Biografie Thutmosis III. 

Bauten Thutmosis III. Karnak

Bauten Thutmosis III. Allgemein

Quellen und Literatur-Angaben am Ende dieser Seite -nummerierte Verweise im Text
PM = Porter Moss, Topographical Bibliography of Ancient Hieroglyphic Text, Reliefs and paintings 1927-1952

Bilder oben: beide Peter Alscher (2009)

Das größte Bauprojekt Thutmosis III. in der West–Ost–Achse des Karnaktempels ist der Bau des "Achmenu" hinter dem Tempel des Mittleren Reiches. Thutmosis III. ließ in seinem 24. Regierungsjahre östlich hinter dem Areal des Mittleren Reiches seinen Festtempel ("Achmenu") errichten. Der ganze Name bedeutet: "Men-cheper-Ra-ach-menu", was so viel wie "Herrlich an Denkmälern ist Men-cheper-Ra (Thutmosis III.) oder auch "Erhaben ist das Andenken des Men-cheper-Ra", bedeutet (1). Dieser Festtempel wird auch als "Millionenjahrhaus" bezeichnet und ist dem Gott Amun-Ra geweiht. Thutmosis III. ließ seine monumentale Anlage auf den Resten eines Vorgängerbaus errichten (vielleicht von Thutmosis I. ?). Der Bau bestand aus Sandstein und wiederverwendeten Kalksteinblöcken - nur die Tür zwischen den Räumen XXVI und XXVII, die dem Hauptsanktuar der axialen West–Ost–Achse vorgelagert sind, besteht aus rotem Granit.

Das Achmenu (Festival-Halle) von Thutmosis III.
- auch Tempel der Millionenjahre genannt -
- Blick über die westliche Front der Pfeilerhalle -

Der eigentliche Eingang in das weitläufige Komplex des Achmenu befindet sich in der südöstlichen Ecke (rechts auf dem Bild, wo die Osiris-Figur steht) des Mittleren-Reich-Hofes, hinter zwei 16-seitigen Säulen und zwei Statuen des Gottes Osiris (nur noch die linke ist erhalten) durch eine Tür am Ende eines Korridors, der direkt vom südlichen Hof des V. Pylons führte und den Hof des Mittleren Reiches umging - hinter den Opferkapellen von Amenhotep I.

Aber die meisten Touristen betreten heute das Achmenu durch die zerbrochene Westwand (in der Mitte des Bildes).

Bild:      Egypt-3B-023-Festival Hall
Autor:   Dennis Jarvis from Halifax, Canada, Wikipedia 2004
Lizenz:  CC BY-SA 2.0

Auf einer Wand innerhalb dieses Eingangs befinden sich die Überreste einer Szene mit dem König, der eine Gruppe von Gefangenen erschlägt - eine traditionelle Darstellung die zumeist auf den Außenwänden der Eingangspylone zu finden ist. Es ist aber schwierig, einen Großteil dieser Szene zu unterscheiden, da spätere Könige das Gebiet umfassend überarbeitet und neu gestaltet haben und eine größere Darstellung der Heiligen Barke zu zeigen.

Der Name "Erhaben ist das Andenken" (Thutmosis III.) und Millionenjahrhaus zeigen, dass der Bau vor allem dem Kult des Königs als einer Erscheinensform des Amun-Re geweiht war. Es ist anzunehmen, dass das Achmenu zusammen mit dem Tempel Thutmosis III. in Deir el-Bahari eine kultische Einheit bildete.

Das Achmenu wurde im 24. Regierungsjahr von Thutmosis III. begonnen. Bauleiter war der Hohepriester des Amun "Mencheperr-re-seneb". Eine Widmungsinschrift aus dem Festtempel lautet: "Horus, der starke Stier, der in Theben erscheint, andauernd im Königtum wie Re im Himmel; Goldhorus, heilig in Erscheinungen, machtvoll in Kraft;  der Gut Gott, Herr der beiden Länder, Herr der Heldentaten, Sohn Amuns auf seinen Thronen;  König von Ober – und Unterägypten, Fürst des Südens und Nordens, Sohn des Gottes Re von seinem Körper, geliebt von ihm (Thutmosis, schön an Gestalten)|.   Er machte es als ein Denkmal für seinen Vater Amun–Re, die Aufstellung eines großen Gebäudes, etwas Neues, genannt:   (Menkheperre)|, erhaben ist sein Andenken im Hause seines Vaters Amun" (Quelle: Grallert, Bauen-Stiften-Weihen)

Vor dem Eingangsportal standen zwei überlebensgroße Osirisfiguren Thutmosis III., ein Statuentyp, der in enger Beziehung zum Königskult und zum Regierungsjubiläum stand, dem sog. "Hebsed" (siehe Leblanc 1980, S. 81). 

Vor dem Eingangsportal standen zwei überlebensgroße Osirisfiguren Thutmosis III., ein Statuentyp, der in enger Beziehung zum Königskult und zum Regierungsjubiläum stand, dem sog. "Hebsed" (siehe Leblanc 1980, S. 81). 

Originaler Eingang ins Achmenu. 

Vor dem Eingang in die Festhalle von Thutmosis III. standen einst links und rechts je eine kolossale Osirisstatue aus Sandstein. Die linke ist noch vollständig erhalten, die andere nur noch bis unter den Knien. Beide stammen aus der Zeit von Thutmosis III. - wurden aber später erst von König Amenmesse und dann ein zweitesmal von König Sethos II. usurpiert. PM² 112 (343c+d) beschreibt die Statuen als "Thutmosis III. in Hb-sd-dress, usurpt by Sethos II."

Bild: mit frdl. Dank Saamunra, 2017
- alle Rechte vorbehalten -

In der Mitte der Ostwand liegen die zentralen Sanktuare für den Gott Amun-Re und den vergöttlichten König. Das Heiligtum enthielt auch eine Kapelle für den Kult der Vorfahrenkönige. An den Wänden dieser Kapelle befindet sich die berühmte Königsliste von Karnak, die die Namen und Darstellungen von 61 Königen aus früherer Zeit zeigt. Nur die Namen von 39 Königen sind noch lesbar und nicht einer davon ist in einer Kartusche geschrieben. Diese Liste ist für die Wissenschaft besonders wertvoll, da sie die Namen der Könige der 1. und 2. Zwischenzeit aufführte, die in den meisten anderen Königslisten weggelassen wurden. Die Liste wurde erstmals 1825 von James Burton (Burton James, Excerpta Hieroglypica, Plate la Cairo 1825) beschrieben. Heute befindet sich das Original der Liste schwer beschädigt in Louvre. 

Kammer der Könige

Die berühmte Kapelle der Könige, in der Thutmosis III. die Könige von Ober- und Unterägypten aus der Vergangenheit darstellen ließ, befand sich im Südwesten des Festsaals. Die königliche Liste, die Prisse d'Avennes (siehe Bild) noch in situ gesehen hatte, wurde 1843 in die National-Bibliothek von Paris gebracht und von dort aus in den Louvre. Im Achmenu befindet sich heute ein Kopie.

 

Bild: Lithographie von Prisse d'Avennes
- 1843 / public domain

 


Kammer der Könige
- heute im Louvre E13481

Bei dieser "Königsliste" im Achmenu handelt es sich um die "Halle der Vorfahren" in Karnak, die von Thutmosis III. erbaute wurde. Prisse d'Avennes fertigte im 19. Jahrhundert eine Skizze von der Liste an  - die sich zu der Zeit noch an ihrem Originalplatz im Südwesten der Festhalle im Achmenu befand. Dann ließen die Franzosen sie abmontieren und nach Paris in den Louvre transportieren. Im 20. Jahrhundert wurde ein Gipsabdruck erstellt und am ursprünglichen Ort anbringen.

Auch Lepsius fertigte eine Zeichnung dieser Liste an und ergänzte die fehlenden Namen der Könige und veröffentlichte sie 1842. Prisse d'Avennes übernahm Teile dieser Liste für seine eigene Liste und veröffentlichte sie als seine eigene - ohne die eigentliche Quelle zu erwähnen. 

Später - als Richard Lepsius mit den Königen der 12. Dynastie beschäftigte, fertigte er noch einmal eine Zeichnung an (Richard Lepsius in: Abhandlungen der Königlichen Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1852, S. 425-453)

Dank an Michael Tilgner (Ägyptologie-Forum 2005) für seine Recherchen.

Bild:     Louvre Thoutmosis III. chapelle des Ancetres volet 2 rwk
Autor:  Mbzt 2011
Lizenz: CC BY-3.0

Die Außenseite des Festhalle, von der Westseite aus gesehen in südliche Richtung, zeigt noch sehr schwach zu sehende reliefartige Darstellungen. An der Außenseite der oberen Balken an der Westseite befinden sich noch lange Reihen von Hieroglyphen.

Dachbalken an der Außenseite der westlichen Front
mit einer langen Reihe von Hieroglyphen

Bild: Hanne Siegmeier
- alle Rechte vorbehalten -

Das Achmenu umfasst viele individuelle Strukturen, aber drei Haupt- und recht unterschiedliche Abteilungen können unterschieden werden:

  1. eine Reihe von Räumen und Hallen im südöstlichen Sektor, die Sokar - einer memphitischen Gottheit für die jenseitige Welt - gewidmet sind

  2. im Norden und Süden des Achmenus befindet sich ein Sonnenkomplex

  3. die Festhalle selber - oder die "zentrale Halle" (das Hrt-jb=heret-jb) - ein passender Name, denn sie bildete die Verbindung zu allen Teilen dieses Tempels. Von hier aus gab es Zugänge zu jeder Abteilung des gesamten Komplexes.

Rechts hinter dem Eingangsportal führt ein Korridor zu neun kleinen Räumen - diese dienten für die Lagerung von Kultgegenständen und zur Aufbewahrung der Priesterkleidung, was aus den Reliefs auf den Wänden dieser Räume hervorgeht: in einem dieser Räume wurde Brot, in einem anderen rituelle Vasen und in einem dritten Raum Wein gelagert usw. Auf der langen Nordwand des Korridors sind Szenen des Sed-Festes dargestellt. 

Übersichtsplan über die Raume des Achmenu

Plan nach Nelson, Plans Pl. 7 - bearbeitet von Nefershapiland

Die Magazinräume auf der Südseite (rechts)
An der Außenwand der Südseite des Achmenus (rechts des originalen Eingangs) befanden sich mehrere Kammern (Kammer VII-XV) - zum Teil sogar zweistöckig - die als Magazin für Opfergaben (siehe Plan oben) dienten. 

Die beiden hinteren Räume XIV und XV weisen jeweils zwei Pfeiler auf. Zwischen den Türen zu den Räumen XII-XII befinden sich Darstellungen, welche Thutmosis III. mit Amun-Re zeigt. Der König wird von diesem umarmt und erhält Leben - in den Räumen VIII und IX befindet sich eine Salbungsszene. In Raum XI. ist der König in zwei sehr ähnlichen Szenen bei verschiedenen Kultläufen (u. a. beim Vasenlauf auf der rechten Wandseite) zu sehen und  vor Amun-Re und Seth. Hinter dem König steht der Gott Horus.

 In Raum XI. ist der König in verschiedenen Kultläufen (u. a. beim Vasenlauf) zu sehen 
und vor Amun-Re und Seth. Hinter dem König steht der Gott Horus.

LD III. 33 g – PM 361 b, Szene 1

 

Der König im Vasen-Kultlauf (PM 361b)
(Detailfoto der Zeichnung von Lepsius oben)

Foto: Courtesy to Peter Alscher 2009

Auf den Korridoren vor diesen Kammern (Korridor V. und VI. Plan weiter unten) befinden sich Darstellungen. In einer ist der Gott Seth gemeinsam mit dem Gott Horus bei Handlungen zu sehen, die evtl. mit dem Krönungs- oder einem Sethfest-Ritual für Thutmosis III. zu tun haben (König steht in der Mitte, Horus und Seth neben ihm). In diesen Räumen wurden auch diverse Ritualgegenstände für diese Kulthandlungen aufbewahrt (Darstellungen an den Wänden mit Thutmosis III. mit Wassergefäßen und mit Wasser, das als Anch-Zeichen auf seinen Körper trifft).

Des weiteren ist im Gangabschnitt vor den beiden Räumen mit einem Zwischenboden (ganz hinten Raum VI) Thutmosis III. der König im hed-sed-Gewand im Kultlauf vor dem Gott Seth und Amun-Re dargestellt (PM² II, Seite 113, Szene 354). 

Plan der Magazinräume VII-XV
auf der Südseite des Achmenus

Die hinteren Räume XIII-XV - am Ende des Flurs VI befindlich - sind durch einen Türdurchgang im Flur deutlich abgetrennt von den vorderen. Dieses diente wohl der Sicherung des wertvollen Inhalts dieser Kammern.

Die beiden hinteren Räume XIV und XV besitzen je zwei Pfeiler.

 

 

 

Planzeichnung nach PM Achmenu
- beschnitten von Nefershapiland -

 

 

Auf den Korridoren vor diesen Kammern (Korridor V. und VI. Plan weiter unten) befinden sich Darstellungen. In einer ist der Gott Seth gemeinsam mit dem Gott Horus bei Handlungen zu sehen, die evtl. mit dem Krönungs- oder einem Sethfest-Ritual für Thutmosis III. zu tun haben (König steht in der Mitte, Horus und Seth neben ihm). In diesen Räumen wurden auch diverse Ritualgegenstände für diese Kulthandlungen aufbewahrt (Darstellungen an den Wänden mit Thutmosis III. mit Wassergefäßen und mit Wasser, das als Anch-Zeichen auf seinen Körper trifft).

Des weiteren ist im Gangabschnitt vor den beiden Räumen mit einem Zwischenboden (ganz hinten Korridor VI) Thutmosis III. auf der linken Wandseite imhed-sed-Gewand dargestellt. Die drei Szenen zeigen den König - vor ihm steht in einer verkleinerten Darstellung der Iunmutef-Priester, der den König (der den langen Hebse-Mantel trägt und mit beiden Händen das "Was-Szepter" hält) zur nächsten Szene geleitet. Vor dem Iunmutef-Priester befinden sich die sog. "Chonsstandarte" sowie die Standarte des "Upuaut".

In der zweiten Szene - deren Richtung nun nach rechts zeigt -  lehrt Seth dem König Thutmosis III. - vor ihm steht sein Ka - das Bogenschießen. In der dritten Szene ist es nun der Gott Horus, der König Thutmosis III. das Bogenschießen lehrt (auch hier steht wieder der königliche Ka vor Thutmosis III.)(PM² II, Seite 113, Szene 354). In der nachfolgenden Zeit scheinen die Götterdarstellungen und die Darstellung des Iunmutef-Priesters ausgemerzt worden zu sein (evtl. Amarna-Zeit ?).


Wanddarstellungen auf dem Flur VI (linke Seite)
Seth und Horus bei der Unterweisung des Königs im Bogenschießen

LD III. 36 b / PM 354 Register I., Szene 1 bis 3

In der nächsten Darstellung (mittlerer Teil der linken Seitenwand mit zwei Register) - PM² 113 (355) - thront Thutmosis III. mit der weißen Krone auf dem Kopf und ebenfalls im Hebsed-Gewand in einem Kiosk. Vor ihm befinden sich in zwei Szenen

  1. (oben) sieben Standarten, die jeweils abwechselnd von Anchzeichen und Waszeptern gehalten werden.

  2. (darunter) Erhalten geblieben sind bei der Darstellung zwei Priester, wobei der erste damit beginnt, die Stufen zum Kiosk hinauf zu steigen. Sie bringen Gold und Edelsteine. Hinter dem zweiten Priester steht Thot, der Herr von Achmurein. Die Gaben werden als "Pulver des Weißgoldes (Elektron) für das (Sed)fest und wunderbare Produkte (für) das (Sed)fest bezeichnet. Hinter dem thronenden König steht nochmals eine Figur des Königs, der aber jetzt die rote Krone von Unterägypten auf seinem Haupt trägt.

Bild: Lepsius LD III. 36 a  /  PM 355 Register I.

Im zweiten Register sind ebenfalls zwei Szenen zu sehen: (PM² 113 [355] )

  1. Thutmosis III. in Begleitung seines Ka's (?) - er opfert Weihrauch vor Amun-Re

  2. Thutmosis III. im heb-sed-Gewand in Begleitung eines falkenköpfigen Gottes und dem Gott Soptu beim Opfern von Säcken mit Türkisen, Malachit und Lapislazuli vor dem thronenden (Amun-Re).

Die letzte Darstellung auf dem hinteren Teil der linken Seitenwand (Korridor VI) zeigt in zwei Register: (PM² 113 [356] )

  1. Thutmosis III. mit Soptu und [Thenent], mit einer Opferformel vor Amun-Re

  2. Thutmosis III. kniend - er opferte Säcke mit Türkis, Malachit und Lapislazuli vor dem thronenden Amun-Re

Die beiden hinteren Kammern XIV und XV besitzen je zwei Pfeiler und einen erhöhten Fußboden. Während die vorderen Kammern wohl als Lagerräume für Salben, Duftsalben und Kleidung dienten, befanden sich in den hinteren Räumen den Darstellungen an den Wänden zufolge, die eigentlichen wertvollen Tempelgüter aus edlen Metallen. In den Weiheinschriften am Eingang der Kammern XIV-XV ist von Gold und Silber zu lesen, welche der König dem Gott Amun-Re widmete:  (Urk. IV, 860, 1–5)

(1) Er hat es als sein Denkmal gemacht für seinen Vater [Amun, den Herrn der Throne der  beiden Länder, den ersten von Karnak]
(2) in Form des Bauens für ihn eines großen Tempels. 
(3) Er gleich dem Himmel, wenn er gesehen wird
(4) eine Herrin des Silbers, (5) eine  Herrscherin des Goldes ……………….. “
  

Die große Festhalle:
Wenn man vom Foyer nach links geht (nach Norden) kommt man in die große Festhalle, dem Zentrum des Achmenu mit einer Breite von 44m und 16m Tiefe. Die Außenwände werden von insgesamt 32 Grundpfeilern getragen, die kürzer sind als die Säulen, so dass das Licht durch einen "Obergaden" einfällt.

Die Festhalle des Achmenu mit den Zeltstangensäulen (rechts) und den Pfeilern (links)

Bild: Ovedc 2017 - Karnak-Temple Complex
Lizenz: CC BY-SA 4.0

Architektonisch interessant ist diese „Festhalle", da sie aus einem höheren Mittelraum, getragen von  2 x 10 Zeltstangensäulen besteht, der allseits von niedrigeren Seitenschiffen mit Pfeilern umgeben ist. Quasi wie ein Festzelt steht der basilikale Mittelraum inmitten eines Pfeilerhofes. Dies ist das erste Beispiel einer solchen Anlage in Ägypten. Zwar fehlen bei allen Säulen die zerstörten Dekorationen, doch der obere Teil der Säulen und der Decke lassen noch erahnen, wie farbig die Festhalle ursprünglich mal gestaltet war. Bereits in der Amarna-Zeit unter König Echnaton wurde einiges an Dekorationen durch den Aton-Kult entfernt. Später in der frühchristlichen Zeit wurde die Festhalle von den Kopten als Kirche zweckentfremdet und weitere sakrale Dekorationen aus der Zeit von Thutmosis III. gingen verloren. 

Dekorationsreste auf den Zeltstangensäulen

Auf dem oberen Teil der Säulen ist noch zu erahnen, wie farbig und dekoriert diese einst waren.

Diese Säulen im Mittelschiff des Festsaales sind einzigartig in der ägyptischen Architektur. Ihr Durchmesser nimmt von unten nach oben zu und enden mit einem glockenartigen Kapitel. 

Diese Säulen sind rot dekoriert, in der Farbe von Holz und sollten bemalt Zeltpfähle symbolisieren. Entweder im Kriegszelt des Königs oder die Zeltpfähle während der Feierlichkeiten zum Sed-Fest.

 

 

 

 

Bild: Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

Die Basen der Säulen in der Mittelhalle wurden verkleinert, um den Durchgang einen Meter breiter zu machen. Dieses geschah, nachdem die Halle bereits fertig war, was vermuten lässt, dass die Barken, welche von den Priestern durch die Halle getragen wurde, breiter als früher war.

Auf den Säulen befinden sich Inschriften und Figuren, welche den König vor verschiedenen Göttern zeigen. Die meisten davon sind aber in der Amarnazeit oder während der Kopten-Zeit von den christlichen Priestern entfernt oder unkenntlich gemacht worden. An der vierten Säule von Süden sind in der zweiten Reihe noch die Spuren einer Darstellung des christlichen Heiligen zu erkennen. Auf der ersten Säule in der zweiten Reihe befindet sich der falsch geschriebene Name "Champoleon" aus dem 19. Jahrhundert. 

Die Basen der Säulen in der Mittelhalle wurden verkleinert, um den Durchgang einen Meter breiter zu machen. Dieses geschah, nachdem die Halle bereits fertig war, was vermuten lässt, dass die Barken, welche von den Priestern durch die Halle getragen wurde, breiter als früher war.

Auf den Säulen befinden sich Inschriften und Figuren, welche den König vor verschiedenen Göttern zeigen. Die meisten davon sind aber in der Amarnazeit oder während der Kopten-Zeit von den christlichen Priestern entfernt oder unkenntlich gemacht worden. An der vierten Säule von Süden sind in der zweiten Reihe noch die Spuren einer Darstellung des christlichen Heiligen zu erkennen. Auf der ersten Säule in der zweiten Reihe befindet sich der falsch geschriebene Name "Champoleon" aus dem 19. Jahrhundert. 

Säule in der Festhalle mit dem falsch geschriebenen Namen von "Champoleon"

Bild: mit frdl. Dank Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

Die 20 Säulen, welche das Mittelschiff bilden, sind ein besonderer Typ, von dem kein anderes Beispiel bekannt ist. Ihre hellrot gefärbten zylindrischen Schäfte verdicken sich von unten nach oben leicht und weiten sich dann abrupt über fünf gelb und blau gestrichenen Bändern, um eine Art Kapitell in Form einer Blüte zu tragen, die mit großen dreieckigen Blättern geschmückt ist, aber umgekehrt. Die Deckenssteine, die auf der einen Seite von einer inzwischen zerstörten Mauer und auf der anderen Seite von quadratischen Pfeilern getragen werden, bilden ein Gesims im Inneren der Halle.

Darstellung Thutmosis III. auf einem der Pfeiler

Außenreihe der Pfeiler mit Darstellungen

beide Bilder: Courtesy to Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

In dem Festsaal mit den charakteristischen Zeltstangensäulen findet die königliche Prozession ihren Höhepunkt und führt den König zu den drei an der Nordseite des Saals gelegenen Kapellen, welche den Abschluss des Weges bilden. Nach Paul Barguet hat die gesamte nördliche Hälfte des Achmenus einen solaren Aspekt, während die südliche Hälfte einen osirischen Charakter hat, d. h. einen, der mit dem irdischen Aspekt verbunden ist. Auf der einen Seite gelangt man über den nördlichen Gang von West nach Ost zum Botanischen Garten und zur solaren Kammer. Auf der anderen Seite verläuft der Gang über den Südkorridor von West nach Ost - also in Richtung Erde - biegt dann nach Norden ab. An der Nordwand des Korridors blickt der König - im Jubiläumspavillion sitzend - nach Westen und schießt unter den Blicken von Seth und Horus seine Pfeile nach Westen ab und vervollständigt so den Kreislauf von Ost-Südost-Nord.

Das Sokar-Heiligtum (Raum XVI - XXII)
Im hinteren Teil des Achmenus befinden sich die Sanktuare für die Götter Sokar und Amun-Re (Thutmosis III. Sanktuar). Die "Halle des Sokar" mit ihren acht polygonalen Säulen misst 13,60 m in der Länge und 9,32 m in der Breite. Die sechzehnseitigen Säulen haben mit Basis, Abakus und Architrav eine Höhe von 7,15m. Der Säulenschaft weist von der Basis bis zum kapitellosen oberen Abschluss einen einheitlichen Durchmesser auf. Auf den polygonalen Säulen befinden sich Weihetexte von Thutmosis III. (Quelle: Sethe, Urk. iv. 858 [248] ).


Planzeichnung des Sokar-Sanktuar (Raum XVI)
mit Nebenräumen

 

 

 

 

Zeichnung nach PM² 318, XIII Great temple of Amun
Festival Temple, rooms north of Pillared Hall
- bearbeitet von Nefershapiland -

Auf den Innenwänden der Sokar-Halle (Raum XVI) befinden sich auf der linken Seite der Eingangswand Reste einer Prozession mit Reinigungsszenen Thutmosis III. und Amun mit Wasser und Weihrauch (PM² II. Theben, 115 [366] und auf der nördlichen (linken) Seitenwand des Raumes (PM 367) der König mit Priestern vor einer Opferliste. Auf der rechten Eingangswand sind ebenfalls Reste einer Prozession zu erkennen (PM 368). Auf den Wandstücken zwischen den Türen zu den beiden südlichen Seitenkammern XVII und XVIII befinden sich Szenen vom Sokarfest - die Götterbarke wird von Priestern auf ihren Schultern getragen (PM ² II, 116 [369] ), begleitet von Standarten vor einem Schrein. Am Boden lagen einige lose Mauerblöcke (zur Zeit als Porter & Moss geschrieben wurde). Auf der Zwischenwand der Nebenräume XVIII und XIX (PM 30) ist Thutmolsis III. beim "umdrehen" (?) der "nemset-Vasen" zu sehen. Auf der Eckwand zwischen Raum XIX und dem Durchgang zum östlichen Raum XXI (PM² 116 [371] befinden sich Reste einer Darstellung von Priestern und Propheten (des Sokars).

Nebenräume
Von diesem Hauptsanktuar des Gottes Sokar gingen im Süden und Osten mehrere Nebenräume ab: nach Süden (rechts) der Raum XVII., XVIII. und XIX - über deren Zweck und Bedeutung keine Informationen bestehen (die Räumen XVIII. und XIX. werden bei Porter & Moss nicht beschrieben). Auf dem Türsturz und den Türpfosten des Nebenraumes XVII. (PM 372a-b) befinden sich die königlichen Titel und Namen. Auf der rechten Seitenwand (PM 372c) sind noch Rest von Szenen (der König vor Amun) zu erkennen). Am Boden liegt ein Sandsteinblock mit einem Hebsed-Text. 

Der sich südöstlich über den oben beschriebenen drei südlichen Nebenräumen anschließende Raum XX (Lepsius Raum U) besitzt zwei Pfeiler und ist unterkellert. Der Zugang erfolgte vom links davor liegenden Raum XXI. Auf den Wänden befinden sich lt. Porter & Moss (PM² 116 [373-375] ) Opfer- und Verehrungsszenen des Königs vor den Göttern (Horus und Seth), Upuaut und den Seelen von Pe mit Standarten, Thutmosis III. mit Chons (beim Weihen von Opfergaben / zwei Standarten und Kästen und Umarmungsszenen mit Amun-Re und Min.

Die Darstellungen auf den beiden Pfeilern zeigen ebenfalls Thutmosis III. vor den Göttern: (nach PM² 116 [Pillar I. und II.] ).

  1. a. Pfeiler - der König wird von Amun-Re gekrönt;
    b. Pfeiler - der König erhält Leben von Amun-Re;
    c. Pfeiler - der König wird von [Month und Thenent] umarmt
    d. Pfeiler - der König erhält Leben von Amun-Re.

  2. e. Pfeiler - Thutmosis III. zwischen den Göttern Schu und Tefnut;
    f. Pfeiler - Thutmosis III. wird gekrönt von einem Gott (?) zusammen mit Isis;
    g. Pfeiler - Thutmosis III. schmückt einen Gott mit einer Halskette und Hathor
    h. Pfeiler - Thutmosis III. wird umarmt von Amun-Re und Mut.

Die beiden sich nach Norden hin anschließenden Neben-Räume XXI (Lepsius Raum T) und XXII (Lepsius Raum S) zeigen ähnliche Darstellungen wie im oben beschriebenen Raum XX. Beide Räume sind ebenfalls unterkellert Auch hier wurde die Decke von jeweils zwei in der Mitte des Raumes stehenden Pfeilern gestützt. Der Zugang zu den beiden Räumen erfolgte vom Hauptraum des Sokars (Raum XVI) aus, was zeigt, dass auch diese beiden Nebenräume im Zusammenhang mit dem Sokar-Sanktuar standen. Die Szenen an den Wänden zeigen rituelle Kulthandlungen des Königs vor den Göttern. Auch Szenen auf den Pfeilern ähneln denen im Raum XX (der König vor den Göttern). Auf dem Architrave befindet sich ein Weihetext von Thutmosis III. (lt. PM² II, 117 Raum XXI).                             


Nordwand des Sokar-Nebenraumes XXII
- Blick auf das Ende der Nordwand PM² 116 [379] )

Unteres Register: v. links nach rechts: Szene 1 nicht im Bild
2. der König weiht Opfergaben vor Amun-Re
3. der König (Thutmosis III.) übergibt Opfergaben an Amun-Kamutef
4.  Thutmosis III. erhält Leben von Amun-Re 
oberes Register: von links nach rechts: Szene 1-2 nicht im Bild
3. Thutmosis III. mit seinem Ka opfert Weihrauch an Amun-Re
4. Thutmosis III. opfert Brot an Amun-Re

Die hintere Rückwand des Tempels ist nur noch zur halben Höhe erhalten.

Bild: Courtesy to Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

Alexander-Heiligtum (PM² Raum XXIX)
Das kleine Heiligtum, das im Namen von Thutmosis III. errichtet wurde, befindet sich auf der Ostseite des Achmenu und wurde von Alexander wesentlich später zwischen 330-325 v. Chr. für sich usurpiert. Es ist nicht überliefert, ob er dieses selbst anordnete oder ob seine Priester es für ihn anordnen ließen, um ihn als König von Ägypten zu legitimieren und anzuerkennen. Aber trotz der Umdekoration unter Alexander dem Großen
 zeigen die Darstellungen nicht nur den makedonischen Eroberer, sondern auch Thutmosis III., der den umgebenden Bau errichten ließ. 

Das Alexander-Heiligtum ist über eine Vorkammer (PM², Plan XII - Raum XXVIII) zu erreichen, die ebenfalls Dekorationsspuren von Alexander und Thutmosis III. aufweist. Die Vorkammer ist etwa 3,70m x 4,20m groß und hat eine Höhe von 5,24m. Ihre Nordwand, in der sich auch ihr Eingang befindet, ist heute teilweise zerstört. Die Ostwand ist hingegen in der gesamten Höhe erhalten und wurde gänzlich unter Alexander (wieder)-errichtet (siehe Carlotti 2001, S. 122 - wobei nur noch die beiden ersten südlichen Mauerschichten und die erste Gesteinslage des nördlichen Mauerabschnittes original erhalten ist). Das Alexandersanktuar misst etwa 3,70m x 5,30m bei einer Höhe von 5,36m (Quelle: Donata Schäfer, 2007) und wurde aus Sandstein erbaut. Die Publikationslage für diese beiden Räume ist schlecht - außer bei Porter & Moss, der Arbeit von Donata Schäfer von 2007 und einigen Fotografien bei Schwaller de Lubicz - ist nichts über die Dekoration zu finden (siehe Michael Hirzbauer: Altägyptischer Tempelbau und Herrscherlegitimierung zur Zeit der Argeaden und des ersten Ptolemäers 2013 - Online-Version, Uni Wien, Diplomarbeit).

Vorkammer:
Auf der Ostwand der Vorkammer ist im unteren Register, links des Durchgangs zum Alexander-Sanktuar eine Darstellung Thutmosis III. mit dem Königsschurz  und dem Nemeskopftuch zu sehen. Im oberen Register links ist Alexander dargestellt, der ebenfalls mit dem Königsschurz und dem Nemes-Kopftuch zwei Gefäße opfert. Im zentralen Bereich der Ostwand - oberes Register (durch das Architrav wird das Register nach der Opferdarstellung von Alexander zweigeteilt) ist im oberen Bereich die nach Norden blickende "Große Neunheit von Karnak" zu sehen.

Auf dem Architrav des Türdurchgangs wird Thutmosis III. von Hathor umarmt und in der Szene rechts davon steht er - gefolgt von seinem Ka und einer Nilgottheit - vor Anubis.

Achmenu /Alexander-Sanktuar

Auf dem Architrav des Türdurchganges wird Thutmosis III. in der 1. Szene (links) von der Göttin Hathor umarmt, in der 2. Szene erscheint er mit der weißen Krone auf dem Haupt - hinter ihm seine Ka und ein Nilgott - vor Anubis, der ihm einen Stab und ein unbekanntes Gefäß überreicht.

Auf beiden Torpfosten befinden sich die königlichen Titel und Namen.

 

 

 

 

Bild: Courtesy Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

 

Sanktuar:
Auf der Westwand des Sanktuars besteht das obere Register aus drei Szenen. Alexander opfert in der linken Szene, bekleidet mit dem Königsschurz und dem Nemes-Kopftuch, vor dem Gott Amun-Re-Kamutef eine Lattichpflanze; in der mittleren Szene bringt er dem Gott Amun-Re ein Räucher- und Libationsopfer dar. Die rechte Darstellung zeigt Alexander mit der Krone von Unterägypten und er opfert die Maat vor Amun-Re. Ebenfalls auf der Westwand, im unteren Register - links des Türdurchganges - wird Alexander (mit einer kurzen Lockenperücke auf dem Kopf) vom Gott Horus gereinigt. 

Die Südwand besteht ebenfalls aus drei Register, die alle Alexander den Großen zeigen. Auf der linken Szene bringt er Amun-Re ein Schminkgefäß dar, gefolgt vom Gott Sokar; in der mittleren Szene opfert er - gefolgt von seinem Ka in menschlicher Gestalt - ein Schmink-Gefäß. Auf der rechten Szene betet er den ithypalischen Gott Amun-Re-Kamutef an.

PM 396 – Register II. Szene 7: Auf der Südwand im unteren Register (sechs Szenen) befinden sich wieder Darstellungen mit Thutmosis III, der einen Schenditschurz empfängt und auf einem Sockel im Morgenhaus (als Statue?) steht. Dann folgt zweimal Alexander mit einem Stab in der Hand und anbetend vor Amun-Re-Kamutef und als letzte Darstellung Alexander mit Stab und Keule vor Amun-Re. 

Auf der Nordwand (drei Szenen): Alexander mit Doppelkrone und einem Wedel vor der Göttin Amunet, die ihn vor Amun-Re-Kamutef führt, auf der zweiten steht er mit zwei Sistren vor Amun-Re-Kamutef und auf der dritten Szene bringt er - gefolgt von seinem Ka dem Gott Amun-Re Schminke dar, die in einem sphinxförmigen Gefäß aufbewahrt wird.

Das untere Register der Nordwand besteht aus vier Szenen, auf denen Alexander auf verschiedene Art und Weise mit dem Gott Amun-Re in Interaktion tritt - beim Opfern von Nahrung usw. 

Die Ostwand zeigt im oberen Register nur eine einzige Szene, die Alexander in vollem Ornat mit dem Nemes-Kopftuch, Stab und Keule - gefolgt von einer Nilgottheit mit Opfergaben - vor einer langen Opferliste zeigt. Dahinter ist der thronende Gott Amun-Re zu sehen. Im unteren Register befinden sich drei Szenen, die alle sehr schlecht erhalten sind und zum Mundöffnungsritual gehören.

Das Sanktuar wurde in letzter Zeit (seit 2013) vom CFEETK und der ägyptischen Antikenbehörde restauriert und war unserer Kenntnis nach noch im Frühjahr 2020 geschlossen.

Sanktuar des Thutmosis / Kapelle für Amun-Kamutef (Raum XXX)
Im Osten des Botanischen Gartens führt ein Durchgang (Dieter Arnold spricht hier in "die Tempel Ägyptens" von einem "Erscheinungsfenster") in den Raum XXX des Achmenus (nach PM). Auf der Einfassung des "Fensters" befinden sich die königlichen Titel und Namen. Aber der eigentliche Eingang zu dem Sanktuar des Thutmosis (Kapelle des Amun), dem Raum XXX. geht durch immer enger werdende Türen, die entlang dieser Mittelachse angeordnet sind: die erste Kammer (Raum XXVI) enthielt Szenen der Königskrönung, die zweite (Raum XXVII) hatte Szenen der thebanischen Neunheit zum Thema und eine Opferliste, die der König an Amun-Re übergibt und die dritte Kammer (Raum XXX) war das Heiligtum, das nach den Inschriften für Amun-Kamutef geweiht war. Von der zweiten Kammer aus führte auf der rechten Seite (Südwand) eine Tür in eine weitere Vorhalle und in das Heiligtum (siehe oben), welches fast vollständig von Alexander umgestaltet und  seinen Kult gewidmet war.

Aber zurück zu dem Thutmosis-Sanktuar (Kapelle des Amun-Kamutef) - in diesem Raum fand man die Basis eines Alabastersockels von fast 1,5m Höhe, der fast den gesamten Raum einnimmt. Darauf hatte wahrscheinlich eine Prozessionsstatue des Amun-Kamutef gestanden (evtl. in einem leichten tragbaren Schrein ?). In der Nordwand des Raumes (links des Sockels) befindet sich eine Öffnung, die lt. Dieter Arnold (Tempel Ägyptens) evtl. ein "Erscheinungsfenster" sein könnte und heute einen Zugang von Raum XXX in den sog. "Botanischen Garten" bildet, der sich links davon befindet.

An der linken Seitenwand des Raumes XXX sind lt. Porter & Moss (PM 400, 401 und 402) nur der untere Rest von Szenen erhalten geblieben: Hatschepsut mit Weiheformel vor Min (?) und vor Amun. Auf der rechten Wandseite haben sich Reste von vier Ritualszenen erhalten und auf der Rückwand nur der untere Teil von Gründungsszenen.

Korridor XL und XLA
An der kompletten Nordseite des Achmenus verläuft ein langer Korridor (PM XL und XLA, Plan XIII Great temple of Amun) und über ihn verläuft eine Treppe zum Sonnenhof. An der Nordostecke des Achmenu knickt er nach Süden ab und mündet dann über zwei weitere Kammern in den Botanischen Garten.

Auf der linken Seitenwand (westliche Seite) des Korridors XL (bei PM 432) befinden sich Darstellungen in zwei Registern mit einer Prozession von Opferträgern, von denen im 1. Register nur noch die Füße erhalten sind. Im II. Register befinden sich 4 Szenen:

  1. Thutmosis III. verbrennt Weihrauch vor Amun-Kamutef

  2. Thutmosis III. mit dem "blauen Helm" reinigt Amun-Kamutef und bringt ein Weihrauchopfer dar.

  3. eine Prozession von Sängern und Sängerinnen, dazu auch Wab-Priester sowie weitere Priester, wovon der erste Priester eine Königsstatue trägt, die anderen bringen Vasen und Krüge. 

  4. Der König weihräuchert und libiert vor Opfergaben, Priester mit Fackeln und Opfergaben, sowie zwei Nilgötter als Fackelträger - alle vor Amun-Re

 

Karnak Achmenu - Nördlicher Korridor XL - hinter drei schmalen Kammern
- geweiht evtl. für Amun-Re, Mut und Chons (als thebanische Triade)

Links steht der König vor Amun-Kamutef und weihräuchert vor ihm - nach rechts folgend: der König steht ebenfalls vor Amun-Kamutef und reinigt ihn. Weiter nach rechts folgen Sängerinnen und Sänger sowie Priester und zwei Nilgötter (nicht mehr im Bild) die Fackeln und Opfergaben tragen. Der vordere Priester trägt eine Königsstatue auf seinem Arm.

Bild: Courtesy to Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

Der Botanische Garten (Raum XXXI)
Einer der interessantesten Räume des Achmenu ist der sog. "Botanische Garten", der sich direkt nördlich der Haupttempel-Achse und östlich der Festival-Halle befindet. Die Touristen gelangen heute über eine moderne Holztreppe, die über eine stark zerstörte Wand in einen rechteckigen Raum mit vier Papyrus-Säulen entlang der Mittelachse führt.

Der sog. "Botanische Garten" (dieser Begriff ist etwas irreführend) war abgesehen vom Alexandersanktuar die bedeutendste architektonische Einheit, die in der 2. Jahreshälfte 2013 von der Universität Tübingen (in Kooperation mit dem Centre Franco-Egyptian d'Etude des Temples de Karnak / CFEETK) umfangreich restauriert und dokumentiert wurde. Alte Zementrestaurierungen wurden entfernt (da diese sich als schädlich herausgestellt haben, da sie nicht atmungsaktiv waren und langfristig das Monument zerstört hätten und durch einen natürlichen Mörtel ersetzt. Ebenso wurden zahlreiche Verunreinigungen u. a. durch Fledermauskot, entfernt.

Blick auf die Papyrusbündelsäulen im Botanischen Garten

Auf der Ostseite im nördlichen Bereich des Achmenu befindet sich ein größerer Raum mit vier Papyrusbündelsäulen (7,50 m hoch). An den Wänden hinter den Säulen befinden sich zahlreiche Reliefdarstellungen mit Pflanzen und Tieren, die Thutmosis III. angeblich im 25. Regierungsjahr auf seinem 3. Feldzug in der Region Retjenu gesammelt und mitgebracht hatte.

Bild: Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

Diese Struktur unterscheidet sich von anderen Architekturen, die aus dem Neuen Reich stammen. Der Komplex bestand aus drei Räumen, darunter zwei Vorzimmer (Vestibül), die zum größten Heiligtum des Komplexes führen. Das Vorzimmer, das direkt zum Botanischen Garten führt, kann der Tourist nur über eine hoch über dem Boden liegende Kalzit-Tür erreichen, zu der man über eine Treppe gelangt. Dieser Vorraum ist ungewöhnlich breit und die heute nicht mehr vorhandene Decke wurde durch vier Säulen gestützt. Zwischen den äußeren beiden Säulen befanden sich einst Skulpturen (Sphinxen), die nach Norden zum Heiligtum hin positioniert waren (was ebenfalls sehr ungewöhnlich war). 

Die Wände des Botanischen Gartens sind als sehr flaches, erhabenes Relief gearbeitet, wobei diese am besten im morgendlichen Licht zur Geltung kommen. Die Süd- und Nordwände (ca. 15 Meter lang) und die Ost- und Westwände (6 Meter lang) zeigen auf den noch erhaltenen unteren Wandszenen sehr schöne, noch gut erhaltene Reliefdarstellungen von Pflanzen mit detailgetreuen Darstellungen der einzelnen Blätter und Blüten und Tieren, die einst farbenprächtig gestaltet gewesen sind und die Thutmosis III. während seiner Feldzüge in fremde Länder gesammelt hatte - insbesondere in seinem 25. Regierungsjahr in Syrien. Er ließ dazu auf den Wänden vermerken: "Ich schwöre bei Re (der mich liebt), bei meinem Vater Amun, der mich begünstigt, dass alle diese Dinge tatsächlich passiert sind - ich habe mir keine Geschichten über das ausgedacht, was meiner Majestät passiert ist".

Die Vielfalt der seltenen Pflanzen und schönen Blumen sowie der Tiere ist sehr naturverbunden dargestellt. Zum Beispiel wurden neben zahlreichen Wildpflanzen auch viele Nutzpflanzen, wie z.B. die Baumwollpflanzen dargestellt und des weiteren auch Wasserpflanzen nebst Vögel, die sich in Sumpflandschaften befanden. Unter den Pflanzenbildern des "Botanischen Gartens" von Thutmosis III. treten außerdem auch häufig solche von Blüten des "blauen Lotus" auf, also solche von einer der einheimischen Flora angehörigen, in Ägypten wildwachsenden und dort von jedermann gekannten Art. Auch Bilder von Grantäpfeln, die ansonsten auf ägyptischen Tempelwänden oder Grabausstattungen der vorhergegangenen Epochen fehlen, treten hier zum erstenmal in Erscheinung. Des weiteren sind hier bei den Darstellungen von gewissen Baum- und Straucharten nur einzelne Äste oder welche mit vielfacher Verzweigung dargestellt, aber alle ohne Blätter.

Ausschnitt aus der Tier- und Pflanzenwelt im Botanischen Garten

Neben zahlreichen Wildpflanzen befinden sich an den Wänden des "Botanischen Gartens" auch Darstellungen von Tieren, wie diese Gazelle inmitten exotischer Pflanzen.

Bild: Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

Auf der östlichen Wand des "Botanischen Gartens" befindet sich eine Inschrift: "Jahr 25 unter der Majestät des Königs von Ober- und Unterägypten, Mench-cheper-re, möge er ewig leben, Pflanzen die S. M. gefunden hat im Lande Retenu (Syrien)".

Darstellungen von Vögel und Pflanzen an den Wänden des Botanischen Gartens
- Westliche Wand -

Bild: Hanne Siegmeier
- alle Rechte vorbehalten -

 

Darstellungen von Vögel und Pflanzen an den Wänden des Botanischen Gartens
- Westliche Wand -

Bild: Hanne Siegmeier
- alle Rechte vorbehalten -

Die Darstellungen der Pflanzen und Tiere sind recht präzise, so dass sie sich mehrheitlich recht gut bestimmen lassen. Interessant ist dabei, dass es sich teilweise um afrikanische, südlich von Ägypten beheimatete Arten handelt und nicht nur um solche, die aus der Region des Vorderen Orient (Retenu / Syrien) stammen, wie Thutmosis III. in seiner Inschrift mitteilte: "Alle fremdartigen Pflanzen, alle vollkommenen Blüten im Gottesland, die S. M. geholt hat, als S. M. nach dem Oberen Retjenu zog, um die nördlichen Fremdländer niederzuwerfen, entsprechend dem, was sein Vater Amun befohlen hatte."
(Quelle: Das Göttliche in der Natur - Biologie im alten Ägypten, PD Dr. Friedhelm Hoffmann, Mathias-Grünewald Gynasium, Würzburg, 2004/2005, S. 198-199).

Reliefdarstellungen mit Nutz- und Wildpflanzen an den Wänden des Botanischen Gartens
- links auf dem Bild befinden sich die Kartuschen mit den Namen Thutmosis III. -

Bild: Courtesy to Heidi Kontkanen
- alle Rechte vorbehalten -

Im eigentlichen Heiligtum des Botanischen Gartens waren acht Ecken in die Wand gehauen, in denen sich göttliche Statuen befanden. Eine davon war eine Granitstatue von Thutmosis III. (Quelle: Wikibrief - Botanischer Garten des Thutmosis III. / CC BY-SA 3.0).

Raum XXXV - Altarraum / Sonnenhof (Ramses III)
Im sog. "Sonnenhof" (Raum XXXV) oder Altarraum des Achmenus (der sog. "hohen Kammer"), der auf höherem Niveau liegt und der über eine Treppe von der Pfeilerhalle aus zu erreichen ist - die etwas nördlich der Festhalle beginnt - befindet sich ein Altar aus Alabaster (mit den Kartuschen von Ramses III.), der wohl ursprünglich aus der Zeit von Thutmosis III. stammt und zusätzlich mit umlaufenden Nilgöttern und Gaugottheiten dekoriert ist. Dieser Altar war vermutlich ein Trankopfertisch mit einem Abfluss aus Kalzit, auf dem vermutlich die "Clepsydras-Wasseruhr" platziert war.

"Clepsydras" waren Wasseruhren aus einem Steingefäß mit einem winzigen Loch am Boden, durch das Wasser mit konstanter Geschwindigkeit tropfen konnte, wodurch der Ablauf von Stunden anhand von eingeritzten Markierungen gemessen werden konnte. Diese Markierungen waren auf verschiedenen Ebenen angeordnet. 

Sonnenaltar im Raum XXXV

Von einem Gang, der aus der Festhalle abgeht, gelangt man über eine hohe Treppe, die zu einer Kammer (Sonnenhof) führt, die auf höherem Niveau liegt. Schwaller de Lubicz (The temples of Karnak) nennt diese Treppe "vor dem Zimmer der Wasseruhren" (?) - wobei aber nur noch der Opferaltar zu sehen ist. Von der "Wasseruhr" ist keine Spur mehr zu sehen.

Alle Inschriften in diesem Raum zeigen die Kartuschen von Ramses III.

 

Plan: nach Donadoni / Theben
- bearbeitet von Nefershapiland -

 

Treppe zum sog. "Sonnenaltar"

Über diese Treppe (links die Mauern des Festsaals)
gelangte man in den Raum XXXV (35), in dem sich einst eine Wasseruhr befand. Heute ist nur noch der Altarstein erhalten.

 

 

 

 

 

 

Bild: Courtesy Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

 

Der Sonnenaltar in Raum XXXV (35) (PM² II 123 [424] )
mit den Kartuschen von Ramses III
 - aber original wahrscheinlich aus der Zeit von Thutmosis III. -

Bild: Courtesy to Peter Alscher 2008
- alle Rechte vorbehalten -

Die Räume XXXII-XXXVIII (Nordhalle)
Der rechteckige Raum XXXII (32) in der Nordhalle (links vom Botanischen Garten) besaß an seiner Rückseite eine Kapelle. In den Seitenwänden befinden sich jeweils vier tiefe Nischen (eventuell waren diese abschließbar), über denen sich wohl Türstürze befanden. Diese Halle (Raum XXXII auf dem Plan unten), die nördlich des botanischen Gartens liegt und auch durch diesen zu betreten war, war wohl ursprünglich ähnlich wie dieser dekoriert. Heute ist nichts davon übriggeblieben - außer einigen Blöcken mit Vögel- und Pflanzendekoration, die aber nicht identifiziert werden konnten.

                            Achmenu - Nordhalle
PM 408: äußerer Türsturz mit Doppelszene - heute am Boden liegend.
                Thutmosis III. kniet mit einer Opfervase vor Amun-Re
PM 409-410-411-412: Pflanzen und Vögel
PM 412: hier steht das Unterteil einer Standstatue Thutmosis III. aus Granit. Der König hält einen Libationsaltar mit Widmung für Amun-Re in Achmenu vor sich. Ein Gegenstück zu der Statue stand sicherlich ihr gegenüber auf der anderen Seite des Raumes.

Plan: nach PM² 317, Plan XII
- bearbeitet von Nefershapiland -

Blick in den Raum XXXII (32)

An der linken und rechten Seitenwand des rechteckigen Raumes befanden sich Nischen, deren Ausbuchtung noch auf dem Bild zu erkennen sind. Den oberen Abschluss der Nischen bildeten Türstürze, von denen sich einer noch in situ aufgebahrt auf dem verbliebenen unteren Wandrest der Nische befindet.

Auf der rechten Seite - neben dem Durchgang in den Botanischen Garten - befindet sich das das Unterteil einer königlichen Standstatue Thutmosis III. aus Granit (siehe X ).Der König hält einen Libationsaltar vor sich (PM 412), der dem Gott Amun-Re im Achmenu geweiht war.

Am hinteren Ende des Raumes - vor der Kapelle auf der Rückseite des Raumes - befindet sich das Fragment eines Opfertisches Thutmosis III, (PM 413) sowie der Fuß eines Liberations-Tisches (PM 414) (beide aus Granit) und dem Fragment eines Opfertisches von Thutmosis III. aus Alabaster (PM² 122 [415] ). 

Bild: Courtesy to Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

 

Türsturz über der Nische im Raum XXXII (Nordhalle)

Es handelt sich um den Türsturz der letzten Nische an der linken Wandseite. Ganz oben auf dem Block schwebt die geflügelte Sonnenscheibe, darunter befinden sich drei waagerechte Textzeilen in großen Hieroglyphen. Der Text verläuft jeweils von einem Anchzeichen ausgehend in der Mitte nach außen. Die oberste Zeile nennt den Horusnamen des Königs, die zweite Zeile den Thron- und die letzte den Geburtsnamen des Königs.

Bild: Courtesy to Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

Blick auf die Rückwand des Raumes XXXII (32)

Auf der Rückseite des Raumes befindet sich eine tiefe, rechteckige Nische, in der sich die Basis für einen Holzschrein erhalten hat. Die Höhe dieser erhaltenen Basis misst schätzungsweise mindestens 50cm und weist an ihrer Oberfläche eine Nut auf, in der einst der Holzschrein gestanden hatte. Heute (2009 wo das Foto entstand) liegt auf der Basis ein Architekturfragment, bei dem es sich wohl um den oberen Abschluss mit Rundstab (?) von der Nische des Schreines handelt.

Vor der Rückwand steht der Ständer eines Opfertisches.

Bild: Courtesy to Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

 

Raum XXXII - Achmenu / Opferaltar Thutmosis III.

Am hinteren Ende des Raumes befinden sich der Fuß eines Opferständers (Vordergrund) und ein Opfertisch  (in Form der hpt-Hieroglyphe) aus Granit mit einer Nische, in der sich eine Figur befindet.

Bild: Courtesy to Peter Alscher 2009
- alle Rechte vorbehalten -

Raum XXXVI + XXXVII
Von Raum XXXVI (der östlichsten der drei schmalen Kammern am Nordende des Achmenus) ist leider keine Beschreibung vorhanden. Der Zugang erfolgte - ebenso wie bei den beiden anderen Kammern - von der Festhalle aus.

Bei der Kammer XXXVII handelt es sich um die zweite der schmalen Kammern - deren Zugang ebenfalls von der Festhalle aus erfolgte. Auf dem südlichen Teil der Eingangswand (links) befinden sich auf dem rechten inneren Türpfosten die königlichen Titel von Thutmosis III (PM 425). Auf der linken Seitenwand sind zwei Register mit Darstellungen (PM 426) zu sehen, die eine Prozession königlicher Statuen zum Tempel der Mut und zurück - mit dem König, der vor Mut weihräuchert und eine Wasserspende gibt. Hinter Thutmosis III. befinden sich in zwei Register Szenen:

  1. Register - hinter dem König: Priester und Propheten - die meisten mit Statuen in ihren Händen - einer hält einen Fächer.

  2. Register: Frauen und Männer mit Klappern, Priester mit Opfergaben - einer mit einem Räucherarm, ein anderer mit einer Vase und ein weiterer mit einer Statue und als letzter ein Priester mit einem Fächer.

Darstellung an der linken Seitenwand in zwei Register (PM² II 123 [426] )

Bild: Courtesy to Kairoinfo4U
- alle Rechte vorbehalten -

Auf der linken Seitenwand (nördlicher Teil) opfert Thutmosis III. vor Osiris.

Raum XXXVIII (Nordhalle)
Der Raum XXXVIII ist eine von drei schmalen Kammern am nördlichen Ende des Achmenus, wobei der Zugang von der Festhalle (Hypostyl) aus erfolgte. Vor dem Eingang befinden sich die beiden kopflosen Statuen (die linke wird König Amenmesse - später usurpiert von Sethos II. -zugeschrieben, die rechte Sitzstatue PM 340 ist anonym). An der Rückwand des Raumes befindet sich eine stark zerstörte Gruppenstatue von Thutmosis III. (PM² 430).

An der linken und rechten Seitenwand (südlicher Teil) des Raumes befinden sich Darstellungen: Thutmosis III. erhält Leben von einem Gott (PM² 428) und Thutmosis III. in Begleitung seines Ka's bei der Weihung von Opfergaben vor der Großen Götterneunheit.

Fragmentierte Gruppenstatue Thutmosis III.
- Raum XXXVIII / links von der Festhalle -

Auf der nördlichen Seite der Festhalle - in Verlängerung der drei "Schiffe" der Festhalle befinden sich drei Kapellen. In der unteren linken Kammer befindet sich eine fragmentierte Gruppenstatue des Thutmosis III, zusammen mit den vollständig abgebrochenen Figuren von Mut und Amun. 

Von den beiden Götterdarstellungen sind nichts mehr als die Schultern und ein wenig vom Oberkörper erhalten.. Der König, dessen Kopf zerstört ist, trägt einen plissierten Lendenschurz, in dessen Gürtel ein Dolch steckt.

 

 

 

Bild: Courtesy to Peter Alscher, 2009

 


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Anmerkungen und Quellen
1. Wikipedia, Thutmosis III. 
2. www.maat-ka-ra.de von Dr. Karl Leser

 

weiße links sind noch Baustelle.....


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