Grabmal: evtl. kleine
Pyramide im Bezirk ihres Gemahls Sesostris II. (el-Lahun) in Dashur (P 8) - neben der Sesostris III. Pyramide gibt es noch eine Scheinpyramide für sie mit Totentempel. - Alternativ in "Königsmütter der 12. Dyn./Silke Roth: ist die Königsmutter Chenmet-nefer-hedjet (I.) im Pyramidenbezirk ihres Sohnes Sesostris III. bestattet worden (vergl. Troy, Queenship, 112 - - Titel: "die etwas sagt, was dann für sie gemacht wird" auf Sitzstatue aus dem memph. Raum gelegenen Tempel der Hathor - |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; 2)"Neferu III., a literary celebrity" - Engl. version of the 1st part of the text published in Hapi, Revista da Associaacáo Cultural de Amizade Portugal-Egipto, nol 7, Lisboa, Maio de 2019/2020 - online version |
Der Name der Königin ("die mit der Weißen
Krone vereinigt ist) war ein altägyptischer Titel, der von Königinnen, aber auch
von Prinzessinnen getrage nwurde. Er ist von der Mitte der 12. Dynastie des
Mittleren Reiches biszum Beginn der 18. Dynastie im Neuen Reich bezeugt. Die
genaue Bedeutung des Titels ist unter den Gelehrten umstritten. Es ist auch
nicht genau geklärt, ob Chenmet-nefer-hedjet diesen "altägyptischen Titel" als
Eigenname oder als Titel geführt hatte. Es gibt in der Zeit von Sesostris III.
bis Amenemhet III. mindestens 4 königliche Frauen, die als
"Chenmet-nefer-hedjet" bezeichnet wurden, wobei jeweils zwei von ihnen dem
gleichen Lebenshorizont zuzuordnen sind. Der Eindeutigkeit halber wird dem Namen
dieser Königin gelegentlich ein unterscheidendes Epitheton der Form "weret" /
die Große oder die Ältere bzw. "herd" / das Kind oder die Jüngere beigefügt.
Zwei von ihnen wurden unter Sestostris III. datiert, wobei seine Mutter hier als "Weret" (die Ältere) und eine weitere als "Chered" (das Kind) bezeichnet wird. Dieses Epitheta sollte wohl dazu dienen, um beide Frauen voneinander zu unterscheiden. Die Relieffunde in ihrem Kenotaph in Dashur belegen aber, dass Chenmet-nefer-hedjet ihr Eigennamen war, da diese Bezeichnumgsform manchmal als einzige steht. Der Namenszusatz "Weret" ist daher als Zweitname oder Namenszusatz zu verstehen (1).
Keinerlei Informationen haben wir über die Herkunft der Königin. Sie trug u. a. die Titel "Königsgemahlin" und "Königsmutter". Es wird in der Wissenschaft auch darüber gestritten, ob die Königin in dem Pyramidenkomplex ihres Gemahls Sesostris II. in el-Lahun bestattet wurde, oder ob sie im Pyramidenkomplex ihres Sohnes Sesostris III. in Dashur begraben wurde. In der Tat wurden in beiden Komplexen Elemente mit dem Namen der Königin gefunden. Zwei Hypothesen wurden entwickelt:
Sie wurde lt. der 1. Hypothese in el-Lahun in der Mastaba 7 oder in der Pyramide der unbekannten Königin begraben, wobei die Nebenpyramide P9 in Dashur damals dann ein Kenotaph-Grab von Chenemet-nefer-hedjet war.
Wenn tatsächlich ein anfängliches Grab in el-Lahun geplant wäre, hätte man sie wohl in der Pyramide P9 von Dashur bestattet, wobei die Pyramide P8 dann als rituelle Pyramide der Königin betrachtet wurde. Diese Hypothese würde auch durch die Entdeckung von zwei Skarabäen mit dem Namen von Amenemhet II. (ihres evtl. Vaters) in der Pyramide P9 unterstützen - dann wäre die Königin Chenemet-nefer-hedjet II. (Gemahlin von König Sesostris III.) in der Nebenpyramide 8 bestattet worden.
Obwohl die Königsmutter wahrscheinlichrrrft ein ungewöhnlich hohes Alter erreichte, kann als sicher gelten, dass für sie eine Grabanlage im Pyramidenbezirk ihres Gemahls Sesostris II. in el-Lahun vorbereitet worden war. Als wahrscheinlicher Kandidat dafür erscheint die einzelne Königinnenpyramide in der Nord-Ost-Ecke des Pyramidenbezirks von Sesostris II. in Illahun. Nach Dr. Aidan Dodson wurde Chenmet-nefer-hedjet (I.) in al-Lahun im Pyramidenkomplex ihres Gemahls Sesostris II. in einer klkeinen Pyramidenanlage bestattet (Nord-Ost-Ecke). Von der kleinen Nordkapelle dieser Anlage blieben nur wenige Bruchstücke der Reliefdekoration erhalten, darunter ein Fragment mit dem Königinnentitel "Hnw.t tA.wj" (Herrin der beiden Länder), wie er für die Königsmutter auch auf einer der beiden Triaden ihres Sohnes belegt ist.
Der Zugangsschicht zur Grabanlage (oder Ka-Grab ?) der Pyramide P 9 in Dashur der Königin Chenmet-nefer-hedjet I. (weret) liegt ebenso wie bei der Pyramide P 7 südwestlich der Königspyramide im Hof. Dieter Arnold entdeckte ihn bei seiner Grabungsmission 1994. Der Zugang besteht aus einem senkrechten Schacht, der in einen Korridor mündet, von wo aus ein weiterer Korridor einmal nach Norden und einmal nach Süden führt um dann schließlich in eine annähernd quadratische Vorkammer zu münden, von der man nach Westen in eine Ost-West orientierte Grabkammer kam. Von der Süd-Ost-Ecke der Grabkammer zweigt ein kurzer Gang ab, der in eine ebenfalls Ost-West orierentierte Nebenkammer mit einem Kanopenbegräbnis führt. Am westlichen Ende der Grabkammer befand sich ein Sarkophag aus rotem Granit, der eine Palastfassaden-Dekoration im Sockelbereich aufwies. Auf dem Boden lagen Tonscherben, Holz, einige Alabaster-Fragmente und Knochen. Obwohl man am Boden Knochenreste fand, die aber wohl nicht der Königin gehörten, geht Dieter Arnold davon aus, dass es sich hier bei P 9 - schon wegen der geringen Abmessung der Kalksteinkammer - um das "Ka-Grab" der Königsmutter handelt.
In Bezug auf die Pyramide P 9 war das Grab sorgfältig geplündert worden. Ein Siegel mit ihrem Namen wurde in Lahun gefunden und befindet sich heute in Tonbridge/Country Kent (Quelle: Dodson & Hilton, Royal Families, S. 96). Sie wird auch auf dem "Kahun-Papyrus" - heute im Museum Berlin, erwähnt. Eine Statue von ihr befindet sich im Louvre, Paris (2). Die Kombination "Königsgemahlin und Königsmutter" erlaubt eine sichere Unterscheidung der Chenmet-nefer-hedjet (I.) von der gleichnamigen Gemahlin von Sesostris III.
Falls ein weiteres Zylindersiegel aus Lahun (heute im Metropolitan
Museum New York, Inv.-Nr. 26.7.1) tatsächlich derselben Person gehört (was
allgemein akzeptiert wird) und die dort den Titel "Tochter des Königs von seinem
Leib" (Quelle: Dodson & Hilton, Families, 2004, S. 96 und Claude Vandersleyen,
L'Egypte et la Vallée du Nil, Paris 1995, S. 710) trägt, war sie eine Tochter
von König Amenemhet II. und somit die Schwestergemalin von Sesostris II.
Zylindersiegel aus Lahun
Bild: Metropolitan Muiseum CC0 - public domain

Statue der Königin
Chenmet-nefer-hedjet (I.) (die Ältere)
- heute im
Louvre E 32564 -
Statue der Königin Chenmet-nefer-hedjet weret (I.) - Ehefrau von
Sesostris II. und Mutter von Sesostris III. - heute im Louvre E. 32564 -
(L. 52,3 x H. 77 x B 23,5 x T. 52,3 cm) aus Diorit.
Die Herkunft der Sitzstatue aus Diorit ist unbekannt - evtl. könnte sie
aus dem Raum Memphis aus dem Tempel der Hathor stammen. Sie hat eine
Höhe von ca. 70 cm und zeigt die Königin auf einem Blocktrhron mit
niedriger Rückenlehne. Hände und Unterarme liegen flach auf den
Oberschenkeln auf. Sie trägt ein enganliegendes Trägerkleid und einen
reich gegliederten Halskragen sowie Schmuckbänder an Arm- und
Fußgelenken. Die auffällige, nackenlange Lockenperücke läßt die
dargestellen Ohren frei und ist mit einem Uräus geschmückt. Vor den
Füssen der Königin befindet sich eine vierzeilige Inschrift: "Ein
Opfer, das der König für Hathor, Herrin der Sykomore, gebe, (damit
gegeben wird) ein Totenopfer[, (bestehend aus) Brot, Bier, Rind,
Geflügel und allen] guten und reinen [Dingen], von denen ein Gott lebt,
dem Ka der ir.it
pa.t,
die groß ist an Hts–Szepter
und die Groß ist an Gunst des [M]r[Hw]-Stiers(?),
zum BA.ti-Widder
Gehörige(?), [Zögling] der Wadjet, //// //// ////, die irgend etwas
sagt, das man (dann sofort) für sie ausführen wird, Königsgemahlin,
seine Geliebte, $nm.t-nfr–HD.t die
Ältere, sie lebe D.tewiglich
Bild: Courtesy to Juan R. Lazaro
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heute im MET New
York - 26.7.15
mit Nennung Amenemhet II. und der Prinzessin Chenmet-nefer-hedjet-weret
Im Britischen Museum London befinden sich - neben einer Triaden-Statue Sesostris III. mit seiner Mutter, die in Tell el-Mogdam (ehemals Herakleopolis) gefunden wurde (BM 164 / [London BM 1145] ) - ein weiteres Zylindersiegel der Königin Chenemet-nefer-hedjet I. (Inventarnummer EA 16581), welches den Namen und die königlichen Titel der Chenemet-nefer I. tragen.
Anmerkung:
Die Beschreibung und
Benennung einer Bestattungsanlage für die Königsmutter erscheint in den
verschiedenen Publikationen (siehe auch Silke Roth:
"Königsmütter der 12. Dyn.
2001, Harrassowitz-Verlag") zu anderen Publikation wie Arnold oder Dodson "The
Complete Royal Families" sehr unterschiedlich und etwas verwirrend.
Chenmet-nefer-hedjet
(II.) Weret
- Ehefrau von
Sesostris III.
- Die mit der
nfr-HD.t
(d. i. die Weiße Krone) vereint ist – die Kleine / Jüngere “
Titel
Hmt-nsw
/"Frau des Königs",
wrt-Hrts/"Große
vom Zepter"
Grab: ? ? - Ka–Grab, Nebenpyramide Nr. 9 (nach Dodson) im Pyramidenbezirk i
Attribute: Geierhaube
Belege: Skarabäus Kairo CG 47414
Skarabäus
Kairo CG 47410
Skarabäus
Kairo CG 37412
genannt auf Sitzstatue ihres Ehemannes im Brit. Museum EA1146
Quellen und Literatur:
1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families;
Chenmet-nefer-hedjet (II.) war eine von drei bekannten Ehefrauen von König Sesostris III. Ihr Name war gleichfalls ein Königinnentitel, der in jener Zeit verwendet wurde und "vereint mit der weißen Krone" bedeutet. Chenmet-nefer-hedjet (II.) wird auf zwei Statuen ihres Gemahls erwähnt (heute im Brit. Museum EA1145/H. 140 cm max. und Breite 56 cm und EA1146), die in Tell el-Muqdam an der Nordseite - am Ende eines Hügels in Richtung Mit Ghamr (nach Naville, Ahnas el-Medineh 29) gefunden wurde. Zusammen bildeten beide Statuen wohl ein Statuenpaar, das vermutlich einst beiderseits eines Tempeleingangs aufgestellt war. Beide Statuen stellten König Sesostris III. auf seinem Thron sitzend dar - erhalten blieben aber nur noch die unteren Teile der Statue. Beide sind aus rotem Quarzit gearbeitet (BM 1146: erhaltene Höhe ca. 1,13 x Breite ca. 65 x Tiefe ca. 1.05 m). Die Statue EA1146 aus Quarzit-Sandstein hat einen Hieroglyphentext auf der Vorderseite und an den Seiten des Throns, darunter die Namen und Titel des Königs sowie die Titel einer Königin.
Die Sitzstatue ihres Gemahls Sesostris III. (heute im Brit. Museum London: BM 1146; Triade aus Tell el-Moqdam/ehemals Leontopolis ? ) - stammt wohl ursprünglich aus Heliopolis - wurde aber in der 22. Dynastie unter Königs Osorkon II. von diesem usurpiert und dann wohl nach Tell el-Moqdam verbracht. Sie stellt König Sesostris III. sitzend dar - erhalten blieben nur noch die unteren Teile der Statue. Rechts und links des königlichen Unterschenkels befinden sich die stehenden Figuren (in einem verkleinerten Maßstab) von zwei königlichen Frauen, von denen die linke offenbar bei der Usurpation der Statue durch Osorkan II. abgearbeitet wurde. Die Inschrift zu der erhalten gebliebenen Frauenfigur lautet: "Gebieterin der Beiden Länder insgesamt.......Königsgemahlin und (Königs-)mutter, seine Geliebte $nm.t– nfr– HD.t [gerechtfertigt]".
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Unterer Teil einer Quarzit-Sandsteinstatue Sesostris III. Brit. Museum London: BM 1146; Triade aus Tell el-Moqdam Beschädigter unterer Teil einer Sitzstatue des Königs auf seinem Thron einschl. der Kartuschen des Königs. H. 113 cm x B. 65 cm x T.105 cm (erworben 1888) aus Tell el-Moqdam/dem ehemaligen Leontopolis im Nildelta, stammen aber wohl aus dem Tempel von Ihnasya el-Medina (Herakliopolis Magna). Rechts und links der königlichen Unterschenkeln befinden sich zwei stehende weibliche Figuren (in einem verkleinerten Maßstab), von denen die linke Frauenfigur (Chnumet-nefer-hedjet (II.) offenbar bei der Usurpation durch Osorkon II. abgerieben wurde. Die rechte Frauengestalt stellt die Königsmutter Chnumet-nefer-hedjet (I.) dar. |
| Bild: Courtesy to
the British Museum © The Trustees of the British Museum Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) licence. |
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Unterer Teil einer Sitzstatue von König
Sesostris III. mit je einer weiblichen Figur rechts und links der Beine Auf dem Sockel der Statue befinden sich Inschriften auf der Vorderseite und beiden Seiten des Thrones mit den Namen und den Titeln des Königs und einer der Königinnen. Von der linken Figur (die Königin Chnumet-nefer-hedjet (II.) (Chered) sind nur noch die beiden Füsse erhalten. |
| Bilder: Courtesy to
the British Museum
© The Trustees of the British Museum
Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International
(CC BY-NC-SA 4.0) licence. |
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Armbänder von Chemmet-nefer-hedjet II. gefunden in der Pyramide IX im Komplex von Sesostris III. in Dashur Obwohl die antiken Grabräuber die Mumie der Königin auf der Suche nach Schmuck und Wertsachen vollständig zerfedderten, übersahen sie Teile der Grabausstattung (so wie Tragmente ihrer Armbänder. Die Ausgräber des Metropolitan Museums of Art stießen 1994 bei den Siebarbeiten im Schutt der geplünderten Grabkammer auch noch auf persönliche Gegenstände. Bild: Courtesy to Udimo - Wikipedia - 10. Dez. 2026 , CC BY-SA 4.0 |
Der Schmuck der
Königin wurde 1994 in der
Pyramide 9 im Dashur-Pyramidenkomplex gefunden. Den Forschern zufolge war das
Grab bei der ersten Ausgrabung geplündert, und auch die Mumie der
Königin wurde vollständig
von all ihrem Schmuck geplündert aufgefunden und stark
beschädigt. Die Analyse ihres Körpers ergab, dass Chenmet-nefer-hedjet (II.)
wohl Linkshänder war und die scharfen Nasenschellen deuteten auf eine kaukasoide
Person hin.
Die Untersuchung ihrer Überreste ergab, dass sie wohl ein Leben "in
Luxus" (praktisch ohne körperliche Arbeit) führte - bis weit in ihren Siebziger
Lebensjahren und in einem Stil beigesetzt wurde, der ihrem königlichen Status
entsprach (siehe Bob Brier, M. Zimmermann (2000) The Remains of Queen Weret).
Bekannt wurde dieses Grab aber durch den am Boden des Eingangsschachtes versteckten "Schatz", den man noch am Tage seiner Entdeckung unter großen Sicherheitsvorkehrungen in das "Ägyptische Museum Kairo" brachte. Der "Schatz" (übrigens der letzte der spektakulären Schmuckfunde aus dem Mittleren Reich, der in Dashur gemacht wurde) fand sich in einer kleinen Nische am Fuß der Eingangshalle, was aber wohl nicht der ursprüngliche Aufbewahrungsort des Schmucks gewesen sein dürfte, denn dieser Platz war für ein Schmnckversteck äußerst ungewöhnlich, weshalb die Grabräuber ihn bei der äußerst brutalen Verwüstung der Grabanlage auch wahrscheinlich übersehen hatten.
Itakayt / Itakayet (C) / II.
(JtA-kAy.t)
- evtl. Schwestergemahlin
von Sesostris III. -
- evtl. Tochter von Sesostris II. -
Titel
Königstochter von seinem Körper, mächtig,
anmutig und geliebt
(evtl. identisch mit der Dame, deren Name mit anderen der königl.
Familie im Papyrus von Kahun genannt wird)
Grab: Pyramide III im
Bestattungskomplex Sesostris III. in Dashur.
Quellen und Literatur:
1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families;
2) Dieter Arnold: Pyramidenkomplex von Senwosret III. in Dashur,
Architectural Studies New York 20002
Itakayt lebte zur Zeit der Könige Sesostris II. und Sesostris III. und war anscheinend die Tochter des Ersteren (siehe Andreas Hütterer: Historische Studien zu Amenemhet II., Bd. 1 Text (= Dissertation an der Ludwig-Maximilians-Universität München 2013, S. 116-117). Der Name Itakayt erscheint im Papyrus Lahun, welches im Totentempel von Sesostris II. gefunden wurde, wo Familienmitglieder eines Königs aufgeführt sind, daruntere Itakayt. Es ist unklar, mit welchem König diese Mitglieder einer königlichen Familie verwandt waren. Sesostris II. scheint der wahrscheinlichste Kandidat gewesen zu sein, da das Papyrusfragment in seinem Grabtempel gefunden wurde. Dieses würde Itakayt zur Schwester von Sesostris III. machen und zu seiner Schwestergemahlin (aufgrund ihres Grabes) neben dem sie bestattet wurde (Dieter Arnold, Adela Oppenheim, Isabel Stünkel: Der Pyramidenkomplex von Sesostris III. in Dashur. In: Fleur Morfoisse, Guillemette Andreu-Lanoé (Herausgeber): Sesostris III. Pharao der Legende, Snoeck Publishing, Gent 2014, S. 102; "Kürzlich entdeckte Fragmente iher Kapelle deuten darauf hin, dass sie auch eine "Königsgemahlin" gewesen sein muss".)
Ihre Pyramide befindet sich in Dashur an der Nordseite der Pyramide von König Sesostris III. und maß an der Basis etwa 16,8 m - und war einst vielleicht ebenfalls 16,8 m hoch. Sie war aus Lehmziegeln erbaut und mit Kalksteinplatten bedeckt. Vor der Pyramide fand man eine kleine Kapelle, die mit Reliefs ausgeschmückt war. Die Überreste der Reliefs nennen den Namen von Itakayt. Das Grab wurde 1894 von Jacques de Morgan entdeckt und ausgegraben. Ihre Grabkammer wurde geplündert, enthielt jedoch einen Sarkophag, eine Kanopentruhe und zwei Kanopengefäße (Dieter Arnold: Der Pyramidenkomplex von Sesostris III. in Dashur - Architectural Studies, New York 2002, S. 63-67).
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Plan der
Nebenpyramiden u. d. Hauptpyramide - mit großen und kleineren Unteren Galerie - |
| Itakayet (C) trug
den Titel einer "Königstochter von seinem Leib, mächtig, anmutig und
geliebt. Evtl. war sie eine "Schwestergemahlin" von Sesostris III. Ihre
Pyramide aus Lehmziegeln (mit Kalksteinplatten verkleidet) befindet sich
nördlich der Pyramide von Sesostris III. - ihrem wahrscheinl. Gemahl und
ist die Nr. III. auf dem Plan links. Die Königinnenpyramide hatte eine
Grundfläche von 16,8 Metern und war vermutlich einst ebenso 16,8 Meter
hoch. Vor der Pyramide stand eine kleine, mit Reliefs verkleidete
Kapelle, welche den Namen Itakayts bewahrten. Die Nebenpyramide und ihr
Untergrund wurden 1894 von Jacques de Morgan ausgegraben. Ihre Grabkammer war geplündet, enthielt aber einen Sarkophag, einen Kanopenkasten und zwei Kanopenkrüge (Quelle: Dieter Arnold: Der Pyramidenkomplex von Sesostris III. in Dashur, Architectural Studies, New York 2002) In Lahun erscheint der Name Itakayt auf einem Papyrusfragment, das im Totentempel von Sesostris II. gefunden wurde. Dieser Tempel war während der Regierungszeiten von Sesostris II., Sesostris III. und Amenemhet III. in Betrieb. Hier wurden Familienmitglieder eines Königs aufgeführt, darunter auch Itakayt, wobei aber unklar ist, mit welchem König diese Mitglieder verwandt sind. |
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Zeichnung: gemeinfrei - bearbeitet von
Nefershapiland - Franck Monnier d'après, Jacques de morgan, Wikipedia - |
Innerhalb der Umfassungsmauer des Pyramidenbezirks von Sesostris III. sind im Norden vier und im Süden zwei Königinnenpyramiden vorgelagert. Von den vier nördlichen Nebenpyramiden (siehe Zeichnung) sind zwei ihrer Eigentümerinnen überliefert. Es handelt sich um die Königinne Nofret-Henut und die Königin Itakayet. Die beiden südlichen Pyramiden, die etwas größer sind als die nördlichen, gehörten der Königsgemahlin Chenmet-nefer-hedjet (II.>) Weret und der Königsmutter Chenmet-nefer-hedjet (I.) Weret.
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Neferhenut / Nofret-Henut (Nfr.t-Hnw.t) "die Schöne ist die Herrin" - Gemahlin von Sesostris III. - |
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Titel Hmt-nsw (hemet-nesu)"Königsgemahlin" xnmt-nfr-hDt (Chnemet-nefer-hedjet)"Vereinigt mit der Weißen Krone" (Königinnentitel v. d. 12-18. Dynastie) |
| Grab: Bestattet im Grab II (Nebenpyramide der Oberen Galerie) im Grabbezirk ihres Ehemannes in Dashur (1). |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; |
Neferhenut (oder Nofret-Henut) war eine Königin aus der 12. Dynastie. Sie wurde in einer Nebenpyramide (Nr. II. im obigen Plan) in der Pyramidenanlage von Sesostris III. bestattet) und man geht daher davon aus, dass sie ebenfalls eine Gemahlin von Sesostris III. war. Ihre kleine Königinnenpyramide war einst ca. 16.8 x 16,8 m groß und vielleicht ebenso hoch. Heute ist das Bauwerk nur noch schlecht erhalten - ehemals bestand sie aus Lehmziegeln, die einst mit Kalkstein verkleidet waren. Im Osten der Nebenpyramide stand eine kleine Kapelle (heute leider ebenfalls nur noch sehr schlecht erhalten, so dass sie nicht mehr weiter rekonstruiert werden konnte. Aber einst war sie reich mit Reliefs dekoriert.
Die Grabräume der Königin lagen unterhalb der kleinen Nebenpyramide und waren über einen Gang zu erreichen, welcher die vier Pyramiden im Norden der Pyramide des Königs verbindet. Der Sarkophag der Königin steht in ihrer Grabkammer. Die Inschriften auf dem Sarkophag bezeichnen Neferhenut als "Königsgemahlin" und mit dem Titel "die mit dere weißen Krone vereinigt ist" (ein Königinnentitel, der von der 12. bis zur 18. Dynastie genutzt wurde. Die Inschrift auf dem Sarkophag ist sehr schlecht eingraviert, was andeutet, dass die Königin evtl. nicht von Anfang an hier bestattet wurde. Einige Forscher meinen, dass sie vielleicht gar keine Gemahlin von Sesostris III. war, denn in einer weiteren Kammer unterhalb der Nebenpyramide steht ein zweiter, unbeschrifteter Sarkophag (Dieter Arnold: The Pyramid Complex of Senwosret III at Dashur, Architectural Studies (Publications of the Metropolitan Museum of Art Egyptian Expedition) Metropolitan Museum of Art, New York 2002) (1). Dieter Arnold, der den Pyramidenkomplex der Königin erneut ausgrub, fiel die geringe Qualität der Inschrift auf ihrem Sarkophag auf, die in starkem Kontrast zu den Sarkophagen anderer königlicher Frauen stand, die neben der Pyramide bestattet wurden. Das Grab der Neferhenut wurde geplündert aufgefunden, lediglich zwei Keulenköpfe wurden von Jaeques de Morgang1894 entdeckt.
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Meretseger "Die das Schweigen liebt" - Evtl. Gemahlin von Sesostris III. - |
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Titel Hmt-nsw-wrt (hemet-nesu-weret) "Große Königsgemahlin" Hmt-nsw (hemet-nesu)"Königsgemahlin" (nach Dodson) |
| Grab: unbekannt |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; |
Meretseger (auch Meresger) ist nach
Dodson/Hilton und Peter Janosi wahrscheinlich eine weitere Gemahlin von
Sesostris III. Sie wird auf einer zerbrochenen Stele, die sich heute im Brit.
Museum London befindet, dargestellt - ihr Name wurde in einer Kartusche
geschrieben. Beides ist für Königinnen erst in der folgenden 13. Dynastie
belegt. Meretseger dagegen erscheint nur in Quellen des Neuen Reiches zusammen
mit Sesostris III. und ist nicht auf zeitgenössischen Denkmälern belegt. Des
weiteren wird sie in einer aus Semna stammenden Inschrift erwähnt, in welcher
ihr Gemahl König Sesostris III. von König Thutmosis III. (18. Dynastie) geehrt
wird. Eine Grabstätte für sie ist unbekannt.
Sesostris III. wurde vor allem in Nubien im Neuen Reich verehrt, so dass die Forscher vermuten, dass man ihm eine göttliche Gattin beistellte (Quelle: dt. Wikipedia, Meretseger)
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Meretseger mit Sesostris III.
Eine Gemahlin von Sesostris III. mit dem Namen Meretseger (nach Peter Janosi) erscheint zwar auf Monumenten, die in das Neue Reich datieren, doch ist es zweifelhaft, ob diese Person überhaupt existiert hat. Sie ist dargestellt auf einer zerbrochenen Stele aus Kalkstein, die sich im Britischen Museum befindet, außerdem wird sie in einer aus Semna stammenden Inschrift erwähnt, in der ihr Gemahl Sesostris III. von Thutmosis III. geehrt wird. Auf dieser Stele trägt der König die Krone von Oberägypten. Hinter ihm steht die Königin Meretseger. Die Stele wird in das Neue Königreich datiert - lange nach dem Tod des Königs und der Königin (Brit. Museum London EA 846) Eine Grabstätte für die evtl. Königin Meretseger ist unbekannt.
Zeichnung: E. A. Wallis Budge (1857-1937) - public domain |
| Senet-senebtisi (Senetsenebtisi) - Tochter von Sesostris III. - |
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Titel sA.t-nsw (sat-nesu) = Königstochter |
| Grab: Kammer in der unteren Galerie im Grabbezirk ihres Vaters Sesostris III. in Dashur |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; |
Die Prinzessin Senet-senebtisi ist vor allem von einem beschrifteten Sarkophag bekannt, den man in einer Grabanlage neben der Pyramide von Sesostris III. in Dashur fand. Man geht daher davon aus, dass sie eine Tochter dieses Königs gewesen ist, welche wahrscheinlich unter König Sesostris III. oder Amenemhet III. dort bestattet wurde.
Senet-senebtisi wurde in einer unterirdischen Grabanlage bestattet, die von einem Gang abzweigt. Von diesem unterirdischen Gang aus gab es verschiedene Bestattungen von königlichen Frauen, deren Grabkammern alle vom Hauptgang aus abzweigtzen. Leider waren alle diese Bestattungen bei ihrer Wiederentdeckung in der Neuzeit schon beraubt. Die Prinzessin Senet-senebtisi wurde einst in einem Kalksteinsarkophag beigesetzt, der eine kurze Inschrift mit ihrem Namen trug. Die meisten anderen Sarkophage in den benachbarten Grabkammern waren dagegen unbeschriftet geblieben. Ganz in der Nähe ihrer Bestattung fand man Schmuck in einer Truhe, darunter Schmuckstücke und Skarabäen der Königstochter Mereret. In der Regel wird daher dieser Schatz der Königstochter "Mereret" zugeordnet. Andere Forscher möchten den Schatz aber nicht für Mereret zuordnen, sondern für Senet-senebtisi und die Objekte mit dem Namen "Mereret" könnten Geschenke an die Prinzessin sein (Quellen: Dieter Arnold: The Pyramid Complex of Senwosret III. at Dashur in Architecdtural Studies, Metropolitan Museum of Art, New York 2002, ISBN 0-87099-956-7, S. 71-72).
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Mereret (B) - Tochter von Sesostris III. - |
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Titel sA.t-nsw (sat-nesu) = Königstochter |
| Grab: Kammer in der unteren Galerie im Grabbezirk ihres Vaters Sesostris III. in Dashur |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; |
Die Prinzessin Mereret (oder Meret) ist von ihrer Bestattung neben der Pyramide ihres Vaters Sesostris III. in Dashur bekannt. An der Nordseite der Königspyramide befand sich eine Reihe von vier Nebenpyramiden, welche den Ehefrauen des Königs gehörten. Diese Königinnenpyramiden waren durch eine unterirdische Galerie verbunden. Auf der Westseite der Galerie wurden weitere Bestattungen für königliche Frauen mit dem Titel "Königstochter" angeordnet. Diese Damen wurden in Sarkophagen bestattet, die in Nischen platziert wurden (siehe Dieter Arnold, Pyramidenkomplex von Sesostris III., S. 68-75).
Alle diese Bestattungen wurden geplündert aufgefunden. Nur zwei Schmuckkästchen, welche eine besondere Sammlung von Schmuck mit persönlichen Schmuckstücken enthielten, wurden von den Grabräubern übersehen und dann von Jacques de Morgan 1894 gefunden. Eine der Kästchen gehörte einer Königstochter mit dem Namen "Sithathor", die andere einer Königstochter mit dem Namen "Mereret oder Meret".
Über die Prinzessdin Mereret ist nicht viel mehr bekannt. Ihr Name mit unterschiedlicher Schreibweise erscheint auf mehreren Skarabäus-Siegeln, welche in der Schmuckschatulle gefunden wurden. Hier trägt sie stets den Titel "Königstochter". Aus ihrer Bestattung lässt sich schließen, dass sie eine Tochter von König Sesostris III. war. Zu ihrén persönlichen Schmuckstücken gehörten auch Stücke mit dem Namen von König Amenemhet III. (Diana Craig Patch: Excursus: Concerning Middle Kingdom Pectorals in: Adele Oppenheim, Dieter Arnold, Kei Yamamote / Herausg.: Ancient Egypt Transformed, The Middle Kingdom, New York 2015, S. 112-114), was darauf hindeutet, dass sie möglicherweise unter diesem König (der höchstwahrscheinlich ihr Bruder war) gestorben sein könnte.
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Pectoral aus der
Schmuckkiste von Mereret mit der Kartusche von Königs Sesostris III. |
Pektoral aus dem Grab der Mereret - mit der Kartusche von König Amenemhet III. - |
| Dieses Pectoral
aus der Bestattung der Prinzessin Mereret bestand aus Gold und
Halbedelsteinen (Karneol, Türkis, Amethyst und Lapiszlazuli) und entging
der Aufmerksamkeit der antiken Grabräuber. Dieser feine Brustschmuck,
der im Dashur-Grab der Prinzessin gefunden wurde, trägt die Kartusche
von König Sesostris III. Dargestellt sind zwei falkenköpfige Sphinxe, erschlägt der König hier seine Feinde. Oben ist die Geiergöttin Nechbet zu sehen, die ihre Flügel ausbreitet, um den König und seinen Namen zu schützen. Unmittelbar unter dem Körper des Geiers befindet sich die Kartusche mit dem Thronnamen von Sesostris III. Der Rahmen des Pectorals imitiert einen Schrein mit einem Cavetto-Gesims, das von schlanken Säulen mit Lotoskapitelen getragen wird. Die Funde wurden alsw der "erste" und "der zweite Schatzfund" bezeichnet. Im "zweiten Schatzfund" vom 8. März 1894 fanden sich auch zwei Skarabäen mit dem Namen der Prinzessin Mereret, die demnach evtl. die Eigentümerin des Schmucks war. Zudem wurden zahlreiche Perlen, Armreife, eine goldene, mit farbigen Steinen eingelegte Muschel, ein Gürtel aus goldenen Muscheln, ein weiterer Gürtel, dessen Einzelteile aus goldenen, doppelten Leopardenköpfen besteht, zahlreiche Anhäntger, ein goldener Zylinder, Spiegel und steinerne Vasen gefunden. Auf einigen der Skarabäen erscheint der Titel einer "Königsgemahlin", ohne jedoch einen Namen zu nennen. Deshalb wird vermutet, dass Meretet auch Königin war. Unklar bleibt ebenfalls, ob Mereret die Eigentümerin des Schatzes oder vielleicht die Mutter der Königstochter Senet-senegtisi war, da die Truhe mit dem Schatz sich in der Nähe des Sarkophages der letzteren gefunden haben soll (Dieter Arnold: The Pyramid Complex of Senwosret III. at Dashur in Architecdtural Studies, Metropolitan Museum of Art, New York 2002, ISBN 0-87099-956-7). Datei: Brustschmuck Sesostris III. Autor: Viva Fox/Francois Galluccio, Wikipedia 23. Aug. 2018 Lizenz: CC BY-SA 2.0 |
Dieses schöne Petoral aus Gold und
Halbedelsteinen (Karneol), Türkis und Lapislazuli) gehört der
Königstochter Mereret, Tochter von König Sesostris III. und Schwester
von König Amenemhet III. Das Brustbild zeigt die Kartusche mit dem königlichen Namen von König Amenemhet III. (Bruder der Prinzessin) und den König, der hier zweimal dargestellt wird und seine Kriegskeule erhebt, um einen bärtigen Mann zu erschlagen, den er am Schopf packt. Der Besiegte ist mit einem Dolch und einer gebogenen Waffe ausgerüstet. Datei: Pektoral Amenemhet III. Autor: Bruce Allardice, Wikipedia, 24.9.2019 Lizenz: CC-BY-SA 2.0 Dieses Foto wurde 2019 im Nationalmuseum der ägyptichen Zivilisation (NMEC) in Kairo von Bruce Allardice aufgenommen. |
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Menet "Die Beständige" - Tochter von Sesostris III. - |
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Titel sA.t-nsw (sat-nesu) = Königstochter "vereinigt mit der Schönheit der weißen Krone" |
| Grab: Kammer in der unteren
Galerie im Grabbezirk ihres Vaters Sesostris III. in Dashur - Funde: zwei Fragmente von zwei Kanopenbehälter - heute im Museum Kairo - |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; |
Die Prinzessin "Menet" ist vor allem von einem beschrifteten Sarkophag bekannt, der sich in einer Grabanlage neben der Pyramide von Sesostris III. in Dashur befand. Man geht daher davon aus, dass sie eine Tochter dieses Herrschers war und wahrscheinlich unter seiner Regierung oder der seines Nachfolgers (und Sohnes) Amenemhet III. bestattet wurde. Sie trug die Titel einer Königstochter und den Titel "Vereinigt mit der Schönheit der weißen Krone".
Ihre Grabkammer zweigte von einem unterirdischen Gang ab, der verschiedene Bestattungen königlicher Damen beinhaltete, deren Grabkammern alle vom Hauptgang aus zu erreichen waren. Alle diese Bestattungen waren bei der Wiederentdeckung in der Neuzeut jedoch schon beraubt. Menet selber war einst in einem Kalksteinsarkophag beigesetzt, der eine kurze Inschrift mit ihren Titeln und ihrem Namen trug. Zwei Sets von ihren Kanopenkrügen (nur noch in Fragmenten) befinden sich heute im MuseumKairo (CG 4005).
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Sat-Hathor / Sithathor (A) - Tochter von Sesostris III. - oder Tochter von Sesostris II. und damit Schwester von König Sesostris III. |
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Titel sA.t-nsw (sat-nesu) = Königstochter |
| Grab: Kammer in der unteren
Galerie im Grabbezirk ihres Vaters Sesostris III. in Dashur - Funde: zwei Fragmente von zwei Kanopenbehälter - heute im Museum Kairo |
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Quellen und Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; |
Die Prinzessin Sithathor (Tochter von Hathor) ist nur aus ihrer Bestattung in Dashur bekannt, wo sie den Titel einer "Königstochter" trägt. Sie ist außerhalb ihres Grabes nicht mit Sicherheit bekannt. Sie war vielleicht eine Tochter von Sesostris III. oder auch eine Tochter von Sesostris II. und wurde dann als Schwester des Königs Sesostris III. neben seinem Pyramidenkomplex in Dashur beigesetzt.
Neben der Pyramide von Sesostris III. befanden sich unterirdische Galerien als Begräbnisstätte für die königlichen Frauen. Die meisten Bestattungen wurden geplündert aufgefunden, aber es gab zwei Schmuckkästchen, die von den Grabräubern übersehen wurden. Beide Schatullen enthielten eine herausragende Schmucksammlung, die als "erster" und "zweiter" Schatz von Dashur bezeichnet wurden (siehe Arnold: Der Pyramidenkomplex von Senwosret III. in Dashur, Architectural Studies S. 70)
Der erste Schatz wurde am 6. März 1894 entdeckt und gehörte wahrscheinlich lt. Jaques de Morgan (Fouilles a Dahchour, Mars-Juin 1894, S. 60) der Prinzessin Sithathor. Ein Skarabäus mit ihrem Namen wurde ebenfalls gefunden (Cairo JE 30873). Der "Schatz" enthielt ein Brust-Pektoral mit dem Namen von König Sesostris II. Weitere Gegenstände waren goldene Muscheln, goldene Armbänder, ein Spiegel und mehrere Steinvasen. Innerhalb der Galeriegräber befanden sich nur zwei Sarkophage mit Inschriften, so dass die Zuordnung des Schatzes zu einer bestimmten Bestattung nicht völlig sicher ist. Sithathor könnte in Grab Nr. 9 bestattet worden sein, also neben dem Platz, an dem der Schatz gefunden wurde. Dort wurden nur sehr wenige Bestattungsobjekte gefunden. Dazu gehören der Sarkophag, eine Kanopenbox (Kairo CG 4050), Perlen und Stücke einer zeremoniellen Peitsche (siehe Arnold: Pyramidenkomplex von Sesostris III. in Dashur, Architectural Studies, S. 70, 73, 123-124).
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Pectoral mit Halskette der Prinzessin Sithathor |
| Diese sehr schöne
Halskette mit Pectoral der Princessin Sithathor war 2023 in der Ramses
II-Ausstellung im De Young Museum in San Francisco, Kalifornien zu
sehen. Das 1894 in Dashur entdeckte Grab der Prinzessin Sithathor
enthielt eine umfangreiche Sammlung herausragender Skarabäen, goldener
Muscheln, goldener Armbnänder, eines Spiegels, mehrere Steinvasen und
dieses Brustpektoral mit Halskette mit der Kartusche von König Sesostris
II. Sithathor wird von den Forschern entweder als Tochter von Sesostris II. und damit als Schwester von Sesostris III. oder als Tochter von diesem angesehen, was nicht einwandfrei geklärt werden konnte. Dieses Schmuckstück wurde aus Gold, Karneol, Lapislazuli und Türkis gefertigt. Seine Museumsnummer lautet: Kairo JE 30862 bsz. SRE 1/7187. |
|
| Datei
Pectoral of Sithathor Autor: Ron Parsons, Wikipedia 6. 2. 2023 Lizenz: CC BY-SA 2.0 |
Quellen und
Literatur:
1. englische und
deutsche Wikipedia
2. Felix Arnold: New Evidence for the Length
of the Reign of Senwosret III. in Göttinger Miszellen (GM) Bd. 129, Göttingen
1992
3. Josef W. Wegner 1996, "The Nature and Chronology of the Senwosret
III-Amenemhat III Regnal Succession in Journal of Near Eastern Studies 55)
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