Pyramide

Sesostris II.

 


Biografie Sesostris II.

Bauten Sesostris II.

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Quellen und Literatur-Angaben am Ende dieser Seite - nummerierte Verweise im Text)
PM = Porter & Moss, Topographical Bibliography of Ancient  -    Hieroglyphic Text, Reliefs and paintings 1927-1952
 
Anmerkungen und Verweise in Klammern im Text - siehe unten bei Literatur und Quellen).


El-Lahun (Arabisch: al-Láhun) oder Illahoun, ist heute der Name eines modernen Dorfes in der Nähe von Hawara im Fayum-Becken. Dieses ist der Ort, den Sesostris II. für den Bau seines Pyramidenkomplexes am Eingang des Bahr Yuaud-Kanals, wählte. Als Besonderheit der Pyramdien der 12. Dynastie erhielten die verschiedenen Teile des Pyramidenkomplexes unterschiedliche Namen, während die Anlagen des Alten Reiches lediglich einen Namen für den gesamten königlichen Grabkompley besaßen. So hatten die Anlagen der 12. Dynastie bis zu 4 Namen für die eigentliche Pyramide, den Totentempel, die Kultanlagen des Bezirks sowie für die Pyramidenstadt. Für den Sesostris-II- Pyramide sind zwei Namen belegt. Der Name der eigentlichen Pyramide ist leider unbekannt - in der älteren Literatur wurde ihr der Name "Sesostris erscheint (Cha-Senwoseret)" zugewiesen, was noch in den 1990er Jahren von dem amerikanischen Ägyptologen Mark Lehner und dem tschechischen Ägyptologen Miroslav Verner übernommen wurde. Prof. Dieter Arnold konnte bereits Ende der 1980er Jahre belegen, dass "Cha-Senwoseret" die Pyramidenstadt der Sesostris-I. Pyramide in el-Lischt bezeichnete (Quelle: 2, 3 und 4). Der Bezirkl der Sesostris-II.-Pyramide mit dem Totentempel und der Kultanlage hieß: "Sechem-Senwoseret (Sesostris ist mächtig). Die Pyramidenstadt trug den Namen "Hetep-Senwoseret (Sesostris ist in Frieden)".

 Die Pyramide von Sesostris II in el-Lahun

Lehmziegelkern der Sesostris II-Pyramide. Rechts sind Teile des Kalksteinsskeletts zu erkennen.
Bild:    El Lahun Pyramid 01
Autor: Einsamer Schütze, Wikipedia 14. 6. 2006
Lizenz: CC BY-SA 3.0

 

Forschungsgeschichte:

Die Sesostris II-Pyramide wurde erstmals (in der Neuzeit) von Dominique-Vivant Denon während im Verlauf der Ägypten-Expedition unter Napoleon Bonaparte (1798-1801) dokumentierst. Eine erneute Dokumentation der Pyrtamide führte 1893 John Shae Perring durch. Er veröffentlichte die Publikation 1842 selbst in Zusammenarbeit mit Richard William Howard Vyse (John Shae Perring, E. J. Andrews: The Pyramids of Gizeh. From Actual Survey and Admeasurement. Band 3, Fraser, London 1843, S. 20, Taf. 18 - online-Version und John Shae Perring, Richard Howard Vyse: Operations carried on at the Pyramids of Gizeh in 1837: With an Account of a Voyage into Upper Egypt and Appendix, Band 3, Fraser, London 1842, S. 80-82 (online-Version). Auch Karl Richard Lepsius besuchte el-Lahun während seiner Ägypten-Expedtion 1842-1846 und dokumentierte im Mai 1843 die dortigen Ruinen. Er nahm die Sesostris II.-Pyramide unter der Nummer LXVI in seine Pyramiden-Liste auf (Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien. Text: Zweiter Bd. Mittelägypten mit demFaijum. Hrsg. von Eduard Naville und Ludwig Borchardt, bearbeitet von Kurt Sethe, Hinrichs, Leipzig 1904, S. 7-8).

Der englische Archäologe Flinders Petrie war der erste, der zwischen 1888 und 1890 erste systematische Ausgrabungen durchführte und dabei die Pyramidenstadt Kahun entdeckte, die er großflächig ausgrub. Er entdeckte in der 2. Grabungssaision den Eingang in die Pyramide und erforschte das unterirdische Kammersystem. Er kehrte noch dreimal nach Illahun zurück - nachdem er zwischenzeitlich andere Fundorte erforschte - und führte weitere Grabungen im Umféld der Sesostris II.-Pyramide durch (William M. Flinders Petrie, Guy Brunton, Margaret Alice Murray: Lahun II. 1923). Die Untersuchungen von Flinders Petrie gelten heute als bedeutendster Forschungsbeitrag zur Sesostris II.-Pyramdie.

Zwischen 1991-1997 führte ein Grabungsteam des Royal Ontario Museum unter Leitung von Nicholas Milet einige kleinflächige Grabungen in der Pyramidenstadt und am Oberbau der Pyramide durch.

 

Die Pyramide in Zahlen
 (nach Wikpedia)

Name in der Antike: "Sesostris erscheint" (nach Lehner und Verner (heutige Lesung nach ist der  Name der Pyramide unbekannt)
ursprüngliche Höhe  / heutige Höhe 48,65 m   / ca. 48 m
Basismaß 107 m
Volumen 185.655 m³
Neigungswinkel: 42° 35'
Kern der Pyramide vierstufiger Stumpf aus Kalkstein
unterirdische Kammer: unbekannt, da ein Teil unter dem Grundwasserspiegel liegt - bis heute unerforscht.
Königinnenpyramiden: 1
Kultpyramide unbekannt
Nordkapelle ja
Schiffsgruben nein


Die Pyramide     

Umfassungsmauern und Baumgruben
Die Innere Kalksteinumfassungsmauer um die Pyramide misst 115 x 120 m und ist aussen - wie bei der von Sesostris I - nischengegliedert. Wohl eine "Verneigung" vor dem Djoserkomplex aus dem Alten Reich und den archaischen Grabeinfassungen. Im Osten, im Süden und zum Teil auch im Westen des Pyramidenkomplexes konnte Flinders Petrie - parallel zur aus Lehmziegeln bestehenden äußeren Umfassungsmauer von 200 x 170 m - in den Felsen eingetiefte Gruben feststellen, in die man mit Nilschlamm aufgefüllte Bäume gepflanzt hatte. Im Osten und Süden stellten die Forscher je 42 Gruben fest - ebenso eine unbekannte Zahl im Westen (wovon noch mindestens 12 nachgewiesen werdsen konnten). Im Osten waren sie ca. 2,05 m, im Süden 2,68 m und im Westen 2,09 m voneinander entfernt (also etwa 10 ägypt. Ellen). Der Grubendurchmesser betrug ca. 89 Zoll. Die Wurzelreste, welche man in den Gruben fand, wurden an die "Kew-Gardens" zur Artenbestimmung geschickt zur Begutachtung. Leider konnte man dort aber keine Bestimmung vornehmen, "da die Vergleichsmöglichkeiten" fehlen - was eine exakte Bestimmung der Baumart verhindert.

*

Nördlich des Pyramidenkomplexes entdeckte Flinders Petrie die Überreste eines stark beschädigten Bauwerks, das einen ausgedehnten Hof besaß und das er für eine Sedfest-Kapelle hielt. Eine gründliche Bestandsaufnahme des Bereiches um die Pyramide ist aber bisher noch nicht erfolgt. So hat man aus diversen Grabungen nur wenige Ergebnisse sammeln können.

Nordkapelle
Die Nordkapelle der Sesostris II.-Pyramide in Lahun diente als kultischer Eingang für Priester und Rituale - auch wenn der tatsächliche Eingang in die Pyramide verlegt wurde. Zwar verlegte Sesostris II. den Zugang zu seiner Grabkammer auf die Südseite des Bauwerkes, behielt aber die traditionelle Nordkapelle bei, die in der Geschichte der ägyptischen Baukunst eine absolute Sonderrolle einnimmt, da sie als "architektonische Täuschung" konzipiert wurde (Lehner 2008), denn seit der Stufenpyramide von König Djoser in der 3. Dynastie galt das "eiserne Gesetz des Pyramidenbaus": Der Zugang zum unterirdischen Grabschacht liegt im Norden und wurde überbaut und geschützt von der Nordkapelle (Lehner 2008).

Sinn und Zweck dieser "Täuschung" sollte es sein, evtl. Grabräuber in die Irre zu führen. Deshalb ließ Sesostris II. an der Nordseite zwar die traditionelle Nordkapelle errichten, aber unter ihrem Fundament befand sich jedoch - völlig untypisch - kein Eingang in die Pyramide. Der echte Zugang führte über einem tief angelegten Schacht im Südosten der Pyramide - unter dem Grab einer Prinzessin (Grab Nr. 10) ins Innere der Pyramide.

Obwohl die Nordkapelle keinen Zugang ins Innere der Pyramide hatte, blieb sie ein zentraler Ort für den Kult für den König durch die Priester. Sie diente als monumentaler Scheineingang für rituelle Opfergaben und als symbolischer Bezugspunkt zu den unvergänglichen Zirkumpolarsternen des Nordhimmels (Verner, Miroslav,  2001 - die Pyramiden).

Zu beiden Seiten in der Nordkapelle befanden sich Scheintür-Darstellungen mit Götterprozessionen, welche wahrscheinlich auf die Darstellung der "Seelen von Nechen und Pe" an der Westwand im Totenopferraum des Pyramidentempels zurückgehen dürfte. Auf dere Ost- und Westwand der Nordkapelle ist der König auf seinem Thron sitzend bei dem Empfang der üblichen Opfergaben dargestellt. Die Decke der Kapelle war blau bemalat und mit Sternen dekoriert. Ein Altar aus Hartgestein (Granit ?) stand vor der Scheintür und die Forscher vermuten, dass zumindest eine Statue in der Nordkapelle aufgestellt war.

Der Oberbau der Pyramide
Die Pyramide des Königs konnte in dessen rund zehnjähriger Regierung fertiggestellt werden. Sie wurde - zur besseren Verankerung und um den Bau günstiger zu machen - rund um einen schon vorhandenen Kalksteinfelsen hochgezogen. Der Kern des Bauwerks besteht aus einem vierstufigen Stumpf aus Kalkstein, der mit einem Kalksteinrahmen versehen wurde. Auf diesem vierstufigen Kern von 12,20 m Höhe formten Radial- und Quermauern aus Kalksteinblöcken ein sternförmiges Rahmenwerk. Die so gebildeten Hohlräume dieses Kalksteinskeletts wurden zum erstenmal in der Geschichte des Pyramidenbaus nicht mehr mit Steinmaterial und Geröll, sondern mit Ziegeln aus Nilschlamm aufgefüllt. Dieser Kern wurde dann in der üblichen Weise mit einem Material aus feinen weißen Kalksteinblöcken aus Tura verkleidet. Lehmziegel formten dann auch die Spitze des Bauwerks. Ein umlaufender, in den Fels geschlagener Fundamentgraben - als Schutz gegen ein Absinken der Pyramide -  bildete die Basis für diese feine Kalksteinverkleidung. Zusätzlich hat man einen mit Kies gefüllten Drainage-Kanal eingebaut.

              Blick auf das innere Mauerwerk der Pyramide

Zum ersten Mal wurden im Pyramidenbau die Holhräume des Kalksteinskeletts nicht mehr mit Steinmaterial und Geröll gefüllt, sondern mit Nilschlamm-Ziegeln.

Leider wurde - wie bei fast allen ägyptischen Pyramiden - die weiße Kalkssteinverkleidung abgetragen. Aber nicht wie bei den meisten Pyramiden in der Neuzeit und zu Dünger gebranat, sondern - wie Petrie aus einer Inschrift erfuhr (Quelle: M. Verner, die Pyramiden, S. 450) - schon in der 19. Dynastie und für einen Bau Ramses II. verwendet.

Ohne diesen Sschutzmantel sind die Schlammziegel sehr witterungsanfällig und das Bauwerk bietet heute einen sehr verfallenen Anblick. Auch vom Pyramidion aus schwarzem Granit konnten lediglich einige Fragmente gefunden werden.

Der Boden zwischen Pyramidenbasis und innerer Umfassungsmauer war mit Kalksteinplatten belegt.





Bild: Courtesy to Jon Bodsworth
- gemeinfrei (Wikipedia) -

 

  Ostfassade der Pyramide mit Überresten der Kalksteinverkleidung
die im Sand unter dem Pyramidenkern vergraben ist.
Bild:          El Lahun-Pyramide 04
Autor:     Wikipedia, Einsamer Schütze Sept. 2006  

Lizenz:    CC BY-SA 3.0

Die Pyramide von Sesostrsis II. besaß wohl früher ein Pyramidion aus schwarzem Granit, von welchem Flinders Petrie bei seiner ersten Grabumg ein Fragment vor der Mitte der Pyramiden-Ostseite vor Ort fand. Das Fragment weist Inschriften in zwei Größen in einer vertikalen und horizontalen Zeile auf. Der Pyramidenkomplex wurde schon in den frühen vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts von der Lepsius-Expedition - wohl eher flüchtig - untersucht. Doch erst Flinders Petrie erforschte 1889 und 1890 zum ersten Mal den Grabkomplex gründlich und dann nochmal ab 1912 bis ungefähr 1914.

 

Das Innere der Pyramide

 

                                 
 
                          Eingang in die Pyramide an der Südost-Seite



Für den Eingangsschacht seiner Pyramide planten die Baumeister von Sesostris II. eine andere Umsetzung als die altbekannte und seit dem Alten Reich praktizierte im Norden. Sie bauten den Eingang versteckt als 16 m tiefen Schacht außerhalb der Pyramide an der Südostecke. Für den Transport des Sarkophages und der Grabbeigaben war dieser senkrechte Zugang viel zu eng, sodass man einen weiteren Bauschacht anlegen musste, dessen Zugang später von den Fußbodenplatten eines unbekannten Prinzessinnengrabes überdeckt wurde. Beide Schächte sind aber durch einen horizontalen Gang miteinander verbunden, der zu einer Halle mit einer Gewölbedecke führte. Am Ostende dieser Halle führt ein weiterer senkrechter Schacht in die Tiefe und endet im Grundwasser.









( Bild: Courtese to Jon Bodsworth - gemeinfrei)

 

Der Eingang

Flinders Petrie suchte monatelang erfolglos nach dem Eingang zu dem Inneren der Pyramide, da er diesen an der gewohnten Stelle in der Mitte der Nordseite vermutete. Hier fand er zwar die Reste der sog. "Nordkapelle", jedoch nicht den Eingang ins Pyramideninnere. Zwar lag der Einstiegpunkt in die Unterstrukltur einer ägyptischen Pyramide stets auf der Nordseite - wo er auch seit Djosers Bau der Stufenpyramide immer gewesen war, da dieses eine religiöse Funktion erfüllte, indem es den Austrittsgang auf die zirkumpolaren Sterne zeigt, denen der König im Jenseits beigetreten war - aber dieses traf bei der Sestostris-II. Kapelle nicht zu.

Der im Auftrag von Flinders Petrie hier arbeitende Georg Fraser fand schließlich 1889/1899 - nach mühsamer Suche - den Eingang an einer Stelle, wo ihn niemand vermutet hätte. Die Baumeister der Sesostris II.-Pyramide versteckten den Eingaang an der Südostseite der Pyramide, im Fußboden eines Prinzessinnengrabes. Dieses sollte das Grab des Königs vor Plünderung schützen, war aber trotzdem nicht erfolgreich, denn obwohl Petrie monatelang danach gesucht hatte, musste er feststellen, dass es dennoch ausgeraubt worden war und zwar schon vor Jahrtausende. Petrie ließ Fraser eine breite Grube untersuchen, die südlich der Südostseite der Pyramide entdeckt wurde.

 Die Verlegung des Eingangs wurde wohl für ausreichend erachtet, so dass im ganzen Korridorsystem sich keine Gangsperren befinden. Dieser ursprüngliche und primäre Zugang in die Substruktur stellt ein großer und verhältnismäßig kompliziert konstruierter Schacht dar, in dem sich auch ein Raum mit tiefen Nischen befindet. In Anbetracht seiner Ausmaße und seines Grundrisses diente er zunächst zweifellos dem Materialtransport für den Bau der Pyramiden-Substruktur (Granitverkleidung der Grabkammer, Dachsparren).

             Pyramide Sesostris II. in el-Lahun

Entgegen der ägyptischen Tradition, den Pyramideneingang an der Nordseite anzuordnen, verlegte König Sesostris den Eingang als erster König an die Südseite in eine der Prinzessinnengräber, wo man unterhalb der Fußbodenplatten in ihrer Grabkammer den Eingang zur Königspyramide findet. Für den Transport des Sarkophages und der Grabbeigaben war dieser senkrechte Zugang viel zu eing, so dass man einen weiteren, breiteren Bauschacht anlegaen musste, dessen Zugang später von dem Grab einer unbekannten Prinzessdin überdeckt wurde.

Die Grabkammer wurde auch nicht mehr wie bisher genau in der Pyramidenmitte, sondern stark aus der Mitte heraus versetzt angelegt. Man wollte damit verhindern, dass Grabräuber den Eingang fanden, so dass man sogar auf Fallsteine und den Blockierungen der Gänge verzichtete. Aber die Grabstätte wurde dennoch geplündert und ausgeraubt.

Nördlich der Pyramide liegen 8 Felsmastabas sowie eine Königinnenpyramide.



Umzeichnung: nach Frank Monnier (Illahun, Kahun and Gurob, lahun II. de petrie - Courtesy for copyrighted free use.

Vom Boden des 16 m tiefen Eingangsschachtes (der sich an der Südostecke der Pyramide befindet) führt ein horizontaler, gewölbter Gang, der beide Eingangsschächte miteinander verbindet, nach Norden. Er führt nach ca. 25 m in eine Halle mit einer Gewölbedecke. Am östlichen Ende dieser Halle, von einer Nische aus, führt ein senkrechter Schacht in die Tiefe und endet im Grundwasser. Díeser Teil des unterirdischen Kammersystems wurde nie erforscht, daher ist es heute umstritten, ob sich hier noch ein weiteres Kammersystem befindet.

Die genaue Tiefe dieses "Brunnens" ist nicht bekannt, aber man vermutet, dass sie den Grundwasserspiegel erreicht. Dadurch hätte der Brunnen mit Grundwasser überflutet werden können, was die antiken Ägypter als das "primitive Wasser" (Urwasser), das aus der Schöpfung entstanden war, betrachteten.

Vorkammer:
Von der Halle aus führt ein westlich liegender, ansteigender Korridor (um 6° 46') über eine weitere rechteckige Gang-Kammer in den südöstlichen Bereich des Pyramideninneren zu einer Vorkammer, die rechtwinklig abzweigend zur eigentlichen Grabkammer führt. Die Vorkammer wurde in den Fels des Felsvorsprungs gehauen und mit feinen weißen Kalksteinblöcken verkleidet und misst durchschnittlich 3,13 m (10 Fuß 3 Zoll) von Nord nach Süd und 4,98 m (16 Fuß 4 Zoll) von Ost nach West, mit Mauern von 3,46 m Höhe und einem Giebeldach von 4,41 m (14 Fuß) Höhe (Quelle: Flinders Petrie, Brunton, Guy, Murray, Margaret A. (1923). Lahun II. London: Brit. School of Archaeology in Egypt). Bei der Räumung der Kammer fand man einige Fragmente von zerbrochener Keramik aus verschiedenen Epochen und ein Fragment eines Alabstergefäßes (alle offenbar aus der 12. Dynastie). Am westlichen Ende der Kammer befindet sich ein weiterer Gang, der im rechten Winkel abgeht, dessen letzte 0,48 m (1 Fuß 7 Zoll) mit rotem Granit anstatt mit Kalkstein ausgekleidet ist (Petrie 1891) und zur vollständig mit Granit ausgekleideten Grabkammer mit Giebeldach führt. Diese befindet sich nicht unter der Pyramidenmitte, sondern unter ihrem Südostquadranten.

 Die Substruktur der Pyramide von Sesostriss II. mit ihrem ganzen System von Schächten, Kammern und Gängen, erinnert an ein Labyrinth - auch in ihrem abschließenden Teil, der die Grabkammer umgibt.

   Diagramm der Grabkammer von Sesostris II. - Substruktur
                          
Die Schächte und Korridore, welche zur Grabkammer führsen, bilden ein richtiges Labyrinth mit Scheingrabkammern, Schächten und abzweigenden Korridoren. Der Eingang in den unterirdischen Teil der Pyramide führt vom Schacht (a) unter dem Grab Nr. 10 einer Prinzessin 16 m in die Tiefe (b).

Der unterirdische Korridor beginnt in einer Tiefe von 16 m und führt über einen horizontalen Gang zu einer Halle mit einer gewölbten Decke (d) - vor der ein weiterer, senkrechter Schacht (c) (der eigentliche Eingangsschacht) nach oben führt. Von der Halle (d) senkt sich ein weiterer Schacht (e) tief in den Fels hinab und endet unter dem Grundwasserspiegel - dessen Ende nie erforscht wurde.

Der horizontale Korridor führt nun aus der Nordostecke der Halle (d) - leicht ansteigend - (6° 46') in eine Gangkammer (f) und von dort aus in die Vokammer, von der aus man direkt in die Grabkammer (g) gelangte oder nach Süden abzweigend - über einen umlaufenden Gang - die Sargkammer umgehend - von Norden her wieder in die Vorkammer kam.

Die Bedeutung dieses Ganges ist heute unter den Ägyptologen noch umstritten. Der königliche Architekt, der wahrscheinlich einst dieses Bauwerk schaffen ließ, hieß "Iupy" - er selber besaß das bedeutendste Grab in der Beamtennekropole im Umfeld der Königspyramide. Dieses ist ein ungewöhnlicher und eigenwilliger Grabbau, der die Merkmale einer Mastaba mit einer Felskapelle kombiniert.
Datei    Senwosret II. Burial chamber
Autor:   R. F. Morgan, Wikipedia 27. Juli 2013
Lizenz:  CC BY-Sa 3.0

Grabkammer:
Evt. hatten die Baumeister des Königs den "gewundenen Durchgang" zu einem symbolischen Zweck erschaffen, indem dieser dem Geist des Königs erlaubte, sein Grab im Norden zu verlassen, um sich mit den zirkumpolaren Sternen zu vereinen. Aber durch diesen Umgang wurde auch die Grabkammer zu einer isolierten Insel gemacht, was möglicherweise als Anspielung auf ein Osiris-Grab diente (siehe: Lehner 2008) (5) und Stadelmann: Die ägyptischen Pyramiden: Vom Ziegelbau zum Weltwunder / Kulturgeschichte der Antiken Welt Bd. 30, Mainz 1997)

Die gesamte Grabkammer wie auch die gewölbte Decke war mit roten Granitblöcken verkleidet und gepflastert. Am Westende der Grabkammer steht ein meisterhaft gearbeiteter Sarkophag aus Rosengranit, der aus einem einzigen Block gearbeitet wurde, mit einer Länge von 2,75 m, der den Namen von König Sesostris II. zeigt. Vor dem Sarkophag standen Gefäße aus Alabaster und Keramik sowie ein Opfertisch, ebenfalls aus Alabaster, die auch mit dem Namen des Königs geschriftet war. Des weiteren befanden sich in der Kammer Holzreste, die evtl. von Modell-Sonnenbooten des Königs stammen könnten (Quelle: Kemet 1/2009). Die Kammer war ost-westlich ausgerichtet und maß 5,25 m (17ft e in) entlang dieser Achse und 3,13 m (10 ft 3 in) auf der Nord-Süd-Achse. Sie hatte Wände mit variabler Höhe von etwa 1,83 m und eine gewölbte Decke von 2,84 m (9ft 4 Zoll) Höhe (Flinders Petrie 1891) aus  einer Reihe von riesigen Kalksteinplatten, die in einem Fischgrätmuster angeordnet sind. Außerdem gab es zwei Eingänge von Osten und Norden.

In der Südwand der Grabkammer befindet sich ein mit rotem Granit verkleideter Türdurchgang, der über einen unverkleideten Gang zu der Opferkammer führt. Die Opferkammer misst 3,25 m (10 ft 8 in) von Nord nach Süd und 2,66 m (8 ft 9 in) von Ost nach West, mit 1,78 m (5 ft 10 in) hohen Wänden und einer gewölbten Decke, die 2,78 m (9 ft 1 in) hoch ist. Die Kammer enthält eine kleine Nische in ihrer Westwand, die offenbar später in der ramessidischen Zeit dort eingeschlagen wurde (Verner 2001).

 The Red Granite Sarcophagus of Sesostris II. in der Pyramide
                            in seiner Grabkammer

Die Grabkammer besteht aus Rosengranit und ist mit einem Scheingewölbe aus sich gegenüberstehenden Blöcken gebildet, die an der Unterseite zu einem Gewölbe gerundet sind.   

Die Grabkammer enthielt einen roten Granitsarkophag, der nahe der Westwand stand und vor dem sich ein Alabaster-Opfertisch befand.

Vermutlich hatte Guy Brunto die Sarkophagkammer
gründlich gesäubert, so dass ssie frei von Schutt war. Der von Petrie sorgfältig vermessene Sarkophag aus Rosengranit ist ungewöhnlich geformt, aber vollkommen erhalten. Wie Petrie bereits feststewllte, fehlten der Sarkophagdeckel sowie irgendwelche Fragmente, die darauf schließen lassen, dass dieser hier zerschlagen wurde. Auch zeigt der überstehende Rand des Sarkophages nicht die geringsten Spuren vom Einsatz von Werkzeugen zum Aufhebeln des Deckels durch die Grabräuber. Petrie ist daher zu dem Schluss gekommen, dass dieser Deckel nie hier vorhanden war.

Es ist auch bei der ungewöhnlichen Form der Wanne unbekannt, wie dieser in etwa ausgesehen haben könnte.
Bild:       Senusret II's sarcophagus in his Lahun Pyramid.jpg
Autor:    Tobey Travels, Wikipedia 26. Okt. 2026
Lizenz:    CC BY-SA 2.0

 


               Seitengang zur Grabkammer von Sesostris
Dieses Foto zeigt einen Seitengang zur Grabkammer der Pyramide.


Bild:    Seitenpassage der Pyramide
Autor:    Tobey Travels, Wikipedia 26. Okt. 2026
Lizenz:     CC BY-SA 2.0

Eine kleine Passage, die an der Südostecke der Grabkammer begann, führte zu einem Nebenraum (Serdab), in dessen Schutt Flinders Petrie (genauer gesagt Guy Brunton) mehrere Dinge fand, die wohl von der Beisetzung des Königs übrig geblieben waren: sehr feine Perlen aus Karneol und Feldspat, einen vergoldenen Uräus (heute im Museum Kairo, JE 46694/CG 52702), der aus starkem Goldblech hohl geschmiedet war (L. 6,7 oder nach anderer Lesung 5,3 cm lang und 3 cm breit war) und evtl. dem König selbst gehörte. Als Material für ihn wurde Gold, Lapislazuli, Karneol und Feldspat, sowie Amazonit verwendet. Die Uräusschlange war vermutlich Teil einer Krone oder eines Kopfschmuckes des Königs. Guy Brunton fand sie unter dem Schutt des Serdabs hinter der königlichen Grabkammer. Der Körper der Schlange ist aus massiven Gold gehämmert - die Einzelteile sind aufgelötet und die Steine sind in Goldzellen eingefasst. Der Kopf ist aus Lapislazuli, die Augen aus Granat, mit einem Goldrand, der Oberkörper ist mit Feldspät, Lapislazuli und Karneol eingelegt. Der "Schwanz" ist hohl und hat zwei Windungen. Er endet in einer gewellten Spitze.

Totentempel

Die Pyramide von Sesostris II. besaß auf ihrer Ostseite einen kleinen Totentempel, der jedoch im Neuen Reich unter der Regierung von Ramses II. gründlich zerstört wurde, was die Rekonstruktion eines Grundrisses verhindert (siehe Lehner, 2008) (5). Bei Sesostris I. war der Totentempel noch etwa 2900m² groß, nun bei Sesostris II. ist er zu einer "Totenopferkapelle" geschrumpft mit einem Totenopferraum und vielleicht einem Vorhof. Die Baumeister von Sesostris II. ließen alle anderen Räume wie das "pr-wrw" (Eingangshalle), Magazine, Fünfstatuenraum und die Vorkammer weg - da diese sie von nun an für unnötig erachteten. Mehrere Relieffragmente aus dem Totentempel konnten geborgen werden, darunter Abbildungen mit dem König, Inschriften mit seinem Namen und bunte Wandreliefs mit Opfergaben-Szenen.

      Prozession von 3 Gottheiten (aus dem Totentempel)
                 - Courtesy to the Metropolitan Museum Nr. 14. 125a, b -
                                      Lizenz: CC0 public domain
     - bemalter Sandsstein; H. 47 x B. 92,7 x T. 6,7 cm - Rogers Fund 1914 -
                                            - BSAE excavations 1914 -                       


Reliefblock aus Kalkstein mit Bemalung aus dem Totentempel von Sesostris II. Dargestellt ist eine Götterprozession, in deren Mitte der Wüstengott Soptu sowie eine widderköpfige und eine stierköpfige Gottheit stehen.

Obwohl der Pyramidenkomplex von Sesostris II. nicht gerade klein war, ist sein Totentempel auf der Ostseite der Pyramide ungewöhnlich klein ausgefallen und besaß nur wenige Räume - nur die, welche in dieser Zeit für das königliche Leben nach dem Tod unbedingt erforderlich waren. Der Name des Totentempels lautete:"Cheper-s-n-Wosret". Es wurden auch mehrere Stücke roten Granits mit grünen geschnitzdten Hieroglyphen gefunden, die aus den Türöffnungen stammten (Petrie, Brunton, Muray 1923, Lahun II. London, British School of Archaeology in Egypt & Bernard Quaritch).

Es wurden auch zwei offensichtliche Fundamentsablagerungen gefunden - eine an der Südostecke des Tempels und eine weitere an seiner Ost-West-Achse, welche Keramik enthielten und die im Sand lagen (Flinders Petrie, Brunton u. a. 1923, Lahun II. London)

Taltempel und Aufweg

Der zum Pyramidenkomplex von Sesostris II. gehörende Taltempel ist inzwischen zerstört - nur noch die Fundamente konnten festgestellt werden. Prof. Dieter Arnold vermutet, dass er aufgrund seiner Entfernung zum Standort nicht mit dem Rest des Komplexes verbunden war - also keinen Aufweg besaß. Der amerikanische Ägyptologe Dr. Mark Lehner spricht hingegen von "einem breiten, offenen - aber noch unerforschten Aufweg", von dem man nicht weiß, wo und wie dieser in den Hof oder Tempel des Pyramidenbezirks mündete (Lehner, Mark 2008: The Complete Pyramids: New York, Thames & Hudson).

Königinnenpyramide und Mastabas

In der nordöstlichen Ecke des Pyramidenkomplexes befindet sich - zusammen mit 8 Mastaben  - in einer Ausbuchtung der äußeren Umfassungsmauer, eine kleine Pyramide, deren Maße 27,60 m an der Basis und 18 m in der Höhe (bei einem Winkel von 59° 15') betragen. Es wird vermutet, dass es sich um eine Königinnen-Pyramide handelt - da ihr Standort einer Satelliten- (oder Kult-)Pyramide zu widersprechen scheint. Es ist aber heute in der archäologischen Forschung umstritte, ob sie als echtes Grabmal für eine Königin oder als eine rituelle Kultpyramide (ein Ba-Grab) diente. Ebenso wie der gesamte Ausgrabungskomplex ist auch die kleine Königinnenpyramide stark verwittert und besteht aus einem Lehmziegelkern (7).

             Nordseite der Pyramide von Sesostris II. Königinnenpyramide


An der Nordseite der Pyramide befinden sich 8 Mastaba-Gräber und eine Königinnenpyramide (?) oder Kultpyramide.


Datei: Mastabapyramide Sesostris II.
User: Courtesy to Jon Bodsworth - wikipedia - Copyrighted free use

Die Forscher um William Matthew Flinders nahmen an, dass es sich um die Pyramide einer Königin handelte - evtl. hatte sie aber auch nur ein symbolisches Ziel. Flinders Petrie berichtete damals , dass er nie einen Eingang oder eine
Kammer unter der Pyramide gefunden hatte, obwohl er sie mit mehreren Tunneln erkundet hatte. Andererseits entdeckte er die Überreste einer Kapelle auf der Nordseite und einen Teil eines Namens auf einer Dioritvase in der zerstörten Nordkapelle der Königinnenpyramide. Die lesbaren Hieroglyphen in der Inschrift lauteten: "hnwt tA.wj tmw]" (Herrin der beiden Länder - in ihrer Gesamtheit) (7).

Guy Brunton äußerte die Vermutung, das Grab 621 könnte evtl. der fehlende Unterbau der Königinnenpyramide sein und als Bestattungsplatz der Königin gedient haben. Dieses schloss er aus der sorgfältig gearbeiteten Architektru der unterirdirschen Anlage 621 sowie aus der besonderen Form, welche mit ihrer besonderen Form - mit kleinen Abweichungen - den unterirdirschen Teil einer königlichen Pyramide der 5. und 6. Dynastie kopiert, mit Vorkammer, Serdab, Grabkammer, Kanopenschrein (aus rotem Granit) und einem nischengefliederten Granitsarkophag. Das Grab 621 befindet sich ca. 76m westlich der Nordsüdachse der Nebenpyramide und damit außerhalb der Umfassungsmauer des königlichen Pyramidenbezirks. Es ist aber nicht bewiesen, dass die Königinnenpyramide und das Grab 621 tatsächlich zusammengehören. Dieter Arnold vermutet, dass Grab 621 könnte evtl. als Nebengrab für Sesostris II. in Form eines Königsgrabs des Alten Reiches (Scheingrab) gedient haben.

Mastabas:
Auf der Nordseite der Pyramide fand man - noch innerhalb der Umfassungsmauer - acht Mastaben, die jeweils mit Schlammziegeln um einen Kalksteinkern herum errichtet waren, von denen nicht bekannt ist, wem sie gehören - es waren auch nur vier von ihnen vollendet worden. Einige Forscher vermuten, dass die ganzen Grabbauten an der Nordseite der Pyramide evtl. nur Scheingräber waren ( unter den Felsmastaben befanden sich keine Grabräume).

             Nordseite der Pyramide von Sesostris II. mit Mastabas

An der Nordseite der Pyramide befinden sich 8 Mastaba-Gräber, die jeweils mit Schlammziegeln um einen Kalksteinkern herum errichtet wurden.
Datei: LahunPyramidNorthSide.jpg
Autor: Roland Unger, Wikipedia, 4.März 2003
Lizenz: CC BY-SA-3.0

 

                         Kalksteinplatte mit Kartusche Sesostris II.
                      Mastaba Nr. 4 - Nordseite der Sesostris II.-Pyramide bei el-Lahun

Kalksteinplatte, welche die Kartusche von König Sesostris II. - sowie Namen und Bild der Göttin Nechbet zeigt. Gefunden bei Mastaba 4 - Nordseite der Pyramide bei el-Lahun. Heute im Petrie Museum of Egyptian Archaeology UCL Nr. 14335.
Bild:       Limestone slab with Cartouche of Senusret II).
Autor:    Osama Shukir Muhammed Amin FRCP/Glasg., Wikipedia 23. 7. 2016
Lizenz:   CC BY-SA 4.0

 

4 Nebengräber

Flinders Petrie kehrte 1913 noch einmal nach el-Lahun zurück, um die Arbeiten an den Nebengräbern des Pyramidenkomplexes aufzunehmen. Die ersten 4 Nebengräber (Nr. 7, 8, 9 und 10) die Petrie damals fand, waren für die Mitglieder der königlichen Familie angelegt und befanden sich im Innenhof innerhalb der ersten Anlage. Die Grabanlagen besaßen aber keine Oberbauten. Diese Grabschächte 7, 9 und 10 mit anschließendem Korridor und Grabkammer wurden bereits in der Antike ausgeraubt.

Grabschacht 7:
Das Grab 7 gehörte einer unbekannten Prinzessin aus der 12. Dynastie und befindet sich westlich des Pyramideneingangs durch "Grab 10" und östlich von "Grab 9". Es hat die gleiche Grundstruktur - hat aber nur eine Ebene. Wie alle dieser "Grabschächte" sind sie über einen 8,13 m tiefen "Brunnen" zugänglich, der vor einer Nische in der Südwand nahe seiner Basis durchbrochen wird. Im Norden befindet sich die Vorhalle - verborgen hinter einer Reihe von Blockiersteinen. Die Wände sind in zwei kahle Teile unterteilt und der Boden war ursprünglich gepflastert. Die Nische in der Westwand bestand aus einer oberen Nische mit einem gewölbten Dach und einer unteren Nische, die einst ein weiteres Begräbnis beherbergt hatte (evtl. von einer Dienerin oder einem Diener). Die Ostwand hatte eine rechteckige, gestufte Nische und vier runde Löcher, deren Funktion unbekannt ist (siehe Guy Brunton: Lahun I. - The Treasure, London 1920).

Die Grabkammer befindet sich im Norden. Ursprünglich war sie mit Kalksteinblöcken verschlossen, diese wurden jedoch teilweise von Grabräubern geräumt (Guy Brunton, 1920). Die gesamte Grabkammer ist mit feinem weißen Kalkstein verkleidet (Guy Brunton 1920) und enthält einen roten Granitsarkophag auf einem vorspringenden Panelsockel, der die Randwand der Stufenpyramide von Djoser nachahmt (Brunton, 1920, S. 14-15). Der Deckel des Sarkophags hat einen typischen Stil mit flachen Enden und einer geschwungenen Mitte. Dieser wurde zwar "bewegt" - aber intakt aufgefunden. Die inneren Särge waren jedoch entfernt worden, wie einige Fragmente aus dem Schacht und Stücke eines Frauenschädels belegen, die im Vorraum gefunden wurden.

Angrenzend an die Grabkammer befinden sich die Baumnischen im Osten und die Opferkammern im Nordosten (Brunton, 1920, S. 12 und 14). Die Nische enthielt noch die aus rotm Granit (Aussenseite 0,79m; Innenseite 0,52 m / lt. Brunton 1920) gearbeitete Kiste, welche einem flachen Sarkophag mit flachen Enden und einer geschwungenen Mitte ähnelt. In der Truhe befand sich eine Holzkiste, die in vier Fächer unterteilt war und die alabasterafarbenen Kanopenvasen beherbergt. Obwohl die Kiste in einem guten Zustand gefunden wurde (mit nur leichten Verschlüssen an der Basis) waren die darin enthaltenen Kanopenvasen zerbrochen und geplündert worden. Angesichts ihres Zwecks - die einbalsamierten Organe der Verstorbenen zu bewahren - ist nicht bekannt, warum diese Vasen das Ziel der Plünderer waren, denn Schmuck ist in diesen Gefäßen nie enthalten. In einem der Abteile - wahrscheinlich im Südwestem - wurde eine Lunge gefunden (Brunton, 1920, S. 12 und 16-17). Die Opferkammer hatte ein typisches Muster und enthielt Überreste von Grabbeigaben (Brunton, 1920, S. 12 und 17)

    Plan von Grab Nr. 7 - nach Hilda und  Flinders Petrie / Lahun 1920

a) Eingang zu Grabschacht Nrl 7
b) Grabvertiefung
c) Vorkammer
d) Nebenbestattung
e) Grabkammer
f) Nische für die Kanopenbehälter
g) Opferkammer

Bild:      Pyramid of Senusret II. - Plan of Tomb 7.prg
Autor:    Mr. mddude, Wikipedia 18. Mai 2025
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Eine Holzkiste, die aus dem Kanopenkasten aus rotem Granit, der in der Nische gefunden wurde, geborgen wurde.






Bild: W. Flinders Petrie 1920
- public domain

Grabschacht Nr. 8 (Sithathor-Iunit)
Das Grab Nr. 8 von Sithathoriunet ist das östlichste der vier Schachtgräber, die an der Südseite der Pyramide entdeckt wurden. Es wurde aber später als die anderen - etwa 38 Jahre nach dem Tod von Sesostris II., während der Herrschaft von Amenemhet III. - erbaut, unter dessen Regierung die Prinzessin wohl auch verstorben war. Der Schacht von Grab 8 wurde am 10. Febr. 1914 entdeckt und nach dem Bericht von Flinders Petrie in der Times (UK: Petrie 1914, S. 7, Winlock 1934 S. VI) geöffnet. Durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges verzögerte sich die vollständige Veröffentlichung der Ausgrabungsberichte von Guy Brunton (Lahun II von Petrie, Brunton und Margaret A. Murray) bis 1920 bzw. 1923. Der Großteil des Schatzes, den die Archäologen in dem Grab fanden, ging ins Metropolitan Museum, da schon Jacques de Morgan am 7. und 8. März 1894 in Dashur einen ähnlichen Schatz entdeckt hatte.

   Plan Grab Nr. 8 der Sithathoriunet bei der Sesostris 2-Pyramide 
                 - nach dem Plan von Hilda und Flinders Petrie von 1920 (in Lahun II.) -

A. Schacht
B. Vorkammer
C. Schatznische
D. Grabkammer
E. Kanopennische
F. Opferkammer

(eine sehr einfache Rekonstruktion)

Zeichnung:   Pyramid of Sesostris 2 - tomb 8
Autor:          Mr. mddude
Lizenz:         CC BY-SA-4.0


Das Grab ist durch einen 6,60 m tiefen Schacht (ohne Opfergrube oder weitere Vertiefung) zugänglich. Hier wurden Knochenfunde gefunden, deren Herkunft jedoch unbekannt sind (Brunton 1950, S. 12). Der Schacht öffnete sich zu einem 3,50 m langen Vorraum mit Wänden, die in zwei Abschnitte unterteilt sind. Die Wände der Vorkammer blieben als blanker Fels nicht bearbeitet und das Dach war größtenteils eingestürzt. Der obere Wandbereich der Vorkammer besitzt eine Statuennische, während der untere Teil eine tiefe Nische enthält, in welcher der Schatz von Illahun entdeckt wurde (Brunton 1920, S. 12 u. 17). Ursprünglich hatten sich die Schmuckstücke in fünf kunstvollen Kästen aus Ebenholz befunden, die sich aber aufgrund des Wassers fast völlig aufgelöst hatten.

Petrie hielt auch  den Inhalt dieses Grabes anfänglich für nicht sehr vielversprechend, bis er die kleine Nische in der Vorkammer des Grabes fand, wo unter dem Schlamm goldene Röhrchen zum Vorschein kamen. Aus Angst vor weiteren Diebstehlen schlief und arbeitete nur sein Assistent Guy Burton und ein Araberjunge in der Vorkammer, bis alle Schmuckstücke vorsichtig aus der festen Lehmschicht herausgelöst waren und die Lage jedes einzelnen Stückes zeichnerisch festgehalten wurde.

Die Grabkammer selber lag im Norden und war mit einem Kalksteinmauerwerk verkleidet - die teilweise auch im Vorraum verstreut lagen. Die Grabkammer war vom Sarkophag fast vollständig gefüllt, so dass kaum noch genug Platz für eine Person zum Betreten blieb. Der Sarkophag besteht aus rotem Granit und steht auf einem ungeschmückten Sockel. Er ist von einem Deckel mit flachaen Enden und einer geschwungenen Mitte bedeckt. Die Qualität der Bearbeitung ist vergleichsweise schlecht, besonders wenn man ihn mit dem kunstvollen Sarkophag in "Grab 7" vergleicht. Die Plünderer hatten den Deckel an die Wand gestellt und ein Loch hineingeschlagen, um an den Inhalt des Sarkophages zugelangen. Im Inneren befanden sich nur noch Holzfragmente - vermutlich von den inneren Sarkophagen und Stücke von Goldfolie. In der Nähe des Sarkophages wurde ein Stück schwarzen Granits mit einer teilweisen erhaltenen Inschrift gefunden, welche die Titel einer Frau nannten. Die lesbaren Teile der Inschrift lauteten: " Tochter des Königs" und des weiteren "Frau des Königs, vereint mit der weißen Krone". Die einzigen weiteren Funde in der Grabkammer waren ein einzelnes Gefäß aua der Zeit des Mittleren Reiches und eine Perle (Brunton 1920, S. 21).


Die Prinzessin Sithathoriunet lebte unter drei Königen: ihrem Vater Sesostris II., König Sesostris III. und Amenemhet III. (alle regierten während des Höhepunktes des Mittlersen Reiches). So konnte sie eine beträchtliche Sammlung wertvoller Gegenstände für ihre Bestattung ansammeln und wurde nach ihrem Tod mit diesen bestattet. Leider wurde auch dieses Grab von den Grabräubern geplündert und sie beschädigten auch den Granitsarkophag. Eine Mumie befand sich aber nicht mehr im Sarkophag - aber die Alabastergefäße mit den inneren Organen befanden sich noch in der Grabkammer. Die Inschriften auf den Gefäßen nannten den Namen der Grabbesitzerin: Königstochter "%at @wt-@r-Jwnt" = Sithathor-Iunit (Tochter der Hathor von Iunut / Dendera). In diesem Grab befand sich ein Schatz, der mit dem Schatz von Dashur vergleichbar war: Halsketten, Tiaras, eine Holzkette mit Elfenbeineinlage mit einem Rasiermesser, einem Spiegel und Schmuck mit dem Namen von König Amenemhet III., unter dessen Herrschaft sie wohl verstorben war. Das Grab wurde wahrscheinlich schon unter der Herrschaft ihres Vaters Sesostris II. angelegt und stand dann bis zu ihrem Tod (etwa 40 Jahre später) offen. Durch die Regenfälle wurden Lehm und Sand in das leere Grab gespült und später von den Priestern nur notdürftig gereinigt. Auch nach der Plünderung des Grabes durch die Grabräuber lief wieder Wasser, Lehm und Sand in die Grabanlage und bedeckten den Boden.

(siehe dazu auch in der Biografie Sesostris II. / Familie)

Grabschacht 9:
Das "Grab 9" ist das westlichste der vier Schachtgräber, die an der Südseite der Sesostris-II.-Pyramide entdeckddt wurden (Brunton 1920, Tafel XXIII, S. 8). Es verfügt über 2 Eingänge: einen 11,1 m tiefen Schacht, der direkt über dem Grab liegt und eine lange 1,9 m breite Treppe, die von Westen nach unten zum Schacht führt, bevor sie nach Norden zu den Gräbern  abbiegt (lt. Brunton 1920, Tafel 17 & 22, S. 8). Das obere Grab ist durch einen zweiten Schacht von der Treppe getrennt, dessen Dach eingestürzt ist und der zur unteren Ebene führt, die aus der Hauptgrabkammer mit einer balopischen Nische im Osten und einer Opferkammer im Nordosten sowie einer Nebenkammer darunter besteht. Diese war evtl. ursprünglich als Gräberkammer vorgesehen, da die Treppe - wenn sie ihren Weg fortgesetzt hätte - auf dieses untere Stockwerk gestoßen wäre (lt. Brunton 1920, S. 8, Pl. XXII). Dieses Grab wurde lt. Guy Brunton nie vollendet, wie der Zustand der Mauervorbereitung belegt.

Der zweite Schacht ällt weitere 4 m ab, bevor er nach Westen in eine aus Fels gehauene Kammer mit einem 12,2 m langen Korridor zum unteren Grab führt. Der Einsturz des Dachaes hatte überall Trümmern hinterlassen. Das Ende des Korridors dient als Vorkammer, welche unmittelbar in die Grabkammer mit einer baldakischen Nische im Süden führt, statt im typischen Osten, und zur Opferkammer im Nordosten. Die Vor- und Grabkammern sind mit feinen weißen Kalkstein verkleidet, gepflastert und überdacht, aber die anderen Kammern bleiben kahl. Die Decke der Grabkammer hat eine leichte Krümmun und soll wohl ein gewölbtes Dach nachahmen , das darin gemeißelt ist. Ein Großteil des Kalksteinpflasters wurde von Grabräubern geplündert, die auch, wie Guy Burton sie beschrieb, mit "Kritzeleien" an der Decke hinterlassen (Brunton 1920, S. 9). Das Grab scheint das älteste der vier zu sein, da die Grabkammer die einzige ist, die auch einen "Sarggraben" enthält, ähnlich denen der Gräber der Prinzessinnen an der Pyramide von Amenemhet II. in Dashur (siehe: Petrie, Brunton & Murray 1923, S. 15, Pl. XXII.).

In beiden Gräbern gab es nur sehr wenige Funde, und es scheint, dass die Gräber während der 12. Dynastie nicht fertiggestellt oder für eine Bestattung genutzt wurden. Die wenigen geborgenen Keramikfragmente stammen überwiegend aus der 22.-25. Dynastie, mit einigen Stücken aus der 19. und früheren Dynastie, die möglicherweise durch seine späterr Wiederverwendung als Grabstätte in das Grab gelangt sind, wobei weder Fragmente eines Sarges noch von einer Mumie gefunden wurden.

Grabschacht 10
Normalerweise befand sich der Eingang zum Unterbau einer ägyptischen Pyramide stets an der Nordseite, seitdem König Djoser in der 3. Dynastie seine Stufenpyramide erbauen ließ, denn dieses erfüllte eine religiöse Funktion. Zwar ließ Sesostris II. eine Kapelle im Norden errichten, verbarg aber den eigentlichen Eingang zu seiner Pyramide an der Südostseite. Fraser, der von Petrie mit der Untersuchung einer breiten Grube beauftragt war, die südlich der Südostseite der Pyramide entdeckt worde war, entdeckte einen zweiten, größeren Schacht, der weiter südlich unter dem Boden eines Prinzessinnengrabs gefunden wurde und für den Transport des Sarkophages und der Baumateriálien in der Unterkonstruktion verwendet wurde.

Das Grab der Prinzessin war über einen 8,64 m tiefen Schacht zugänglich. Im Schacht befand sich eine kleine Grube mit einer makellos gedrehten roten Keramikschale und vermutlich auch der Knochen eines Kalbes, die verstreut auf dem Boden lagen (Brunton 1920, Pl XXIII, S. 8). Dahinter lag die Vorkammer des Grabes, verborgen hinter feinem Kalksteinblöcken. Die Wände bestanden teils aus feinem weißen Kalkstein, teils aus blankem Fels. In der Westwand war eine Statuennische eingemeißelt und ein zum Grabraum hin abfallender Boden führte hinauf. Die Grabkammer selbst war mit feinem weißen Kalkstein verkleidet und grenzte an zwei Räume einer kanopenartigen Nische im Osten und einer Opferhalle im Nordosten. Zu den in der Grabkammer gefundenen Überresten gehörten das Fragment eines Holzsargs und ein grüner Feldspat-Skarabäus (Brunton 1920, S. 8).

             Plan von Grab 20 nach Hilda Petrie in Lahun I. im Jahr 1920 

A.  Schacht des "oberen" Grabes"
B. kleine Grube (Nischte)
C. Vorraum
D. Statuennische
E. Grabkammer
F. Kanopische Vertiefung
G. Opferhalle
H. Vorkammerschacht
I.  Korridor
J.  Eingangskammer
K. Brunnenraum
L.  Schacht des "unteren Grabes"
M. der "Nun"
N. Passage zur Pyramide

Zeichnung:   Pyramid of Sesostris 2 - tomb 10
Autor:          Mr. mddude
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Die Pyramidenstadt


Flinders Petrie führte in den Jahren zwischen 1888 und 1890 erste systematische Ausgrabungen in el-Lahun durch. Dabei entdeckte er auch die Pyramidenstadt "Kahun" (eigentlich Lahun), welche er großflächig ausgrub. Die Pyramidenstadt von Sesostris II. namens "Hetep Senwosret" - was "Möge Senwosret (Sesostris) Frieden finden" oder "Senwosret ist zufrieden" lag nordwestlich neben dem Taltempel, der das kultische Zentrum des Ortes war und ist heute unter dem Namen "Kahun/Lahun" bekannt (der Name Kahun beruhte auf einen Hörfehler von Petrie). Nach Dieter Arnold lautete der Name der Stadt "Sesostris ist mächtig". In der Stadt lebten die Arbeiter und Beamte, welche mit der Erhaltung der Bauten und dem Totenkult des Herrschers zu tun hatten. Evtl. diente sie auch während des Baus des Pyramidenkomplexes dem König zeitweilig als Residenz.

Zur Zeit der Grabung - um 1889 - war der Erhaltungszustand der Pyramidenstadt noch relativ gut. Petrie beschreibt in seinen Aufzeichnungen, dass die Mauern der Häuser noch bis zur Höhe von einem Meter und mehr anstanden, während heute davon praktisch nichts mehr zu sehen ist. Reste ähnlicher Pyramidenstädte fanden die Ausgräber in Dahschur und Gisa. Die Stadt wurde von einer Ziegelmauer von 400 x 350 m (lt. Silverman 384 x 335m) Länge umschlossen - der Verwaltungssitz befand sich im Norden der Stadt und war über eine Treppenanlage zugänglich auf eine Anhöhe, ähnlich der Akropolis in Griechenland. Hier befand sich eine ausgedehnte Palastanlage sowie sechs große Stadthäuser mit einer Grundfläche von 1000m² bis 2400m², die jeweils bis zu 70 Räume umfassten und an einer 280 m langen Straße lagen. An der Südwestecke lag wahrscheiulich der Taltempel der Sesostris II.-Pyramide.

Die Palastanlage und die Häuser der hohen Beamtenschaft nahmen gut zwei Drittel der Gesamtfläche der Stadt ein - die Häuser hier besaßen Säulenhofe mit kleinen Wasserbassins, Höhe, Veranden, Frauengemächer, Trakte für die Dienstboten, Küchen und Lagerräume - so dass es sich hier in diesem Bezirk nicht mehr um eine "Arbeiterstadt" handelte, sondern wohl zeitweise um eine königliche Residenz. Im Westteil der Stadt (das ca. 1/3 der Gesamtfläche einnahm, befanden sich mehr als 200 kleine, rechteckige Reihenhäuser mit einer Grundfläche von jeweils bis zu 100m². Sie bestanden aus drei bis 7 Zimmern (die meisten davon besaßen nicht mehr als 3 Zimmer - aber einige größere hatten auch bis zu 12 Zimmer). Diese Häuser gehörten wohl niedrige Verwaltungsbeamte und Künstlern. Im Osten der Stadt befanden sich Magazine und Speicher - im Süden dann wieder größere Hausanlagen (7).

William Flinders Petrie fand bei seinen Ausgrabungen 1888/89 die sog. "Lahun-Papyri" auch bekannt als Papyrus Kahun. Diese Papyri bieten Einblicke in die medizinische, administrative und wirtschaftliche Lebensweise der Ägypter in der Zeit von Amenemhet III. (12. Dynastie) und sind Teil der Ausgrabungen in der Oase Fajum. Die Papyri sind in das Mittlere Reich (12. und 13. Dynastie) datiert und enthalten Dokumente wie Priester-Listen, Tempelinventare und Rezepte zur Behandlung von Krankheiten und wurden von Francis Llewellyn Griffith 1898 ins Englische übersetzt und anschließend wurden die wichtigsten Papyri publiziert. Sie sind wertvolle Funde, welche die frühen Ägypter des Mittleren Reiches in ihrer Gesundheitsvorsorge und in ihrer Verwaltung prägten.

Diese Papyri befinden sich heute alle im Petrie Museum of Egyptian Archaeology im Universitäts College London. In einem Schutthügel fanden einige Jahre später Einheimnische weitere Papyri und verkaufdten sie auf dem Kunstmarkt, wo Teile von Ludwig Borchardt für das Ägyptische Museum Berlin angekauft wurden. Weitere Teile sollen sich im Ägyptischen Museum in Kairo befinden.


 

 Quellen und Literatur:

  1. Mark Lehner: das Geheimnis der Pyramiden in Ägypten, 1999

  2. Miroslav Verner: Die Pyramiden 1999

  3. Dieter Arnold: The Pyramid of Senwosret , Metropolitan Museum of Art, 1988

  4. Mark Lehner: The Complete Pyramids, New York, Thamses & Hudson, 2008 ISBN 978-0-500-28547-3

  5. Christine Lilyquist, Peter Dorman, Edna R. Russmann (1983) "Egyptian Art": The Metropolitan Museum of Art Bulletin, New York ISSN 0026-1521

  6. Dieter Arnold: die Pyramide Sesostris II. bei El-Lahun - in Sokar: Bd. 32, S. 52-65

  7. The Complete Cities of Ancient Egypt / Steven Snape 2014, Thames and Hudson Ltd

 


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