Biografie Hatschepsut


Totentempel Hatschepsut

Grab Hatschepsut

Bilder oben:

Quellen und Literatur-Angaben am Ende dieser Seite - nummerierte Verweise im Text
PM = Porter & Moss, Topographical Bibliography of Ancient Hieroglyphic Text, Reliefs and paintings 1927 - 1952

weiße Links sind noch Baustelle......

Allgemein
Das ehrgeizigste Projekt von Königin Hatschepsut war ohne Zweifel ihr eigener Totentempel in Deir el Bahari. Als Baumeisterin vollendete sie in einer 15jährigen Bauzeit, unter der Leitung ihres Architekten (vermutlich Senenmut, der "Grauen Eminenz" und ihrem Vertrauten) ihren Totentempel, der von dem deutschen Ägyptologen Dieter Arnold "als eine der bedeutendsten und eigenwilligsten Schöpfungen der ägyptischen Tempelarchitektur" bezeichnet wurde. 

Neben ihrem Totentempel in Deir el Bahari ließ sie zahlreiche Bauten in Karnak (insbesondere sind hier die Rote Kapelle / Chapelle Rouge und mehrere Obelisken zu nennen) errichten. Die umfangreiche Bautätigkeit Hatschepsuts ist darüber hinaus u. a. bezeugt in Hermopolis (Neubau eines Thottempels), in Beni Hassan/Speos Artemidos, wo sie für die hier verehrte lokale Löwengöttin Pachet einen Felsentempel errichten ließ und in Elephantine, wo unter ihrer Regentschaft ein kleiner Tempel für die Göttin Satet gebaut wurde, sowie an vielen anderen Stellen im Land, wo sie prächtige Bauten, Denkmäler, Grabstätten, Tempel und Stelen zu Ehren der Götter und des Herrscherhauses erschaffen ließ. Bei einigen dieser Bauwerke wurden die Arbeiten möglicherweise bereits unter der Regierung ihres Vaters Thutmosis I. oder ihres Gemahls Thutmosis II. begonnen und von ihr fortgesetzt. Mit den Arbeiten beauftragte sie den großen Architekten Ineni, der auch für ihren Vater, ihren Ehemann und für den königlichen Verwalter Senenmut gearbeitet hatte. 

Auch in den weit entfernten Regionen wie in Nubien waren ihre Baumeister tätig. So z. B. in Buhen am 2. Katarakt, wo sie einen Horus-Tempel errichten ließ.

Mennefer / Memphis

In der alten Residenzstadt Men-nefer (Memphis) - Hauptstadt des 1. Gaus von Unterägypten - ließ Hatschepsut den dortigen Tempel des Ptah restaurieren oder auch möglicherweise erweitern. In der 18. Dynastie war es üblich, dass die Kronprinzen ihre militärische Ausbildung in den memphitischen Kasernen erhalten. Dadurch wurde Memphis zur "Kronprinzen-Residenz" (Quelle Wikipedia), da die Kronprinzen begannen, eigene Domänen und Palastanlagen einzurichten. Gegen Ende der Regierung der Hatschepsut befehligte Thutmosis III. die ägyptische Armee in Memphis und leitete von hier aus einige militärische Unternehmungen. 

Im Open Air Museum von Mit-Rahina befindet sich eine 90-t schwere Sphinx aus Alabaster, die evtl. aus der Zeit von Hatschepsut stammen könnte, aber ebenso von Thutmosis I. oder Thutmosis II. sein könnte. 

Alabaster-Sphinx aus Memphis

Es wird angenommen, dass diese Alabaster-Sphinx zwischen 1700 - 1400 v. Chr. entstanden ist und aus der 18. Dynastie stammt. Da keinerlei Inschriften erhalten geblieben sind, ist nicht bekannt, welcher König/Königin hier dargestellt ist. Die Gesichtszüge deuten aber daraufhin, dass es sich hier evtl. um Hatschepsut, Amenophis II. oder Amenophis III., handelt.

Die Sphinx wurde 1912 von Flinders Petrie entdeckt und ist aus einem einzigen Alabasterblock gearbeitet, einem gelblich-weißen, weichen Stein. Mit einer Länge von 8 m und einer Höhe von 4 m ist die Sphinx von Memphis eines der größten Monumente, das jemals aus ägyptischem Alabaster hergestellt wurde (Quelle: ägyptisches Museum 15. 10. 2022). Das Gewicht wird etwa mit 90 Tonnen geschätzt. Die Figur ruht auf einem Fundament. 

Bild:       Memphis BW 1.jpg
Autor:    Berthold Werner, Wikipedia 3. Nov. 2010
Lizenz:   
CC BY-SA 3.0

Bei den Ausgrabungen des Penn-Museums, die in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Altertümer in Ägypten ab 1955 in Mit-Rahinah durchgeführt wurden, wurde auf einer der unteren Ebenen ein Opfertisch von etwa 2000 v. Chr. und das Fragment eines Steingefäßes mit dem Namen der Königin Hatschepsut (etwa 1500 v. Chr.) gefunden (Quelle: Anthes, Rudolf "Eine erste Saison der Ausgrabungen in Memphis" Museums-Bulletin XX, Nr. 1 / März 1956 - https://www.penn.museum/sites/bulletin/4066/

 Speos Artemidos

Hatschepsut ließ hier im Osirisbezirk offensichtlich in ihrer gemeinsamen Regierungszeit mit Thutmosis III. ein Gebäude erneuern (Spuren davon fand Flinders Petrie schon 1902 auf einem Türsturz (Museum Berlin ÄM 15980), der aber heute nicht mehr ausgestellt ist (oder als Kriegsverlust im II. Weltkrieg anzusehen ist). Evtl. fanden hier auch schon Baumaßnahmen unter Thutmosis II. statt, da dessen Kartusche ebenfalls auf dem Architrav gefunden wurden (siehe Günther Roeder, 1881-1966 / Publication 1913: Ägyptische Inschriften aus dem Staatlichen Museum Berlin, Bd. II.)

Der Speos Artemidion (arab. Istabl Antar / Grotte der Artemis) liegt etwa 2,5 km südlich von Beni Hasan in Mittelägypten (an der Grenze des 16. Oberägyptischen Gau. 
 Es handelt sich um einen Felsentempel aus der Zeit von Königin Hatschepsut / Thutmosis III., der hier in die anstehenden Kalksteinklippen geschlagen wurde. Der Tempel ist der Löwengöttin "Pachet" geweiht, für die ein Kult in dieser Gegend erst ab dem Neuen Reich belegt ist (Quelle: Ian Shaw, Paul Nicholson, Reclams Lexikon des Alten Ägyptens, Reclam-Verlag Stuttgart 1998, S. 288). 

Felsentempel der Löwengöttin Pachet im Speos Artemidos

Bild:    Speos Artemidos 01.JPG
Autor:  Einsamer Schütze, Wikipedia, Sept. 2006
Lizenz: CC BY-SA-3.0

Sethos I. ließ die unter Hatschepsut angebrachten Inschriften als seine eigenen usurpieren und auch die Darstellungen für sich selbst umarbeiten sowie den bislang undekorierten Durchgang ins Sanktuar und die Türwandung zur hinteren Nische dekorieren und beschriften. Nach Fairman und Grdseloff (JEA 33, 1947, 13  in P. Brand 2000) gibt es keine eindeutigen Beweise dafür, dass Thutmosis III. den Namen der Königin im Speos Artemidos auslöschen ließ (obwohl sein Name zweimal auf den Frontpfeilern auftaucht). Diese Schlussfolgerung wird von Peter Brand (Brand 2000, 55-66) angezweifelt, wobei er daraufhinweist, dass eine Darstellung der Königin von Thutmosis III. zerstört und später wieder unter Sethos I. für seine Umarbeitung erneuert wurde.

Die Anlage besteht aus einer 15m breiten, zweireihigen, quergelagerten Pfeilerhalle (Pronas), getragen von zwei Reihen von je 4 Pfeilern, die auf der nördlichen Außenseite für eine Dekoration mit Hathor-Kapitellen vorbereitet waren (siehe Bickel, Chappaz, 1993). Die östlichen und westlichen Seiten dieser Pfeiler tragen Inschriften und die Kartuschen von Thutmosis III. und Sethos I. Eine weitere Reihe von unfertigen Pfeilern trug die Decke der Halle, von wo aus ein Durchgang zu dem dahinter liegenden Kultraum mit abschließender Nische führt. An einem der Pfeiler befindet sich sogar eine Nennung von Pinnodjem I. In griechischer Zeit wurde die Göttin Pachet mit der griechischen Göttin Artemis gleichgesetzt, worauf sich der heutige Name des Tempels bezieht.

Von diesen 8 Pfeilern stehen noch die drei östlichen (linken), welche die Front der Fassaden bilden. Der Bau blieb unvollendet, wie sich aus der rauen Beschaffenheit der Hathor-Pfeiler an der Fassade erkennen lässt. Die Dekoration des Heiligtums wurde zu Beginn der Regierung von Sethos I. im Zuge der Amarna-Restaurierung nicht nur erneuert, sondern auch erheblich verändert. 

Die bedeutendste Inschrift im Speos Artemidos ist ein Text, den die Königin Hatschepsut (Urk. IV., 383-391) auf die Fassade über dem Eingang anbringen lassen hatte. Sie klagt in der Inschrift über die Zerstörungen während der Herrschaft der "Asiaten aus Auaris" (= Hyksos), die 3 Generationen zurücklag aber anscheinend immer noch nicht vergessen war) und berichtet, dass "sie wieder aufgebaut habe, was zerstört war". Es ist erstaunlich dass hier in der Inschrift nicht ihr Vater Thutmosis I. erwähnt wird, was zumeist bei den Inschriften von Hatschepsut der Fall war. 

Felsentempel der Löwengöttin Pachet im Speos Artemidos

Über dem Eingang zum Tempel befindet sich eine Inschrift der Königin Hatschepsut, in der sie über die Lage Ägyptens unter den Hyksos-Herrschern - ca. ein Jahrhundert zuvor - und ihre Taten für die Rekonstruktion berichtet. 
"...........Also hört zu, all ihr Eliten und ihr vielen einfachen Leute: Ich habe dies nach dem Plan meines Geistes getan. Ich schlafe nicht vergessend (sondern) habe wieder hergestellt, was zerstört war. Denn ich habe wieder aufgebaut, was zerstückelt war, angefangen mit der Zeit als die Asiaten mitten im Delta waren, (in) Auaris, mit Vagabunden in ihrer Mitte, und stürzte, was gemacht worden war. Sie herrschten ohne die Sonne, und sie handelten nicht nach Gottes befehl bis zu meiner (eigenen) Uräus-Inkarnation. (Jetzt) bin ich auf den Thronen der Sonne gesetzt, seit Urzeiten vorhergesagt als einer, der geboren wurde, um Besitzt zu ergreifen, Ich bin als Horus gekommen, der einzige Uräus, der Feuer auf meine Feinde spukt. Ich habe die Abscheulichkeit der Götter verbannt,die Erde hat ihre Fußabdrücke entfernt..................."

(Übersetzung der Speos-Artemidos-Inschrift der Hatschepsut nach James P. Allen" Bulletin des Ägyptologischen Seminars 16 / 2002, S. 1-17, Tafeln 1+2). 

Bild:   Courtesy to Mutnedjmet 
- alle Rechte vorbehalten -

Die Vorhalle (Portikus) ist unter Hatschepsut nur auf der Südwand (Rückwand) mit Szenen und Texte beschriftet worden. Der Text bezog sich ursprünglich auf Hatschepsut, wurde aber später von Sethos I. usurpiert, der auch weitere Widmungen hinzufügte (siehe Fairmann, HW und Grdseloff, B / 1947). 

Unter den Ägyptologen (Fairmann und Gsdseloff in JEA 33, 1947, 13 und P. Brand 2000) gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob Thutmosis III. den Namen der Königin im Speos Artemidos auslöschen ließ (obwohl sein Name zweimal auf den Frontpfeilern auftaucht), wobei Brandt daraufhinweist, dass eine Darstellung der Königin unter Thutmosis III. zerstört und später unter Sethos I. für eine Umarbeitung erneuert wurde. P. Brandt (Peter, J. Brand / 2000, the monuments of Seti I: epigraphic, historical, and art historical analysis) führt weiter aus, dass Sethos I. "drei Szenen zu den Krönungsdarstellungen der Hatschepsut hinzufügen ließ - aber im Gegensatz zu Fairmann und Grdseloff (p12-13 Fairmann, H. W. and Grdseloff, B (1947 ) - fand Brand keinen Beweis dafür, dass Sethos diese Szenen von Hatschepsut usurpiert hatte (Quelle: Speos Artemidos - eng. Wikipedia). Siehe hierzu - 
Bauten Sethos I. - 

Ebenso fanden Fairman Grdseloff keine Beweise dafür, dass Echnaton den Namen Amuns gelöscht hatte - aber Brandt kam zu dem Schluss, dass Sethos I. später diesen ´"verunstalteten" Namen des Gottes repariert hatte, und erwähnte mindestens einen Fall, in dem eine frühere Version einer der Arme des Gottes noch sichtbar war. Brand wies weiter daraufhin, das Sethos I. auch das Bild eines Priesters durch das des Gottes Thot ersetzte, wobei er mutmaßte, dass dieses das Ergebnis des zunehmenden Einflusses des Tempels des Thot in Hermopolis während der Regentschaft von Sethos I. war.

Hermopolis Magna
- altägyptisch: Chemenu -

In Hermopolis Magna, dem altägyptischen "Chemenu" (der Hauptstadt des 15. oberägyptischen Gaues / dem Hasengau), das in unmittelbarer Nähe zum modernen Ort el-Aschmunein liegt, ließ Hatschepsut den Thot-Tempel restaurieren. 

Abydos

Die heilige Stadt Abydos (altägyptische: Abedju) ist eine der ältesten Städte im antiken Ägypten und gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Stätte des Landes und war Standort zahlreicher antiker Tempel, darunter die königliche Nekropole Umm el-Qa'ab, in der die frühen Pharaonen begraben wurden. Von der 1. bis zur 26. Dynastie wurden an einer Stelle in Abydos nacheinander neun oder zehn Tempel errichtet. Abydos war seit frühester Zeit ein Kultzentrum, zunächst für die lokale Gottheit Chentiamentu und ab dem Ende des Alten Reiches für den aufkommenden "Osiris-Kult". (Quelle: Wikipedia / Abydos) 

Schon Thutmosis I., der Vater von Hatschepsut, ließ in Abydos neue Kultstatuen verschiedener Gottheiten anfertigen und weihen. Außerdem ließ er für den dortigen Osiris-Tempel eine reiche Ausstattung liefern und eine neue, kostbar geschmückte Barke, Ritualgegenstände, Gefäße und Götterstatuen anfertigen, wie eine fragmentarisch erhaltenen Stele, die von Auguste Mariette nahe der Umfassungsmauer am Kom es-Sultan gefunden wurde, berichtet.

Im Jahr 2011 fand ein kanadisches Grabungsteam (unter der Leitung von Mary-Ann Pouls Wegner) nahe dem Prozessionsweg beim dortigen Osiristempel eine 65 cm große hölzerne Statue. Die Ausgräber brachten sie mit der Tochter von Thutmosis I., der späteren Königin Hatschepsut, in Verbindung. Tatsächlich hatte Mariette schon zwei Alabastergefäße mit der Aufschrift "Hatschepsut, geliebt von Osiris-Chontamenti" in diesem Areal entdeckt. Auch die Mutter der Königin (und Gemahlin von Thutmosis I.), die Große königliche Gemahlin "Ahmose / Ahmes" ist in Umm el-Qaab durch einen Siegelabdruck belegt. Es ist also anzunehmen, dass Hatschepsut hier im Heiligtum des Osiris, Restaurationsarbeiten oder Ähnliches vornehmen ließ. (Quelle: Ute und Andreas Effland - Abydos, Tor zur ägyptischen Unterwelt, Ph. v. Zabern-Verlag, Sonderband der Antiken Welt 2013)

Theben / Luxor und Karnak

siehe eigene Seite: Bauten in Theben -   (noch Baustelle)

Armant / Hermonthis
- altägypt.: Iunu-Monthu -

Armant (das altägyptische Iunu-Monthu) ist eine Stadt in Oberägypten, die etwa 20 km südlich von West-Theben - auf der Westseite des Nils - liegt. Hier befinden sich Überreste der antiken Stat "Hermonthis" (heute nach dem dortigen Dorf Armant (bzw. Erment) genannt. Der altägyptische Name geht auf "Iunu Monthu" zurück, was soviel wie "On des Month" bedeutet. Die hieroglyphische Schreibung "Iwnw" (biblisch: On) war eine Bezeichnung für Heliopolis (Heliopolis des Month).

Seine Blütezeit hatte die Stadt im Neuen Reich und später noch mal in de ptolemäischen Periode, aus welcher auch die meisten Ruinen stammen. Die Tempelbauten in Amant sind heute stark zerstört, nur wenig aufgehendes Mauerwerk ist erhalten.

Der Tempel des Month-Re stammt aus der 18. Dynastie, den 47 m breiten Pylon aus Sandstein wurde unter Hatschepsut/Thutmosis III. (Biston-Moulin 2018 in Armant / Hermonthis, Christophe Thiers, Dez. 2020 PdF) errichtet, dessen Reste ausgegraben wurden. Man darf sicher davon ausgehen, dass unter Hatschepsut (bezeugt durch eine Gründungsdepot im Tempel des Month-Re von Armant, das vor dem Pylon von Thutmosis III. gefunden wurde) und Thutmosis III. erweiternde Baumaßnahmen durchgeführt wurden. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude für den Bau einer Zuckerfabrik wiederverwendet. 

Die wenigen Szenen der Hatschepsut waren stets verstümmelt gewesen. vom Neuen-Reich-Pylon des Tempels blieb nur der Pylon erhalten. Er trägt eine berühmte Darstellung eines Nashorns, dem mehrere Nubier Opfergaben darbringen. Bislang gibt es aber keine eindeutigen Beweise für die traditionelle Datierung dieses Reliefs in die Zeit von Thutmosis III. - auch wenn die berühmte Stele Kairo JE 66377 dieses Königs, ein nubisches Nashorn erwähnt. Siehe dazu - hier

Reste des Month-Re-Tempels von Armant
Dort wo der rote Pfeil ist, befinden sich die Reste des Pylons und die berühmte Darstellung eines Beutezuges nach Afrika mit der Erwähnung der Erlegung eines Nashorns. 

Bild: mit frd. Dank Elvira Kronlob
- alle Reche vorbehalten -

 

Gebelein / Aphroditopolis
- "Inerty" - 

Die ägyptische Stadt "Gebelein" (das arabische Dschebelin) liegt in Oberägypten, etwa 40 km südlich von Theben. Der altägyptische Name für Gebelein war "Inerty" (die beiden Felsen). Manchmal wurde der Ort auch als "Haus der Hathor" (pr-!wt) bezeichnet, weil hier auf dem östlichen der beiden Hügel ein Heiligtum der Göttin Hathor stand. An dieser Stelle liegen die Felsen der Ost- und Westwüste besonders nahe am Nil, wodurch dem Ort eine besondere strategische Bedeutung zukam, da von hier aus der Verkehr auf dem Nil leicht zu kontrollieren war.

Aus dem Gebiet um Gebelein stammen archäologische Reste aus fast allen Epochen Ägyptens. Leider fanden sich von dem Hathortempel nur noch einige lose Steinfragmente, die hier ein Heiligtum schon für die II. Dynastie belegen. Weiter ausgebaut wurde das Heiligtum unter Mentuhotep II. - weitere beschriftete Fragmente stammen aus der II. Zwischenzeit. Auf einer weiblichen und einer männlichen Mumie aus Gebelein wurden die ältesten bisher bekannten Tätowierungen gefunden (Quelle: Renée Friedmann, Daniel Antoine, Sahra Talamo u. a.: Natural mummies from Predynastic Egypt revear the world's earlist figural tattoos. In: Jorunal of Archaeological Science 2018).

Um 2015 fand ein Archäologenteam der Universität Warschau einen Tempel in Gebelein, dessen Inschriften nahe legen, dass er der Königin Hatschepsut gewidmet bzw. in ihrer Regierungszeit mit Thutmosis III. erbaut worden war. Zwar war der Tempel den dortigen Behörden bekannt, wurde aber tatsächlich nie wissenschaftlich untersucht, was das polnische Team seit 2015 jetzt nachholt. Der zwei Göttern geweihte Tempel (zweifellos Hathor und vermutlich Amun-Re, dessen Bilder aber in der Armarna-Zeit getilgt wurden) aus der Zeit von Hatschepsut wurde direkt in den Fels gehauen und besteht aus zwei Räumen, deren Dekorationen leider nur noch sehr bruchstückhaft vorhanden sind. Die vorhandenen Reste von Dekorationen lassen eine Datierung in die Regierungszeit von Hatschepsut (etwa um 1500 v. Chr.) zu, was durch Fragmente hieroglyphischer Inschriften, die feminine Wortendungen aufweisen, bestätigt wird. Auch der Kontext, in den eine nicht mehr lesbare Königskartusche eingebettet ist, weist auf diese Zeit hin (Quelle: Selket's Block ). 

Der italienische Ägyptologe E. Schiraparelli entdeckte im Bereich des heute vollständig zerstörten Hathortempels eine Gründungsgrube aus der Zeit von König Thutmosis III. Darin befanden sich 

  1. eine aus Holz bestehende Lehmziegelform (siehe Bild)

  2. ein aus Holz bestehendes Ziegelmodell (siehe Bild)

  3. ein Fayence und ein Kalzit-Täfelchen (siehe Bild)

  4. eine kleine Opferplatte

  5. zahlreiche Modelle von Werkzeugen wie Meißel, Ahlen, Messer, Äxte, Hacken und ein kleines Gefäß

  6. eine kleine Stele aus Kalkstein: Thutmosis III. und die Göttin Hathor (siehe Bild)

All diese Gründungsbeigaben verweisen auf die Restaurierungs- und Erweiterungsmaßnahmen aus der Zeit von Hatschepsut/Thutmosis III. vor Ort. 

- siehe auch  (Bauten Thutmosis III. allgemein)

El-Kab /Necheb (Stadt der Nechbet)

Der ägyptische Ort "El-Kab" (altägyptisch: Necheb / Nxb) liegt 15 km nördlich von Edfu und 65 km südlich von Luxor bei der Mündung des Wadi Hilal. Necheb ist einer der ältesten Städte Ägyptens. Hier befand sich das Heiligtum der Göttin Nechbet (eine der beiden Kronengöttinnen der ägyptischen Könige). Schon in der Naqada-Zeit war Necheb besiedelt. Einige große Mastabas und Felsgräber stammen aus dem Alten Reich. Aus dem Mittleren Reich stammen die ältesten erhaltenen Reste des Nechbet-Tempels. In der II. Zwischenzeit wurden hier einige bedeutende Felsgräber (wie das Grab des Sobeknacht II. und das Grab des Paheri/Gaufürst und Erzieher am Königshof unter Thutmosis III., sowie das Grab von Ahmose Pennechbet/unter Thutmosis III. verdienstvoll zum General ernannt) errichtet. Im Neuen Reich wurde dann der Nechbet-Tempel weiter ausgebaut und in der Nähe weitere Tempel errichtet, darunter eine kleine Kapelle des Amenophis III. sowie ein Felsentempel in der ramessidischen Zeit.

Der Tempel der Nechbet in Elkab befand sich in der Stadt und war von einer separaten Mauer umgeben. Das Datum seiner Entstehung ist heute ungewiss - auch kann heute keine genaue Angabe über die Fläche des Tempels aus der Zeit Hatschepsut/Thutmosis III. gemacht werden, da der gesamte Tempel später abgebaut  und die Blöcke für einen neuen Tempel wiederverwendet wurden. Fast nichts davon ist heute mehr erhalten - nur drei wiederverwendete Blöcke mit den Jahresangaben: Jahr 47, 48 oder 49 können mit Sicherheit für diese Zeit berücksichtigt werden (Quelle: Elkab: Tempel, Jadwiga Iwaszczuk, Nationales Wissenschaftszentrum Polen 2018 online-Version)

  1. ein Block mit der Rede der Göttin Weret-hekau

  2. Türsturz der Hatschepsut/Thutmosis III.

  3. einer der Architrave von Thutmosis III.

Tempel A ist der Göttin Nechbet gewidmet und ist die zentrale Anlage des ganzen Gebietes. Um ihn herum wurden kleinere Anlagen gruppiert, die sich an ihn orientierten, so der parallel an die Südseite des Tempels A angelehnte Bau aus der Zeit von Amenophis II., ein Barkenstations-Heiligtum Thutmosis III. auf dem Weg zur Kaianlage und das spätzeitliche Mammisis vor dem 2. Pylon. Der heutige Tempel stammt aus der Zeit von Darius II. und ist nur schlecht erhalten. Die späteren Bauherren verbauten die Steine der früheren Tempelgebäude in den Fragmenten ihrer Bauten als Füllmaterial. Von Amenophis I. sind einige Fragmente von Blöcken mit Ritualszenen (meist vor Nechbet) und Weiheformeln aus diesem Tempel erhalten. Unter den Blöcken von Amenophis I. fanden die Archäologen drei Türstürze, was darauf hindeutet, dass es mindestens drei Kapellen gab. 

Von Thutmosis III. sind Reste von Bauinschriften auf zwei Architravfragmenten erhalten. Kurt Sethe hat die beiden Stücke in Urk. IV 829, 5-10 zu einem Text zusammengefasst. Eine der Widmungsinschriften erwähnt Thutmosis III. "als Gründer des "Hwt-nTr" (Tempel) von Nechbet, der Herrin von Faget". (Quelle: Grallert Bauen-Stiften-Weihen, S. 203). Es ist aber schwierig, wenn nicht fast unmöglich, die architektonischen Elemente aus der Zeit von Hatschepsut/Thutmosis III. zu unterscheiden, was hier bei den gefundenen Blöcken also nicht bedeutet, dass sie aus der Zeit der Alleinherrschaft von Thutmosis III. stammen - auch wenn sich nur seine Kartuschen auf den gefundenen Blöcken befinden. Das Vorhandensein der Kartusche "Men-cheper-ka-re" auf einem der Architrave deuten allenfalls daraufhin, dass ein Teil des Gebäudes während der Herrschaft von Hatschepsut/Thutmosis III. errichtet worden war (Quelle: Elkab: Tempel, Jadwiga Iwaszczuk, Nationales Wissenschaftszentrum Polen 2018 online-Version).

Einer der Türstürze belegt indirekt eine Dekorierung während der Zeit von Hatschepsut/Thutmosis III. in Elkab. Unter der geflügelten Sonnenscheibe auf der rechten Seite befinden sich drei Zeilen mit der Königstitulatur von Thutmosis III. und auf der linken Seite die von seinem Vater Thutmosis II., die aber dort nachträglich anstelle der Titulatur von Hatschepsut eingesetzt wurde (Quelle: Bauen-Stiften-Weihen, 2001, S. Grallert, S. 204). Die Weiheformal belegt den Bau eines Festhofes, denn hier wird von ".....dem Bau einer wsx.t Hbj.t [.....]"gesprochen. Es wird vermutet, dass Hatschepsut/Thutmosis III. den Tempel aus der Zeit von Amenophis I. lediglich durch einen Anbau ergänzten und nicht einen komplett neuen Tempel errichteten (7).

Die aufgefundenen Architekturfragmente zeigen, dass der Bau entweder als eine Säulenhalle oder ein Hof mit Säulenstellung erbaut wurde - obwohl der Text den gesamten Tempel nennt. Auf den Elementen der Kolonnade tauchte allerdings ein späterer Name von Thutmosis III. auf, was vermuten lässt, dass die Ausschmückung dieses Teils des Tempels wohl während der Alleinregierung von Thutmosis III. erfolgte. Dieses weist daraufhin, dass die Ausschmückung des Hofes in mindestens zwei Phasen erfolgte - eine frühe Phase während der Herrschaft der Hatschepsut und eine spätere Phase in den späten Jahren von Thutmosis III. Zumindest was den Innenhof betrifft, scheint es, dass fast alle Architrave in der zweiten Phase dekoriert worden sind, 

Zur Zeit von James Burton (ein früher englischer Ägyptologe) standen noch sechs Säulen des Tempels aufrecht. Auf einer der bis heute erhalten gebliebenen zwanzigkantigen Polygonalsäulen hat sich eine weitere Weiheformel erhalten. James Edward Quibell (1867 - 1935) - ein britischer Ägyptologe, (Mitentdecker des Grabes von Juja und Tuja) konnte auch noch eine der Gründungsgruben des Tempels auffinden.

Im Fitzwilliam-Museum in Cambridge (England) befindet sich ein kleiner Naos/Schrein (E.40.1902) aus Sandstein (H. 1,50m - Basis der Statue: H. 0,20 m x Breite 0,74 m) der nach Angabe des Museums auf ihrer Online-Webseite ebenfalls aus Elkab stammt.

Gebel el-Silsilah-West

Von den insgesamt 323 Opferkapellen die sich allesamt nördlich des Abbaugebietes 3 liegen (Westufer), sind sechs zur Zeit der Koregentschaft von Hatschepsut/Thutmosis III. durch Beamte die hier tätig waren, angelegt worden. Architektur und Dekoration der Kapellen sind meistens von bemerkenswerter Uniformität und bestehen meist aus einem einzigen Raum, der in den hier unmittelbar am Nilufer anstehenden Sandstein gemeißelt wurde. Die Gestaltung der Fassade ist meist nur auf den beschrifteten Türrahmen beschränkt, wo auf dem Sturz stets der Name des regierenden Königs erscheint. In der inneren Eingangswand wird der Besitzer der jeweiligen Kapelle bei einem Brandopfer dargestellt. An der Längswand ist abermals der Besitzer - meist mit seiner Familie beim Opfermahl zu sehen - meist mit einer Opferliste sowie Darstellungen diverser Opfer- und Reinigungsriten. In der Rückwand befindet sich meist eine Nische, die direkt aus dem Fels gehauen wurde und wo sich Statuen des Besitzers nebst denen seiner Familienmitglieder befinden.

Entlang des westlichen Nilufers wurden während der 18. Dynastie eine Reihe von Felskapellen erbaut. Die Besitzer waren meist hohe Beamte aus dieser Zeit. Diese Kapellen wurden von den Königen als Gunsterweis für ihre treuen Beamten gestiftet. 

Südlich der Felsenkapelle des Haremhab auf dem westlichen Nilufer führt ein Weg teils am Nilufer entlang, teils durch alte, wohl in römischer Zeit abgebaute Steinbrüche an Felsinschriften und dann an einer Anzahl Grabnischen vorbei, die von Ramses III., Scheshonq I (in der Mitte) und einem Denkstein von Ramses IX. stammen. Die Eigentümer der 33 Schreine waren - soweit sie identifiziert werden können - hohe Beamte aus der 18. Dynastie, die auch aus anderen Denkmälern bekannt waren. 15 Schreine sind fest datiert durch die königlichen Namen auf den Türrahmen. Die meisten Schreine stammen aus der gemeinsamen Regierungszeit von Hatschepsut und Thutmosis III. Der bemerkenswerteste gehört dem "Vorsteher aller Arbeiten des Königs" und Majordomus von Hatschepsut, dem Oberverwalter Senenmut. Die Inschriften zeigen einen Statuswechsel der Königin mit dem Titel einer "erstgeborenen Tochter" zu einem "schreitenden König" (siehe O'Connor & Cline: Thutmosis III. - eine neue Biografie, Michigan Press, ISBN 978-0472114672 / 2006, S. 48, 74). 

Die Schreine Nr. 12-17 stammen aus der Zeit von Thutmosis III./Hatschepsut (Quelle: teilweise Wikipedia und www.maat-ka-ra.de)

  1. Schrein Nr.  6: Ahmose       -  gemeinsame Zeit von Hatschepsut und Thutmosis III.

  2. Schrein Nr. 7:  unbekannt   -  gemeinsame Zeit von Hatschepsut und Thutmosis III.

  3. Schrein Nr. 12: Min-Nacht -  wurde zur Zeit von Thutmosis III. angelegt

  4. Schrein Nr. 13: Senneferi   -  wurde zur Zeit der gemeinsamen Regierung von Hatschepsut/Thutmosis III. angelegt

  5. Schrein Nr. 14: Nehesy:     -  wurde zur Zeit der gemeinsamen Regierung von Hatschepsut/Thutmosis III. angelegt

  6. Schrein Nr. 15: Hapuseneb - wurde zur Zeit der Hatschepsut angelegt.

  7. Schrein Nr. 16: Senenmut   -  wurde zur Zeit der Hatschepsut angelegt.

  8. Schrein Nr. 17: User-Amun - wurde zur Zeit Thutmosis III. angelegt

  9. Schrein Nr. 22: unbekannt  -  wurde zur Zeit der gemeinsamen Regierung von Hatschepsut/Thutmosis III. angelegt

  10. Schrein Nr. 23: Min-nacht  -  wurde zur Zeit der gemeinsamen Regierung von Hatschepsut/Thutmosis III. angelegt

  11. Schrein Nr. 30: unbekannt  -  wurde zur Zeit der gemeinsamen Regierung von Hatschepsut/Thutmosis III. angelegt

Die Felsschreine Nr. 12 - 17 / Westufer Gebel el-Silsilah 
- (von rechts nach links)
Die Kapelle des Senenmut ist an der Nische über dem Eingang zu erkennen (ganz links). 

Bild:      Steinbruch Dschabal as-Silsila 39
Autor:   Olaf Tausch 11. 3. 2010 Wikipedia
Lizenz:  CC BY-3.0
- bearbeitet von Nefershapiland (mit Nummern versehen) -

Schrein Nr. 6: 
Die nebeneinander liegenden Schreine Nr. 6 und Nr. 7 stammen beide aus der gemeinsamen Zeit von Hatschepsut/Thutmosis I. Der Eingang des Schreins Nr. 6 des Gauschreibers und Aufsehers der Arbeiten Ahmose (Jah-msw) i
st heute stark beschädigt - beide Türlaibungen fehlen heute. Dahinter befindet sich ein Raum, der ca. 2,20 x 1,75 x 1,75 m misst. Im oberen Register des Türsturzes ist die geflügelte Sonnenscheibe zu sehen (Behedj), zu deren beiden Seiten eine Formel steht. Die nächsten Zeilen nennen die Titel der Hatschepsut (ausgehackt) und des Thutmosis III.

Schrein Nr. 6 des Gauschreibers und Aufsehers Ahmose

Der heutige Zustand de Türsturzes mit 4 Register. Links und rechts - in drei Register befinden sich die Titulaturen der Hatschepsut und des Thutmosis III. Auf der nördlichen (rechten) Seite befindet sich ausgehackte Titulatur der Hatschepsut. 
Bild:   Courtesy to Saamunra
- alle Rechte vorbehalten -

Auf der südlichen Innenwand der Kapelle zeigt auf ihrer westlichen (rechten) Seite zwei Personen, die vor einem Opfertisch sitzen (leider hat sich vom Opfertisch nichts mehr erhalten). Lt. der Beischrift ist der die männliche Figur der Besitzer des Schreins Ahmose und die weibliche Figur ist seine Gemahlin. Auf der östlichen (linken) Seite steht ein weiterer Mann mit erhobener Hand. Lt. der Inschrift rezitiert er die übliche Opferformel: "Ein Opfer das der König gibt.....". Auch auf der nördlichen (rechten) Wand der Kapelle befindet sich auf ihrer linken Seite ein sitzendes Paar vor einem Opfertisch. Lt. der Beischrift über den beiden Figuren sind diese ein Mann mit Namen "User" und seine Gemahlin "Aberui" (wahrscheinlich die Eltern von Ahmose. Im Register darunter sind weitere  3 Personen zu sehen: eine Frau zwischen 2 Männern, die nicht weiter zu identifizieren sind (Evtl. Kinder des Paares ?).

Eine weitere Nische befindet sich in der Mitte der Rückwand. In dieser befindet sich die Statue eines auf einer Bank sitzenden Mannes, die beschädigt ist. 

Schrein Nr. 6 des Gauschreibers und Aufsehers Ahmose

Die Dekoration der Innenwände ist nur aufgemalt - nur die Texte auf dem Türsturz und der Umrandung der hinteren Nische sind eingraviert. Ein Inschriftenband mit eingeschnittenen und blau ausgemalten Schriftzeichen rahmt die Nische ein. Auf der horizontalen Zeile (zweigeteilt) des inneren Türsturzes steht "Eine Gabe, die der König gibt an Sobek, Herr von Silsilah" und links "Eine Gabe die der König gibt an Haroeris, Herr von Ombos". Die Opferinschrift auf der linken Seite des Türrahmens nennt den Namen und den Titel des Kapellenbesitzers: "Ein Opfer, das der König gibt an jegliche Götter des Ta-meri [Ägyptens], das sie geben was gepriesen ist und was beliebt ist für den Ka des Aufsehers der Arbeiten, Ahmose" (Camino 1963). 

Die Decke des Raumes ist nur zur Hälfte fertig geworden. Sie zeigt eine Reihe von Spiralen, die abwechselnd braun und weiß sind, nur im Zentrum trägt sie blaue und grüne Kreise.

Bild:  Courtesy to Merja Attia, Finnland

Schrein Nr. 12:
Der Schrein des Minnacht (Aufseher der Kornspeicher in Ober- und Unterägypten zur Zeit von Thutmosis III. Seine Kartuschen befinden sich auf dem Türsturz. Auf der Rückwand des Schreins befinden sich drei sitzende Figuren, bei denen man aber nicht weiß, um wen es sich handelt, da alle unbeschriftet sind und die Figuren schlecht erhalten.

Schrein Nr. 13:
Der Schrein Nr. 13 gehört dem Siegelbewahrer, königlichen Herold Seneferi, der unter der gemeinsamen Regierung von Hatschepsut und Thutmosis III. amtierte. Die Felskapelle ist ca. 367 km vom Speos des Haremhab entfernt. Die Wände waren einst dekoriert, aber heute ist davon fast nichts mehr erhalten. Zusätzlich wurde später noch ein Durchgang zum Schrein des Minnacht in die Wand geschlagen. In diesem Schrein befindet sich eine Sitzgruppe, bei der angenommen wird, dass es sich um den Besitzer des Felsschreins, Senneferi (Sennefer) und seine Gemahlin Tajmau (oder Tiamu) handelt.

Auf der Frontseite der Kapelle 13 befindet sich im 1. Register des Türsturzes die geflügelte Sonnenscheibe. Im 2. Register (nach Caminos, 1963) ist der Name des Königs zu sehen, in dessen Regierungszeit der Schrein erbaut worden ist. Zwar befinden sich in den Kartuschen die Namen von Thutmosis III. (Men-cheper-Ra), diese sind allerdings alle überarbeitet worden. Der originale Name in der linken Kartusche ist noch gut erkennbar: er lautete "Maat-ka-Ra" (Hatschepsut).  Auch der gesamte Text in diesem Register ist auf eine weibliche Person ausgerichtet ".....es möge leben die gute Göttin.....geliebt von Amun-Re" (Caminos, 1963 in www.maat-ka-ra.de/germin/start_g.htm) . Der Name und die Titel des Kapellenbesitzers Senneferi befinden sich am unteren Ende des linken Türrahmens: "Schatzmeister, der tapfere Senneferi, gerechtfertigt". 

Bei dieser Datierung gehen die Lehrmeinungen einiger Ägyptologen auseinander. Helck (GM 43, 1981) möchte Senneferi als Zeitgenosse von Thutmosis III. sehen, da in der Datierung der "Schatzmeister" nacheinander Nehesj (Eigner des Schreins Nr. 14 in Gebel el-Silsilah) und Ty (oder Tai) noch bis ins Jahr 25 von Thutmosis III. belegt sind - Senneferi aber im Papyrus Louvre E2336 (nach Helck in GM 43, 1981) im Jahr 32 Thutmosis III. noch im Amt war, ist dieser lt. Heck "eindeutig der Nachfolger von Ty". 

Schrein Nr. 14:
Kapelle Nr. 14 des Nehesy aus der stammt Zeit der Hatschepsut. Auf den Türsturz steht: "Es lebe der Sohn des Re (Thutmosis, mit schönen Gestalten)|, geliebt von Chnum, verehrt in Elephantine".

Schrein Nr. 15:
Kapelle Nr. 15 liegt 3,08 m nördlich von Schrein 16. Er wurde angelegt durch den Hohenpriester des Amun Hapuseneb. Die Datierung unter Hatschepsut begründet sich auf die Reste von Inschriften der Pfosten der Eingangstür, die unter Thutmosis III. ausgehackt wurden. Der Eingang des Schreins ragt über die Uferkante hinaus. Hapusenb amtierte neben seinem religiösen Amt auch noch als Bauleiter des Königsgrabes KV 20.

Die Dekoration des Eingangs und des Kapelleninneren sind stark zerstört und von den vier horizontalen Registern des Eingangs ist lediglich das oberste erhalten. Die Inschrift im 2. Register ist absichtlich zerstört - wahrscheinlich unter der Alleinregierung von Thutmosis III. oder Amenophis II. - ebenso der größte Teil des 3. Registers. Auf dem Torpfosten befinden sich die Titel und der Name des "gerechtfertigten" (verstorbenen) Hapuseneb. An der gesamten Rückwand des Schreins befindet sich eine Nische mit 4 Sitzfiguren (zwei Männer und zwei Frauen - alle schwer beschädigt.

Schrein Nr. 15 - Hohepriester Hapuseneb

Diese Umzeichnung (nach Caminos, 1963)zeigt die Dekoration der östlichen Wand beiderseits des Eingangs. Der Schreininhaber steht anbetend vor einem Opferaufbau. Auf dem linken Opfertisch ist noch eine Ente zu sehen, die gerade gebraten wird. Auf der anderen Seite ist die gegengleiche Darstellung der Szene zerstört, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit befand sich dort ebenfalls ein Opfertisch mit Ente.

Das Inschriftenfeld zwischen den beiden Darstellungen des Hapuseneb ist zerstört, links und rechts befinden sich Anbetungstexte an Amun-Re (links) und Re-Harachte (rechts). Beide Inschriften enden mit den Titeln und dem Namen des Hapuseneb.

Umzeichnung: UCLA – Encyclopedia of Egyptology
- bearbeitet von Nefershapiland -

Auf der nördlichen Innenwand sind mehrere Szenen teilweise erhalten geblieben. Sie zeigen links in 2 Register Hapuseneb und hinter ihm seine Mutter Ahhotep, die ebenfalls vor einem gefüllten Opfertisch sitzen. Vor dem Tisch - in einer verkleinerten Darstellung und nur noch zur Hälfte erhalten eine weibliche Figur, die lt. der Beischrift "die Herrin des Hauses Amen-hotep" ist (die Gemahlin des Hapuseneb. Die männliche Gestalt darunter könnte ein Sohn des Hapuseneb sein. Den Beischriften zufolge trug er den Titel "2. Vorlesepriester im Totenkult des Thutmosis I.", wobei der Name strittig ist und nicht durch weitere Belege abgesichert.

Im unteren Register wird die Familie des Hapuseneb dargestellt: seine Schwester Ahmose, sein Sohn Djehutmes-machet, seine Tochter Henut, sein Sohn User-pechty und seine Tochter Henut-neferet. Auf der rechten Seite der nördlichen Innenwand befinden sich in drei Register 15 Opferträger, welche Brot, Kuchen, Blumen, Früchte, Gemüse, Fleisch und lebendes Inventar herbeibringen. Die Südwand zeigt ähnliche Szenen wie auf der Nordwand: Hapuseneb mit seinem Vater Hapu sitzend vor einem Opfertisch, dann Teile eines langen Registers, das über die gesamte Wand verläuft, drei weitere Kinder Hapusenebs, sein Sohn Aa-cheper-ka-ra-nefer, gefolgt von zwei Töchtern, Sen-seneb und Ta-em-resefu, denen zwei Personen (ein Mann und eine Harfenspielerin) gegenüberstehen. Es folgen zwei geschlachtete Stiere und sechs Opferträger.

In der westlichen Rückwand des Felsenschreins befindet sich eine Nische, die von der (heute) gesichtslosen Figur des Hapuseneb beherrscht wird. Ein Inschriftenband verläuft umlaufend um den oberen Rand der Nische. Auf dem Türsturz der Nische befinden sich in zwei Register die geflügelte Sonnenscheibe mit der Beischrift "[Der] Behedeti" zu beiden Seiten und im teilweise zerstörten 2. Register eine Anbetungsformel, wobei auf der linken Seite die feminine Form des Thronnamens der Maat-ka-ra verwendet wird. In der südlichen (linken) Inschrift befindet sich die übliche Totenopferformel mit dem Titeln und dem Namen des Hapuseneb. Links und rechts der Nische befinden sich in drei Registern übereinander jeweils 2 Operträger, welche die Opfergaben herbeibringen (Quelle: Caminos 1963 in www.maat-ka-ra.de

Schrein Nr. 16:
Bei Kapelle Nr. 16 handelt es sich um die älteste in den Steinbrüchen von Gebel el–Silsilah.
Angelegt wurde Nr. 16 von dem Architekten der Hatschepsut Senenmut, der in Theben zwei Gräber TT 71 und TT 353 besaß.

wird weitergeführt........

Schrein Nr. 17:
Schrein Nr. 17 gehört dem Wesir Useramun, der unter Thutmosis III. diente und der heute stark zerstört ist. Durch antiken Steinabbau wurde der gesamte Fels oberhalb des Schreins bis auf ein dünnes Dach abgetragen, wodurch diese vermutlich irgendwann eingestürzt ist. Von der Fassade ist nur noch auf der nördlichen (rechten) Seite der Rest vom Türsturz und von der Türlaibung erhalten. Die Figur des Useramun ist unten vollständig ausgehackt worden. Die erhaltenen Reste der Beischrift nennen seine Titel und seinen Namen: "......Erbprinz und Graf, Aufseher über die Stadt und Wesir, Useramun". 

Auf der Rückwand des Schreins befindet sich eine Nische mit 4 Sitzfiguren (zwei Männer in der Mitte und außen jeweils 1 Frau) - die aber alle stark beschädigt sind. Alle Figuren tragen Inschriftenbänder auf dem Schoß und den Beinen, die zwar stark beschädigt sind, aber noch lesbar: von rechts nach links Ti-Amehtiu, ihr Gatte Amethiu, ihr Sohn User-Amun und ihre Schwiegertochter [Tj]uiu.

 

wird fortgeführt.......

Assuan / Elephantine

 

 

 

Tempel in Nubien

 

Quban / Qasr Ibrim

In Quban (Kasr Ibrim), einem Ort an der Mündung des Wadi Allaqi in das Niltal, auf halben Weg zwischen Assuan und dem sudanesischen Grenzort Wadi Halfa besteht seit der Ausbeutung der Goldvorkommen mit Beginn des Mittleren Reiches eine Festungsanlage, die dazu diente das dortige Gebiet und deren Metalltransporte zu sichern. Diese Sicherung wurde auch im Neuen Reich weitergeführt und enthielt insgesamt drei größere Tempelanlagen neben kleineren Kapellenstiftungen.

Kasr Ibrim (Kasr ist arabisch und bedeutet "Festung") steht auf einer Bergkuppe an einem strategisch günstigem Platz am östlichen Nilufer. Hier befinden sich nicht weniger als fünf Felsschreine aus unterschiedlichen Zeiten, die aus einer ziemlich langen Zeit stammen und von Nehi, dem Vizekönig von Kusch, unter Thutmosis III, bis Amenophis II. und Ramses II. errichtet wurden. Die Zusammensetzung der im inneren dargestellten Gottheiten weit jedoch ähnliche Präferenzen auf zu anderen Felsschreinen aus dieser Zeit.

Seit dem Bau des Nassersees sind die antiken Gebäudereste in den tiefer gelegenen Außenbereichen und die Friedhöfe der Umgebung verschwunden. Vor der Flutung erhob sich eine weit in die Ebene vorgeschobene Felskuppe etwa 70m über der Wasseroberfläche des Nils. Später - seit dem weiteren Anstieg des Wasserspiegels im Jahre 2000 - liegen auch Teile der äußeren Befestigung unter Wasser (Quelle: Wikipedia Qasr Ibrim). 

Königin Hatschepsut ließ auch an einigen Orten in Unternubien Tempel erbauen und in Qasr Ibrim/Quban eine Felsenkapelle sowie einen Granitobelisk aufstellen. Der Vizekönig von Kusch unter ihrem Nachfolger Thutmosis III. Nehi, ließ unterhalb des Ortes einen Schrein aus der Felswand schlagen. Stelen und sekundäre Inschriften am Eingang des Schreins von Ellesiya (heute im Museum Egizio, Turin - siehe weiter oben) bezeugen das Vorhandensein der Felsschreine in den Inschriften mehrerer höherer Beamte der unternubischen Verwaltung von der Herrschaft Thutmosis III. bis Ramses II.

Auf der Bergkuppe von Qasr/Ibrim (Kasr Ibrim oder Quban) befanden sich 5 Felsschreine aus unterschiedlichen Zeiten.

  1. Kapelle: Erbaut vom Vizekönig von Kusch namens Nehi, er ist belegt im 23. und 25. Jahr von Thutmosis III. 

  2. Kapelle: Sie stammt von Vizekönig von Kusch namens Setau der unter Ramses II. amtierte

  3. Kapelle: Sie stammte aus der Zeit Thutmosis III.  Hatschepsut - die Namen der Königin wurden dann später getilgt

  4. Kapelle: der bedeutenste Schrein in Quban stammt aus der Zeit König Amenophis II

  5. Schrein: er enthält keine Reliefs. 

Aufgrund der zu erwartenden Zerstörungen durch das steigende Wasser des Nassersees wurden die Schreine verlegt. Der von User-satet, einem Vizekönig von Kusch aus der Zeit von Amenophis II. wurde entfernt und im Neuen Nubischen Museum in Assuan wieder aufgestellt. Eine Stele aus der Zeit von Sethos I. wurde nach Neu-Kalabscha verlegt, wo sie südlich des ptolemäischen Haupttempels wieder aufgestellt wurde. 

Die heutige Insel Qasri Ibrim darf nicht von Touristen betreten werden, jedoch kann man bei einer Nasser-See-Kreuzfahrt einen guten Eindruck von dem Ort gewinnen, da die Schiffe recht dicht daran vorbeifahren. Die archäologische Stätte auf der Insel wird nach wie vor von der Exploration Society seit 1959 weiter ausgegraben.

Wadi Halfa

Wadi Halfa liegt im Norden des Sudans am Ostufer des heutigen Nubia-Sees (der den sudanesischen Teil des Nassersees bildet). Die Landesgrenze zu Ägypten verläuft etwa 15 km nördlich der Stadt. Wadi Halfa war jahrhundertlang ein wichtiger Handelsort und Nilhafen an der Nordgrenze des nubischen Kulturraumes und lag etwa 8 km nördlich des 2. Katarakts. 

Der Südtempel von Wadi Halfa gehört zu den drei heute bekanntesten Tempeln mit Säulen-Umgang in Nubien. Lt. Borchardt (Tempel mit Umgang) waren dies

  1. Der Südtempel auf dem Westufer bei Wadi-Halfa (Zeit der ersten Thutmosiden und Thutmosis III.)
  2. Der Tempel von Amada (Thutmosis III und Amenophis II.
  3. und Säulen und andere Reste auf Elephantine von einem Tempel wie in Amada (Thutmosis III. - evtl. auch schon aus der Zeit Thutmosis I. - Thutmosis II. - Hatschepsut bis Amenophis II.

Für den Kernbau des Südtempels von Wadi Halfa waren Thutmosis I., Thutmosis II. und Hatschepsut sowie Thutmosis III. verantwortlich (obwohl überall die Kartuschen von Hatschepsut getilgt worden sind - teilweise sogar durch das Einsetzen neuer Plattenstücke in die Wandbilder).

Tempel von Buhen

 

Dukki Gel (PAnbs)

Dukki Gel das antike PAnbs =Pnubs) liegt im Dongola Gebiet, 1km nördlich von Kerma, etwas südlich des Dritten Katarakes. Bei der Ansiedlung handelt es sich um eine Neugründung von König Thutmosis I. (dem Vater der Hatschepsut) aufIn einer älteren lokalen Vorgängersiedlung. Das Tempelareal war von einer Umfassungsmauer umgeben. Die Mauer scheint ca. 3 m stark gewesen zu sein.

Wahrscheinlich unter König Thutmosis II. (dem Ehemann und Stiefbruder der Königin) kam es zur Zerstörung der hiesigen Gebäude und Tempel und an Stelle des Ost–Tempels wurde eine neue Verteidigungsmauer mit den typisch lokalen halbrunden Bastionen errichtet.

Unter Hatschepsut wurde der Osttempel in den verfügbaren Platz neu integriert und die nach lokaler Bauweise errichtete Mauer im Süden verstärkt, wo sie jetzt auch die Treppe zu beiden Seiten bewehrt. 

Qasr Ibrim 

Hatschepsut ließ in Qasr Ibrim (Fort des Ibrim) - zwischen Ellesija und Toschka Wadi gelegen - eine Felskapelle sowie einen Granitobelisken aufstellen. Ihre Namen wurden dann später getilgt.

Tempel von Kumna

Die Festung von Kumma wurde zusammen mit Semna und Semna-Süd im Mittleren Reich von Sesostris III. errichtet und diente zum Schutzz dergrößeren Festung Semna, wo die Grenzkontrollen zwischen dem alten Ägypten und den südlichen Gebieten stattfand. Die Festung Kumma lag etwa 365 km südlich von Assuan sowie 35 km südwestlich des II. Nil-Katarakts auf dem östlichen Nilufer. Auf der anderen Seite des Nils lag Semna.

Die Festung erfuhr im Neuen Reich unter Hatschepsut und Thutmosis III. einen Neubau, wobei der hintere Tempelbereich aus Stein errichtet wurde. Alle Bauinschriften in den beiden vorderen Höfen stammen aber aus der Zeit von Amenophis II. (dem Sohn und Nachfolger von Thutmosis III.), der den Tempelvorderbau neu gestalten ließ.

Tempel von Semna

In Semna stand ein kleiner Tempel, welcher dem nubischen Gott Dedwen und dem vergöttlichten König Sesostris III. aus dem Mittleren Reich geweiht war. Im Neuen Reich wurde dieser Tempel unter Hatschepsut/Thutmosis III. als Neubau vollständig in Stein neu errichtet und auf einer Plattform in Stein umgesetzt und diente als Ersatz für den Lehmziegelbau aus der Zeit von Sesostris III.

Auf der westlichen Außenwand des Tempelhauses hinterließ Thutmosis III. zwei Weiheformeln, die im Kontext mit einer Krönungsszene standen. Der König wird von dem nubischen Gott Dedwen im Beisein der beiden Krönungsgöttinnen Wadjet und Nechbet und des Iunmutel-Priesters gekrönte und erhält Leben von Satis. Hinter der Figur der Wadjet befinden sich dann übergangslos mehrere Kolumnen der 1. Weiheformel. Später erfolgten mehrere Umänderungen der Szene: der König zwischen Sesostris III. und Satis und dann nochmal umgeändert in "Hatschepsut erhält Leben von Satis" und schließlich wurde dann die Darstellung der Hatschepsut sowie der Text ausgemeißelt und die Figur der Satis wieder eingesetzt. Auch fügte man irgendwann eine Tür auf der linken Seite hinzu, wodurch die zweite Weiheformel fast völlig zerstört wurde. Beachtung sollte hier auch eine Gottesgemahlinnen-Titulatur der Hatschepsut finden. Der Gott Dedwen wird hier als "Vorderer von Nubien .......[.....] " bezeichnet. Auch Hatschepsut erhält hier Leben von Satis (Quelle Silke Grallert: Bauen-Stiften-Weihen, Achet-Verlag Berlin 2001). 

Außenseite des Sanktuars des Tempelhauses (PM VII² 148 [18-19]
- Lepsius Bildbände III, 52b-53 (PM VII² 148 [18-21] ) -

Links steht die Göttin Buto mit der Jahresrispe in ihrer Hand. Davor befindet sich eine Krönungs-Szene (LD III 52b, 53,) die sich innerhalb von zwei Jahresrispen befindet. Thutmosis III. (kniend mit dem Rücken vor dem Gott) wird von Dedwen - im Beisein der Nechbet, Wadjet und eines in verkleinerter Darstellung gezeigten Iunmutef-Priesters, gekrönt. Hinter dem Priester befindet sich der Türdurchbruch und dahinter die Figur der Satet und die zerstörte Figur und der Text der Hatschepsut Über der Tür die Titulatur der Gottesgemahlin "Hm.t nTr Hm.t njsw.t wr.t (!A.t-Sps.wt) [jrj.n.s] m mnw.s n jtj.s _dwm xmtj *A-%tj [....]......(Werk der Gottesgemahlin, [das sie gemacht hat] als ihr Denkmal für ihren Vater Dedwen, Vorderen von Nubien [....]." (Quelle: Bauen-Stiften-Weihen, Silke Grallert, Achet-Verlag 2001, 
S. 157).

Außerhalb Ägyptens

 

Der Sinai: Serabit el-Chadim

 

wird weitergeführt...........

 

Quellen und Literatur:
1  Silke Grallert: Bauen-Stiften-Weihen, Achet-Verlag 2001 2. Stadt und Tempel von Elephantine, MDAIK 72 - 2016 -online-Version, Stephan Seidlmayer, Felix Arnold, Jörg Drauschke, Peter Kopp u.a.)
3.
Der Tempel des Chnum der 18. Dynastie auf Elephantine, Teil 1, Martin Bommas, M.A. Heilbronn, 2000 - online-Version Pdf
4. Werner Kaiser, Günter Dreyer u. a. in MDAIK 36, 1980, Philipp v. Zabern-Verlag, Mainz  (Stadt und Tempel von Elephantine)
5. Ute und Andreas Effland, Abydos, Tor zur ägyptischen Unterwelt, Philipp v. Zabern-Verlag, Sonderband der Antiken Welt 2013). 

 


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