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Königliche Baupolitik:

 

Bubastis / Per-Bastet:

Außerhalb der Tempeleinfassung fanden sich zahlreiche Statuen Amenophis III., sowie die Reste eine von ihm errichteten Kapelle (kleiner Jubiläumsbau / Sedfestkapelle).

Fragment aus Bubastis / Helck Urkunden IV. 1734

1734:
[ …………………… ] Nubier [ …………………………. Beim Tun[............... …… …………………… ] dieses Heer, indem ihre Herzen zum Kampf verbissen waren, angestrengter (?) als alles. Es kam [ ………………......................... …… ] bei (?) euch, ohne dass euch ein Befehl gegeben worden war. was aber das angeht, was euch Meine Majestät befiehlt, so ist Rede[...................................... ……. ] .....indem die Gefolgsleute [der] Nubier gefällt sind, weil Meine [Majestät] weiß, dass ihr nicht (?) tun werdet den [ …………… ……………    …………………………………………] ohne dass es ihnen befohlen war. Da schlug sie (pl.) Seine Majestät selbst mit dem Amc-Szepter, das in [seiner] Hand war [ …………………….. ] 

1735
[ ………………………...… ]
die Sandbank von !wa, beim Erscheinen des Königs auf der westlichen Wüste. Da ließ man das Heer haltmachen [ ………………………………………… ] sie ganz viel, über alles hinaus. Da befahl Seine Majestät diesen Leuten, was sie tun sollten. Da priesen sei  
[ ……….
……………………………………………………..…….. ] durch die Besatzung des Heeres, die an der Spitze war, damit sie hinaufstiegen als Schutz. Da beriet sich seine Majestät [ …….. …………………………………… ] welche darin waren, alles tuend. Es befahl Seine Majestät, 124 Soldaten auszusenden beim Aufmarsch nach dem Brunnen, der auf W[………..] ist [ ……………………………………………………………………………………. ] bei der Südfahrt, um die Sandbank von !wa zu sehen, um den Weg für die Fahrt bekanntzugeben [ … …………………………………………… Liste der] Gefangenen, die sie dort fanden:
Nubier             3
Kühe            113
Esel                11
3. Monat Ax.t,  [ ……………………

1736:
1736 sehr starker [Nots]wind zum Herauskommen der Sandbank von !wa. Hervorkommen dieser Sandbank in Frieden.
Fahrt [ …………………………………………….…………….. ]
Wnck mit Namen, am Südende der Sandbank von !wa. Ruhen in der Laube, die dort gemacht war. [ …………………………………………………….]

 

Tell Atrib / Athribis
- altägyptisch: Hut-hei-ib -

Amenophis III. ließ hier einen Tempel für den Gott Horus–Chenticheti errichten, von dem nichts mehr erhalten ist. In ihm war zu mindestens ein Granitlöwe aufgestellt. Hier fand sich eine Stele des Königs.

Letopolis /Ausim /Chem:

Hier ist eine Bautätigkeit nachgewiesen.

Heliopolis:

Tempelbau aus Kalkstein in Heliopolis (Iunu) für Re. Bei der Grabung 1964–1967, wurden in Tell el – Hisu die Reste zweier Tempel freigelegt. Der südliche (sog. Tempel Ramses II.) stammt aus der Zeit
Amenophis III.; es handelt sich um ein Heiligtum für Horus. 

Säulentrommeln von Heliopolis

Diese Säulentrommeln gehörten wahrscheinlich zu der oben erwähnten Horus-Kapelle von Amenophis III.

 

(Bild: saamunra)

Deutlich ist der Name des Königs am Säulenkapitell zu erkennen. Auf dem Abakus ist der Thronname des Königs in einer ungewöhnlichen Form zu sehen. Neben Neb-Maat-Re steht hier der Zusatz:

"...geliebt von Horus Chenti-peru (etwa "Erster der Häuser").

Dieses scheint ein Beiname des Horus von Heliopolis gewesen zu sein. Damit ist wohl nachweisbar in Heliopolis ein Neubau des Horus-Tempels unter Amenophis III. belegbar. Allerdings ist die Lage innerhalb des Temenos bzw. der Stadt noch nicht zu ermitteln, da keines der Bauteile insitu geborgen werden konnte. Auch scheint der dort belegte Beiname des Horus nur für Heliopolis belegbar zu sein.

( Quelle: nach Dietrich Raue:  "Heliopolis und das Haus des Re", 1999)

Auf dem linken Säulenfragment sind beide Kartuschennamen König Sethnachte zu sehen. Auf dem mittleren sind Thron- u. Geburtsname von Merenptah und der wiederhergestellte Geburtsname Amenophis III. erkennbar, während auf dem rechten Fragment nur der Name Merenptahs zu sehen ist.

(Bild: saamunra)

 

Sehr deutlich ist auf dieser Säulentrommel
 (Heliopolis) der Qualitätsunterschied der ausgearbeiteten Reliefs zu erkennen. Die Kartusche von Amenophis III. und ebenso wie alles drum herum ist in dem hohen Qualitätsstandard seiner Zeit ausgeführt und unterscheidet sich deutlich von dem Rest, welcher sehr "grob" gearbeitet wurde.

 

 

(Bild mit frdl. Genehm.  v. Gitta Warnemünde)

Wie hier erkennbar, befindet sich  die ganze Inschrift unter der Himmelshieroglyphe. ( pt )Die beiden flankierenden Zusätze zu den Königskartuschen lauten:

Links:

"Geliebt von Horus, dem Herrn der Fremdländer, dem großen Gott"

Rechts: Geliebt von Horus, dem "Ersten der Häuser".

(Anmerk.: Wir danken Saamunra und Gitta Warnemünde aus dem Forum: Ägypten - Magie der Jahrtausende für die Erarbeitung dieses Beitrages und Bereitstellung der entsprechenden Fotos.)

Bei der Grabung der ägyptischen Altertümerverwaltung in Heliopolis 1993/94 an der südlichen Umfassungsmauer, wurden vier Kalksteinstelen gefunden, die sich heute im Magazin der Altertümerverwaltung in el –Matarijeh / en–Schams befinden (Quelle: Göttinger Miszellen 193). Unter der im Halbrund abgebildeten geflügelten Sonnenscheibe ist jeweils der König opfernd vor einer Gottheit dargestellt.

Stele A - Nr.  158 Höhe 61cm; Breite 41cm; Tiefe 7cm / der König vor Re-Harachte
Stele B - Nr. 152 Höhe 61cm; Breite 41cm; Tiefe 7cm / der König vor Hapi
Stele C - Nr. 171 Höhe 59cm; Breite 38,5cm; Tiefe 7,5cm / der König vor Horus
Stele D - Nr. 156 Höhe 61cm; Breite45cm; Tiefe 8cm / der König vor Hathor

 

Raum Memphis:

Tura – Kalksteinbrüche

Hier wurde zwei Felsstelen angebracht, eine im Jahr 1. die andere im Jahr 2.
Amenophis III. Sie sprechen vom Brechen von Steinen für die Millionenjahrhäuser des Königs.
Der König ließ in den Kalksteinbrüchen von Tura einen neuen Abschnitt eröffnen.

Felsstele aus Jahr 1 (Stele Nr. 3)
Teilweise beschädigt, der obere wie auch vermutlich der untere Teil vom Abschluss des Textes fehlen völlig. Im oberen Teil steht der König vor drei Göttern.

Der 4 + x – zeilige Haupttext spricht über die Wiedereröffnung der Steinbrüche, um Steine für die Millionenjahrhäuser des Königs zu brechen.

Übersetzung des Stelentextes n. Peter Beylage / ÄAT 54
- "Aufbau der königlichen Stelentexte" -

Objekt: Felsstele aus dem Jahr 1 (Urk. IV. 1680-1681 (B)
Fundort: Tura
Aufbewahrungsort: in situ
Beschreibung:

Die Stele befindet sich auf dem Ostufer des Nil am Eingang zum Steinbruch von Tura. Im Bildfeld rechts bringt der König vor drei Göttern – Amunre (ausgehackt, den Umriss nach zu erkennen)  bei R. Lepsius noch zu sehen), Horus und Herischef – das Udjadauge dar. Vor ihm steht ein hoher Opfertisch mit einer Lotosblume.  

Beischrift:
  
Beim König

„ [Der präsente Gott,] (Nebmaatre)|, [der Sohn des Re,] (Amenophis, Herrscher von Theben)|, ewiglich [begabt mit] allem [Leben] wie Re “

   Bei Amun-Re

„ [Amun – Re], der Herr der Throne Beider Länder
  [ … ] “

   Bei Horus „ [Hor]us, der Herr von Letopolis “
   Bei Herischef „ [Hersch]ef, der König der Beiden Länder “
   Am rechten Rand
         hinter  dem König

„[ … ], Horus und Herischef. Diese Götter geben dir ewig alles Leben, alle Herrschaft und Gesundheit “.

Haupttext:

„ Erstes Regierungsjahr unter der Majestät des Horus, Siegreicher Stier, erschienen in Wahrhaftigkeit, Herrinnen, Der die Gesetzte festigt und die Beiden Länder befriedet, König von Ober – und Unterägypten, der Herr der Beiden Länder, (Nebmaatre)|, Sohn des Re, sein Geliebter, (Amenophis)|, Herrscher von theben, er lebe ewig.
Befehl Seiner Majestät:
Erneutes Öffnen des Steinbruches, um Kalkstein für den Bau seines Millionenjahr – Tempels zu brechen, nachdem Seine Majestät den Steinbruch, dr in Tura liegt, nahe an der völligen Zerstörung vorfand seit der Zeit der Vorfahren.
Es war Meine Majestät, die erneut handelte. Er handelt, damit er ewig mit allem Leben, aller Dauer und Herrschaft, und aller Gesundheit begabt wie Re “  

Felsstele aus Jahr 2 (Stele Nr. 4)
Die Felsstele ist teilweise beschädigt und der obere sowie vermutlich auch der untere Abschluss, das obere rechte Eck der von Vyse und Lepsius kopierten Stele befindet sich heute in Toledp (USA - Ohio) im 
Toledo Museum of Art, Nr. 1925.522
. Im oberen Teil zeigt sie in zwei Registern den König vor jeweils einer Reihe von Göttern und Göttinnen. Der 5 + x – zeilige Haupttext vermerkt die Eröffnung der Steinbrüche für die Millionenjahrhäuser des Königs.

Bildfeld: Das Bildfeld besteht aus zwei Registern, der jeweils rechts stehende König opfert jeweils vor vier Gottheiten

Register 1.  Amenophis III. weihräuchernd und librieren
                     vor vier nicht erhaltenen Gottheiten
Register 2.  Amenophis III. opfert zwei nw-Töpfe
                     vor vier Gottheiten.

1.  "Sopdu, Herr des Ostlandes"
2.  "Anubis, Herr von Sepa!"
3.  "Werethekau, Herrin des Himmels, Gebieterin
       der Götter"
4.   "Hathor, Herrin von Sx.t Ra

 

Fels-Stele aus Jahr 2 nach W. Helck - Urk. IV. 1680

Darstellung:
    oben räuchernt:
„[Der gute Gott] (Nb mAa.t [Ra)|, Sohn des Re (Imn] Htp Herrscher von Theben)|, [dem Leben wie Re gegeben werde] ewiglich. Schutz und Leben seien alle um ihn wie (bei) Re.“
Unten spendet d. König „Sopd, dem Herrn der Ostwüste, Anubis, Herrn von SA pA; Wr.t HkAw, der Herrin des Himmels, Herrin der Götter; Hathor, Herrin vom Gefilde des Re. “
Beischrift 1. „ Wasser Spenden. “
Beischrift 2.  „(Nb mAa.t [Ra)|  (Imn] Htp Herrscher von Theben)|, der Herr wie Re ewiglich “, vor „ [Amun], Herrn der Throne der beiden Länder, [ ………. ]; Horus, Herrn von Letopolis; [Horus – Har]saphes, dem König der beiden Länder. “
Hinter dem König steht „Horus – Harsaphes und diese Götter,sie mögen dir alles Leben und Heil sowie Gesundheit ewiglich geben"
Inschrift:

1681:
"Jahr 2 unter der Majestät des Horus, Starker Stier, erschienen in Wahrheit; die beiden Herrinnen, der die Gesetze festigt und die beiden Länder beruhigt; Goldhorus, Groß an Kraft, der die Asiaten schlägt; der gute Gott, Herr der Freunde, Herr der Kronen, der die schöne weiße Krone ergriffen und sich mit der Doppelkrone in Leben und Heil vereinigt hat, der König von Ober – und Unterägypten, Herrn der beiden Länder, Herr des Opfers „(Nb mAa.t [Ra)|, sein geliebter leiblicher Sohn des Re, der Denkmalsreiche, Geliebte der Götter, der erschienen ist auf dem Thon seines Vaters, der Herr der Kronen (Imn] Htp Herrscher von Theben – Erbe des Re)|, dem Leben, Dauer, Heil, Gesundheit, Freunde seines Herzens und seines Ka gegeben werden wie Re ewiglich. Es befahlen Seine Majestät, Steinbrüche neu zu eröffnen, um Turakalkstein zu brechen, um seinen Totentempel von Millionen von Jahren zu erbauen, nachdem Seine Majestät die Steinbrüche, die in Tura sind, angetroffen hatte, indem sie begannen sehr zu verfallen, seit der Zeit derer, die früher gewesen waren. Seine Majestät aber machte (sie) aufs Neue. Er tat es, damit (ihm) Leben, Dauer, Heil, Gesundheit gegeben werde wie Re ewiglich. “

Auffallend ist die große Ähnlichkeit der beiden Texte mit mit den Inschriften Amenophis II. 
vom gleichen Ort. 

Memphis:

Geringe Reste seiner Bautätigkeit fanden sich in der Südwestecke des Tempelbezirks des Ptah.
Der Name des Millionenjahrhaus  das König
Amenophis III. im Bereich des Ptah-Tempels errichten ließ, trug den Namen "$nm.t PtH". Der Bau konnte bislang archäologisch nicht lokalisiert werden, jedoch fanden sich einige Spolien davon.

Zwei Quarzitblöcke, die den König opfernd vor Sachmet zeigen befinden sich  heute in Boston, MFA 10.650 und Kopenhagen, Ny Carlsberg Glyptothek  AE.I.N. 1152.

Quarzitblock Kopenhagen
Der König opfernd vor Sachmet
heute: Kopenhagen, Ny Carlsberg
Glyptothek AE.I.N. 1152

Quarzitblock im versenktem Relief aus Boston
Amenophis III. steht  vor der löwenköpfigen Göttin Sachmet (aus Ptahtempel Memphis)
H. 41cm; B. 65 cm; Nr.10.650

In seiner Biographie (auf seiner Schreiberstatue aus Quarzit, gefunden auf dem Gelände des Ptah-Tempels, heute im Ashmolean Museum in Oxford – Nr. 1913.163) berichtet der Oberdomänenverwalter des Königs von Memphis namens Amunhotep /JmnHtp) genannt Hui (!wj), über den Bau dieses Haus der Millionen von Jahre für den König im Gebiet des Ptah-Tempels. Der Beamte JmnHtp besaß ein heute nicht mehr lokalisierbares Grab in Saqqara.

Auf seiner Statue im Ashmolean Museum berichtet er, dass er die Bauarbeiten am Millionenjahrhaus des Königs im Gebiet von Memphis leitete zu dem auch ein See gehörte.

Urkunden-Nr.

Text Wolfgang Helck - Urk. IV. 1793-1801

1793

„Gegeben (die Statue) als Gunstbeweis [des Königs] in das Haus des
 (NbmAa.tRa)|$nm.tPtH, das seine Majestät (Leben, Heil Gesundheit) neu errichtet hat für seinen Vater
P[tah, südlich seiner Mauer im] Überschwemmungsland westlich [von] !w.tkAPtH (Menphis),

1794

für den jrjpat , Hat j aSiegler des unterägyptischen Königs, geliebter des Herrn der beiden Länder, Großem [der Großen, Edlen der cmrw], Beamter an der Spitze der Königsedlen, Auge des Königs von oberägypten, Ohr der Königs von unterägypten, [Vertrauter des Königs, des Verständigen] auf dem Wege  des Palastes, den Mund, der im Palast zufrieden stellt, trefflich an Stellung [ ……………….. ] den wahren [königlichen] Schreiber Jmn Htp. Er sagt: Ich spreche zu euch Exzellenzen, die ihr [die Beamten] der Zukunft auf Erden sein werdet!

Ich begleitete den guten Gott, Herrn der beiden Länder, den starken Herrscher, den König von Ober – und Unterägypten (Nb mAa.t Ra)|, als [ich] noch ein Kind war und keie Verwandeten hatte. Nun bin ich alt und [bin, wie) ich sein soll. Ich trete in den Palast ein, auch wenn er abgesperrt ist, um den Horus in diesem Haus zu sehen, während die Beamten hinausgehen. Er lobt mich wegen meines trefflichen Charakters und befördert[e mi]ch [zum] Ober[domänen]vorsteher, indem, mein Stab auf den Köpfen der Untertanen war. ich bin reich   an Hörigen, Rindern und allen Besitz ohnr Ende und [nicht gibt es] ein Reden: Ach hätte ich doch! –

1795 in der Gunst des Königs der beiden Länder, Horus Erschienen in Warheit. Ich tat die Wahr[heit dem Herrn der beiden Länder] Tag [wie Nacht], da ich ja weiß, dass er von ihr lebt. Ein Abscheu war es für mich, [übl]eszu reden. Er beförderte mich zum Leiter der Bauarbeiten an seinem Totentempel der Millionen von Jahren, den [Seine Majestät] neu errichtete auf dem Überschwemmungsland westlich von Memphis im Bezirk „Leben der beiden Länder“ – es war aber sein Vater Ptah, südlich seiner Mauer (selbst), der sich in einen Mann verwandelte, und eilends [mitarbeitete oder ähnlich] – als Denkmal für seinen Vater Ptah, in prächtiger Arbeit für die Ewigkeit in Turakalkstein, indem seine Schönheit wie die des Himmelhorizontes war. alle seine Tore waren aus Zedernholz vom Garten vom Auserlesenen von NgAw, beschlagen mit echtem Gold aus den Fremdländern, Dam Gold und allerlei Edelsteinen. Die Kallen und Mauern waren aus [ …….. strah]lend (? Abab ?) [ ……….…………. ] sehr (?), in arbeit der Ewigkeit, mit einer Unfassungsmauer. Ein see wurde gegraben, bepflanzt mit Bäumen, leuchtend mit jeder herrlichen Planze vom Auserwählten des Gotteslandes. Die Alt[äre] waren [aus] Silber, Gold, [Türkis] und allerlei hartem Gestein. Nachdem dann diese Arbeit schön fertiggestellt war, da weihte Seine Majestät ein Gottesopfer neu als tägliche Lieferung
1796

und 1797 

für seinen Vater Ptah, südlich seiner Mauer, und für die Götter dieses Totentempels, ausgestattet mit Opfern bis in Ewigkeit. Er gab Web – Priester und Propheten aus den Kindern der Notablen von Memphis. Er gab Felder, Rinder, Bauern und Hirten [ …………….. ] [aus] dem Besten der Beute Seiner Majestät, die er in allen Fremdländern erbeutet hatte. Ein  jedes Amt dieses Tempels, es besetzte Seine Majestät.

Es war aber Seine Majestät, die bestimmte nach dem, [was sein Vater Ptah, südlich seiner Mauer,] wünschte. Er ließ Seine Majetät, diesen Tempel auf dem Grund un Boden des Ptahtempels sein mit jeder seiner Urkunden, wie die Totentempel der Könige von Ober – und Unterägypten, die bei seinem Vater Amun in der Südstadt sind, indem er dem jeweiligen Domänenvorsteher des Königs unterstellt ist, [gefüllt mit] seinem Opferbrot bis in Ewigkeit. Da gab ich Besitz schriftlich aus meinen Feldern, den Hörigen, meinen Herden für die Statue dieses Königs von Ober – und Unterägypten (Nb mAa.t Ra)|, deren Name [Nb mAa.t Ra ist st]ark ist, die seine Majestät für seinen Vater Ptah in diese, Tempel [aufgestellt hatte]. Aufschlüsselung des Protokolls darüber:  

Felder 210 Aruren im nördlichen Verwaltungsbezirk,
Felder 220 Aruren von denen, die mir als königlicher Gunstbeweis gegeben worden war.
Zusammen Felder Aruren [430].
[Ferner Sklaven x], Skla[innen] 10, Legevögel 1000, Schweine 1000, Ferkel 1000. 

Es lobte mich deshalb Seine Majestät wegen der Trefflichkeitihm gegenüber. Ich erreichte die Ehrwürdihkeit inder Gunst des Königs. Ich machte frisch den Stab des Lebensherrn nach einem langen Alter und vereinte mich mit meiner Höhle in der [Nekropole]. [Groß] ist mein [Lob] unter den Höflingen und meine Beliebtheit bei jedermann. Meine Gnade bleibt im Königshaus.

Es gab mir Seine Majestät ein Gottesopfer, das von seiner Statue herauskommt in seinen Totentempel von $nm.t PtH, [den Seine Majestät im Überschwemmungsgebiet westlich von] Memphis (neu) errichtet hat. Wenn sich nämlich der Gott an seinen Opfer befriedigt hat und dann diese Statue ihren Anteil erhalten hat, dann lässt man das Brot diesem Diener da herausgehen durch den Vorlesepriester, der sich in seinem Tempel befindet, wobei es dann der Webpriester, der sich bei seinem Monatsdienst befindet, [an meinem Grab] opfern wird [gemäß] der Vorschrift täglich. Liste davon:                          
1798
bjt Brot         Backverhältnis            30 Stück     20
bjt Brot                                            50 Stück     30
bjt Brot                                          100 Stück   100
psn Brot                   "                    30 Stück     20
psn Brot                    "                       40 Stück     30
Zusammen verschiedene Brote des Gottesopfer: 200
Bier                 Backverhältnis              30 Krüge     10
Fett                                                          (1) hin
1 Schenkel von jedem Kleinvieh, das in diesen Totentempel kommt.
Wein                                                         1 hin
Milch                                                        1 Krug
Saj.t Kuchen in Spitzbrotform             2
Gewöhnliche Vögel                                  1
Gemüse                                                    6 Bündel
Früchte                                                     1 Topf
(sowie) Blumen
Ich sage:  Hört ihr Web – Priester, Vorlesepriester iúnd Propheten von  $nm.t PtH, sowie jeder Dömänenvorsteher des Königs, der in Memphis nach diesem (Tagen) sein wird: Es hat euch Seine Majestät Brot, Bier, Fleisch, Kuchen und alle guten Dinge gegeben, damit ihr (es) vorfindet in seinem Totentempel von $nm.t PtH täglich. Seid also nicht gierig nach meinem Opferbrot, das mir mein Gott anbefohlen hat, um mit Wasser zu spenden an meinem Grab.
1799 
und
1800
...............................................................................................

..............................................................................................
1801 Denn ich war ein wahrhaft rechter Mann. Ich gab Brot dem Hungernden, Wasser dem Dürstenden und ich tat, womit die Menschen zufrieden sind und was die Götter loben. “

Stelenfragment aus Kalkstein,
Amenophis III. wird in einer Doppelszene gezeigt, begleitet von Sachmet, wie er von Ptah Leben empfängt – heute in Kairo JdE 34.558.

Kniefigur des Königs
Kniefigur aus Quarzit, der eine Opfertafel vor sich hält – heute in Cambridge,
Fitzwilliam Museum E. 82.1913.

Bündelsäulen
Zuweisung unsicher, Brüssel E. 4987.

Königskopf aus Quarzit, 
Fundort (Memphis) nicht ganz sicher, heute New York. MMA 56.138.

Ca. dreißig Kalksteinblöcke
 
mit Reliefdarstellungen.

Es fanden sich auch Kolossalstatuen des Königs, die sich heute im Museum zu Kairo befinden.

Saqqara:

Apiskatakomben
Eröffnung des sog. Serapeums der Begräbnisstätte der Apisstiere zu Memphis.
Eine Begründung, warum Amenophis III., das erste Grab in der Wüste von Saqqara, weit entfernt vom Wüstenrand, für eine Apisstier anlegen ließ, ist bisher nicht gefunden worden. Die Gründung einer Institution Tierfriedhof mit oberirdischem Sanktuar ist verbunden mit der Stiftung von Personal und Feldbesitz durch den König. 

Kom Medinet Ghurub:

Hier fanden sich viele Objekte mit dem Namen von Amenophis III. und der Teje.

Wahrscheinlich befand sich hier eine Palastanlage des Königs.

Hebenut:
-
(Mittelägypten) -

Hier fand sich ein Türsturz mit dem Namen des Königs.

Aschmunein:
- Hermopolis - 

Im Tempelbezirk des Thottempels von Hermopolis finden sich die Reste von acht riesigen Kolossalstatuen aus Granit (4,5 m Höhe ohne Sockel mit einem Gewicht von 35 Tonnen) des Gottes Thot, in Gestalt eines Pavians. Gearbeitet sind sie aus rotem Quarzit von Gebel Gulab bei Assuan. Sie standen wohl vor dem Eingang des Tempels. Auf ihren Halskragen tragen sie die Kartusche Amenophis III.

35 Tonnen schwere Kolossalstatue des Gottes Thot
- im Tempelbezirk des Thot-Tempels in
Hermopolis -
(Bild: mit frdl. Genehmigung
saamunra)

 

Sog. "Altar Amenophis III." (Barkenuntersatz)
- aus dem Dromos in Hermopolis -
(Bericht und Bilder aus GM 180 von H. Ernst)

Der Untersatz wurde in dem Dromos des Hermes gefunden. Ursprünglich war er im Sanktuar des Thot-Tempels der 18. Dynastie aufgestellt.


Nordseite


Südseite

Auf der Nord- und Südseite ist die twAp.t  Szene dargestellt.


Ostseite

Auf der linken Hälfte der Ostseite ist der König vor Maat opfernd und auf der rechten Hälfte brandopfernd dargestellt


Westseite

 

El Berscha:

Felsstele Amenophis III. in Bersheh:

Übersetzung des Stelentextes nach P. Beylage
- in "Aufbau der königlichen Stelentexte / ÄAT 54

Objekt: Felsstele aus Jahr 1
Fundort bei el-Bersheh
Aufbewahrungsort in situ
Beschreibung Im Bildfeld der Stele opfert der König vor zwei Göttern.
((^psj und NHm.t a. wwj ?)
Beischriften: Kulthandlung:
"(Das ist das Darbringen) einer Libations und einer Räucherung.
An beiden Seiten der Stele befindet sich eine Kolumne:
„ [ … Groß an Kra]ft dern den Re gezeugt hat, (Nebmaatre)|, der Sohn des Re [(Amen]ophis, Herrscher von Theben)|, der die Denkmäler der Götter fortdauern lässt, der Geliebte des Thot, des herrn von  Hermopolis “.
Haupttext:

„Erstes Regierungsjahr, dritter Monat der Sm.w Jahreszeit, [ … ] Tag unter der Majestät des Horus, Siegreicher Stier, erschienen in Wahrhaftigkeit, Herrinnen, Der die Gesetzte festigt und die Beiden Länder befriedet, [Horus des Himmels, mit großer Kraft, der] die Asiaten [schlägt], der Kömig von Ober – und Unterägypten (Nebmaatre)|, Sohn des Re[(Amen]ophis, [Herrscher von Theben)|, begabt mit Leben. Er handelt in Form [seiner Stiftung] für seinen Vater Thot, den herrn von Hermopolis, für ^pd j, den Großen der Fünf und für die Neunheit, die in Hermopolis residiert:
Steine für ihn brechen [ … ] aus (?) Kalkstein, um den Tempel dessen zu erweitern, der ihn geboren hat. Er ließ ihn sehr viel höher sein und verdickte (seine Mauern) mehr als die anderen (Könige vor ihm).

 

Abydos:

Hier vollendete der König den Tempel Thutmosis III. in den er eine Kapelle für König Amenophis I. einbauen ließ.

Ab Amenophis III. wird das Grab des Königs +r (Der) als Osirisgrab angesehen, was wohl auf eine
„archäologische“ Untersuchung zur Zeit dieses Königs zurückgeht.

Raum Theben

  
        
siehe hier:   

Theben-West
- Kom el-Hetan -


siehe hier:
                           
 

Medinet Habu:

Das hier bestehende kleine Heiligtum welches von Hatschepsut und Thutmosis III. errichtet wurde, erhielt unter Amenophis III. eine neue Umfassungsmauer.

El-Malqata:

Malqata, der Palast Amenophis III. lag am Westufer von Birket Habu, jenseits des Fruchtlandes auf einer weiten, flachen Sandebene, die sich etwa 4km nach Westen bis zu den zerklüfteten Bergketten erstreckt. Hier standen auf einer Fläche von über 320.000 m² zahlreiche großartige Bauwerke. 

Die Palastanlage wurde erst 1888 entdeckt. Barry Kemp zufolge glich der Grundriss von Malqata dem eines ägyptischen Tempels. Hierin sollte die sich immer stärker durchsetzte Glaubensvorstellung widerspiegeln, dass Amenophis III. König und Gott in einem war und dass sich die Trennungslinie zwischen irdischer und göttlicher Herkunft verwischt hatte.

Das arabische Wort „Malqata“ bedeutet wörtlich „Der Ort, an dem Dinge aufgelesen werden können“. Das durchwühlte Erdreich ist noch immer von bemalten Scherben übersät; nach starken Wind tauchen immer wieder Fayenceperlen auf, und stark verwitterte Relikte von Lehmziegelwänden ziehen sich über die Ebene. Fundamentreste der Palastanlage mit ihren bunten Malereien sind noch heute vorhanden, Wände und Fußböden waren mit künstlerisch hochwertigen Malereien verziert. In seinem Schlafgemach (im Palast von Maqata) schmückten die Darstellungen der Geiergöttin Nechbet (mit ausgebreiteten Flügeln) die Decke.

Nördlich des Palastes befand sich ein Amuntempel mit einem großen Hof, wo eine Amunfigur aus Diorit von viereinhalb Metern Höhe aufgestellt war. Vom Tempel führte ein Prozessionsweg, zum T–förmigen Hafenbecken. Hier dürfte auch die königliche Barken mit Namen  Aton–Tjehen  = „leuchtende Sonnenscheibe “  geankert haben. In der Nähe des Palastkomplexes, beim heutigen Kom el–Samak, wurde eine bemalte Plattform aus Lehmziegeln für die Sedfeste des Königs errichtet. 

(Plan Waseda Universität, Tokio)

Das Schlafgemach des Königs, besonders der Platz wo einst das königliche Bett stand, besaß besonders dicke Wände aus Lehmziegel. Diese verstärkten Mauern hatten evtl. kultische Gründe oder dienten einfach nur der Sicherheit des Königs. 

Hier sind die Palastfundamente von Malkata zu sehen.
Besonders in der Mitte sind die sehr dicken Mauern des königlichen Schlafgemachs erkennbar.
(Bild: saamunra)

Die unten zu sehende Luftaufnahme zeigt den  heutigen Zustand der einstigen Palastanlage.

Palastanlage Malqata aus der Luft
- Bildquelle: Wikipedia / Autor: en: User:Ma
rkh
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by its author.

 

Zur Palastanlage von Malqata:
- im Hinblick mit dem königlichen Sedfest -

Sein Erstes Sed–Fest feierte Amenophis III.  in seinem 30. Jahr, dazu heißt es Bemerkenswerterweise:

„ Es war Seine Majestät, die dies gemäß der altehrwürdigen Schriften tat. Generationen [von] Menschen seit der Zeit der Vorfahren haben nicht (derartige) Festriten des Sed–Festes vollzogen. “

Den Eindruck davon, wie ein solches „altehrwürdige Schrift “mit den Ritualvorschriften für ein 
Sed–Fest ausgesehen haben könnte, vermittelt der „Dramatische Ramesseums-Papyrus“, der im thebanischen Grab eines „Zauberers“ der 12. Dynastie entdeckt wurde und in
detaillierter Form Ritualhandlungen und Rezitationstexte sowie Spielrollen und deren Besetzung möglicherweise 
des Sed–Festes Sesostris I. wiedergibt.

Im Falle von Amenophis III.. ist in Malkata auch der „Austragungsort“ namentlich und archäologisch bekannt. Die Palastanlage Malkata, ägyptisch „Haus der Freude“ (PrHaji), scheint unmittelbar vor dem „großen Ereignis“ in Betrieb genommen worden zu sein und umfasste ca. 227000m2, u.a. mehrere Paläste, einen Amun–Tempel mit einem weitläufigem 1. Hof und eine naheliegende Festhalle sowie ein großes künstliches Se – bzw. Hafenbecken.

1980 grub ein Team der Waseda–Universität von Tokio in Deir el–Schelwit / Kom el–Samak etwas südlich von der Palastanlage von Malqata gelegen, eine ungewöhnliche Lehmziegelkonstruktion aus. Es handelt sich sicher um einen Bau, der im Zusammenhang mit den Sedfesten König Amenophis III. stand. Die Außenflächen des Bauwerks waren verputzt und trugen Malereien, ähnlich denen, die in Malqata gefunden wurden.

Von Norden, Süden und Westen führten wahrscheinlich Rampen auf das Podium hinauf, auf dem wiederum ein kleinere Plattform stand. Zu dieser führte eventuell von Westen eine Treppe hinauf, ebenso wie zwei kleinere Treppen links und rechts von Podium aus, hinaufführten. Die Treppenstufen wiesen abwechselnd die Darstellungen von Bogen und den Abbildungen von gefesselten Angehörigen der Neunbogenvölker auf. 

Bei dem Ziegelbau in Podiumsform könnte es sich um eine Konstruktion handeln, die eventuell
im Grab des Cheruef TT 192 gezeigt wird. Es handelt sich dabei um eine Art Untersatz für den Sed–Fest Pavillon, wie er auch in einigen anderen Darstellungen abgebildet ist – siehe bei Sesostris III. / Amenophis I. usw.

Rekonstruktion des Gebäudekomplexes
(bearbeitet nach
"The Excavations at Malkata-South"
Wasada Universität, 1985)

 

Birket Habu:

Hier befinden sich die Reste einer rechteckigen Wallmauer 2256m in der Länge und 927m in der Breite. Dabei handelt es sich wohl um den ehemaligen Vergnügungssee (?) der zur Palastanlage von Malqata gehörte – oder auch einfach nur um die Hafenanlage.

Hafenbecken und "Lustsee" (?) vor der Palastanlage Malqata.
Der 1 x 2,4 km großer künstlicher See mit weiter Öffnung zum Nil produzierte einen Aushub von 
11 Millionen Kubikmeter, der in doppelten Hügelketten am Ufer aufgetürmt liegen blieb. 
Das Hafenbecken weist eine Größe von 2,5 m2  auf, und trägt heute den Namen "Birket Habu"
„See von Habu“. Es liegt etwa 2km südlich des Totentempels des Königs und unmittelbar östlich der Palastanlage von Malqata. 

Der britische Ägyptologe Barry Kemp stellte die Hypothese auf, Birket Habu und Malqata, sind eigens für das erste Sedfest von Amenophis III. errichtet worden. Aus uns unbekannten Gründen hatte das Sedfest nach dem Alten Reich an Bedeutung verloren und spielte erst unter Amenophis III.  wieder eine wichtige Rolle. Während seiner Regierungszeit wurden viele Zeremonien des Sedfestes vom Land aufs Wasser verlegt. Kemp glaubt, dass Malqata und Birket Habu nach dem ersten Sedfest verlassen wurde, jedoch einige Jahre später vergrößert und für das zweite Sedfest im Jahre 34 benutzt wurden.

Der Palast wurde im Zuge dieser Baumaßnahmen völlig zerstört und in einiger Entfernung neu errichtet. Die Vergrößerung von Birket Habu und der Wiederaufbau von Malqata waren Projekte von gigantischen Ausmaßen, die nahe legen, wie wichtig das Sedfest für die Ägypter war. Birket Habu liegt etwa 2,5km westlich vom heutigen Flussbett des Nils entfernt und ist 2,4 x 1 km groß. Kemp und der Ägyptologe David O´Connor haben die nahe gelegenen Aushubhalden sorgfältig untersucht und errechnet, dass der See ursprünglich eine Tiefe von etwa 6 Meter gehabt haben muss. Das ergibt eine Gesamtmenge von 14,4 Millionen m3 Erde – 360 Millionen Körbe voll, welche ausgehoben, weggeschafft und in einer Entfernung von etwa einem Kilometer vom Ort abgeladen werden mussten. Das sind die größten Erdarbeiten, die wir aus dem alten Ägypten kennen. Noch beachtlicher ist der Umstand, dass ein zweiter, gleich großer „Birket“ am Ostufer, gegenüber von Birket Habu und südlich des Tempels von Luxor ausgehoben wurde. Auch er wurde für das zweite Sedfest vergrößert.  

Armant:

Der König stiftet eine Statue in dem Tempel von Armant, auf der sich eine Weiheformel findet. Die Statue befindet sich heute im Museum von Kairo – ohne Nummer.

Weiheformel nach S. Grallert in „Bauen – Stiften – Weihen“.

„ (Werk des) KN, [das er gemacht hat als sein Denkmal] für seinen Vater Amun – Re, (nämlich) das machen für ihn ein großes twt Bildnis aus schwarzem Granit, dessen Name (Nebmaatre)|, Herrscher der Herrscher (lautet), ewig dauernd für die Ewigkeit “

Sumenu / Dahamscha:
-
El-Madamid Qibly -

1966/67 wurde bei einem Kanalaushub beim Dorf El–Mahamid Qibly, 15,5km südlich von Armant, die Reste eines Sobekheiligtums entdeckt, es handelt sich dabei um das antike Smenu. Auch Amenophis III. ließ hier bauen. 

Amenophis III. und Gott Sobek
Statuengruppe
---------------------------------

Der Tempel war zwar bis auf die Fundamente zerstört, eine Sensation stellte die Entdeckung eines mit Wasser gefüllten Schachts dar, auf dessen Grund eine Statuengruppe aufgestellt war, die in Lebensgröße Amenophis III. mit dem Krokodilgott dargestellt – heute befindet sich die Gruppe im Luxormuseum.

siehe hierzu:    
                         Kgl. Rundplastiken

Bild:    GD-EG-Louxor-123-2.JPG
Author: Gerard Ducher wikipedia
Lizenz:  CC-BY-SA 2.5

In diesem Schacht scheint das heilige Krokodil untergebracht gewesen zu sein, das im Tempel als lebendes Abbild des Gottes verehrt wurde. Der Einstieg zu dem Schacht war mit einer Sandsteinplatte verschlossen, die auf Bronzerädern bewegt und geöffnet werden konnte.

Die thronende Gottheit überreicht dem neben ihr stehenden Herrscher ein Lebenszeichen, der seinerseits beide Hände im Gebetsgestus auf den Schurz gelegt hat. Im Zuge der Neubeschriftung des Denkmals für Ramses II. wurde wahrscheinlich auch die abgebrochene Tierschnauze restauriert.

El-Kab:
- antik: Necheb -

Etwa 3,4 km südlich von der antiken Stadt El–Kab mit ihrem Tempelbezirk entfernt liegen am Eingang des Wadi Hellal, mehrere kleine Tempelanlagen, darunter ein von Amenophis III. errichteter Tempel aus Sandstein, der wahrscheinlich bereits unter Thutmosis IV. begonnen wurde. Die Barkenstation besteht aus nur einem Raum, in dessen Rückwand sich eine Nische für das Kultbild befindet. Die Decke des sogenannten "Wüstentempels Amenophis III." wird von vier Säulen mit Hathorkapitellen getragen. Die Dekoration hat sich vollständig erhalten.

Während der Ptolemäerzeit wurde die jetzt zerstörte Vorhalle errichtet. 

Tempel Amenophis III. in Elkab
(Bild: mit frdl. Genehmigung von Mutnedjmet)

Zwei thronende Gottheiten
Bei der Kolumne in der Mitte der Szene handelt es sich wohl um eine Wiederherstellungsinschrift von Sethos I.
(Bild: Mutnedjmet) - bearb. vom Autor

 

                Türsturz über dem Eingang des Tempelhaus in Elkab
Er zeigt in einer Doppelszene jeweils eine thronende Göttin. Wahrscheinlich Nechbet und die Herrin des Taleinganges (Nbt-rA-jnt = Nebet-ra-inet), davor der König in Kultlauf. Links mit der oberägyptischen Krone beim Vasenlauf und rechts beim Ruderlauf.  Deutlich erkennbar sind die Aushackungen der thronenden Göttinnen während der Amarnazeit sowie die Wiederherstellung unter Sethos I.

                                              (Bild: Mutnedjmet - bearbeitet vom Autor)

Bei der in der Mitte des Türsturzes verlaufenden senkrechten Textzeile, handelt es sich um eine Wiederherstellungs-Inschrift von König Sethos I. 

Widmungsinschrift Sethos I.

Ort:   Türsturz - senkrechte Textzeile
Text links: Innen

„ Horus, Starker Stier, der als Maat erscheint, der König von Ober– und Unterägypten, der Herr der Beiden Länder (Nebmaatre)| ,……………… …… ……… ……………. geliebt “.

Text links: Außen

„ Die Beiden Herrinnen, der den Gesetzen Bestand gibt, der die beiden Länder beruhigt, der Sohn des Re, (von seinem eigenen Leib), (Amenophis, Gott, Herrscher von Theben)| …..… ….. geliebt “

Text rechts: Innen

Horus, Starker Stier, der als Maat erscheint, der König von Ober – und Unterägypten, der Herr der Beiden Länder (Nebmaatre)|,

Text rechts: Außen

„ Die Beiden Herrinnen, der den Gesetzen Bestand gibt, der die beiden Länder beruhigt, der Sohn des Re, von seinem eigenen Leib, (Amenophis, Gott, Herrscher von Theben)| …….… ….. geliebt “

 

linker und rechter Türpfosten 
mit je einer doppelten Inschriftenkolumne

(Bild: Mutnedjmet - bearbeitet vom Autor)

Rechts vom Eingang (Außenwand) findet sich eine kurze Inschrift des Prinzen Chaemwaset mit der Verkündigung des fünften Sed-Festes seines Vaters Ramses II.

Prinz Chaemwaset vor Ramses II.
Erinnerungsschrift zum 41. Regierungsjubiläum Ramses II. am Tempelhaus Amenophis III.
- rechte Außenwand -

(Bild: mit frdl. Genehmigung von Mutnedjmet)

Eingang zum Tempelhaus Amenophis III.
Links und rechts befinden sich 
die oben genannten Türpfosten mit der 
Widmungsinschrift
Sethos I.
(Bild:
Mutnedjmet)

Nummernplan zu denn oben gezeigten Reliefdarstellung im Innenraum der Barkenkapelle 
Thutmosis
IV.
und Amenophis III. 

Plan Tempel Elkab v. Amenophis III.

00.       Blick in den Innenraum auf die Nische
1. + 2  Amenophis vor Horus u. Nebet-ra-inet (Nbt-rA-jnt )
3.         Barke der Nbt-rA-jnt  (Herrin des Taleinganges)
4.  
       Amenophis präsentiert Opfergaben 
5.         Amenophis III. und Thutmosis IV. thronen
            rechts der Tür vom Eingang aus
6.         die gleiche Darstellung - links der Tür
7. + 8.  Königs übergibt Opfergaben vor der Barke
9 + 10.  Barke der Nechbet - dahinter der opfernde König vor
             Nechbet
11.        Amenophis III. vor Amun-Re    
12.        Der König weiht Opfergaben vor Nechbet
13.        Der König  weiht noch mal Opfergaben vor
             Nechbet

(Plan Nefershapiland)

 

Sanktuarraum Tempelhaus Amenophis III.
Die Kartuschen Amenophis III. und die Namen der Götter wurden unter seinem Sohn Echnaton zerstört, unter Sethos I. erneuert und in der Ptolemäerzeit restauriert.

Lt. Prof. Dr. Wolfgang Waikus  (Uni Hamburg) sitzt links und rechts von der Nische Nechbet, der jeweils von Amenophis III. ein Opfer dargebracht wird. Nach den Untersuchungen von H. Hartmann dürfte die Göttin Nbt-rA-jnt, die im restaurierten Zustand ikonogr. der Nechbet entspricht, in der Dekorationsstufe der 18. Dynastie, auch links von der Nische der Rückwand dargestellt gewesen sein, do dass jeder Darstellung der Nechbet eine der Nbt-rA-jnt gegenüberstand.
                       
Blick auf Kult-Nische
(Bild:  Mutnedjmet)

 

Unter Echnaton/Amenophis IV. wurden zudem im Sanktuar die Kartuschen Amenophis III. und die Namen der Götter zerstört, unter Sethos I. erneuert und in der Ptolemäerzeit restauriert.

Blick auf Nische und 12

 

(Bild: Mutnedjmet - bearbeitet v. Autor)

In mehreren Szenen des Innenraumes werden Amenophis III. und sein Vater Thutmosis IV. bei Opferhandlungen vor verschiedenen Göttern gezeigt. So steht Amenophis III. vor dem thronenden Falkengott Horus von Hierakonpolis oder opfert zwei Weingefäße an die Göttin Nechbet oder analog dazu auf der rechten Wandseite der Göttin Nbt-rA-jnt  (Nebet-ra-inet) - der Herrin des Taleinganges.

Der König erhält Leben von Horus
 und steht vor der Göttin Nbt-rA-jnt
der er ein Wein-Opfer bringt.

Bild Nr. 1 + 2

(Bild: Elvira Kronlob)

 Amenophis III. steht vor einer Barke, 
die der Göttin  Nbt-rA-jnt  
(Herrin des Taleinganges
)
gehört. 
Bild Nr. 3

(Bild: Mutnedjmet)

Die Decke der Sanktuarkammer wird von vier sechskantigen Pfeilern mit Hathorkapitellen gestützt. 
Den oberen Wandabschluss bildet ein Fries aus alternierenden Hathorkopf-Emblemen und Königskartuschen.

Die Herrin des Taleinganges (die Göttin Nbt-rA-jnt) siehe Anmerkung 1. und die Geiergöttin Nechbet.
Sie werden entweder als Geier oder als Frauengestalt mit der oberägyptischen Krone dargestellt,
Bild Nr. 2 + 1
(Bild:  Mutnedjmet)

***** Anmerkung 1: Lt. Prof. Dr. Wolfgang Waikus (Untersuchungen zu Kult und Funktion des Luxortempels, PeWe-Verlag 2008), der sich hier auf H. Hartmann, Untersuchungen zur Geschichte des Kultortes Elkab, Mainz Univ. Diss., 1093 ff. bezieht, 
dürfte es sich bei der Göttin
Nbt-rA-jnt, die im restaurierten Zustand ikonographisch der Nechbet entspricht, um eine Hathorform handeln, die mit der Ortsgöttin Nechbet eine Verbindung eingegangen ist und den säugenden Aspekt der Nechbet darstellt., Sie bzw. dieser Aspekt der Nechbet ist es, die in diesem Heiligtum verehrt wird. Wenn auf der rechten Seitenwand die Göttin in der Barke Nbt-rA-jnt ist (LD Text IV. 43) so ist dieses damit zu begründen, dass diese Göttin eine Abspaltung der Nechbet ist.

Amenophis III. bei der Übergabe von Opfer  vor der Götterbarke  Bild 4 

(Bild: Elvira Kronlob)

König Thutmosis IV. sitzt auf seinem Thron
- vor ihm sein Sohn Amenophis III. -
Bild 5
(Bild: Wilfried Ulrich))

 

Auf beiden Eingangswänden sind Thutmosis IV. und Amenophis III.
 vor einem Opfertisch sitzend (in Kultrichtung) dargestellt.
- Bild (6) Mutnedjmet - 


Darstellungen und Namen der Gottheiten sind nach den Tilgungen in der Amarna-Zeit durch Sethos I. wiederhergestellt worden. Der Thronname von Amenophis III. auf dem Architrav (Bild: 13 + 1) wurde nicht getilgt im Gegensatz zu dem Geburtsnamen "Amenophis", der bei der Restaurierung durch Sethos I. allerdings nicht wieder hergestellt wurde.
- Deutlich ist die ausgehackte Kartusche mit dem Geburtsnamen zu erkennen -
(Bilder:
Elvira Kronlob)

 

Der König präsentiert Opfergaben vor der Götterbarke.
Bild Nr. 7 + 8



(Bild:  Mutnedjmet)

Analog zur Barke auf der rechten Innenwand, hier die Darstellung der Nechbet-Götterbarke
auf der linken Innenwand. Die Barke steht auf einem roten Untersatz. Dahinter räuchert und libiert der König vor Nechbet.
Bild Nr. 9 
(Bild: Elvira Kronlob)

Im Dekorationsprogramm auf der rechten und linken Seite des Heiligtums bringt Amenophis III. ein großes Opfer vor je einer Götterbarke, die auf der rechten Seite der Göttin Nbt-rA-jnt (Nebet-ra-inet) gehört auf der linken Wandseite lt. Beischrift der Nechbet. Dahinter räuchert und libiert der König vor der jeweiligen Göttin. Daran schließt sich auf der linken Seite eine Darstellung an, in der Amun dem König ein Anch-Zeichen an die Nase hält. Auf der Darstellung an der rechten Wand reicht der König der Herrin des Taleinganges Nebet-ra-inet Wein und der Gott Horus von Hierakonpolis hält dem König ein Anch-Zeichen an die Nase.

     Die Barke der Nechbet – dahinter Amenophis III.  beim Opfer vor Nechbet  (9 + 10)
(
Bild: Mutnedjem)

Amenophis III. vor Amun–Re, Herr der Throne der Beiden Länder, Herrscher von Theben    (11)
                     (Bild: Mutnedjem)

 

Der König bei der Widmung der Opfer für die Götter
inmitten des Bildes eine frühe "Graffiti" von 1848.
Bild Nr. 13
(Bild:  Mutnedjmet)

Amenophis III. übergibt Opfergaben 
 
vor der thronenden Nechbet    
Bild: Nr. 12
(Bild: Elvira Kronlob)

Amenophis III. ließ zwei parentische Widmungsvermerke auf der Rückseite der Eingangswand anbringen. Beide Wandhälften neben der Eingangstür zeigen ihn und seinen Vater Thutmosis IV. jeweils vor einem kleinen Opfertisch mit dem Rücken zur Tür (in Kultrichtung) sitzend. Im Rücken  Amenophis III. und vor Thutmosis IV. ist je ein parentischer Widmungsvermerk in einer Kolumne aufgezeichnet.

Innerhalb der szenischen Wanddekoration finden sich verschiedene Bau– und Restaurierungsinschriften

Parenthetischer Widmungsvermerk: Urk. IV. 1733, 16-17
-
nach S. Grallert in "Bauen-Stiften-Weihen" -

„ (Werk des) KN. Die Majestät des Königs von Ober – und Unterägypten (Nebmaatre)| war es, die dieses Denkmäler für seinen Vater, den vollkommenen Gott (Mencheperure)| vollendet bis zur nHH und D.t Ewigkeit “

Weiheinschrift Amenopis III. in Elkab - 
- nach Helck, Urk. IV. 1733 .

„ Es war aber seine Majestät des Königs von Ober – und Unterägypten (Nb MAa.t Ra)|, der dieses Denkmal seines Vaters, des guten Gottes (Mn xprw Ra)|, veschönert hat in alle Ewigkeit. “  

 

Qanais / Kanajis

Beim Tempel von Qamaos (auch Tempel von Redesiya genannt (30 km östlich des Bir Abad gelegen) fand sich am Felsen eine Inschrift von Amenophis III.

Gebel Sisila:

In Gebel Sisila errichtete Amenophis III. eine kleine Felskapelle am Ostufer des Nils. Daneben zeugen u. a. auch Reste eines weiteren, stark zerstörten Schreines, einer kleinen unscheinbaren Kapelle, sowie zwei Felsstelen von der Abbautätigkeit Amenophis III. in Silsila.

Der kleine "Felsschrein" aus der Zeit Amenophis III auf der Ostseite des Nils in Silsileh ist wohl identisch mit der oben erwähnten Felskapelle. Ältere Abbildungen aus dem Jahre 1963 vom Schrein Amenophis III. sind hier    (Ägyptologie Forum) zu sehen.
In der Zeit von Amenophis IV./Echnaton wurden Teile der Inschriften getilgt. 

Beschreibung des Denkmals
nach S. Grallert in "Bauen - Stiften - Weihen".

Die älteste Bauinschrift auf dem Ostufer bei Gebel el–Silsila stammt aus der Zeit Amenophis III. Sie ist in Form einer Stele auf einem Kultbilduntersatz einer Falkenstatue (?) in zwölf Zeilen auf der Vorderseite angebracht. Der Text ist heute von einer mittig in die Inschrift eingefügten Nische stark zerstört. Zu welchem Zeitpunkt die Nische unter Zerstörung des Textes eingearbeitet wurde, ist nicht klar. Beiderseits des königlichen Textes ist auf dem erhöhten Stelenrahmen der Wesir InmHtp, genannt !wj, im Adorationsgestus dargestellt.

Er wendet sich in einem Gebet an Amun und Sobek. Auf den Seitenflächen des Untersatzes adoriert er vor den Königskartuschen.

Weiheformel: Urk. IV. 1280, 3-1290
„ (Werk aus) Regierungsjahr 35, I. Schemu, Tag 1 unter dem KN … [, das er gemacht hat als] <sein> Denkmal für seien Vater [Amun] in Karnak auf dem Westufer von [?, (nämlich) das Machen für ihn eine Hw.t nTr von Neuem Sandstein] [ … ] ……………………………. “

Es gibt hier noch eine weitere Felsstele C, ebenfalls ins 35. Jahr Amenophis III.  datiert. Die Stele hat die Form einer Tür und wird oben durch eine Hohlkehle abgeschlossen. Auf dem Türsturz ist die geflügelte Sonnenscheibe dargestellt, im darrunterliegenden Bildfeld sieht man in einer antithetischen Szene den König beim Opfer vor Amun-Re.

Felsstele C - nach S. Grallert in "Bauen - Stiften - Weihen."

Etwas weiter südlich des Kultbild-Untersatzes mit Stelentext, befindet sich eine weitere Felsstele C von Amenop.his III. in Schreinform. Sie weist eine hochrechteckige Form auf und wird von einer Hohlkehle bekrönt. Auf dem Dach befinden sich Spuren von Statuen – oder Obeliskenaufsätzen. Im Bildfeld steht Amenophis III. mit einem Weinopfer bzw. einer Wasserspende Amun–Re gegenüber, der in der Bildmitte zweimal Rücken an Rücken dargestellt ist.

„ Regierungsjahr 35 ?, I. [Schemu, Tag 1 unter der Majestät des KN] ….. [ … ] …. , um zu erneuern seine herrliche Hw.t ntr, indem er ausgezogen war im Südwärtsfahren zum Horizont des Himmels, ein [j]w[nn für seinen Vater] [ … ] Atum – Re in [ … ].

Sein Lieblingsplatz der Ewigkeit ist es, ein dauerhafter msxn für ihn ewiglich, beim Ruhen in seinem Inneren ………………………………………………………. “

 

Übersetzung  desselben Stelentext nach P. Beylage / ÄAT 54

Haupttext:
„ 35. Regierungsjahr, erster Monat [der Sm-w Jahreszeit, erster Tag unter der Majestät des] [Horus, Siegreicher stier,] erschienen [in] Wahrhaftigkeit, Herrinnen, Der die [Gesetze] festigt [und die Beiden Länder befriedet], [ … ]
[ … ]
[ … ] [ … ] Seine Majestät [… ], um seinen heren Tempel [zu erneuern]. 
[Südlich fahrend zog] er [aus] zum [Horizont des] Himmels, [dem Heiligtum seines Vaters … ] Atum – Re in [ … ]; das ist sein (scil.: des Gottes) Lieblingsplatz der nHH, ein Ruheplatz, in dem fortdauernd er die D.t verbringen wird, wobei sein Sohn, der D.t verbringen wird, wobei sein Sohn, der nD.t j, sein Gefärte ist und ihm Millionen und Hunderttausende von ausgesuchten Dingen alle Länder und Fremdländer opfert.
Man opfert der Stirnschlange (`?) jedes Mal, wenn du erscheinst, auf den armen dessen, den du gwünscht hast, und der auf seinem Thron erscheint – das ist (Nebmaatre)|, den du gewünscht hast.

Nun ist dieser König groß an Weisheit und einer, der die Ewigkeit durchforscht, der in die Zukunft schaut auf der Suche nach Nützlichem, um Treffliches für seinen heren Vater zu tun, der seine (scil.: des Königs) Schönheit geschaffen hat, und der sich ihm bereits im Samen offenbart hatte. Er kam (aus dem Mutterleib) hervor mit Weisheit. Er ist in den Künsten erfahrener als der erste von !sr.t (scil.: Ptah) . Er (scil.: Amun) hat ihn als sein Sohn (an)erkannt, der Nützliches tun wird, der die Opfer vergrößern und die Opferbrote vermehren werde, indem er  (scil.: der König)  ihm (scil.: dem Gott)  Stiftungen errichtet in jeder Art.

Niemals sah man desgleichen seit der Urzeit der Welt, niemals hatte die Könige es getan, die vor Seiner Majestät waren, der die Vorschrift für jede Arbeit gegeben hat. “

 

Elephantine:

Nur durch Darstellungen des frühen 19. Jahrhunderts ist eine wunderschöne Stationskapelle
Amenophis III. für Chnum überliefert, die nordöstlich unweit des Satet–Tempels stand.
Trotz ihres phantastischen Erhaltungszustandes (nach den Angaben und Zeichnungen der französischen Expedition war er 1822 noch so gut wie vollständig) wurde dieses Kleinod altägyptischer Architektur  leider zusammen mit einer weiteren Kapelle von Ramses II. nach 1837 durch den lokalen Statthalter als Baumaterial komplett abgebrochen. 

Amenophis III.  hatte den Kiosk aus Anlass seines zweiten Regierungsjubiläums errichten lassen. Es handelte sich um einen Umgangstempel in der Art der „Kapelle blance“. Auf einem hohen Podest gebaut, bestand er aus einem Sanktuar, an dessen Längsseite je eine Pfeilerreihe stand, während den Eingang und die Rückseite je zwei Papyrusbündelsäulen flankierten. 

Stationskapelle für Chnum

Auf einem hohen Podest gebaut, bestand er aus einem Sanktuar, an dessen Längsseite je eine Pfeilerreihe stand, während den Eingang und die Rückseite je zwei Papyrusbündelsäulen flankierten. 

(Bild: Aquarell A. Linant, um 1820)

Der Chnum-Tempel der 18. Dynastie konnte aufgrund von 196 Baufragmenten, die in späteren Bauwerken sekundär verbaut wurden oder vor Ort frei herumliegender Architekturfragmente rekonstruiert werden. Neben der Erschließung des Grundrisses ist es auch gelungen, die Baugeschichte dieses Tempels zu rekonstruieren. Thutmosis II. ergänzte den Vorgängerbau aus dem Mittleren Reich durch einen Hof, während Hatschepsut bis zur Regierungsübernahme von Thutmosis III. nur die Wände entlang der Kultachse dekorieren ließ. Thutmosis III. ließ nunmehr den Kernbau als Umgangstempel abschließen. Zusätzlich errichtete Thutmosis III. vor einem offenen Hof einen Pylon aus Sandstein. Sein Nachfolger, Amenophis II. behauptete zwar auf der Elephantine-Inschrift, er habe den Pylon errichtet, dieses muss aber aufgrund der Widmungsinschriften am oberen Pylonabschluss ausgeschlossen werden
Allerdings hat er wahrscheinlich auf der Hoffläche zwischen dem Kernbau und dem Pylon einen Festhof errichten lassen. Abgeschlossen wurde die Dekoration dann unter seinem Nachfolger
Thutmosis IV., dem Vater von Amenophis III.. Zusätzlich ergänzte Thutmosis IV. auch den Altan durch zwei Obelisken, wie unlängst gefundene Stelenfragmente beweisen, die einer historischen Inschrift dieses Herrschers hinzugefügt werden konnten.

Amenophis III. ließ dann die kultischen Wege ausbauen, wie dies ein in seinem Namen beschrifteter Balustradenstein zu erkennen gibt. Der hier unten beschriebne Balustradenstein  ist das einzige Baufragment des Chnumtempels, das dem König Amenophis III. zugewiesen werden kann.

Balustradenstein 
(Inaugural-Dissertation nach Martin Bommas, M. A. Heilbronn 2000)

Fundort: Baufragment im Fundament des röm. Chnumtempelpylons
verbaut (siehe S. Kaiser, I. Bericht, S. 112)
heute: Gelände des Chnumtempels
Material: Sandstein
Maße: Länge: 442 cm; H: 55 cm; Tiefe: 37 cm
Farbgebung: Hieroglyphen gelb ausgefüllt, Hintergrund und undekorierte Seite weiß.
Datierung: Amenophis III.
Dekoration: Relief:
Die Königskartusche wird an der Schmalseite von zwei
Was-Szeptern eingerahmt und von einer Himmelshieroglyphe überspannt.
Inschrift: in versenktes Relief
anx  Hr.w  KA  nxt   xa (j)(.w) m  MAa.t
Es lebe der Horus, Starker Stier, der in Ma'at erscheint.
Nb.ty  S:mn(.w) hp.w *) S:grH(.w) tA.w.y
die Herrinnen; Der den Gesetzen Bestand gibt, der die
beiden Länder beruhigt.
Hr.w-nb.w  aA  xpS Hw(j)(.w)  ST.t.y.w
Goldhorus  Mit großer Schlagkraft, der die Asiaten schlägt
nsw.t-bA.ty  Nb  MAa.t-Ra.w  di(.w)  anx *)
König von Ober- und Unterägypten Neb-maat-re, beschenkt mit Leben.
*  =  Bruchstelle: ;   **  = Lesung unklar

An der Stirnseite befinden sich die Königskartuschen mit dem Eigennamen:
sA-Ra.w  Imn-Htp  xoA  WAs.t **) = Sohn des Re Amenophis, Herrscher von Theben.

Bei dem Baufragment handelt es sich um einen in zwei Teile zerbrochen Balustradenstein, an dessen Bruchstelle nach Ende der Inschrift sich ein weiterer Steinblock anschloss, wie dies die Aushöhlung eines Schwalbenschwanzes und Mörtelreste nahe legen.

Chnum-Tempel, Spolien Thutmosis IV. und Amenophis III.
Im Vordergrund ein Balustradenstein mit der Kartusche Amenophis III.
(Bild: mit frdl. Genehmigung saamunra)

Die Inschrift auf dem Stück ist in versenktem Relief ausgeführt, die Hieroglyphen sind mit gelber Farbe ausgefüllt, der Rest ist weiß bemalt. Das Baufragment stand wohl einst im Zusammenhang mit dem Dromos, der sich zwischen Pylon und der Tribüne befand.



Der Balustradenstein aus Elephantine in zwei verschiedenen Ansichten.



( Bildausschnitt von den Bildern saamunras)

Da die Abschlussflächen an den Durchgangsseiten rechtwinklig gearbeitet sind, wird die Stelle an der sich besagtes Stück einst befand, kein Gefälle aufgewiesen haben.

(Quelle: "Der Tempel des Chnum der 18. Dynastie auf Elephantine von Martin Bommas, 
M. A. aus Heilbronn 2000)

Assuan:

Felsstele bei Assuan, vom 2 Tag, 3 Monat der Ax.t–Jahreszeit, Jahr 5. Wohl zum Feldzug des Jahres fünf gehörend.

Der nubische Raum

In Nubien, dem Goldlieferanten dem besondere Bedeutung zukam, tritt der König in großem Stil als Bauherr auf.

Kubbau / Quban:

Bautätigkeit / gestempelte Ziegel

Wadi es-Sebua:

Kapelle in Wadi es – Sebua, in der der König sich selbst vergöttlichte.
Amenophis III.
stiftete auf dem Westufer von Wadi es–Sebua dem nubischen Horus eine kleine Felskapelle.

Amada:

Hier fanden sich zwei Stelen aus der Zeit Amenophis III.

Stelentext nach P. Beylage in 
"Aufbau der königlichen Stelentexte" / ÄAT 54

Objekt: Stele
Fundort Amada
Aufbewahrungsort Kairo, CG 3207
Material Ton
Maße: Höhe 37 cm; Breite 28 cm
Beschreibung

Im Bildfeld der Tonstele opfert der König – dargestellt mit 
Atef–Krone, Widdergehörn und Uräen – auf der rechten Seite aus zwei nw Gefäßen vor Horus, dargestellt mit Falkenkopf und Sonnenscheibe, in der Rechten das wAs–Zepter, in der linken das Lebenszeichen.Vor dem König steht ein hoher Opfertisch mit nms.t Krüge und Lotosblumen

Beischriften: Bei Horus:
„Horus, der Herr des Horizontes, der große Gott “
Beim König:
„ Der präsente Gott, (Nebmaatre)|, der Sohn des Re (Amenophis, Herrscher von Theben)|, begabt mit Leben “
Haupttext: „ Der präsente Gott, [ … ], der Sohn des Re, (Amenophis, Herrscher von Theben)|, <er lebe> ewig, [ … ] der Herren (?) dieses Landes “


Stelentext nach P. Beylage in 
"Aufbau der königlichen Stelentexte" / ÄAT 54

Objekt: Fragment einer Stele
Fundort Amada
Aufbewahrungsort Kairo, CG 32028
Material Ton
Maße: Höhe 18 cm; Breite 16 cm
Beschreibung

Das Fragment stammt aus der rechten unteren Ecke einer Tonstele. Vom Bildfeld ist lediglich der untere Teil der Beine des Königs erhalten.

Haupttext:

„ [ … ] der Sohn des Re (A[menophis], Herrscher vom Theben)|, <er lebe> ewig. [ …] die Herren (?) diese s Landes

 

Aniba:

Bautätigkeit / Blöcke von einem Horustempel. 

Buhen:

Stele bei Buhen – sie wird Amenophis III. zugeschrieben.
„ Jahr 5, 1 Monat der Sommers, er ist geliebt von den Göttern von Wawat. “

Stele bei Buhen (Amenophis III.)

Objekt Stele aus Jahr 5
Fundort Buhen
Aufbewahrungsort unbekannt
Haupttext

„ Fünftes Regierzngsjah, erster Monat der Sm.w Jahreszeit (unter der Regierung) des Königs von Ober – und Unterägypten, Herr der Beiden Länder, (Nebmaatre)|, Sohn <des Re>, sein Geliebter, [ … ] Geliebter der Götter von WAwA.t , ewig begabt mit Leben wie Re “

 

Mirgissa

Hier fand sich sein Name.

Semna

Hier wies der französische Archäologe Jean Vercoutter einen Nildamm nach, der unter Amenophis III.  erbaut worden war (?).

Hier wurde im Namen des Königs vom Vizekönig von Kusch Merimose eine Siegesstele aufgestellt. 

Insel Sai:

Eine Bautätigkeit Amenophis III. und Blöcke sind sind nachgewiesen. Auch eine Statue des Königs fand sich in Sai.

Gefunden wurden ein Wandstück aus Sai mit einer Siegesstele aus dem Jahr 5 - (Helck Urk. IV. 1959) 

„ Jahr 5, 2. Ax.t, 24. Tag unter [der Majestät des Horus, Starker Stier, erschienen in Wahrheit; die beiden Herrinnen, der die Gesetze festigt und die beiden Länder beruhigt]; Goldhorus, Groß an Kraft, der die Asiaten schlägt, König von Ober – und Unterägypten (Nb mAa.t Ra)|, Sohn des Re (Imn Htp Herrscher von Theben)|, …………………………… wie] Re täglich. Seine Majestät war aber in [ ………………………….…………. Da sagte man ihm]: Die Feinde von Nubien, [sie] denken [an Übeltat in ihrem Herzen ………………………….. ] des Heeres [ ……………  ……………………………………. ]. “

 

Sedeinga:

In Sedeinga, etwa 15km nördlich von Soleb auf dem Westufer des Nils gelegen, errichtete Amenophis III. einen kleinen Tempel, der seiner Gemahlin Teje geweiht war, sie wurde hier als Auge des Re oder Hathor verehrt. Aus diesem Grund erhielt der Tempel Säulen mit Hathorkapitellen.

Soleb:

In Soleb südlich des Dritten Katarakts, 500km oberhalb von Assuan, ließ der König einen Tempel errichten, der Amun – Re von Karnak, aber auch ihm selbst geweiht war.

Der Tempel wurde von dem berühmten Amenophis, Sohn des Hapu, als Teil jenes gigantischen Bauprogramms des Königs ausgeführt, das auch dessen Millionenjahrhaus auf dem Westufer von Theben und den Tempel in Luxor eingeschlossen und das zweifellos die Vergöttlichung des Königs zum eigentlichen Ziel hatte. Der Bau erhob sich nahe des Nilufers und bestand aus Sandstein, sein Name lautete „Der in der Maat erscheint“.  Beim Tempel von Soleb, handelt es sich um ein Meisterstück altägyptischer Architektur.

Der erste Tempelbau war relativ klein, und wurde in etwa vier Etappen unter der Regierung Amenophis III. auf die endgültige Größe erweitert. Der Tempel maß bis zum III. Pylon etwa 170m, war also um einiges länger als der  Luxortempel. Hinter einem großen Pylon öffnen sich wie in den thebanischen Totentempeln zwei Höfe.

Rings um den ersten Hof laufen in acht übereinander liegenden Reliefstreifen die Bilder des Jubiläumsfestes. Unter auf den Säulen des Hypostyles sind Namen und Figuren der unterworfenen Völker Asiens und Afrikas aufgezählt. Mehr als einhundert Namen sind im Zuge der Grabungen der "Schiff Giorgini–Stiftung" erfasst und untersucht worden. In dieser außergewöhnlichen Völkerliste finden sich auch die „Schasu des Jahwe“, ein Beduinenstamm des Sinai. Es ist die älteste Erwähnung des Tatragramms des Namens des Gottes des Alten Testaments.

Vermutlich wurden in der letzten Bauphase Widderfiguren als beidseitige Begrenzung der Prozessionsstraße zwischen dem 1. und 2. Pylon aufgestellt. Sie alle wurden in späterer Zeit nach dem Gebel Barkal verschleppt. Im Tempel, der anlässlich des 30. Regierungsjubiläums des Königs errichtet wurde, betet der König sich selbst als sein "vergöttlichtes, lebendes Abbild“ an, verehrt sich hier also selbst als Gott. Amun–Re wurde hier mit dem Sonnenauge gleichgesetzt, der König aber mit dem Mondauge; dies sind die beiden Augen des Horus.

Der erste Hof der Tempelanlage war offensichtlich überwiegend der Sed–Festthematik gewidmet. 
In seinem nordwestlichen Teil haben sich Szenen der unterägyptischen Sed–Festrituale erhalten, bei denen der König zumeist im Sed–Festmantel und mit Roter Krone gezeigt wird und in der Regel vom typischen Horusgeleit der Standartenträger sowie der„Großen Königsgemahlin“
(Hm.t  nswr  wr.t) Teje, dem weiblichen „ Königskindern “
(ms.w  nswt) sowie von zahlreichen Würdenträgern und Kultpersonal begleitet wird.

Eine „Hauptrolle“ unter ihnen spielte hier der „Oberste Vorlesepriester und königliche Schreiber“
(Xr.i  Hb  Hr.i  tp  sS  nswt) Nebmeretef, der in zahlreichen Szenen unmittelbar vor oder hinter dem König agierend erscheint.

Es treten hier an herausragender Position weiter Personen auf, so ein Priester in der Rolle des 
„Obersten von Pe“
(Hr.i  P) sowie ein „Einziger Freund“, ein Sem–Priester und ein Kammerherr
(smr  wa.t j,  sm, im.i  xn.t). Im Register darunter wird der „Vorsteher des königlichen Harims“
(im.i  tA  ip.t 
nswt) im Gefolge der Königskinder sowie der Königssohn
(sA  nswt) [Meri]mose, den die beiden Wesire (TA.ti bzw. im.i  rA  niw.t  TA.ti), ein „Iripat und einziger Freund “ (ir.i  pa.t  smr  wa.ti), ein „Freund des Hauses“ (smr  pr) und zahlreiche weitere „Freunde“ bzw. „Einziger Freunde“ 
(smr, smr  wa.ti) als Festteilnehmer ausmachte.

Im Text zur Königskindersänften–Prozession hinter der königlichen Sänfte, an der sich hier auch die 
„Königstöchter“ Satamun, Isis und Henuttaneb beteiligten, heißt es

„ Jahr 30, 2. Schemu, Tag 1: (das) Erscheinen [im Tem]pel des Amun, der sich [im] Sed – Festbezirk (Hw.t  Hb sD) [befindet], Ruhe in der Sänfte, (und) Ergreifen [des Schutzes] der beiden Länder seitens des König, des Schutzes des Harim (xnr) [und des Schutz] der Sängerinnen des Hauses des Amun (Sma.iiwt  n.iwt  pr  Imn) ……. “

In den anschließenden Szenen begibt sich der König zu Fuß in den Palast von Malkata (aH  n.i  Pr Hai), zu dem er kommt „beim Ausführen aller Ritualhandlungen des Sed–Festes“.

Folglich begab sich der Herrscher im Verlauf der Riten zum Amun–Tempels von Malkata, vollzog die Sänftenprozession und kehrte schließlich in seinen Palast ebendort zurück.

Liegender Granitlöwe aus dem Tempel von Soleb
heute in Brit. Museum   EA 2

File:     Caire lion Amenophis III 01
Author:  Neithsabes (wikimedia)  11. 12. 2004
Lizenz:    CC BY-SA 3.0

Aus den Höfen des Tempels von Soleb stammen die beiden liegenden Granitlöwen von Amenophis III., die sich heute im Britischen Museum unter EA 1 und EA 2 befinden. 

Zusammen mit einem Pendant zierte er wohl ursprünglich den Eingang des monumentalen Kiosk vor dem 2. Pylon im Tempel von Soleb. Ähnlich wie die Widderfiguren wurden beide Löwen, nachdem schon Tutanchamun und Eje die Inschriften teilweise usurpiert hatten, vom Meroitischen König Amanislo
(3. Jahrhundert v. Chr.) zum Gebel Barkal verbracht, wo sie Lord Prudhoe entdeckte, anschließend nach England verschiffte und letztlich 1835 dem Britischen Museum übergab.

Granitlöwen aus Soleb

heute in: Britisches Museum London    EA 2
Material: Roter Granit
Maße: Höhe 1,17m; Länge 2,11 / 2,05m
Inschriften:
Helck Urk. IV,
1745-1746
„Der gute Gott, Löwe der Herrscher, ein grimmiger Leu, wenn er auf die Feinde blickt, die seinen Weg kreu[zen, der Sohn des Re (Eje -] Gottesvater – Herrscher von Theben)|, der sich bringt. [Es lebe Horus, Starker Stier, vollkommen an Geburt; die beiden (1746) Herrinnen, Schön an Gesetzen, der die beiden Länder beruhigt; Goldhorus, mit hoher Krone, der] die Götter befriedigt, der König von Ober– und Unterägypten, Herr der beiden Länder, Herr des Opfers [(Nb xprw Ra)|], Sohn des Re, Herr der Kronen (&wt anx Imn [Herrscher des südlichen Heliopolis)|], der das Denkmal seines Vaters, des Königs von Ober– und Unterägypten, Herrn der beiden Länder (Nb mAa.t - Ra- Ebenbild des Re)|, Soh des Re (Imn Htp Herrscher von Theben)|, erneuerte. Er machte es als sein Denkmal für seinen Vater Amun-Re, Herr der Throne der beiden Länder, Atum Herr von Heliopolis, und den Mond.
Er tat es, damit ihm Leben gegeben werde wie Re in alle Ewigkeit. “ 

2. Granitlöwe aus Soleb

heute in: Britisches Museum London         EA 1
Inschriften:
Helck Urk. IV.:  1748










EA 1 nach S. Grallert
in "Bauen-Stiften
-Weihen" Urk. 1748,
6-10

„ [Es lebe] Horus, Starker Stier […………… ……… König von Ober– und Unterägypten] (Nb mAa.t [Ra)|], Sohn des Re [(Imn Htp –Herrscher von Theben)|].

Er machte es als sein Denkmal für sein lebendes Abbild auf Erden (NbmAa.tRa)|, Herr von Nubien, wohnhaft in der Festung „Erschienen in Wahrheit“. Er tat es, damit ihm Leben gegeben werde. Der König von Ober – und Unterägypten (Nb mAa.t Ra)|, dem Leben wie Re gegeben werde. Der mächtige Löwe, geliebt von 
A[mun]. “

„ …………… (Werk des) KN, das er gemacht hat als sein Denkmal für sein lebendes Xnt j Bildnis auf Erden (Nebmaatre)|, Herr von Nubien, befindlich in der Festung Chaemmaat …. “

 

Sesebi:

In Sesebi hat Amenophis III. einen Tempelbau errichten lassen.

Tabo:

Bautätigkeit

Insel Argo:

Hier fand sich sein Name

Kawa:

Hier fanden sich Bruchstücke eines Granitwidders oder -Löwen

Gebel Barkal:

Hier fanden sich Architekturteile, die König Amenophis III. für den Tempel von Soleb herstellen ließ und die zu Beginn der kuschitischen 25. Dynastie zur Ausschmückung des Tempels am Gebel Barkal nach hier verbracht wurden.

Die Mittelachse des großen Amun–Tempels (B 501) war vor dem ersten und zweiten Pylon von monumentalen Widderfiguren gesäumt, die sieben Jahrhunderte im Tempel Amenophis III. von Soleb eine analoge Funktion erfüllten. Amenophis III. hatte sie aus Granit von der Insel Argo für seine Tempel herstellen lassen.


siehe königliche Rundplastiken

Monumentale Widderfigur

Widderfigur aus dem Tempel Amenophis III. von Soleb. Errichtet anlässlich seines Regierungsjubiläums für den Gott Amun. Etwa 600 Jahre später wurde dieser Widder mit anderen Denkmälern von Soleb nach Napata in die Nähe des IV. Nilkataraktes verschleppt und einem dort erbauten Amun-Tempel durch den König Pije geweiht.

erworben 1845 (Preuß. Expedition)
Granit, H. 130 cm, L. 207 cm. Inv. 7262
Seit 1845 Museum Berlin Inv.-Nr. 7262
(z. Zt. als Leihgabe  im Römer- und Pelizaeus Museum in Hildesheim)

 

Sinai:

Hier entfaltete der König eine intensive Expeditionstätigkeit. Im Tempel von Serabit el–Khadim ließ der Schatzhausvorsteher Sobekhotep zwei große Stelen errichten.

Stele Tempel Serabit el-Khadim

 

Rechts opfert der König, welcher die Doppelkrone trägt, 2 (Wasser-)Krüge der Göttin Hathor.

Links opfert der König ebenfalls mit der Doppelkrone auf dem Haupt, ein Brot (?) für den Gott Sopdu.

 

(Zeichnung aus SAK 4)

 

Der asiatische Raum:
- Lachisch -

Im südpalästinensischen Lachisch wurde unter den Trümmern des hiesigen Ortstempels eine Stele
Amenophis III. gefunden.

( Co-Autor: J. H. Pirzer)


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Biografie Amenophis

Grab WV 22