
Regierungsdaten:
Sesostris II. war ders 4. König der 12. Dynastie im Mittleren Reich und regierte
etwa von 1845/44 bis 1837 v. Chr. Er war Sohne und Nachfolger seines Vaters
Amenemhet II. dessen Koregent er währende dessen letzten drei Jahre er war
(Doppeldatierung im Graffito an der Straße Assuan - Philae). Nach Joyce
Tyldesley (in: die Königinnen des Alten Ägyptens) ist nicht einwandfrei
gesichert, dass Sesostrsis II. ein leiblicher Sohn von Amenemhet II. war. Nach
Jürgen v. Beckerath ist Jahr 35 von Amenemhet II. (dessen Todesjahr) = Jahr 3
von Sesostris II. Also begann die Koregenz im 32. Jahr von Amenemhet II. wohl am
Neujahrstag. Als höchstes Regierungsjahr ist auf einer Stele aus den
Steinbrüchen von Toschka das Jahr 8 (oder 9) überliefert (Stele des Ameni: Kairo
JE 59485/CG 20546) - aus Jahr 8 + x), wobei es sich um eine gerundete Stele aus
Sandstein (aus den Grabungen Mariettes handelt (Höhe 470mm, die in Gebel el Asr
gefunden wurde.
Sesostris II. regierte wohl nicht viel länger über dieses Datum hinaus, so dass auch die Überlieferung von Manetho und die Zuweisung der Zahlen des Turiner Königslpapyrus entsprechend verbessert werden müssen.
Aus der verhältnismäßig kurzen Regierungszeit
Sesostris II. sind
nur wenige geschichtliche Ereignisse bekannt. Wie seine Vorgänger respektierte
auch er die Erblichkeit des Nomarchenamtes der Provinzgouverneure.
Die
Festung Mirgissa soll unter ihm fertiggestellt worden sein. Es existieren auch
Belege für Beziehungen zur Levante. Unter Sesostris II. wurde auch die Siedlung von Illahun gegründet, die
anfänglich als Pyramidenstadt für sein Grabmal angelegt war, teilweise aber auch
als Residenz genutzt wurde.
| Namen von Sesostris II | ||
| Eigenname: | Sesostris /Senwosret (Mann der Wosret) | S(j) n Wsrt |
| Thronname | Chai-cheper-Re (Mit erschienener Gestalt - ein Re) | #aj-xpr-Re |
| Horusname | Seschemu-´taui (Der die Beiden Länder leitet) | %Sm.w-tA.wj. |
| Goldname | Hetep-netjeru (Zufriedenheit / Besänftigung der Götter) | Ḥtp-nṯr.w |
| Nebtiname | 1) Sechai-Maat
(Der die Maat erscheinen lässt) 2) Sechai-Nebti (Der die Beiden Herrinnen erscheinen lässt) |
1)
Sḫˁ.j-M3ˁ.t 2) Sḫˁ.j-Nb.tj |
| nach Manetho | Sesostris | |
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Familien- und Regierungs-Daten Sesostris II. |
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Regierungszeit: |
1882-1872 v. Chr. ca. 19 Jahre unter T.5.23 1845/44-1837 v. Chr. 1882-1872 Denkmäler aus seiner Regierung deuten auf ungefähr 8-9 Jahre hin. |
Jürgen von Beckerath; Turiner Papyrus (TP. T. 5.23 Schneider/Lexikon der Pharaonen Hermann A. Schlögel |
| Vorgänger: | Amenemhet II. | |
| Nachfolger | Sesostris III. | |
| Mutter: | evtl. Senet (?) - siehe unter Familie Amenemhet II. |
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| Vater: | wahrscheinlich Amenemhet II. | |
| Ehefrauen | Chenmet-nefer-hedjet I. (die Ältere = Mutter von Sesostris III.), Neferet II. (Schwestergemahlin) | nach Dodson, Hilton, "Complete Families" |
| Geschwister | Neferet II, Itakayet B, Chenemet-nefer-hedjet A, Kaneferu, Amenemhet-anch | nach Dodson, Hilton, "Complete Families" |
| Kinder: | Sesostris III., Sesostris-Senebwer, Itakayet C und Neferet B, Sithathor-iunet | nach Dodson Hilton, "Complete Families" |
Manetho führte
Sesostris II. offenbar nicht in seinem Werk auf - bei ihm verschmolz anscheinend
(der nach Africanus und Eusebius genannte Sesostris) Sesostris II. und Sesostris
III. zu einem König, der 48 Jahre regiert haben soll. Die Koregenz zwischen
Sesostris II. und Sesostris III. begann nach Ausweis zweier Kahun-Papyri
zwischen Datum IV.
smw 25 und I.
Aht 2.
| Familie |
In neuerer Zeit wird aber von einigen Ägyptologen als seine Mutter (und damit als Gemahlin von Amenemhet II.) eine Königin mit dem Namen "Senet" vorgeschlagen, die von drei Statuen bekannt ist und ansonsten keinem anderen Herrscher zugeordnet werden kann.
Senet war die Ehefrau und die Mutter eines Königs. Sie ist bisher nur von drei Statuen bekannt - zwei von ihnen fand man im Nildelta. Die Statuen zeigen die Königin auf einem Thron sitzend, wobei die obere Hälfte bei zweien verloren ist. Bei der dritten Statue (siehe Bild: heute im Metropolitan Museum New York) fehlt der Unterkörper. Die anderen beiden Statuen wurden in Tanis (verschleppt) gefunden - entdeckt von Auguste Mariette 1863: der Oberkörper fehlt und die Statuen sind stark fragmentiert; die Inschriften auf dem Thronsockel identifizieren sie jedoch eindeutig als Senet), die alle aus dem Mittleren Reich stammen (möglicherweise aus der 12. Dynastie). Ihr Gemahl und auch ihr königlicher Sohn sind nicht mit Sicherheit bekannt. Bei zweien der Statuen fehlt der obere Teil. Eine dritte Statue bewahrt den oberen Teil, aber das Gesicht ist stark beschädigt. Gae Callender (in V. G. Callender: Rezension von Silke Roth: die Königsmütter des Alten Ägyptens, Harrassowitz-Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-447-04468-7 in: Journal of Egyptian Archaeology Bd. 91, 2005, S. 212) schlug König Amenemhet II. als ihren Gemahl vor, da eine Ehefrau für ihn noch nicht sicher belegt ist, während bei den meisten anderen Königen der 12. Dynastie eine Gemahlin bekannt ist.
Beschreibung nach: Statuen und Statuetten von
Königen und Privatleuten im Museum von Kairo/Ludwig Borchardt/Teil 2
Statue 1:
Sitzstatue einer Königin, dunkler Granit, Höhe 1,65m - gefunden in Tanis 1863 -
1870 ins Museum Kairo gebracht
Die Königin blickt geradeaus - ihre Handflächen liegen auf ihren Knien und ihre
Füße stehen nebeneinander. Sie sitzt auf einem Thron mit niedriger Lehne, mit
einem schmalen Rückenpfeiler. Keine Farbspuren mehr. An den Gelenken der Füße
befinden sich schwache Zeichnungen von Fußbändern. Die Augen waren eingesetzt
mit reliefierten Schminkstreifen. An der Vorderseite des Sitzes und auf dem
Fußbrett rechts und links neben den Beinen befinden sich Inschriften in
vertieften Hieroglyphen. Die Nase, der rechte Unterarm und der rechte Fuß waren
abgeschlagen und der Oberkörper beim Auffinden war lose.
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Statue der Senet - evtl. Mutter von Sesostris II. - Bild: Courtesy to Juan R. Lazaro - all rights reserved - |
| Oberer Teil der Statue einer anonymen
Königin, die auf einem Thron sitzt aus der Mitte der 12. Dynastie -
Wahrscheinlich aus der Regierungszeit von Sesostris II. Material: schwarzer Granit - erhaltene Höhe: 20,3 cm Der linke Oberarm und die Nase fehlen. Der Brustschmuck mit der Kartusche des Cheper-ka-Re (Thronname von Sesostris II. - vermutlich ihr Sohn) ist erhalten. heute im Metropolitan Museum New York: 08.202.7 - Rogers Fund 1908 - gekauft in Oberägypten |
Statue 2:
Oberkörper der Statue einer sitzenden Königin, dunkler Granit, Höhe 0,70m -
Fundort Tanis (Notiz von Borchardt: Stück des unteren Teiles / Oberschenkel,
Knie und obere Sitzfläche von Herrn Barsanti 1904 aus Tanis ins Museum Kairo
gebracht / Journal Nr. 37487).
Die Königin blickt geradeaus - der 1. Unterarm liegt unter der Brust am Körper
an, die Hand berührt den rechten Oberarm mit den Fingerspitzen. Der rechte
Unterarm lag auf dem Schoß. Die Statue wird von einem schmalen Rückenpfeiler bis
zu den Schulterblättern gehalten.
Die Königin trägt eine große, gescheitelte Perücke, welche die Ohren freilässt
und die in zwei mehrfach gebundenen, dicken, nach unten zugespitzten Zöpfen aus
welligem Haar auf die Brust fällt. Die Enden der Zöpfe drehen sich um je eine
runde Scheibe. Die Perücke fällt hinten gerade in Strähnen bis auf den
Rückenpfeiler. Auf dem Scheitel befindet sich eine Uräusschlange mit mehrfach
geschlängeltem Schwanz. An den Schläfen ist ein kleiner Teil eigenes Haar zu
sehen. Die Augen haben kurze Schminkstreifen. Gekleidet ist die Königin in einem
langen, engen Frauengewand mit zwei Tragebändern. Der Brustschmuck mit dem Namen
Cheper-ka-Re (in Kartusche), Thronname von Sesostris II. (ihrem vermutlichen
Sohn)., ist erhalten. Kunsthandwerklich ist die Statue eine sehr gute Arbeit:
Der linke Oberarm und Nase fehlt; die linke Wange wurde beim Ausbrechen der
Augen durch Grabräuber verletzt. Der Daumen der linken Hand ist angestoßen,
ebenso der Uräus.
| Chenmet-nefer-hedjet (weret
/ die Ältere) - (die mit der Weißen Krone vereinigt ist) -- Ehefrau von Sesostris II. - - Mutter von Sesostris III. - |
|
Titel Hmt-nsw / "Frau des Königs" mwt-nswt / Königsmutter jrj.t-pat / Mitglied der Elite wrt-Hsw.t / die Gelobte Hnwt-tA.wy / Herrin der Beiden Länder Den Titel "Königstochter" trug sie nur, wenn sie mit der Prinzessin, die auf dem Siegel von Amenemhet II. genannt wird, identisch ist. |
| Grabmal: evtl. kleine Pyramide im Bezirk ihres Gemahls Sesostris I (el-Lisht) |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families; 2)"Neferu III., a literary celebrity" - Engl. version of the 1st part of the text published in Hapi, Revista da Associaacáo Cultural de Amizade Portugal-Egipto, nol 7, Lisboa, Maio de 2019/2020 - online version |
Der Name der Königin (Die mit der Weißen Krone vereinigt ist) war ein altägyptischer Titel, der von Königinnen, aber auch von Prinzessinnen getragen wurde. Er ist von der Mitte der 12 Dynastie des Mittleren Reiches, bis zum Beginn der 18. Dynastie im Neuen Reich bezeugt. Die genaue Bedeutung des Titels ist umstritten. Es ist auch nicht genau geklärt, ob Chenmet-nefer-hedjet diesen "altägyptischen Titel" als Eigenname oder als Titel geführt hatte. Es gibt in der Zeit von Sesostris III. bis Amenemhet III. mindestens 4 königliche Frauen, die als "Chenmet-nefer-hedjet" bezeichnet wurden, wobei jeweils zwei von ihnen den gleichen Lebenshorizont zuzuordnen sind. Der Eindeutigkeit halber wird den Namen dieser Königinnen gelegentlich ein unterscheidendes Epitheton der Form "weret" / die Große oder die Ältere bzw. "herd" / das Kind oder die Jüngere beigefügt.
Zwei von ihnen wurden unter Sestostris III. datiert, wobei seine Mutter hier als "Weret" (die Ältere) und eine weitere als "Chered" (das Kind) bezeichnet wird. Dieses Epitheta sollte wohl dazu dienen, um beide Frauen voneinander zu unterscheiden. Die Relieffunde in ihrem Kenotaph in Dashur belegen aber, dass Chenmet-nefer-hedjet ihr Eigennamen war, da diese Bezeichnumg fort manchmal als einzige steht. Der Namenszusatz "Weret" ist daher als Zweitname oder Namenszusatz zu verstehen (1).
Keinerlei Informationen haben wir über die Herkunft der Königin. Sie trug u. a. den Titel einer "Königsgemahlin", "Königsmutter" und den sonst im Mittleren Reich sehr seltenen Titel "die etwas sagt, was dann für sie gemacht wird" (1).
Es wird darüber kontrovers gestritten, ob die Königin in dem Pyramidenkomplex ihres Gatten Sesostris II. in el-Lahun bestattet wurde oder ob sie im Pyramidenkomplex ihres Sohnes Sesostris III. in Dashur begraben wurde. In der Tat wurden in beiden Komplexen Elemente mit dem Namen der Königin entdeckt. Zwei Hypothesen wurden entwickelt:
Sie wurde lt. der 1. Hypothese in el-Lahun in der Mastaba 7 oder in der Pyramide der unbekannten Königin begraben, wobei die Nebenpyramide P8 in Dashur damals dann ein Kenotaph-Grab von Chenemet-nefer-hedjet war.
Wenn tatsächlich ein anfängliches Grab in el-Lahun geplant wäre, hätte man sie wohl in der Pyramide P9 von Dashur bestattet, wobei die Pyramide P8 dann als rituelle Pyramide der Königin betrachtet wurde. Diese Hypothese würde auch durch die Entdeckung von zwei Skarabäen mit dem Namen von Amenemhet II. (ihres evtl. Vaters) in der Pyramide P9 unterstützen - dann wäre die Königin Chenemet-nefer-hedjet II. (Gemahlin von König Sesostris III.) in der Nebenpyramide III. bestattet worden.
Grabungen des Metropolitan Museums New York
unter der Leitung von Dieter Arnold haben 1994 gezeigt, dass die Nebenpyramide
Nr. 9 an der Südseite der Königspyramide von Sesostrsis III. in Dashur gelegen,
für die Königin und Königsmutter von Sesostris III.
$nm.t-nfr-HD.t-wr.t
(I.) (Chenmet-nefer-hedjet I.) erbaut wurde. Die
Grabanlage - ob nun als Kenotaph (Scheingrab) oder als Bestattungsanlage erbaut
gehört mit Sicherheit der 1. Bauphase des Pyramidenbezirkes an.
In Bezug auf die Pyramide P9 war das Grab sorgfältig geplündert worden.
Ein Siegel mit ihrem Namen wurde in Lahun
gefunden und befindet sich heute in Tonbridge/Country Kent (Quelle: Dodson &
Hilton, Royal Families, S. 96). Sie wird auch auf dem "Kahun-Papyrus" - heute im
Museum Berlin, erwähnt. Eine Statue von ihr befindet sich im Louvre, Paris (2).
Die Kombinatiuon "Königsgemahlin und Königsmuter erlaubt eine sichere
Unterscheidung der Chenmet-nefer-hedjet (I.) von der gleichnamigen Gemahlin von
Sesostris III. (dem Nachfolger und vermutlichen Sohn) des Königs Sesostris II.
Falls ein weiteres Zylindersiegel aus Lahun (heute im Metropolitan Museum New York, Inv.-Nr. 26.7.1) tatsächlich derselben Person gehört (was allgemein akzeptiert wird) und die dort den Titel "Tochter des Königs von seinem Leib" (Quelle: Dodson & Hilton, Families, 2004, S. 96 und Claude Vandersleyen, L'Egypte et la Vallée du Nil, Paris 1995, S. 710) trägt, war sie eine Tochter von König Amenemhet II. und somit die Schwestergemalin von Sesostris II.
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Zylindersiegel aus Lahun
Bild: Metropolitan Muiseum CC0 - public domain |
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Statue der Königin
Chenmet-nefer-hedjet (I.) (die Ältere) - heute im Louvre E 32564 - |
| Statue der Königin
Chenmet-nefer-hedjet weret (I.) - Ehefrau von Sesostris II. und Mutter
von Sesostris III. - heute im Louvre E. 32564 - (L. 52,3 x H. 77 x B
23,5 x T. 52,3 cm) aus Diorit. Die Herkunft der Sitzstatue aus Diorit ist unbekannt - evtl. könnte sie aus dem Raum Memphis aus dem Tempel der Hathor stammen. Sie hat eine Höhe von ca. 70 cm und zeigt die Königin auf einem Blocktrhron mit niedriger Rückenlehne. Hände und Unterarme liegen flach auf den Oberschenkeln auf. Sie trägt ein enganliegendes Trägerkleid und einen reich gegliederten Halskragen sowie Schmuckbänder an Arm- und Fußgelenken. Die auffällige, nackenlange Lockenperücke läßt die dargestellen Ohren frei und ist mit einem Uräus geschmückt. Vor den Füssen der Königin befindet sich eine vierzeilige Inschrift: "Ein Opfer, das der König für Hathor, Herrin der Sykomore, gebe, (damit gegeben wird) ein Totenopfer[, (bestehend aus) Brot, Bier, Rind, Geflügel und allen] guten und reinen [Dingen], von denen ein Gott lebt, dem Ka der ir.it pa.t, die groß ist an Hts–Szepter und die Groß ist an Gunst des [M]r[Hw]-Stiers(?), zum BA.ti-Widder Gehörige(?), [Zögling] der Wadjet, //// //// ////, die irgend etwas sagt, das man (dann sofort) für sie ausführen wird, Königsgemahlin, seine Geliebte, $nm.t-nfr–HD.t die Ältere, sie lebe D.tewiglich |
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| Bild: Courtesy to
Juan R. Lazaro - all rights reserved - |
Im Britischen Museum London befinden sich - neben einer Triaden-Statue Sesostris III. mit seiner Mutter, die in Tell el-Mogdam (ehemals Herakleopolis) gefunden wurde (BM 164 / [London BM 1145] ) - ein Zylindersiegel der Königin Chenemet-nefer-hedjet I. (Inventarnummer EA 16581), welches den Namen und die königlichen Titel der Chenemet-nefer I. tragen.
| Neferet
(II.) "die Schöne" -- Tochter oder Ehefrau von Sesostris II. - - evtl. von Amenemhet II. - |
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Titel sAt-nsw n-Xnt.f (Königstochter von seinem eigenen Leib) Hnwt-TAwy ="Herrin der beiden Länder" wrt-Hrts = Die Große des Szepters |
| Nach Silke Roth gehen die Meinungen der Wissenschaftler über die verwandtschaftlichen Beziehungen und den Status der Neferet II. auseinander. Da bisland bei Neferet II. der Titel einen "Königsgemahlin" noch nicht nachgewiesen werden konnte, möchte Silke Roth in ihr eher eine Tochter Sesostris II. als eine Gemahlin sehen. |
| Die schmale Pyramide in Kahun im Pyramidenkomplex ihres Gattens Sesostris II. war evtl. für sie erbaut (Quelle: Dodson, Hilton) |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families |
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Sitzstatue Nofret II.
- Museum Kairo
CG 381 / JE37487 -
Ein Duplikat der Statue befindet sich ebenfalls im Museum Kairo CG 382.
Als einzige Unterscheidung liegen bei der anderen Statue beide Arme
flach auf den Oberschenkeln auf.
Sitzstatue der Königin Nofret II. aus schwarzem Granit (H. 1,65
x B. 51 x L. 98,5 cm) die auf einem Sitz mit niedriger Rückenlehne
sitzt. Ihr linker Arm ist am Ellenbogen gebeute, so dass er den rechten
Arm knapp unterhalb des Bizeps berührt. Die Nase ist abgebrochen. Ihre
rechte Hand liegt flach auf ihrem Oberschenkel. Sie trägt langes,
enganliegendes Kleid und eine voluminöse Schneckenperücke mit Uräus
(auch Hathorperücke genannt). Ihre Handgelenke zieren breite Armreifen -
auf der Brust ist ein Pektoral eingraviert mit dem Thronnamen ihres
Gemahls: #aj-xpr-Re (Chai-cheper-Re).
Die Inschrift auf beiden Thronleisten links und rechts ihrer Füsse
(besser erhalten auf der Statue CG 382), nennt ihren Namen und ihre
Titel:
"Die Edle, die Favoritin, die Liebreizende.......Neferet, geliebt von
Chai-cheper-Re".
Bild:
Nofret II., Museum Cairo
Autor: Wikipedia, 15. Mai 2016, Editor from Mars
Lizenz:
CC
BY-Sa 4.0
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Sesostris III - Sohn und Nachfolger von Sesostris II. - |
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Titel sA-nsw (Königssohn) Thronname: Cha-kau-Re (die erschienenen Kas des Re) |
| Grab: Pyramidenkomplex in Dashhur |
| Koregentschaft mit seinem Vater ungefähr 3 Jahre |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families |
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Sesostris-sonbe/Senwosretsonbe/Sesostris-Senebwer - Sohn von Sesostris II. und evtl. Chenmet-nefer-hedjet weret - |
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Titel sA-nsw (Königssohn) |
| Quellen: genannt auf einem Papyrus aus Kahun (heute im Museum Berlin, wo die Kinder von Sesostris II. aufgeführt wurden. |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families 2) Schneider, Lexikon der Pharaonen |
Über diesen Sohn von Sesostris II. ist leider nichts bekannt, außer dass er auf einem Papyrus, der aus Kahun stammt und sich heute im Ägyptischen Museum Berlin befindet, im Rahmen der Familie aufgeführt wird.
| Neferet (B) |
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Titel: sAt-nsw = (Königstochter) |
| Nach Dodson evtl. eine Tochter von Sesostris II. - sie wird neben anderen Familienmitgliederen auf dem Papyrus aus Kahun - heute in Berlin - aufgelistet. |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families |
Eine Prinzessin Neferet (B), als Tochter von Sesostris II., wird auf einem Papyrus aus Lahun genannt. Diese Information stammt aus einer Quelle, die historische Dokumente enthält (Papyrus Lahun), die über die Familie und die Herrschaft von Sesostris II. berichten. Es ist aber zu beachten, dassdie Identität von Neferet (B) nicht vollständig geklärt ist, da die Quellen variieren können.
| Itakayt (C) (oder II.) |
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Titel: sAt-nsw = (Königstochter) |
| Nach Dodson evtl. eine Tochter von Sesostris II. |
| Grab: Nebenpyramide |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families |
Die Prinzessin Itakayet (B nach Dodson) war wahrscheinlich ebenfalls eine Tochter von König Sesostris II. Sie lebte wahrscheinlich zur Zeit der Könige Sesostris II. und Sesostris III. Itakyt (C) besaß eine Pyramide im Pyramidenbezirk von Sesostris III in Dashur. Ihr Name und ihre Titel fand man auf Bruchstücken von Reliefs, die einst zu der Empfängerin einer Opferliste gehörten (Papyrsus von Kahun). Dieses deutet daraufhin, dass sie eine Tochter von Sesostris II. gewesen sein könnte und damit eine Schwester von Sesostris III., neben dessen Grabmal sie bestattet wurde. ^
| Sit-hathor-Iunet/Sathathoriunet - Tochter von Sesostris II. - evtl. Schwestergemahlin von Sesostris III. - |
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Titel: sAt-nsw = Königstochter Hm-nsw = Königsgemahlin und "die mit der weißen Krone vereinigt ist". |
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| Nach Dodson evtl. eine Tochter von Sesostris II. und evtl. Schwestergemahlin ihres Bruders Sesostris III. | |
| Bestattet wurde sie in Lahun, wo ihr Schmuck (heute im Museum Kairo und im MET in New York) 1914 gefunden wurde. | |
| Quellen und
Literatur: 1) Titel nach Dodson/Hilton, Complete Royal families |
Wegen ihres Bezuges zu Sesostris II. vermuten die Forscher, dass sie evtl. eine Tochter dieses Königs war - ohne dass dies belegt ist. Schmuckstücke, die in ihrem Grab gefunden wurden, nennen auch den Namen von Amenemhet III., weshalb angenommen werden kann, dass sie bis in seine Regierungszeit rein lebte. Die Namen und Titel, die auf einer Kanopenvase und einer Alabastervase im Grab gefunden wurden, erbaben die Titel "Königstochter", "Königsfrau" und "Die mit der weißen Krone vereint ist". Daher wird aufgrund dieser Titel angenommen, dass sie eine der Gemahlinnen ihres (Halb-)Bruders Sesostris III. war.
Beo seinen Ausgrabungen im Jahre 1914 fand Flinders Petrie, der im Auftrag der Britischen School of Archaeology grub, in ihrer Grabstätte in Lahun eine Nische, die von den Grabräubern übersehen worden war. Diese enthielt zahlreiche erstklassige Schmuckstücke, die sich in diversen Truhen befanden. Diese Schmuckstücke umfassen u. a. zwei Pektorale, eine goldene Krone, diverse Ketten und Armbänder. Das Holz der Truhen war bei der Auffindung des Grabes schon lange vergangen, konnte aber zum Teil anhand von Einlagen, die sie zierten, rekonstruiert werden. Daneben fanden die Ausgräber auch einen Spiegel, Rasierklingen und andere Objekte, die im Zusammenhang mit der weiblichen Schönheitspflege stehen. Der hier gefundene Schmuck gehört zu den künstlerisch herausragendsten Arbeiten aus dem Alten Ägypten.
Das Grab der Prinzessin (Petrie-Schacht Nr. 8) ist das östlichste der vier Schachtgräber, die an der Südseite der Sesostris II.-Pyramide entdeckt wurde. Es ist durch einen 6,60 m tiefen Schacht ohne Opfergrube oder Nische zugänglich. Dort wurden Knochenfragmente gefunden, deren Herkunft aber unbekannt blieben. Der Schacht öffnet sich zu einer 3,50 m langen Vorhalle, deren Wände in zwei Abschnitte geteilt wurden. Der obere Abschnitt wurde von einer Statuennische bedeckt, während der untere Teil eine tiefe Nische enthält, in welcher der sog. "el-Lahun-Schatz" entdeckt wurde (Guy Brunton, Lahun I. - der Schatz, London 1920). Die Nische mit den Statuen enthielt verschiedene Objekte und einen Teil des Beckens einer Frau (W. Petrie, Guy Brunton and M. Murray, Lahun II., London 1923). Die Wände der Vorhalle waren kahl geblieben und das Dach war weitgehend eingestürzte.
In der Nische befanden sich 5 Truhen mit Schmuckstücken und Toilettengegenständen der Prinzessin. Während der organische Inhalt des Fundes mit den Jahrtausenden verfiel und die Materialien irreparabel korrodierten, blieben die Artefakte ansonsten über Jahrtansende unberührt bis Anfang Febr. 1914 die Forscher, welche für die Britische School of Archaeology in Egypt (BSAE) unter Finders Petrie die Nische entdeckten und ausräumten, wobei sie jede kleine Perle, jedes Stück Material und dedes erhaltene Artefakt sorgfältig dokumentierten. Gaston Maspero, der damalige Generaldirektor der Abteilung für Altertümer, wählte nur wenige Stücke für das Nationalmuseum in Kairo aus, da das Museum bereits ähnliche Funde aus den Galerien von Sithathor und Mereeret in Dashur erhalten hatte. Die übrigen Stücke - mit Ausnahme der Krone, des Spiegels und einem Pektoral - wurde Flinders Petrie zum Verkauf angeboten und 1916 vom Metropolitan Museum in New York gekaufdt. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde die Schätze schließlich 1919 von London nach New York transportiert.
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Pectoral der Prinzessin Sithathoriunet - MET New York, 16.1.3a,b - H. 4,5 x B. 8.2 cm; Gold, Lapislazuli, Türkis, Karneol - Zeit: Sesostris II. Das Pektoral ist identisch mit einem weiteren, dass sich heute im Museum Kairo befindet. Das Pektoral aus der Zeit von Sesostris II. diente als Vorlage für das Stück aus der Zeit Amenemhetes III., wobei dessen Ausführung grober ist und vielleichdt einen gewissen Niedergang der Juwelierskunst gegen Ende der 12. Dynastie zeigt. In der Mitte befindet sich oben die Kartusche von Sesostris II., die links und rechts von je einem Falken flankiert wird. Unterhalb der Kartusche ist der Gott Heh zu sehen. Bild: Courtesy to John Campana, Wikipedia 16.10.2007 Lizenz: CC BY-2.0 |
Kaurimuschelgürtel,
Löwenarmbänder, Armbänder mit dem Namen Amenemhet III. und Fußkettchen von Prinzessin Sithathoriunet MET New York, Acc.: 16.1.5.-13; Gold, Karneol, Türkis, Feldspat, Pellets aus Kupfer-Silber-Legierung - Bild: MET - public domain Zusammen mit dem Pectoral scheinen diese Armbänder, Fußkettchen und der Gürtel aus "Kaurimuscheln" zu einem formellen Schmuckset gehört zu haben, der möglicherweise während eines besonderen Rituals getrage ´wurde. Obwohl die Objekte ein Farbschema teilen, deuten Variationen in der Herstellung darauf hin, dass sie sich im Laufe der Zeit angesammelt haben. Alle Teile wurden aus losen Elementen rekonstruiert, die um Sithathoriunets verwitterten Kästen verstreut lagen. Die Armbänder sind mit dem Namen von König Amenemhet III. beschriftet. Der Gürtel, dessen Panzer erotische Assoziationen hat, wurde um die Hüften getragen. Jede der Teile enthält kleine Kugeln, welche beim Gehen oder Tanzen ein leises Klick-Geräusch machten. |
Ursprünglich befanden sich die Schmuckstücke in einem großen Kasten aus Ebenholz, das mit Elfenbein, Gold, Karneol und blauer Paste verziert war. Der große Kasten verfügte über verzierte Elfenbeinplatten, die mit 20 goldverkleideten Holz-Säulen eingelegt waren und Stabilität (Dauer) symbolisieren sollten, sowie 16 blaue ägyptische Fassaden- goldgerahmte Karneol-Scheintüren.
Neben den Überresten des großen Schmuckkasten wurden Fragmente eines zweiten, kleineren Kästchen mit Elfenbeineinlagen (insgesamt waren es einmal 5 Kästen, von denen aber nur zwei aus Ebenholz gefertigt waren) gefunden, in dem sich der Hals-, Arm- und Fußschmuck der Prinzessin, sowie Skarabäus-Ringe, Rasiermesser und Kosmetikgefäße befanden. Bei genauerer Untersuchung der Stücke fand man heraus, dass diese Verwendungs- und Abnützungssspuren aufwiesen - also im Gebrauch waren.
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Diadem
der Prinzessin Sithathoriunet Die Krone (heute im Museum Kairo JE 44919) wurde 1914 von Flinders Petrie und Guy Brunton in einer versteckten Nische ihres Grabes im Pyramidenbezirk von El-Lahun gefunden. - Materialen: Gold, Lapislazuli, Karneol und grüne Fayence (als Imitation von Feldspat und Türkis). Der Reif ist ein schmales Goldband, das mit 15 Rosetten geschmückt und welche kunstvoll mit Halbedelsteinen eingelegt ist. An der Vorderseite befindet sich eine aufgerichtete Kobra aus Gold. Ihr Kopfteil besteht aus Lapislazuli, während die Augen aus Granat in goldenen Fassungen gefertigt sind. Sie symbolisieren den Schutz und die königliche Macht. |
| Bild:
Crown of Sit-Hathor Xunet Autor: Wikipedia 12.4. 2004 Hans Ollermann Lizenz: CC BY-2.0 |
Einige der Schmuckstücke trugen den Namen ihres
Neffen, König Amenemhet III. (wie z. B. im Deckel des kleinen Holzkästchens, der
mit drei Elfenbeinstreifen ein gelegt war auf dem sich die Titulatur von König
Amenemhet III. befand) - während dessen Herrschaft Sat-Hathor-Iunet wohl
gestorben war. Zwei der 5 Truhen der Prinzessin Sithathoriunet wurden von Arthur
C. Mace für das Metropolitan Museum rekonstruiert. Für die Restaurierung wurden
die Elfenbein-Einlagen von Mikumasa Miki sowie das Holz von George Clarihew und
die Farbe von Miss Cartland restauriert.
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Schmuckkästchen (Rekonstruktion) heute im MET New York, Nr. 1916 16.1.1. angekauft 1916 |
Kästchen für Kosmetik (Rekonstruktion) heute im MET New Yorkl, Nr. 1916 16.1.2a,b - angekauft 1916 |
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| beide Bilder oben: Courtesy to the Metropolitan Museum of Art, New York, public dumain | ||
| Höhe
37,6 x Breite 32,5 x Länge 46 cm - Ebenholz mit Elfenbeineinlagen, Gold,
Silber und Bronze Einlagen, Karneol und blaue Fayence. Bei dem im Metropolitan Museum (New York) gezeigten Objekt handelt es sich um eine moderne Rekonstruktion unter Verwendung antiker Fragmente. Das Original wurde 1914 im Grab der Prinzessin Sit-Hathor-Iunet in Kammer E gefunden. Bei dieser Truhe handelt es sich um das schönste Exemplar von 5 Kästen, die zur Grabausstattung der Prinzessin Sithathor-Iunet gehörten. Aufgrund der sehr guten Restauration, können wir heute diese Truhe im Metropolitan Museum bewondern. Bei der Auffindung war die Truhe aus sudanesischem Ebenholz, die Jahrtausendelang dem feuchten Schlamm im Grab ausgesetzt war, längst zu schwarzem Pulver zerfallen und noch noch die fast vollständig gefundenen Einlege- und Besatzstücke ließen auf das Aussehen und die Größe des Kästchens schließen. Die vier Seiten zeigten vier bzw. sechs flache, in Elfenbeinrahmen eingelassene Djet-Pfeiler aus vergoldetem Holz, die durch "Scheintüren" aus Elfenbein, Fayence und Karneol voneinander getrennt waren. Über dem Pfeilerfries sind flache Elfenbeinplatten eingelassen und darübaer wölbt sich ein interessaanter, gerundeter Deckel, der an beiden Seiten von Elfenbeinplättchen eingefasst ist. Die Embleme auf dem Deckel gehören zu der Göttin Hathor und dienen daher als passende Symbole für einen Kosmetikkasten. |
Material: Ebenholz,
Elfenbein-Einlagen, Rotholz und Gold Maße: H. 25,2 x B. 25,2 x Länge 36,4 cm Das zweite Kästchen ist etwas kleiner als das erste und auch nicht ganz so prächtig gestaltet, wie dieses. Von dem kleinen Holzkästchen blieben lediglich die Elfenbeineinlagen erhalten, die zusammen mit mehrersen kleinen Alabastergefäßen verstreut neben dem großen Schmuck- oder Kosmetikkasten gefunden wurden. Der rekonstruierte Rahmen des Kästchens besteht aus Ebenholz. Den oberen Abschluss bildet eine rundumlaufende Hohlkehle und ein goldener Rundstab. Die Seitenwände des 2. Kästchens sind mit einem Nischenmuster verzhiert, das auch in der Palastarchitektur zu finden ist. Auf dem Deckel befinden sich drei rechteckige Tafeln mit den Namen von König Amenemhet III, die höchstwahrscheinlich zu einer anderen Kiste gehörten, und vom damaligen Restaurator evtl. irrtürmlich für dieses Kästchen angenommen und in den Deckel eingesetzt wurden. Es war aufgrund des Wasserschadens sehr schwierig, die Zugehörigkeit der einzelnen Fragmente für das richtige Kästchen zuzuordnen. |
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Grabkammer mit dem Sarkophag in der Mitte und der Kanopentruhe rechts. |
| Photo: Grabfoto Guy Brunton, 1920 - public domain |
Im Kanopenkasten befanden sich noch die vier Kanopengefäße aus Alabaster, die alle mit dem Namen der Königstochter Sat-Hathor-Iunet beschriftet waren. Die kleine Nische in der Westwand in der Vorkammer war fast gänzlich mit sehr kompakten trockenem Schlamm gefüllt, was vermuten lässt, dass das Grab - noch vor der Beraubung durch die Grabräubaer - überflutet wurde. Aus diesem Grund wurde die kleine zugegipste Nische wahrscheinlich von den Grabräubern übersehen - so dass erst Petrie und Guy Brunton den sog. "Schatz von el-Lahun" entdeckten.
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Kanopenkrug der Prinzessin Sathathor-Iunet Heute im Metropolitan Museum New York, 16.1.45a,b Travertin - BSA-Grab Nr. 8 el-Lahun Die 4 Kanopengefäße der Prinzessin Sathathoriunet/Sithathor-Iunet besitzen alle menschenköpfige Deckel, wie die meisten der Krüge im Mittleren Reich. Die Krüge sollten die Organe der Verstorbenen aufnehmen, die von den vier Grabgöttinnen und den vier Söhnen des Horus beschützt wurden. Die Inschrift auf diesem Krug bezieht sich auf die Götter Selqet und Qebehsunuef, die hier als Schutzgötter fungierten. |
| Bild: Courtesy to the MET - public domain |
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Alabastervase mit Namen der Prinzessin - heute im MET New York, Acc-Nr. 21.2.62a,b - Travertin - Rogers Fund, 1921, H. 56 cm; D. 26,7. Höhe Behälter 41,9 ; Deckel 17,1 cm Dieser Wasserbehälte wurde im Grab der Prinzessin gefunden und sollte der ewigen Wasserversorung der verstorbenen Prinzessin im Jenseits dienen. Der eingravierte Text lautet: "Prinzessin Sathathoriunet nimm dieses kühle Wasser von der Erde auf, die alles Lebendige und alles zeugen, denn sie sind das, was diese Erde gibt - (diese Erde), die alles Lebendige zeugt und dem alles entstammt. Mögest du (Sithathoriunet) durch sie leben und druch sie wiederhergestellt werden. Mögest du durch diese Luft, die daraus stammt, leben und wiederhergestellt werden. Es wird dich zeugen und du wirst lebend hervorgehen durch alles, was du dir wünschen magst. Mögen sie zu deinem Wohl sein". (Quelle: Online-Katalog Metropolitan Museum) |
| Bild: Courtesy to the Metropolitan
Museum New York - puplic domain - |
| Aussen- und Innenpolitik |
Die Regierungszeit von Sesostris II. verlief überwiegend friedlich - es sind keine militärischen Unternehmungen überliefert, dafür mehrere Steinbruchexpeditionen, welche der Gewinnung von Baumaterialioen dienten (Quelle: Hermann A. Schlögl: Das Alte Ägypten, München 2006, Sl 159-160). Größere Feldzüge sind zur Zeit von Sesostris II. oder auch seines Vaters Amenemhet II. - weder nach Asien noch nach Nubien bekannt. Sesostris II. begnügte sich damit in seinem 3. Jahr, die nubischen Festungen an der Südgrenze seines Reichaes zu inspizieren.
Zur Zeit Sesostris II. hatte sich die Südgrenze seines Reiches bis nach Mirgissa vorgeschoben. Mit dem Bau der Festung von Mirgissa hatte wohl bereits Amenemhet II. begonnen (von ihm stammen die ältesten Siegelabdrücke hier) und sein Sohn Sesostris II. führte den Bau weiter. Der größte Teil der gefundenen Siegel stammt von Sesostris II. Auch die Festung von Aniba wurden lt. einer Wasserstandsmarke an der Hafenmauer noch vor dem 6. Jahr von Sesostris II. bedeutend ausgebaut. In Assuan ließ der König eine Schutzmauer entlang der Transportstrasse zwischen Anfang und Ende des 1. Katarakts (am Weg zwischen Assuan und Philae) errichten. Hier fand man auch auf halben Weg zwischen Assuan und Konossos die für die Chronologie der 12. Dynastie bedeutsame Stele des Beamten namens Hepu.
Zu erwähnen sind seine Maßnahmen zur Erschließung und Kultivierung des Fayum-Gebietes. Um Wasser aus dem Moeris-See umzuleiten und landwirtschafliche Nutzflächen zu gewinnen, ließ Sesostris II. mehrere Dämme und Känale anlegen. Das Fayum erlebte mit der Intensivierung der Landwirtschaft einen Aufschwung und es entstanden neue Siedlungen. Sesostris II. ließ auch den Bau von Denkmälern anordnen, wie z. B. das Heiligtum bei ´Qasr el-Sagha. Aufgrund der langen Regierungszeit seines Vaters war Sesostris II. wohl schon alt, als er zum Mitregent ernannt wurde und daher wurdén viele seiner Bauwerke nicht mehr vollendet, da der König bereits vor ihrer Fertigstellung verstarb. Spätere Herrscher setzten die Erschließung des Fayum-Gebietes im Laufe der 12. Dynastie fort (1).
| Expeditionen |
Unter Sesostris II. sind nur wenige Expeditionen bekannt. Die Ausbeutung der Minen und Steinbrüche wurden sowohl im Sinai wie in der Ostwüste auch weiterhin betrieben Jedoch sind Expeditionen unter Sesostris II. dorthin für neue Minen nur spärlich nachgewiesen. Dennoch existieren Belege für Beziehungen zur Levante. Es ist wohl nur eine Expedition auf den Sinai bekannt, die nach Serabit el-Chadim führte.
Auch fanden unter Sesostris II. evtl. zwei Expeditionen nach Punt statt, wobei der Ausgangspunkt der Hafen von Mersa Gawasis war (der an der Küste des Roten Meeres lag). Im Jahre 2 seiner Regierung fand auch eine Expedition ins Wadi Hammamat statt. Ebenso ist eine Expedition ins Wadi-Hudi bezeugt und eine Expedition in die Dioritsteinbrücke von Toschka.
Sicherlich sandte Sesostris II. auch Expeditionen in andere fremde Länder, wie es schon sein Vater Amenemhet II. getan hatte. Als Beleg dafür dient uns ein Wandbild im Grab des Gaufürsten Chnumhotep II. in Beni Hassan (Grab Nr. 13), wo dieser die Ankunft eines Beduinenstammes schildet, welcher im Jahre 6 von Sesostris II. für den Handel mit Ägypten ins Land kam. Es ist ein Papyrus überliefert, auf dem der königliche Schreiber Neferhotep dem Grabherrn mitteilt, dass: "Im Jahre 6 S. M., dem Horus, Herrn der beiden Länder, König von Ober- und Unterägypten (Sesostris)|, Aamu (Ausländer), die von dem Sohn des HAt.j-a Chnumhotep gebracht werden, wegen der msdmt-Schminke, Aamu von Schu, Zahl 37".
Quellen und Literatur
1. englische und deutsche Wikipedia
2. Dodson & Hilton: Complete Royal Families, Thames & Hudson, London 2004
3. Silke Rotlh: die Königsmütter des Alten Ägyptens
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